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66 Min.
Wie halten wir unser Gehirn fit, Hannah Monyer? Wie schärfen wir unser Gedächtnis? Und was können wir getrost vergessen? (1/2)
Haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum Sie noch genau wissen, wo Sie vor zehn Jahren im Urlaub waren, aber heute Morgen Ihren Parkplatz suchen mussten? Unser Gedächtnis ist kein staubiges Archiv, sondern eine lebendige Konstruktion, die ständig an unserer Zukunft baut.
Gesundheit

In dieser Folge begrüßen wir eine der renommiertesten Hirnforscherinnen weltweit: Professorin Hannah Monyer. Sie lehrt an der Uni in Heidelberg und erklärt uns, warum Vergessen absolut lebensnotwendig ist, um in der Gegenwart klarzukommen, und wieso unser Gehirn ab 50 zwar schrumpft, wir dem Abbau aber aktiv entgegenwirken können. Erfahrt, weshalb zehn Kilometer Radfahren und das Auswendiglernen von Gedichten das perfekte „Gehirn-Futter“ sind und wie wir schlechte Tage durch gezieltes „Überschreiben“ unserer Gedanken retten können. Eine Folge voller Aha-Momente, die beweist: Wir sind unserem Alterungsprozess im Kopf nicht hilflos ausgeliefert!
Teil 2 des Interviews erscheint kommende Woche.
Kapitelmarken
00:00 Begrüßung und Gastvorstellung: Prof. Hannah Monyer
02:08 Morgensport und Gedichte: Das Fitnessprogramm der Expertin
05:04 Konstruktion statt Archiv: Wie Erinnerungen wirklich entstehen
16:21 Parkplatz-Frust vs. Langzeitwissen: Kurzzeit- und Arbeitsgedächtnis
22:37 Das Vorurteil als „schnelles Urteil“: Die Macht unserer Schemata
25:31 Gehirn-Abbau ab 50? Was die Radiologie verrät
28:29 „Windows of Opportunity“: Sprachen und Musik im Alter lernen
32:28 Erinnerungen gezielt überschreiben: Strategien gegen negative Gedanken
43:16 Mythos Babybett: Können wir uns an die Zeit im Mutterleib erinnern?
59:30 Marcel Proust und der Geruch der Kindheit
1:04:25 Ausblick auf Teil 2 und Verabschiedung
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Können wir unser Hirn mit 60 noch einmal neu programmieren? Wie gehen wir mutig mit der Angst vor Demenz um?
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