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98 Min.

Sommerlieblinge 2026 · Teil 1 von 4 · ursprünglich Folge 4 und 5

Wie schützt Möhrensaft vor Sonnenbrand? Warum sollten wir unsere Haut im Urlaub seltener einseifen? Mit welchem Trick passt die 30-Pflanzen-Challenge in den Koffer? Unser Sommerliebling 1/4 – mit Dr. Yael Adler

Ehe Brigitte und Stephan in die Sommerferien düsen, servieren die beiden Hosts Euch (und sich selbst) die Lieblingsfolgen aus Staffel 1 – neu kommentiert und Sommerloch eingeordnet.

Körper

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Anders ausgedrückt: Bei dieser Episode handelt es sich um die erste von vier Sommer-Spezialausgaben von Huber & Seiler – Die Sache mit dem Älterwerden. In jeder Woche wiederholen wir eine Lieblingsfolge.

Heute Brigittes Lieblingsfolge: Das Interview mit Dr. Yael Adler, Hautärztin und Ernährungsexpertin.

Fest steht: Yael Adler hat Brigitte und Stephan schon zu Beginn ihrer Erkundungstour durch die Welt des Älterwerdens nachhaltig beeindruckt. Nach kaum einem anderen Interview änderten sie so viel wie nach dem Gespräch mit der Berliner Bestsellerautorin

In der Urfassung als Doppelfolge erschienen, bringen wir das ganze Gespräch in voller Länge in einer Ausgabe und ergänzen viele Tipps und Tricks, wie sich das, was Yael Adler empfiehlt, gerade jetzt im Sommer umsetzen lässt. Brigitte und Stephan diskutieren, was in den Reisekoffer passt. Stephan 15 verschiedene Samen, Kerne und Nüsse, die er in ein Glas füllt und so mit auf all seine Reisen nimmt.

Brigitte und Stephan sprechen auch darüber, wie Möhrensaft und Tomatenmark den Sonnenschutzfaktor von innen boosten und weshalb unsere Haut nach vier Wochen Nur-Wasser-Reinigung plötzlich viel jünger aussehen kann.

Packt die Nüsse ein und erfahrt, wie Ihr Euer Mikrobiom im Urlaub so richtig zum Feiern bringt!

Kapitelmarken

  • 00:00 Intro: Willkommen zum 1. Sommerferien-Spezial 2026!

  • 06:14 Die 30-Pflanzen-Challenge: Warum Vielfalt im Darm schön macht

  • 10:05 Toppings für Fortgeschrittene: Hanfsamen, Flohsamen & Co.

  • 15:39 Ballaststoffe: Wie Akazienfasern die Schlankmacher-Bakterien füttern

  • 20:10 Anti-Aging aus der Tube: Die Macht von Tomatenmark und Möhrensaft

  • 24:39 Die Chip-Falle: Warum unser Suchtzentrum auf Fett, Salz und Zucker anspringt

  • 30:01 Protein-Check: Tierisches vs. pflanzliches Eiweiß ab 65

  • 35:57 Muskeln & Myokine: Warum Krafttraining den Darm verjüngt

  • 39:16 Hormone & Resilienz: Bioidentische Hilfe in der Menopause

  • 53:13 Haut-Detox: Warum weniger Waschen die beste Pflege ist

  • 1:02:18 Sonnenschutz-Mythen & die Wahrheit über Antitranspirante

  • 1:15:17 Yael Adlers Premiere: Vom Eisbaden und Ski-Langlauf

  • 1:29:20 Sommer-Fazit: Was wir 2026 wirklich umsetzen

Transkript zur Folge

Yael Adler 0:00
Und Studien haben herausgefunden, dass Menschen mit einem Möhrengesicht sexier sind als künstlich sonnengebräunte Gesichter. Nö, also ich meine, für Menschen ist es ja grundsätzlich irgendwie kränkend, eine narzisstische Kränkung letztendlich, dass wir altern, krank werden und irgendwann sterben. Das ist, glaube ich, für alle schwer. Und als Hypochonder habe ich Angst vor Krankheiten und vor dem Tod. Und ich habe irgendwie das Gefühl, ich habe noch so viel vor, möchte noch so viel lernen und ausprobieren und kennenlernen. Wer hohen Blutdruck hat, fünf Jahre. Und so kann man verschiedenen Faktoren Punktabzug zuordnen und vielen Faktoren lebensverlängernde Effekte zuordnen. Zum Beispiel eine Handvoll Nüsse ist statistisch gesehen mit zehn Jahren mehr Leben verbunden.

Stephan Seiler 0:42
Herzlich willkommen zu unseren Ferienfolgen. Die Sommerferien sind da, der Sommer ist gekommen. Brigitte Hallo. Hallo liebe Zuhörenden.

Brigitte Huber 0:51
Ja, hallo Stephan.

Stephan Seiler 0:52
Die Sache mit dem Ätherwerden. Wir möchten uns heute und auch in den kommenden drei Wochen in die Sommerferien zurückziehen. Dafür, Brigitte, haben wir uns was Besonderes überlegt. Wir möchten euch nämlich natürlich nicht auf dem Trockenen sitzen lassen und einfach nur abhauen und dann in die Ferien ziehen, sondern wir möchten nochmal auf ganz besondere Folgen zurückgucken und unsere Lieblingsfolgen in den kommenden vier Wochen bringen mit ganz neuen Erkenntnissen und auch mit so einem kleinen Sommertest dazu. Wie lassen sich die Erkenntnisse umsetzen, wenn wir in den Sommerferien sind? Brigitte Womit fangen wir heute an? Und habe ich das gerade alles korrekt wiedergegeben?

Brigitte Huber 1:33
Ja, soweit hast du das gut gemacht. Du bist halt dann doch schon so ein bisschen Ferien. Ja, wie sagt man? Ich anscheinend auch. Wir können die Ferien brauchen, auf jeden Fall. Und auf jeden Fall habe ich überlegt bei Lieblingsfolgen. Ich habe viele Lieblingsfolgen, muss ich tatsächlich sagen. Wir haben ja jetzt schon über 40, aber eine, die mir wirklich jeden Tag irgendwann irgendwie begegnet, ist Jael Adler. Dr. Jael Adler, Hautärztin, Bestsellerautorin, mit der wir ganz am Anfang mal gesprochen haben und die hat uns so vieles erzählt, dass wir sogar eine Doppelfolge gemacht haben und und die finde ich auch gerade für den Sommer sehr, sehr gut geeignet. Kannst du dich noch erinnern?

Stephan Seiler 2:16
Ja, Definitiv. Und ich muss auch sagen, das wirkt ja bis heute nach wie wenig anderes. Ich halte mal kurz hier in die Kamera, was ihr hier bei mir führt. Was ist das? Was siehst du das?

Brigitte Huber 2:26
Ja, wahrscheinlich ein Müsli oder irgendwas oder irgendwie Nüsse.

Stephan Seiler 2:30
Es ist so ein Glas voller Nüsse, Kerne, Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, auch Hanfsamen und Flohsamen. Alles schön gemischt, habe ich mir mitgen. Ich bin nämlich jetzt schon im Urlaub, muss ich bekennen. Ich bin schon abgehauen, ausgebüxt. Brigitte, du siehst es ja auf der Kamera, auf dem Kamerabild.

Brigitte Huber 2:50
Ich hoffe, ihr seht es nicht, weil man könnte ziemlich neidisch werden. Ich sitze hier in Hamburg und das Wetter geht so, aber das wird sich wahrscheinlich auch noch ein paar Mal ändern. Ja, auf jeden Fall. Bei Jael, wie gesagt, es beginnt bei mir bei Müsli, dass ich morgens an sie denke und die 30 Pflanzen Challenge, die ich vorher, ich habe ein paar Mal schon darüber gelesen, also dahinter steckt, man soll möglichst dreiig verschiedene Pflanzen pro Woche essen, weil das für unser Mikrobiom im Darm so gesund ist. Und das habe ich vorher nicht so ernst genommen, aber seit wir mit ihr darüber gesprochen haben, halte ich mich da schon danach. Du mit den Nüssen. Ja, und die Dreiig Pflanzen machst du ja auch. Und warum ist das im Sommer, finde ich besonders spannend, wenn man zum Beispiel vielleicht tatsächlich woanders hinreist, Sind es nochmal andere Pflanzen, die man zu sich nimmt? Könnte ja vielleicht sein.

Stephan Seiler 3:40
Ja, da freut sich doch bestimmt das Mikrobiom, da lacht es doch und feiert eine Party hier eine Fiesta. Ich bin ja gerade hier in Spanien und wer seitdem jahrel Adler uns das zugerufen hat, verlasse ich kaum das Haus und breche zu einer größeren Reise auf, ohne so eine Nussmischung, Kernmischung zu haben, damit ich schon mal so 10 Pflanzen im Koffer mit dabei habe. Kann man dann ja auch mit allem Möglichen kombinieren.

Brigitte Huber 4:03
Aber wir haben natürlich nicht nur über Ernährung mit ihr gesprochen, sondern auch, und das finde ich jetzt für den Sommer eine Challenge, wie oft mag die Haut eigentlich duschen? Und Jael sagt, die mag viel weniger duschen, als wir glauben. Also auch darum geht es in diesen Folgen. Und eben auch, wie oft wir tatsächlich Seife an unsere Haut lassen sollten. Wie ist es erweitert? Die Pflegerituale? Stephan Das ist ja für Pflegerituale spannendes Thema. Ich habe ja auch hier eine hohe Meinung darüber, wie du richtig.

Stephan Seiler 4:35
Und ich habe auch, da muss ich auch immer wieder grinsen, wenn ich mit meinem Säckchen, mit meinem Beutel unterwegs bin, wo dann Retinol drin ist und und Vitamin A und Hyaluron und noch diverse andere Sera, das ist glaube ich der Plural von Serum, die ich mir so ins Gesicht klatsche. Nehme ich alles mit seit vielen Jahren schon. Jael Adler hat da eine etwas kritische Haltung zu. Ich bin da offenbar noch ein bisschen beratungsresistent, aber sie meint ja auch, wenn es gut tut für die Seele, wenn es einfach mir ein gutes Gefühl gibt, dann tut es auch nicht weh. Nur die Haut eincremen und feucht halten würde das eher nicht. Darum kümmern sich andere Zutaten, die man dann eher durch den Mund einführt.

Brigitte Huber 5:12
Genau, ohne zu viel zu spoilern. Das geht viel günstiger, nämlich indem man das ein oder andere Lebensmittel zu sich führt, am besten jeden Tag. Und das kann man auch durchaus im Urlaub, so schwer ist das nicht. Ja, apropos, du sitzt jetzt in der Sonne. Wir haben sie natürlich auch gefragt, wie es mit der Sonnenmilch ist, wie viel brauchen wir und wann, wie, wo, was.

Stephan Seiler 5:33
Welche habe ich natürlich auch dabei. Sonnenschutzfaktor 50 für Gesicht und für die Körperhaut, wie oft man sich da eincremen soll, das hat Jal uns ja auch verraten. Und ich bemühe mich, ich bin stets bemüht, das auch umzusetzen. Hab vielleicht hier und da auch manchmal so eine kleine Lücke drin, aber wird dann ja auch sofort bestraft, zumindest wenn man hier auf Mallorca sitzt, bei 33 Grad, wie ich jetzt gerade.

Brigitte Huber 5:59
Ich würde sagen, wir legen uns jetzt in die Liegestühle und wir lassen Jael zu Wort kommen, oder?

Stephan Seiler 6:04
Richtig, hören noch mal rein und überlegen uns, wie wir das dann auch noch in unsere Sommerferien besser integrieren können. Dann hören wir uns danach noch mal. Brigitte. Los geht's, oder?

Brigitte Huber 6:12
Genau, ich bin Brigitte Huber.

Stephan Seiler 6:14
Ich bin Stephan Seiler und das ist die sommerliche Sache mit dem Älterwerden. Herzlich willkommen bei der Sache mit dem Älterwerden, liebe Jael Adler. Ich beginne mal ganz eigennützig heute seit einer Weile grassiert ein neuer Trend durch die sozialen Medien. Man soll pro Woche möglichst dreiig verschiedene Pflanzen essen, darunter Körner, Früchte, Gemüse, alles Mögliche, eben alles, was so wächst. Und ich, als ich davon vor zwei Wochen gehört habe, dachte mir ja, mach ich doch gleich mal mit. Bin Nun in Woche zwei. In der ersten Woche habe ich es immerhin auf 29 geschafft. Heute in der zweiten Woche ist erst Dienstag. An dem Tag, an dem wir aufzeichnen, habe ich immerhin schon 14 verschiedene Pflanzen gegessen. Wie g*** ist das? Kannst du mir gleich mal ein riesen Lob ausstellen. Und dabei ist auch die Ist das wirklich ein ernstzunehmender Trend? Was soll das überhaupt?

Yael Adler 7:10
Also erstmal, wenn du das schaffst, dann bist du nicht nur von außen schön, sondern auch von innen. Denn das ist kein Trend, sondern es ist Wissenschaft. Da gibt es eine große Studie dazu, das American Gut Project. Dort wurden sehr viele Kaki Proben von sehr vielen Menschen in vielen Ländern analysiert, auch wiederholt Kaki, Kaki, Kaka.

Stephan Seiler 7:31
Also ah, für Kai. Okay, alles klar.

Yael Adler 7:33
Dankeschön, Heads. Ja. Und zwar hat man Stuhlanalysen analysiert, und zwar eine molekulargenetische Stuhlanalyse, wo man sieht, welche Bewohner leben denn im Darm Mikrobiom Stichwort. Und man hat gesehen, dass die Menschen, die es schaffen, dreiig verschiedene Pflanzen pro Woche zu sich zu nehmen, die tollste Darmflora haben, welche wiederum verbunden ist mit mehr Gesundheit, mit verlangsamten Altern. Und wir wissen auch, dass die Haut vom Mikrobiom intensiv profitiert. Das heißt, man wird auch besonders schön eben von außen und von innen. Und diesen Trend, wie du ihn nennst, habe ich auch in meinem Buch beschrieben, genial ernährt, weil es tatsächlich eben nicht irgendwas ist, was irgendwelche Influencer erfunden haben, sondern und das ist ja auch wichtig, dass dann endlich mal Glauben keine Rolle spielt, sondern wirklich Wissenschaft Rolle spielt. Und dieses Projekt verfolge ich auch selber und es macht auch Spaß. Es ist eine richtig schöne Challenge, diese Pflanzenpunkte zu sammeln. Und du hast es gesagt, erstmal denkt man vielleicht auf den ersten Blick boah, das ist richtig schwer. Ich hatte heute Mittag Paprika, eine Gurke, eine Tomate und ein bisschen Eisbergsalat. Macht vier. Aber es zählt wirklich jedes Gemüse. Es zählt jedes Obst, jede Nussart, jede einzelne Saat. Körner, Hülsenfrüchte, außerdem Gewürze und Kräuter, jedes einzeln. Und gute Nachricht für alle. Auch Kaffee darf man dazuzählen, Tee, auch wenn du beim Matcha Pulver Tee bleibst, ja, denn da hast du das volle Blatt welches benutzt wird. Da werden grüne Teeblätter erstmal noch mal beschattet, damit sie viel Chlorophyll bilden, wenn sie richtig schön quietschgrün sind, dann werden sie geerntet und dann getrocknet. Und in Pulverform kannst du dann praktisch einen Teelöffel gemahlene Blätter in deinen Latte Macchiato Schäumer tun. Aber da tust du stattdessen statt Milch Wasser rein, schäumst es auf, machst vielleicht noch einen Schluck Pflanzenmilch und genießt dann deine zwei Tassen Matcha Pulver Tee am Tag. Und der Grund, warum diese Pflanzenkur, sagen wir mal, oder diese Pflanzenernährung so toll ist, ist, weil du kriegst eben alles Mögliche, was der Körper braucht, von den Polyphenolen, den Pflanzenchemikalien, die die Pflanze schützen, aber auch dich als Mensch und natürlich eine ganze Menge Ballaststoffe, fasrige und lösliche und natürlich Vitamine, Spurenelemente, Mineralien etc. Und damit machst du dich sehr gesund.

Stephan Seiler 10:05
Und reicht dann auch schon ein Teelöffel Leinsamen und drei Kürbiskerne und eine Zwetschge oder muss es mehr sein?

Yael Adler 10:12
Nö, das ist je nachdem wie viel du halt isst. Aber man kann sich auch, was ich zum Beispiel mache, ich habe ein großes Einweckglas, nennt man das so, diese großen Gläser mit dem Deckel drauf, das steht bei mir im Kühlschrank und da habe ich drin Chia Samen, Leinsamen, Hanfsamen, Weizenkeime, Akazienfaser und Flohsamenschalen. Macht sechs verschiedene Pflanzen, die schütte ich mir, wenn ich mir zum Beispiel Obst schneide oder Haferkleie mache und darüber Quark oder Joghurt drüber. Das ist mein Topping. Und du hast es schon gehört, oder Ihr habt schon gehört, natürlich sind noch weitere Pflanzen ins Spiel gekommen. Das ist ideale Frühstück. Also erstmal habe ich diese sechs verschiedenen Krümelchen drüber gemacht, zum anderen habe ich mir einen Apfel reingebracht und dann habe ich mir tiefgekühlte Blaubeeren genommen, da komme ich noch diese blaue Farbe, die Wildheidelbeeren sind ja noch viel blauer als die Zuchtheidelbeeren, die man so einkauft, die so blaue Finger machen. Und dann nehme ich vielleicht noch Walnüsse und noch ein paar grüne Pistazienkerne. Das heißt, wir sind schon bei zehn Pflanzenpunkten alleine zum Frühstück. Und dann kann ich vielleicht noch ein bisschen Sojajoghurt dazunehmen. Also das ist ja nach oben offen und es macht so einen Spaß, wenn man merkt sofort, dass der Darm innerhalb von wenigen Tagen glücklich ist und es immer wieder will, weil der Mensch weiß ja, was für ihn gut ist und das Bauchgefühl macht, dass wir das immer wieder wollen und dass das immer schöner wird, das Projekt.

Brigitte Huber 11:38
Zwei Fragen dazu. Also wir sind ja schon mittendrin im Thema Ernährung. Wer es bis jetzt nicht gemerkt hat, es geht um Ernährung, um unsere Haut, um dass wir möglichst lang gesund älter werden. Zwei Fragen hätte ich. Wie lang brauchst du bis zu diesen 30 verschiedenen am ersten Tag nachmittags bist

Yael Adler 11:54
du da schon dran oder manchmal, je nachdem, was man halt so isst. Aber es ist ja nicht nötig. Ich habe ja eine ganze Woche Zeit. Ich hatte vorhin noch für vergessen zu erwähnen, dass man auch Pilze mit einkalkulieren darf. Die sind ja eigentlich keine Pflanzen, aber die gelten genauso, weil die liefern ja auch ganz viele wichtige Inhaltsstoffe, zum Beispiel auch das Beta Glucan, welches hilft, den Cholesterinspiegel zu senken und den Blutzucker in Schach zu halten. Das gibt es auch in Haferflocken und Haferkleie. Nein, es kann mal so mal so dauern. Aber wenn ich mir zum Beispiel dann abends einen Eintopf mache mit irgendwie asiatisch sehr gerne mit ein bisschen Miso und dann ist da Tofu mit drin und dann sind da verschiedene Gemüsesorten, Zucchini oder auch, lass mich kurz nachdenken, was ich alles reinmache. Also ich mache oft mal Süßkartoffeln, verschiedene Kohl, Brokkoli, dann dieser China Kohl, dieser helle, den mache ich ganz frisch rein, dann mache ich Koriander rein, dann mache ich Möhren rein, also immer, was man so im Kühlschrank hat und das wird dann eben entsprechend gewürzt. Dann kommt noch ein Schuss Sojasauce dazu und ein bisschen Chili vielleicht oder Sesamöl, je nachdem, wie man das geschmacklich. Und da hat man eben schon auch gleich noch viel mehr Pflanzen und deswegen, also auf jeden Fall kommt man auf viele, wenn man Lust hat, Aber man muss sich nicht unter Druck setzen. Es soll ja Spaß machen.

Brigitte Huber 13:05
Du hast gesagt, und man merkt gleich, dass der Darm glücklich ist nach ein paar Tagen. Woran merkt man das?

Yael Adler 13:09
Ganz viele meiner Patienten haben Beschwerden und zwar wird das dann immer auf Reizdarm reduziert, die haben Blähungen und so. Und wenn man dann einfach mal sich damit beschäftigt, also man muss schon gucken, wenn jemand Darmbeschwerden hat, muss man das immer ernst nehmen. Und natürlich macht man eine Darmspiegelung und eine Magenspiegelung, um auszuschließen, Tumoren, Entzündungen, Divertikel, also Ausstülpungen in die falsche Richtung. Aber ganz oft sieht man nichts. Und die kommen zu mir in die Praxis, ich bin ja Hautärztin und wir beschäftigen uns ja auch mit Allergologie und die, weil sie denken, sie haben eine Lebensmittelallergie und können sie mal einen Allergietest machen und dann fragt welche Lebensmittel vertragen sie denn nicht so? Und dann können sie es oft nicht so zuordnen, dann kann man zum Beispiel im Blut nachgucken oder auch mit einem Hauttest, worauf reagiert die Person Und dann findet man ganz oft nichts. Das heißt, ich finde keine Nahrungsmittelallergie. 20 Prozent der Leute glauben, sie hätten eine, aber nur drei bis vier Prozent haben dann tatsächlich auch eine und die kann dann auch wirklich zu Symptomen führen. Da muss man dann das Allergen weglassen, den Auslöser. Bei den anderen könnte sein, dass zum Beispiel Laktose nicht vertragen wird, also Kuhmilch, Zucker, da muss man laktosefreie Produkte benutzen oder einfach auch Hartkäse, da ist dann die Laktose auch abgebaut. Aber es gibt auch Menschen, die haben ja eine Zöliakie, das ist, wenn man Gluten nicht verträgt, das aber sehr selten. Und ganz oft ist es so, dass die Leute einfach mit diesen vielen Industrielebensmitteln nicht mehr klarkommen. Die kriegen Blähungen dadurch, dass sie zum Beispiel dieses schnelle Industriebrötchen und Brot essen, was es immer an den Bahnhofsbäckereien gibt, das ist dann nicht lange gegangen, die Teile Teigführung war nicht lang. Das heißt, es sind viele der blähenden Inhaltsstoffe nicht abgebaut durch den Fermentationsprozess. Und wenn man diese Dinge erstmal weglässt, die einem nicht gut tun und dann hinzufügt, die Dinge, die einem gut tun, nämlich zum Beispiel viele Ballaststoffe, an die man sich vielleicht auch am Anfang erstmal gewöhnen muss, dann spürt man plötzlich, dass Blähungen weggehen, dass Bauchschmerzen weggehen, dass Verstopfung weggeht, dass Durchfall weggeht und dass man einfach einen flachen, glücklichen Bauch hat und das nenne ich gerne ein gutes Bauchgefühl. Und wir wissen ja auch, dass es eine Verbindung gibt vom Darm zum Hirn, also die Darm Hirn Achse. Und wir wissen eben auch, dass Depressionen, Autismus, ADHS, Demenz, alles auch im Zusammenhang stehen kann mit der Darmflora. Und die kann sich über Tage und Wochen massiv verbessern. Und dann will eben der Körper, weil er ja auch intelligent ist, immer wieder diese Lebensmittel, die einem so ein Wohlgefühl tun, so wie Rückenstreicheln, das will man auch immer wieder haben und das ist wie Bauchstreicheln.

Stephan Seiler 15:39
Was sind eigentlich Ballaststoffe? Kannst du es ganz kurz erklären?

Yael Adler 15:42
Ballaststoffe hören sich nach Ballast an und eher was Negativem. Mittlerweile sagt man, oh ne, ist ganz, ganz, ganz wichtig. Es gibt zwei Arten von Ballaststoffen. Und zwar zum einen die fasrigen Ballaststoffe, das sind die, die man so auch wirklich als Härchen oder Fasern oft im Lebensmittel sieht oder auch wenn man sie schon ausgeschieden hat, die dann da unverdaut wieder rauskommen. Und dann gibt es, ach so, und die sind dazu da natürlich, dass der Stuhl schön geformt ist, die Stuhlwalze möchte den Sphinkter aufdehnen und dann mit Kontrolle von unserem Bewusstsein dann in der Kloschüssel landen. Das heißt, dieses Regelmäßige ist auch für Menschen wichtig für die Lebensqualität, dass man auch regelmäßig auf die Toilette kann, sich entleeren kann und dieses auch vollständig. Und da helfen die groben, faserigen Ballaststoffe ganz wesentlich. Und dann gibt es die löslichen Ballaststoffe, die sind Dünger für die lieben Bakterien, also das Fressen. Und die sind auch in vielen pflanzlichen Lebensmitteln versteckt. Mein absoluter Liebling, den habe ich auch jetzt gleich mal vor Ort, ich darf es mal kurz zeigen, dieses Pulver, ich bin aus Berlin, das sieht aus wie Koks, Es ist aber natürlich kein Koks, sondern ist kein Koks, nein, sind lösliche Ballaststoffe. Meine Lieblinge, Akazienfasern, das ist ein Baum, Akazie und das ist sozusagen aus der Rinde der Harz quasi getrocknet und pulverisiert. Und da kann man einen Esslöffel zum Beispiel am Tag entweder in seinen Joghurt mischen oder in sein Müsli oder in ein Glas Wasser und umrühren, schnell trinken die Quellen dann im Magen und machen erst mal ein gewisses Sättigungsgefühl. Alleine dadurch, dass meine Patienten das zu ihrem Essen hinzufügen, nehmen sie manchmal einfach sechs Kilo ab. Das sagen sie mir. Also interessant, dass man abnimmt nicht durch Weglassen und sich Dinge verbieten, sondern hinzufügen von löslichen Ballaststoffen, die also Quellen, die satt machen, schon ein bisschen vorsättigen und die die Schlankmacherbakterienflora sich vermehren lassen. Es gibt Patienten oder Menschen, die haben eine Dickmacherflora und die anderen haben mehr überwiegend eine Dünnmacherflora. Und klar, in einer Hungersnot ist sinnvoll, wenn man Dickmacher Bakterien hat, weil da sind alle längst tot und man selber lebt noch, weil man in der Lage ist, 20 Prozent mehr Kalorien aus dem Essen zu gewinnen und zum Beispiel auch auf Salatblatt noch Kalorien zu gewinnen in den Zeiten des Überflusses. Allerdings sind diese Menschen natürlich etwas benachteiligt, weil sie wahnsinnig schnell zunehmen. Und die Akazienfasern sind zum Beispiel ein tolles Lebensmittel, was man nehmen kann, um seine Darmflora, die Artenvielfalt insgesamt anzureichern und die gesundheitsförderlichen Bakterien sich vermehren zu lassen. Es gibt viele weitere Lebensmittel, die das können. Bittere Salate machen, das Wurzelgemüse, weißer Pfirsich, Wassermelone, Knoblauch, Spargel etc. Es gibt eine ganz große Liste. Ich finde es nur ganz charmant, diese Ballaststoffzufuhr durch Akazienfasern. Wenn man einen Esslöffel nimmt, sind das 5 Gramm Ballaststoffe, 1 Esslöffel. Und die Forderung der Wissenschaft für mehr Gesundheit lasst uns doch bitte 30 Gramm noch eine 3 30 Gramm Ballaststoffe am Tag schaffen. Und wenn man das mal mit so einer App, mit einer kostenlosen trackt, sieht man, dass man oft nicht auf die dreiig kommt. Und das ist doof, weil das ist mit mehr Krankheit und Sterblichkeit verbunden. Wenn man aber fünf Gramm hinzufügt, einen Esslöffel Akazienfasern, reduziert man seine Gesamtsterblichkeit um 14 Prozent. Das ist richtig viel.

Stephan Seiler 19:15
Wie hat man das denn rausgekriegt?

Brigitte Huber 19:16
Wie kann man das denn?

Yael Adler 19:18
Man kann es statistisch sehen. Und zwar geht es da, also wenn man guckt, was Menschen essen und vor Gesamtsterblichkeit bedeutet an allen Todesursachen, also außer jetzt aus dem Fenster stürzen oder so, aber alles, was mit Gesundheit zu tun hat, was wiederum beweist, wie relevant die Darmflora für die Gesamtgesundheit, für alle Organe einfach ist, Und neben Akazienfasern einem Esslöffel kann man aber auch 2 Esslöffel Haferkleie nutzen oder 3 Esslöffel gekochte Linsen. Und wenn du schaffst, 5 Gramm und vielleicht noch mal 5 Gramm mehr zu nehmen, bis du endlich auf die Dreiig kommst, dann hast du jedes mal 14 prozent reduzierung der Gesamtsterblichkeit. Also es ist irgendwie ziemlich g***. Natürlich ist das immer ein Mittel und Ernährungsmedizin ist nie Mathematik, aber das sind schon sehr, sehr anerkannte und offizielle Zahlen und ich finde das wahnsinnig motivierend.

Brigitte Huber 20:10
Ja, also ich kann mir vorstellen, dass du dich seit Jahren beschäftigst damit, dann kommen immer neue Erkenntnisse und so. Jetzt haben wir jetzt mitgenommen als Hörerinnen und Hörer Pflanzenstoffe. Dann habe ich mir natürlich auf meinen inneren Zettel schon geschrieben Akazienfaser super. Und Was wäre deine Top 3, wenn ich mit drei Sachen rausgehen will heute?

Yael Adler 20:33
Also wir haben 30 Pflanzen pro Woche, wir haben 30 Gramm Ballaststoffe am Tag und wir haben gut die Akazienfasern würde ich zu dem Thema Ballaststoffe zählen und ich würde dann eben auf viele bunte Pflanzenfarben noch mal setzen, dass man also noch mal die Farben auch sich anschaut. Und da würde ich auch sehr gerne ein paar Beispiele, Beispiele nennen meiner lieblingsbunten Pflanzen. Zum Beispiel ein Esslöffel Tomatenmark am Tag mit dem roten Farbstoff. Da drin ist Lycopin enthalten. Lycopin kann man gekocht oder pur, also Tomatenmark ist schon gekocht und passiert und konzentriert und dadurch kriegt man eine hohe Konzentration. Sehr gut bioverfügbaren, also vom Körper nutzbaren Lycopin, welches ganz viele Gesundheitseigenschaften, zum Beispiel Anti Aging und Krebshemmung und Reduzierung von freien Radikalen hat. Freie Radikale ist keine politische Vereinigung, ich bin ja auch aus Berlin, wie gesagt, sondern das sind aggressive Moleküle, wo ein Sauerstoffatom auch dranhängt und es würde sich so gerne verbinden mit einem zweiten O. Sauerstoff ist immer O und weil er einsam ist und frustriert, klebt er sich an irgendwelche Gewebestrukturen und macht die damit kaputt. Und Vitamine können das neutralisieren. Oder zum Beispiel das Lycopin ist antioxidativ gegen oxidativen Stress.

Brigitte Huber 21:49
Und nimmst du das jetzt dann einfach einen Esslöffel so aus dem Kühlschrank raus

Yael Adler 21:53
und genau, du kannst es in eine Suppe rühren, aufs Brot schmieren, in eine Soße mit reinmachen. Wenn du es jetzt mal einen Tag nicht machst, ist nicht schlimm. Aber auf jeden Fall ist das ein ganz wertvoller, sehr preiswerter Gesundheitstipp. Zweitens, wir kommen zur nächsten Farbe, Beta Carotin. Das ist der orangene Farbstoff aus dem Möhrensaft, auch ein Carotinoid, genauso wie Lycopin. Auch das ist ein Radikalfänger. Es lagert sich in der Haut ab und färbt die Haut leicht orange und dann sieht man nicht aus wie Donald Trump und auch nicht wie ein Möhrenbaby, nicht wie Trump, sondern man hat einfach einen gesunden Tint. Wenn du gucken willst oder ihr schauen wollt, ob ihr das habt, dann nehmt ihr eure Handfläche. Hier hängt jetzt noch ein bisschen Koks dran, sorry. Also man nimmt die Handfläche und dann hat man hier so ein bisschen diese Hornknubbel und wenn ihr dann mal schaut, ob die leicht gelblich sind oder auch diese Haut zwischen diesen Fingergelenken, wenn sich da so ein gelber Schimmer ergibt, das sieht man jetzt am PC nicht so gut. Also ich sehe es hier unter meinem Licht bei mir natürlich sehr gut, das ist orangelich gefärbt und dann weiß ich, ah, bei mir lagert viel Pflanzenfarbstoff in der Haut. Und das geht auch übrigens, wenn man Grünkohl isst, der ist zwar grün, aber da ist zum einen Chlorophyll drin, aber zum anderen auch wiederum Beta Carotin. Das wird nur durch das Grüne übertüncht. Also man kann eben ein Glas Möhrensaft mit einem Tröpfchen Öl am Tag zu sich nehmen oder viel Grünkohl essen und dann lagert sich das in der Haut ab. Und das ist sehr interessant. Es verlängert den Eigenschutz der Haut gegenüber der Sonne um das zwei bis dreifache. Wenn also jemand nach zehn Minuten schon raus muss aus der Sonne, heller Hauttyp, empfindlich Sonnenbrand, kann der quasi mit Möhrengesicht 20 30 Minuten in der Sonne bleiben, ohne sich so direkt zu verbrennen und so viele Schäden zu kassieren. Das ist so ein bisschen wie eine leichte Sonnencreme von innen. Und Studien haben herausgefunden, dass Menschen mit einem Möhrengesicht sexier sind als künstlich sonnengebräunte Gesichter. Also diese Gesundheitsinformation wird abgedampft Lass uns

Stephan Seiler 23:48
Möhren essen, jeden Tag lieber trinken als

Yael Adler 23:51
gepresster S***, weil dann hast du mehr von diesen Beta Carotin und dann lagert es sich wirklich stark in der Haut ab. Außerdem die blauen Beeren, die im Tiefkühlschrank am besten, da ist das Vitamin mäßig alles eigentlich noch gut erhalten, aber du hast mehr blaue Farbe, weil du mehr willst. Wildbeeren hast diese Anthocyane, sind super für die Haut und überhaupt den ganzen Körper. Und dann das Chlorophyll aus dem grünen Blattgemüse oder auch aus dem Matcha Pulver Tee. In dem Matcha Pulver Tee hast du außerdem den Pflanzenstoff Epigallocatechingallat drin, der ist auch super zum Abnehmen, Anti aging, krebshemmend, cholesterinsenkend etc. Und dann hast du noch aus der roten Beete Betanin, das ist ebenfalls dieser lilaliche Pflanzenstoff, der nicht nur für Haut gut ist, sondern auch für dein Herz Kreislauf System. Und da sieht man, je bunter, desto besser.

Brigitte Huber 24:39
In deinem Buch geht es aber auch leider manchmal darum, was man nicht essen soll. Und da habe ich jetzt die Tage gelesen, ich soll mir gar keine Kartoffelchips kaufen und ich schätze, ich soll sie auch nicht essen. Wenn ich jetzt aber deine Regeln, wenn ich mich nach denen richte, dürfte ich dann manchmal Kartoffelchips essen oder warum sind die so schlecht?

Yael Adler 24:57
Also mein Buch steht an mehreren Stellen. Es gibt keine Zwänge und es gibt keine Verbote bei einer gesunden Ernährung. Der Untertitel heißt klüger essen, entspannter. Genau, genießen, besser leben. Und es geht bei einer gesunden Ernährung überhaupt nicht um Perfektion. Es geht rein um die Balance. Wenn du deinen Körper regelmäßig mit Gutem versorgst, kann der auch mal Kartoffelchips oder auch mal Würstchen vertragen. Aber das darf halt nicht deine Basis sein, oder sollte es nicht sein. Das Ding ist, es gibt in unserem Gehirn hier oben ein Suchtzentrum und das springt dann an, wenn du süß isst, also wenn ganz viel Glukose ganz schnell freigeschaltet wird. Das kommt aus der Steinzeit, wo du dann auf der Jagd warst. Plötzlich war da ein Bienenkorb und dein Körper sagte jetzt nimm dir den Honig, weil du weißt ja nicht, wann das nächste Mal Energie für dich vorbeikommt. Also hast du diesen Honig gegessen und fühltest dich glücklich. Also wir haben ein tolles Gefühl, wenn es süß schmeckt. Das Ähnliche passiert, wenn du Fett isst. Das Ähnliche passiert, wenn du Salz isst. Und jetzt überleg dir in der Gibt es da ein Lebensmittel, was sehr süß ist und sehr fett zugleich ist oder gar sehr fett? Sehr süß und sehr salzig? Gibt es nicht. Aber Gott sei Dank, unsere Lebensmittelchemiker, die haben das Problem für uns gelöst. Die haben also lauter Lebensmittel kreiert, wo Fett und Zucker zusammenkommt oder sogar Fett, Zucker und Salz. Und das sind die Kartoffelchips. Da ist jetzt nicht Zucker in purer Form, sondern da ist einfach Das ist halt ein salziges Produkt. Aber aus diesem Mehl kommt also Weißmehl im Grunde ganz aufgeschlüsselt. Da kommt einfach diese Glukose ganz schnell raus, als wäre es Zucker. Und wir wissen aus der Forschung, dass vor 200 Jahren die Menschen pro Kopf zwei Kilo Zucker pro Jahr zu sich genommen haben, aber Heute sind es 70 Kilo Zucker pro Kopf pro Jahr. Und da gehört das Weißmehl schnell freisetzende Mehl, die in diesen Chips auch drin sind, zählt da mit rein. Das heißt, wir haben einen absoluten Suchteffekt, wenn wir dieses künstlichen, hochverarbeiteten Lebensmittel zu uns nehmen. Wir können gar nicht mehr aufhören zu essen, weil es hier immer bling bling bling macht. Sucht. Sucht ist weiter. Und genau dafür sind diese Lebensmittelchemiker ja unterwegs. Sie werden dafür bezahlt, dass wir gute Käufer und gute Kunden sind und wir deren Produkte sehr, sehr gerne essen. Und dann sieht natürlich die Lage so aus, dass wir dann auch ganz schnell einfach mal 500 Kalorien pro Tag mehr zu uns nehmen, wenn wir viel dieser hochverarbeiteten Lebensmittel essen.

Brigitte Huber 27:23
Ich verstehe das gut, weil bei den Kartoffelchips ist es so, die Männer in meinem Haushalt, die machen dann gern mal Kartoffelchips auf und dann sage Da nehmt sie aber auch mit, weil in dem Moment, wo so eine Tüte auf ist, da kann ich dann ehrlicherweise ganz schlecht widerstehen. Solange die zu ist, geht es noch einigermaßen. Aber es ist halt dann wirklich das Suchtzentrum, dass da so ein bisschen getriggert

Yael Adler 27:44
wird auf jeden Fall. Also dein Körper möchte, dass du davon mehr isst und er wird aber leider davon krank, weil du quasi seine normalen, die normale Evolution oder Physiologie verarscht.

Stephan Seiler 27:56
Aber kann dann der Darm ganz schlecht damit umgehen, also richtig, richtig Schaden an oder ist es dann einfach nur so, dass ich dann weniger von dem guten Zeug zu mir nehme, weil ich eben schon so viel Schlechtes in mir habe?

Yael Adler 28:07
Naja, also da ist ja jetzt, wenn du das jetzt verpackt hättest, also Kartoffeln per se, jetzt wenn du, da ist ja Kartoffelstärke drin, Kartoffeln werden immer gesünder, je schwieriger diese Stärke rauskommt. Und das ist zum Beispiel, wenn du Pellkartoffeln hast und diese noch erkalten lässt, dann hast du einen niedrigen sogenannten glykämischen Index, dann kommt da wenig Glukose raus und langsamer. Und wir wollen ja nicht immer so Glukose spitzen, weil das ist auch eben in der Natur so recht unphysiologisch. Also der Körper ist darauf ja nicht eingestellt. Auch in den 200 Jahren hat sich unsere Evolution da nicht angepasst. Das heißt, wir haben Zuckerspitze, dann haben wir eine Insulinspitze, das ist das Hormon aus der Bauchspeicheldrüse, was den Zucker schnell in die Zellen räumt, damit diese Energie haben und der Zucker nicht frei rumschwirren. Irgendwann, wenn das dauernd passiert, dass man immer wieder solche Spitzen hat, sagt dann der Körper so in guter Berliner Türsteher Manier, du kommst hier nicht rein und dann bleibt der Zucker draußen. Und das nennt man Insulinresistenz. Und das ist die Vorstufe vom Typ 2 Diabetes. Und das ist bereits heute eine Pandemie.

Stephan Seiler 29:05
Und wir möchten Menschen in Deutschland betroffen,

Yael Adler 29:09
also das ist ja weltweit in der westlichen Zivilisation, schau dir die USA an, diese ganzen übergewichtigen Menschen. Und das hat ja dann wieder folgende auch für die Langlebigkeit und die Gesundheit. Das heißt, in Deutschland geht ja die Langlebigkeit schon wieder zurück, also die Lebenserwartung geht schon wieder zurück, weil zu viele Menschen zu übergewichtig sind. Und wir möchten Lebensmittel essen, wo auf jeden Fall Energie rauskommt. Wir wollen die Glukose, wir brauchen sie auch, aber das soll ruhig langsam geschehen. Das heißt, wir möchten das in Form von komplexen Kohlenhydraten, also wir wollen einen nicht so hohen glykämischen Index, dass wir etwas gleichmäßiger versorgt werden mit Energie. Dann ist es auch so, dass wir nicht so viel Insulin brauchen, das ja sehr fleißig versucht, den Zucker wegzuräumen und dann wird der richtig abfallen. Und viele haben dann gleich wieder Kopfschmerzen, Zittrigkeit, Übelkeit und Heißhunger und essen dann mehr.

Brigitte Huber 30:01
Wenn gehen ja auch mit Menschen jetzt bei diesem Podcast auf die zu, die älter werden. Gibt es denn tatsächlich unterschiedliche Ernährungsregeln für unterschiedliche Altersgruppen oder würdest du Wenn man sich gesund ernährt, ernährt man sich gesund? Punkt.

Yael Adler 30:17
Also Stephan hat ja gerade noch gefragt, ob die Darmflora kacken geht, wenn man so schlechtes Essen isst. Ja, tut. Sie ist dann im A****, wenn wir zu viel Zucker essen, wenn wir zu viel Salz essen, auch das schädigt die Darmflora. Und zu wenig Ballaststoffe essen, auch das schädigt die Darmflora. Die Darmflora wird auch geschädigt durch den Alterungsprozess per se. Die altert leider auch. Es ändert sich so ein bisschen von den Milchsäurebakterien hin zu den Fäulnisbakterien, aber da kann man gegensteuern. Außerdem schlechterer Schlaf verändert die Darmflora, zu wenig Muskelarbeit verändert die Darmflora. Dann viele Medikamente, vor allem auch Antibiotika, verschlechtern die Darmflora. Außerdem Pestizide, Mikroplastik, Nanoplastik, oh mein Gott. All das hat leider einen schlechten Einfluss auf die Darmflora. Das heißt, es ist nicht immer nur eine Sache. Und ja, die Ernährung ändert sich im Laufe des Lebens. Wir haben unterschiedliche Phasen. Wenn wir im Wachstum sind, haben wir mehr Bedarf zum Beispiel an Protein. Aber auch wenn wir alt sind und gegen den Abbau anstinken wollen, auch dann brauchen wir mehr Protein. Die Form des Proteins, tierisch oder pflanzlich ist relevant. Walter Delongo, der Altersforscher, sagt, bis Zum Alter von 65 sollte man unbedingt mehr pflanzliches Protein als tierisches essen, weil das hat eine Reduzierung der Gesamtsterblichkeit zur Folge. Wenn wir aber sehr viel tierisches Protein essen würden, könnte das so schlecht sein wie rauchen in Hinblick auf die Entwicklung von Zivilisationskrankheiten. Das heißt bis zum Irish meint jetzt

Brigitte Huber 31:57
aber auch schon Eier oder Milch muss jetzt auch kein Fleisch essen.

Yael Adler 32:00
Genau, es geht hier um tierisch versus pflanzlich. Das tierische Eiweiß Und übrigens auch Zucker triggern einen Zellschalter, der heißt M Talk 1. Der geht dann immer an und der macht immer Wachstum, Wachstum, Wachstum und manchmal eben auch zu viel Wachstum in Hinblick auf Zivilisationskrankheiten. Und wenn wir eben immer sehr viel tierisches Eiweiß essen und zu wenig pflanzliches Eiweiß, dann kippt das und dann haben wir zu viel ungünstiges Wachstum. Es geht wie immer um die Balance. Es ist nicht verboten, tierisches Eiweiß zu essen, aber zu viel ist nicht gut. Und ab dem Alter von 65 sagt der Muskelabbau ist so rapide, die Menschen werden hinfälliger, sie kriegen Osteoporose und das ist sehr gefährlich. Und das tierische Eiweiß ist besser bioverfügbar. Das heißt, da kann man schon wieder ein bisschen mehr tierisches Eiweiß essen, damit wir nicht so schnell abbauen. Mit 80 hingegen ist dann die Verdauung von tierischem Eiweiß wieder etwas schwieriger, weil man schon ein bisschen älter ist und Magensaft Lama und alles Lama, Dann kann man wieder ein bisschen mehr pflanzlich essen. Also das gibt diese Untersuchung. Aber ich will euch was von mir erzählen, okay? Also ich will sagen, in der Ernährungsmedizin gibt es viele, sagen wir auch wissenschaftliche Strömungen und die sind nicht immer auf alle verallgemeiner. Aber ich finde diesen Trend zu verstehen, ja, pflanzliche Eiweiße sind per se eine tolle Sache und man hat dann auch keinen Mangel, man muss nur die geschickt kombinieren. Das ist eine tolle Sache, Sache. Aber ich bin noch nicht 65, ich bin 80 und ich finde dank meiner Therapien sehe ich sehr gut aus.

Stephan Seiler 33:32
Das ist nicht wahr. Das muss man sagen.

Yael Adler 33:34
Für alle, die das nicht sehen, ich bin 52, okay, also eine Frau im kritischen Alter, man muss da schon ein bisschen mehr auf sich aufpassen und da weiß man auch, dass man da durchaus ein bisschen mehr Eiweiß wieder essen soll, weil auch hier Wachstumshormone und Hormone überhaupt und Muskelabbau und dicker werden und all dieses. Ich bin ziemlich vegetarisch, also ich esse sehr selten Fleisch, außer wenn ich mal auf einer Grillparty eingeladen bin, dann esse ich das natürlich auch, aber so eigentlich vegetarisch. Und dann habe ich bei mir im Blut geguckt und ich bin eben ernährungsmedizinerin ich weiß, wo alles pflanzliches Eiweiß in tollen Mengen drin ist und ich kombiniere das geschickt. Bei mir hat man gesehen, mein Gesamteiweisswert ist top, aber ich habe ein Aminogramm gemacht, das heißt eine Aminosäure Untersuchung. Das sind die Bausteine, aus denen das Eiweiß im Einzelnen zusammengesetzt wird. Und es gibt neun essentielle Aminosäuren, die müssen wir wir unbedingt essen, sonst können wir nicht alle Eiweiß. Ja, ja, essentiell. Ohne die kann unser Körper keine, nicht alle Eiweiße aufbauen und die müssen wir zu uns nehmen. Und bei mir haben gerade die Aminosäuren gefehlt, die für den Muskelaufbau ganz wichtig sind. Und die habe ich jetzt musste ich da ein bisschen mehr Milchprodukte essen und ein bisschen, ich esse ein bisschen mehr Eier, weil es hat mit der reinen oder mit der überwiegenden Pflanzenkost bei mir individuell nicht gereicht. Und obwohl ich eben noch nicht 65 bin, habe ich gesehen, okay, so ein bisschen mehr tierisch könnte mir persönlich schaden. Und wenn man da unsicher ist, kann man das ruhig messen. Und das Ding ist ja auch Proteine, die brauchen mehr Energie für die Verstoffwechslung als die anderen Makronährstoffe, sie machen auch länger satt und sie liefern eben Baustoff für die Muskulatur. Und wenn wir jetzt schön hoffentlich im Muskeltraining sind, weil wir müssen ja dem Abbau entgegenwirken, dafür brauchen wir dann Baumaterial. Und wenn wir die Muskeln stimulieren, ohne denen Baumaterial zu geben, ist doof. Aber Muskeltraining ist das Wichtigste. Und meistens kommt man an genügend Aminosäuren ran. Aber wenn man das nicht im Blick hat und zu wenig ist, dann neigt man zum fetter werden. Weil wenn man nicht genug Muskeln hat und auch nicht genug schläft, dann gibt es mehr Fett und weniger Muskeln. Und das passiert eh von selber, weil wir weniger Wachstumshormone haben. Und dadurch, da beklagen sich gerade viele Frauen in dem Alter, die nehmen einfach auch ein bisschen zu, so um die Hüften. Progesteron geht runter, der Bauch wird dicker, das Wachstumshormon geht runter, Muskulatur wird abgebaut, Fett wird aufgebaut. Und da muss man mit Kraftsport dreimal in der Woche und einer guten Aminosäure

Brigitte Huber 35:57
Bio dreimal in der Woche ist ja richtig viel, gell? Das ist schon richtig. Du bist auch manchmal eine Spaßbremse, aber das muss man dann so nehmen.

Yael Adler 36:05
Man kann sich ja einen netten Trainer nehmen.

Brigitte Huber 36:07
Ja, ja, selbstverständlich. Ja, ich bin schon bei zweimal die Woche und bin da sehr, sehr stolz auf mich, weil ich finde, Kraftsport ist ja so eine Mischung, ist langweilig und anstrengend zugleich, oder?

Yael Adler 36:17
Ich weiß nicht. Also ich finde, mir macht es Spaß. Ich gehe mal mit dir gern mit anderen. Ja, und man kann sich auch inspirieren lassen. Es gibt ja auch tolle Apps, die man nutzen kann. Oder man guckt online, was andere einem so vortun. Ich gehe sehr gerne auch zum Pilates, aber ich mache auch wirklich so funktionelles Training. Das ist auch übrigens wichtig. Also Muskelkraftsport, der funktioniert ja so, dass man, sagen wir mal, 3 Sätze macht und innerhalb der 3 Sätze eine Übung 8 mal wiederholt und zwar so, bis der Muskel wirklich echt nicht mehr kann. Also die letzten beiden Male müssen so schwer sein, dass man es eigentlich nicht mehr schaffen kann. Nur dann hat man genug Reiz gesetzt, um den Muskel zum Wachsen zu bringen. Und früher sagte man ja immer, Ausdauer, Ausdauer, Ausdauer, geh mal joggen und Radfahren ist auch wichtig für Herz Kreislauf und kleine Blutgefäße und überhaupt, dass man so ein bisschen im Training ist und beweglich ist. Aber dieses Kraftsport, das weiß man mittlerweile, ist ganz wichtig, um diesen Altersabbau entgegenzusetzen. Und es gibt auch eine Kommunikation des Muskels mit der Darmflora über Myokine. Das heißt, die machen auch eine schickere, jüngere Darmflora. Deswegen sehen Sportler auch oft so lange so jung aus, weil die eben ganz viele tolle Stoffe in ihrem Körper produzieren, die auch zum Beispiel freie Radikale neutralisieren. Die müssen nur Sonnenschutz benutzen.

Brigitte Huber 37:33
Ich stelle jetzt eine Frage für den jungen Mann in diesem Raum auch Du hast vorher schon erwähnt, du bist 50 geworden vor zwei Jahren und der ist nämlich Hypochonder bekennen und wir wissen von dir, du bist auch so ein kleiner Hypochonder. Wie ist denn das für so ein Hypochonder, 50 zu werden? Ist das schwieriger noch als für andere?

Yael Adler 37:54
Ne, also ich meine, für Menschen ist es ja grundsätzlich irgendwie kränkend, eine narzisstische Kränkung letztendlich, dass wir altern, krank werden und irgendwann sterben, Das ist, glaube ich, für alle schwer Und als Hypochonder habe ich Angst vor Krankheiten und vor dem Tod und ich habe irgendwie das Gefühl, ich habe noch so viel vor mich noch so viel lernen und ausprobieren und kennenlernen und dass das sozusagen abläuft, diese Zeit. Und das finde ich irgendwie schwierig. Ich habe auch Angst vorm Funktionsverlust und vorm Schwachwerden, aber ich habe ich auch. Aber mein Trick ist halt, mein Trick, also meine Methode damit umzugehen, ist halt sehr viel Sport zu machen. Also was heißt, ich arbeite ja auch viel, aber ich mache halt sehr regelmäßig Sport, weil ich das Gefühl habe, da hast du irgendwie was selber in der Hand, du kannst selber gestalten. Und wenn ich spüre, dass ich Übungen kann und dass ich eine Kraftzuwachs habe oder auch mich weiterentwickle, also trainierter werde, dann habe ich das Gefühl, mein Körper ist im Aufbau und nicht im Abbau und das gibt mir irgendwie ein gutes Lebensgefühl und ich mache ja weitere Maßnahmen. Ich messe mein Blut, ich nehme Mikronährstoffe, ich versuche meinen Schlaf zu optimieren, Stressmanagement klappt noch nicht so gut, ich versuche mich immer möglichst mit guten Menschen zu umgeben. Meistens gelingt das Familie, Freunde und bei der Arbeit versuchen irgendwie auch nette Patienten zu haben. Also sowas kann man ja alles machen. Und Hormone, also für Frauen in der kritischen Phase, bioidential Hormonersatztherapie, eine ganz tolle, wichtige Methode, um jung zu bleiben und

Stephan Seiler 39:16
so tut man also in Wechseljahren.

Yael Adler 39:18
Ja, also zumindest ab der Menopause. Genau, also Wechseljahre sind ja so 40 bis 50, da muss man jetzt noch nicht unbedingt Hormone nehmen. Aber ab dem Moment, wo die Hormone ausbleiben, also der Zyklus ausbleibt, die Eier alle alle sind, ist es sehr sinnvoll mit bioidentischen Hormonen zu arbeiten, auch wenn man keine Beschwerden hat im Übrigen. Da ändert sich sich jetzt gerade die Haltung, weil man sieht, dass Frauen dann langsamer und gesünder altern, denn die Hormone schützen an ganz vielen Stellen und diese alte Angst, die immer eingeredet worden ist, dass die irgendwie Krebs machen würden, die ist ja auch schon verlassen worden. Also diese Hormone sind nicht kanzerogen und nicht mutagen. Das heißt, sie machen keinen Krebs und machen auch keine Erbgutschäden, sondern das Progesteron zum Beispiel hilft ja beim Stoffwechsel, dass der Bauch nicht so anwächst, hilft beim Schlaf, dass man besser regeneriert und das ist ein großer Gesundheitsfaktor. Es hilft auch bei der psychischen Resilienz, also dass wir nicht so shaky werden und unsicher und mein Gehirn lässt mich so, man wird so ein bisschen fluffy, wenn dieses Hormon fehlt. Und das Östrogen hilft natürlich auch, genauso wie das Progesteron, auch mit gegen Osteoporose, was ja für Frauen, aber übrigens auch für Männer ein Problem ist. Und die Östrogene helfen. Was ist das genau, die Osteoporose, Knochenbrüchigkeit, dass die schwach werden und das hat was mit Vitamin D, Calcium, Phosphat zu tun, mit Magnesium, mit Silizium, mit Kraft, aber ganz wesentlich auch mit den Hormonen. Und das Östrogen hilft auch, dass die Herz Kreislauf Gesundheit bestehen bleibt, dass man weniger Demenz bekommt, dass man keine Herzrhythmusstörungen hat und dass die Gelenke nicht so wehtun, dass die Haut schöner Kollagen bewahrt, dass die Haare besser wachsen und dass einfach weniger Entzündungen im Körper stattfinden. Und das sind alles Anti Aging Faktoren oder Langlebigkeitsfaktoren. Da muss man nicht so große Mengen Hormone nehmen, aber so, dass es der Frau gut geht oder dass man auch die Spiegel sonst sich mal anguckt. Wichtig ist beim Östrogen, Brustspannen bedeutet ein bisschen zu viel genommen und beim Progesteron, wenn jetzt eine Frau Pickel bekommt oder Haarausfall, dann hat man auch ein bisschen zu viel genommen. Also das kann man auch individuell dosieren.

Stephan Seiler 41:23
Das Projekt Langlebigkeit, neudeutsch Longevity genannt, das scheint, wenn man dir zuhört, die Bücher liest und so weiter, reizvoll zu sein, aber auch wahnsinnig kompliziert bzw. Anstrengender, wie so ein Fulltime Job zu sein.

Yael Adler 41:39
Diese Verrückten, die sich den ganzen Tag perfektionieren und angestrengt dem Zug des ewigen Lebens hinterherrennen.

Stephan Seiler 41:46
Sie sagen auch, dass es sündhaft teuer ist. Also das muss man sich auch erstmal leisten, diese ganzen Hormone und auch die ganze Vielzahl an Lebensmitteln. Also was sagst du denn den Kritikerinnen und Kritikern?

Yael Adler 41:58
Ja, also erstmal sagt man, dass die Wissenschaft sich entwickelt und dass es immer neue Dinge gibt, die teilweise bleiben und wieder gehen auch zum Teil, dass man nicht jedem Trend hinterherlaufen muss. Alleine durch Lebensstil gelingt es, 22 Lebensjahre zu gewinnen. Und natürlich durch negative Lebensstilmassnahmen viele Jahre auch wieder zu verlieren. Zum Beispiel wer regelmäßig raucht, verliert statistisch gesehen neun Jahre, wer zu viel Alkohol trinkt, fünf Jahre, wer hohen Blutdruck hat fünf Jahre und so. So kann man verschiedenen Faktoren Punktabzug zuordnen und vielen Faktoren lebensverlängernde Effekte zuordnen. Zum Beispiel eine Handvoll Nüsse ist statistisch gesehen mit zehn Jahren mehr Leben verbunden

Brigitte Huber 42:40
pro Tag, wenn du es pro Tag.

Yael Adler 42:43
Und wenn du die großen Säulen im Blick hast, wie eine gesunde pflanzenbasierte Kost regional und saisonal, ohne hochverarbeitete Lebensmittel, das ist überhaupt nicht teurer. Im Gegenteil, du sparst ja auch an Krankheitskosten und Tabletten, die du nehmen musst und Ausfall bei der Arbeit. Nein, überhaupt nicht. Also gesunde Lebensmittel zu essen muss nicht teuer sein. Und selber kochen ist auch billiger, als sich ständig irgendwas zu kaufen. Also die großen Säulen sind die Ernährung, ist die Bewegung, auch die gibt es kostenlos. Man muss nicht in ein Fitnessstudio gehen, man kann ganz viel mit seinem eigenen Körpergewicht machen oder sich so Equipment selber holen und vom Handy turnen, also Bewegung. Dann haben wir den Schlaf, auch der kostet nicht so viel und die guten menschlichen Kontakte, auch die gibt es gratis. Und das ist Einsamkeit, ist ein ganz schlimmer, lebensverkürzender Faktor. Und da gibt es aber gute Nachrichten. Du musst auch als Single keine Angst haben, dass du kürzer lebst. Du darfst auch Freunde haben, die gelten genauso, manchmal sogar mehr. Eine toxische Beziehung kostet mehr Lebensjahre, als man gewinnt. Und wenn es aber eine schöne harmonische Beziehung ist, dann rettet sie Leben und dann wird man langlebig. Aber du kannst auch als Single dreiig verschiedene Menschen kennenlernen. Interessant immer diese Dreiig und einen Freund gewinnen. Das sagt Ein bekannter Psychologe, Dr. Krüger. Du kannst also immer in jeder Lebensphase, wenn du auf Menschen zugehst, neue Freunde dazugewinnen und nicht mehr einsam sein. Das heißt, geh in Vereine, geh ins Museum, geh in irgendwelche Volkshochschulkurse, mach worauf du B*** hast und dann findest du Gleichgesinnte. Es muss ja nicht mal mit einer

Stephan Seiler 44:16
App sein, egal wie alt ich bin.

Yael Adler 44:18
Das geht immer ja natürlich im Umfeld,

Stephan Seiler 44:21
weil viele in meinem alter mit Mitte 40 sagen, ach es ist gerade, wenn sie nach Berlin ziehen, in andere Groß Großstädte, höre ich immer wieder, dass sie vereinsamen, dass sie kaum jemand kennenlernen, dass es so schwierig ist, Anschluss zu finden, dass die Einheimischen ja schon alle ihre Freundinnen und Freundinnen haben und dann haben sie vielleicht noch Kontakt zu den Eltern von ihren schulpflichtigen Kindern, fühlen sich da vielleicht auch nicht mehr so wohl. Ist dann vielleicht auch gar nicht so einfach für manche.

Yael Adler 44:46
Das kann sein, dass eine Großstadt manchmal auch nicht sehr sozial ist. Das stimmt. Und trotzdem, glaube ich, darf man auch ein bisschen rausgehen und gucken. Also ich sehe zum Beispiel, wenn ich in meinen Pilates Kurs gehe, da sind immer nette Leute und mit denen kann man sich super unterhalten und dann sagen, ach komm, lass uns was trinken gehen oder so etwas. Oder auch bei der Arbeit, da gehen Leute zum Sport oder verabreden sich zum Wandern und dann kann man sie kennenlernen. Das darf man auch als Challenge sehen. Also offen bleiben, neugierig bleiben, Menschen Fragen stellen, ihnen zuhören, sich für sie interessieren. Und das kann eine gute Basis sein, dass man dann da eine Beziehung entwickelt. Es klappt nicht, aber man sollte nicht Nö, die Großstadt und dann bin ich einsam. Ich glaube, man hat immer Optionen. Aber ich gebe zu, dass Social Media, also ich finde, wenn man so in der Bahn sitzt und alle gucken nur in ihr Handy, da kann man gar nicht mehr flirten. Das ist schon ein bisschen schwieriger. Aber ich glaube, es ist nicht unmöglich.

Brigitte Huber 45:39
Du bist Dermatologin und wir wollen heute auch viel über die Haut sprechen. Was hat dich an diesem Beruf gereizt?

Yael Adler 45:47
Die Haut ist ein Netzwerkorgan. Die hat mit allem zu tun, mit der Umwelt, mit dem Klima, mit den Mitmenschen, aber auch mit allem in uns. Also mit der Organgesundheit, der Darmflora, den Mikronährstoffen, den Hormonen, dem Nervensystem, der Psyche und auch der Sexualität. Ich finde also dieses Faszinierendste aller Organe kann man nur verstehen und auch gut behandeln, wenn man alle diese Bereiche mit betrachtet, sodass es immer sich lohnt, über den Tellerrand zu schauen und ganzheitlich zu arbeiten. Und als Hypochonder möchte man natürlich die Welt des Körpers, des Universums verstehen, weil falls mal was ist, dass man rechtzeitig erkennt, wie man dagegen steuert. Und deswegen habe ich Medizin studiert, weil ich hoffte, Tipps, Geheimtipps zu finden, niemals zu erkranken, niemals zu sterben. Dann habe ich festgestellt, doch, doch, es gibt noch viel mehr Krankheiten. Das hättest du gar nicht gedacht. Schrecklich. Ach so, ja, aber trotzdem ist es schön, denn ich habe natürlich als Hypochonder auch ein ganz tolles Netzwerk von anderen Fachrichtungen und auch natürlich Dermatologen, aber tolle Kollegen. Und da merkt man, wie schön ist, Schwarmintelligenz walten zu lassen, um Gesundheit besser zu praktizieren und zu verstehen. Und ich finde, dass ich als Hautärztin eben privilegiert bin, weil ich mit allen Organen und allen Fachrichtungen zu tun haben darf.

Brigitte Huber 46:59
Und sich wohl in der Haut fühlen, das ist ja so ein Begriff, hat auch tatsächlich viel mit unserer Haut zu tun, oder? Ich meine, es ist ja auch im übertragenen Sinne, wenn man sich wohl in seiner Haut fühlt, dann macht es auch was aus, mit welchem Menschen man sich umgibt wahrscheinlich, ob man gerade eine gute Verdauung hat, all dieses. Aber es hat letztlich auch mit unserer

Yael Adler 47:18
Haut zu tun, da hast du recht. Die Haut ist ja auch für jeden sichtbar. Das heißt, Menschen mit Hautkrankheiten sind stigmatisiert. Menschen gehen oft auf Abstand, wenn sie kranke Haut sehen, weil sie irgendwie so instinktiv als Steinzeitwesen glauben, sie könnten sich anstecken und ihren Stamm auch womöglich gefährden, obwohl viele Hautkrankheiten ja eben gar nicht ansteckend sind. Aber dieser Urreflex ist schlimm und ist sehr kränkend und verletzend für die Betroffenen. Und es ist umso erfüllender, wenn ich als Hautärztin ihnen helfen kann. Und ich sehe, dass das nur mit Kortisonschmieren und Antibiotika nicht klappt, weshalb wieder die Ernährung und der Lebensstil ins Spiel kommt, weshalb ich auch Ernährungsmedizinerin geworden bin, weil ich dann endlich die Haut nachhaltig heilen kann, indem man der Haut diese ganzen Baustoffe, Makronährstoffe und Mikronährstoffe zufügt. Und man wundert sich, wie groß der Einfluss ist. Also es gibt ja so Leute auch in der Wissenschaft, die diese ganzen Nahrungsergänzungsmittel, ist ja alles nur Quatsch. Wenn du Leuten Omega Fettsäuren gibst und dann drei Monate lang das machst, dann gehen einfach so viele Entzündungen zurück. Wenn du ihren Vitamin D Spiegel korrigierst, ihren Zinkhaushalt normalisierst, das Selen wieder auffüllst und mal im Blut guckst, was denn sonst noch so fehlt. Ich erzähle euch eine geschichte. Patienten vor zwei Jahren, 50 Jahre alt, isst alles gesund, keine Krankheiten, keine Medikamente, hat auf dem Oberarm hier so einen roten Flatschen, rot schuppig. Was ist das? Ekzem, Was gibt die Hautärztin? Cortisoncreme. Cortisoncreme hat nicht geholfen. Frau Adler ist immer noch da, sage ich, okay, wir nehmen eine Probe, schick die Probe dem Pathologen. Der Pathologe ja, ekzemartig. Doch, doch. Und ich scheiße, was kann das sein, wenn das nicht auf Cortison anspricht? Also gucken wir im Blut, weil es könnte sein, dass er einen Zinkmangel hat. Häufig haben Menschen eine Neurodermitis, die gar keine ist, kriegen immer Kortison, hilft alles nicht und dann ist es nur Zinkmangel. Gibst du den drei Wochen Zink und schon heilen die ab. Muss man Halt mal für 5,81 diesen Wert bestimmen. Also am besten noch mehrere andere, dann kommt man auf mehr von der Summe her. Aber es lohnt sich so bei dem. Also nachgeguckt, was hat er gehabt? Biotinmangel. Biotin ist in pflanzlichen und in tierischen Lebensmitteln, hat man eigentlich nicht so schnell einen Mangel. Aber es gibt, sehe ich öfter, hab ihm Biotin gegeben als Nahrungsergänzungs. Zack, drei Wochen später schreibt er, Frau Adler, mein Ekzem ist abgeheilt. Jetzt vor kurzem kam er wieder in die Praxis und es ist was ganz Schreckliches. Der Neurologe möchte bei mir gucken, Hirnwasser, Nerven, MRT, irgendwas Neurologisches. Ich hab was Schreckliches. Schauen Sie bitte, kann es sein, dass ich eine Allergie auf dem Rücken habe? Es fühlt sich an, als hätte ich tausende von abgeschnittenen kleinen Haaren, die in der Haut stecken. Ich gucke mir den Rücken an, ich sehe gar nichts, sieht alles super aus. Sie haben nichts. Aber Sie hatten doch damals diesen Biotinmangel. Wollen wir mal gucken, vielleicht haben Sie jetzt so einen B Mangel oder B Mangel, das hat doch so mit Nerven zu tun. Gucke ich nach. Ne, der hat schon wieder einen Biotinmangel. Typisch Mann damals, die Sache war erledigt, er war genesen, hat er vergessen, hat er nicht weitergenommen. Jetzt, zwei Jahre später, alles wieder leer. Nerven haben darunter gelitten. Ich habe ihm wieder Biotin gegeben, drei Tage später schreibt Alles abgeheilt, es geht mir wieder gut. 2 Wochen weitergemacht, nach 2 Wochen wieder abgesetzt.

Brigitte Huber 50:25
Nein, das glaube ich nicht. Männlich, oder?

Yael Adler 50:28
Ja, die Symptome kamen wieder. Was der Beweis? Dieser Mann, egal wie gesund er ist und wie gesund er sich ernährt, braucht einfach zeitlebens offensichtlich Biotin, damit er gesund ist, dass die Haut gesund ist, das Nervensystem gesund ist, Schleimhäute gesund sind. Und ich will nur manchmal und sehr oft, jeden Tag sehe ich es, dass Mikronährstoffmängel bestehen bei Menschen im Blut und wenn man die auffüllt, werden sie gesund ohne Medikamente. Natürlich gibt es trotzdem Krankheiten. Es gibt Krebs und Autoimmunerkrankungen und es gibt so viel Schreckliches. Aber erst mal bitte um die Basis kümmern, die einstellen. Und dann hat man schon ganz viel Krankheit einfach weggeixt.

Brigitte Huber 51:07
Und es kann dann auch sein, dass das gar keine Ursache in dem Sinn hat. Also ich weiß zum Beispiel, ich habe immer Eisenmangel gehabt, weil ich eben kein Fleisch gegessen habe hab.

Yael Adler 51:16
Und weil du eine menstruierende Frau bist natürlich. Also Frauen, die menstruieren, verlieren Eisen.

Brigitte Huber 51:21
Da würde ich fast sagen wahr. Ja, genau. Und tatsächlich hatte das die Ursache. Aber es kann auch sein, dass du Nahrungsergänzungsmittel brauchen könntest, obwohl es gar keine Ursache für den Mangel gibt.

Yael Adler 51:34
Ja, und vielleicht hat aber dieser Herr mit dem Biotinmangel irgendeine Ursache, die wir nicht kennen. Vielleicht irgendeinen Transporter, der das nicht gut in den Körper fährt oder ich kann es dir nicht sagen. Man hat ja auch noch nicht immer alles entdeckt und wird nicht im Einzelnen immer alles finden. Also das ist offensichtlich seine Schwäche. Die meisten von uns haben einen Omega Fettsäuremangel, weil wir nicht jeden Tag Seefisch essen. Und wir sehen aber, dass sich die Omega-Fettsäuren in unsere Zellmembranen einbauen. Ich will das mal sagen, als wenn du immer nur tierische fette, Wurst oder Schinken und überhaupt fettes Fleisch oder auch Sahne und Butter und so, dann hast du Fettsäuren, die sind wie Latten, ganz gerade. S******* haben die ganz gerade und die setzen sich so in die Zellmembran. Und jetzt kommst du mit den Omega Fettsäuren, die sind mehrfach ungesättigt, die haben lauter Knicks in ihrem S******. Das heißt, die setzen sich auch in die Zellmembran, aber haben Knicke. Und dann geht nicht mehr der Lattenzaun einfach so weiter, sondern dann wird der plötzlich knickerig und dann fängt er an zu fließen und plötzlich werden die Zellmembranen fluide und das macht, dass die Blutgefäße weicher werden und besser den Blutdruck abfangen können, ohne hohen Blutdruck zu machen. Und die kleinen Zellen werden plötzlich flutschiger und gehen überall und machen eine bessere Durchblutung. Außerdem machen die Omega-Fettsäuren 30 40 Prozent der Zellmembranen im Gehirn aus und sind daher wichtig für ein gesundes Gehirn. Antidemenz und sie machen Antientzündung, sind gut fürs Herz Kreislauf System. Die Haare wachsen besser, die Haut ist besser, alle Funktionen im Körper arbeiten besser mit Omega und wenn du zu wenig hast, kannst du damit leben, aber du kannst eben nicht so gut damit leben. Deswegen sollte man darauf achten.

Stephan Seiler 53:13
Ich habe jetzt schon eine richtig lange Liste aufgeschrieben an Hausaufgaben. Ich muss zugeben, ich gehe auch jeden Morgen ins Badezimmer. Überraschung. Und jeden Abend auch Morgenroutine, Abendroutine, was das Pflegeprogramm angeht. Das mache ich seit ein paar Jahren auch, um dem Alterungsprozess irgendwie vorzubeugen oder ihn ein bisschen zu verlangsamen. Wie schaut denn deine Morgen und deine Abendpflegeroutine aus, um strahlend jung und frisch auszusehen?

Yael Adler 53:39
Also ich wasche mein Gesicht nur mit warmem Wasser und Handtuch, selbst wenn ich ein leichtes Make up habe und die Wimperntusche wird mit einem Eye Make up Remover entfernt. Ich trage keine Creme aus, außer wenn ich das Gefühl habe, die Haut ist trocken und spannt und dann nutze ich das nur an den Stellen, die trocken sind und spannend. Es ist manchmal Sheabutter, die ich sehr gerne benutze. Riecht leicht nussig, im besten Fall, wenn sie kaltgepresst ist. Das ist so richtig hartes Fett und sehr ergiebig. Und das liebe ich also auch für die Hände und für die Lippen und die Haarspitzen oder wenn es mal hier trocken ist. Dieses Fett hat hautähnliche Lipide und ähnelt wie kein anderes Fett in der Natur unseren Hautfetten. Am meisten und kann somit die Barriere unterstützen, ist allerdings sehr fett. Für Leute mit einer fettigen Haut ist das somit oft zu fett. Wenn die Haut fettig ist, muss man sie gar nicht eincremen. Deswegen immer nur an den Stellen, wo sie trocken ist und spannend. Und wer nicht so ein Fett haben will, so ein starkes, der kann natürlich einfach auch eine hautähnliche Lipidcreme nehmen. Derma Membran Strukturcremes, die gibt es in cremig und ein bisschen leichter und die kann man je nach Hauttyp auch verwenden. Die finde ich sehr gut, weil sie ohne Konservierungsmittel, klassische und ohne Emulgatoren auskommen. Und das ist natürlich super, weil dann die Haut weniger gereizt wird. Aber immer nur an den Stellen, die bedürftig sind. Tatsache ist, dass die ganzen Beauty Cremes, die wir so frei verkäuflich bekommen, ehrlich gesagt keinen Anti Falten Effekt haben. Die Wirkstoffe, die da drin sind, gelangen nicht in die zweite Hautschicht, wo wir sie eigentlich bräuchten. Die Inhaltsstoffe, die in sehr vielen, sehr teuren Anti Faltencremes drin sind, sind ja Kosmetikprodukte und definitionsgemäß dürfen die gar nicht ins Körperinnere eindringen. Aber als Ärztin kann ich natürlich Hormone aufschreiben, das sind Arzneimittel und da muss man auch eine Aufklärung machen. Plus niedermolekulare Hyaluronsäure, das ist ja auch ein körpereigener Feuchtigkeitsfaktor, den kann man immer als Creme nutzen. Der macht halt für ein paar Stunden so eine Aufplusterung, sprich vor, sagen wir 6 Stunden habe ich das für euch aufgetragen, damit ihr seht, wie juicy und saftig ich bin, aber morgen früh ist das alles wieder weggetrocknet. So ist der Effekt von Hyaluronsäure. Das kann man machen, ist aber überhaupt kein Muss. Das Allerwichtigste ist der Lebensstil und ist der Sonnenschutz tagsüber. Und das ist meine Routine, weil du fragtest, was mache ich morgens? Wasche ich mein Gesicht auch nur mit warmem Wasser und Handtuch? Ich rubbel auch ein bisschen und dann kommt die Sonnencreme zumindest zwischen Mitte März und Mitte Oktober. Und ich nehme 50 plus Lichtschutzfaktor mit UVA auch drin. Und ich nehme meistens ein Apothekenprodukt, was zu meiner Haut passt, nämlich möglichst leicht ist und nicht noch irgendwelche Fette überfrieden, damit es keine Kosmetikakne gibt.

Brigitte Huber 56:16
Also Stephan, wenigstens liegst du an der Seite an der Stelle richtig, Weil er

Stephan Seiler 56:21
Ich nehme jeden Tag Sonnenmilch, trage sie auf, auch im Winter sogar, wenn ich das Haus nicht verlasse, dann werde ich jemand.

Yael Adler 56:28
Bräuchte man jetzt nicht, aber okay. Ja, niedlich, falls er entführt wird, weißt

Brigitte Huber 56:33
du, kann ja sein. Und dann kommt er raus oder so. Oder Feueralarm.

Stephan Seiler 56:37
Darüber hinaus eben auch Vitamin C und Hyaluron und Retinol und Milchsäure und all so.

Yael Adler 56:44
Kannst du machen, aber musst du auch nicht.

Stephan Seiler 56:46
Was bringt nichts, sagst du am Ende? Am Ende bringt das nichts wenig.

Yael Adler 56:51
Also es bringt dir vielleicht so ein Wellnessgefühl und du verträgst es gut. 20 Prozent meiner Patienten in meiner Arztpraxis kommen mit selbstgemachten Hauterkrankungen, weil sie zu viel gepflegt haben, falsch gepflegt haben, Skincare Routines haben, die einfach die Haut überfrachten, dann kriegen die eine Kontaktallergie, dann kriegen sie Reizungen, dann kriegen sie Steodessenerkrankungen, kriegen

Stephan Seiler 57:08
sie Kosmetikark, was für dessen Erkrankung.

Yael Adler 57:11
Das sind so kleine Bläschen, die sich hier so bilden, so ganz kleine Pickelchen, so hier und hier, manchmal so Überfeuchtung der Hautverschiebung des Mikrobioms. Also ich will dir sagen, ich kriege diese ganzen Cremes ja auch als Pröbchen, um sie zu testen. Ich benutze das alles nicht und geht doch, oder? Ich mein, geht super.

Brigitte Huber 57:28
Und sag noch mal zum Duschen bist du da auch so zurückhaltend mit Seife und Co.

Yael Adler 57:33
Wenn wir die Haut fragen würden, wann will sie denn am liebsten duschen, würde die halt, keine Ahnung, ich schaffe das auch so vielleicht mal in der Woche oder so. Wir brauchen, ich schaffe das auch so. Ja, wir brauchen eigentlich nicht so viel Hygiene. Natürlich sind wir das alle gewohnt und ich will jetzt auch nicht komplett in die Steinzeit abrutschen. Ich will einen Kompromiss für die heutige Zeit formulieren. Das ist die großen Flächen nur mit warmem Wasser und Handtuch reinigen. Das darf das Gesicht sein. Also probier es einfach mal vier Wochen aus, dein Gesicht nur mit warmem Wasser und Handtuch zu reinigen und kein Mizellenwasser und kein Waschgel und so. Und dann wirst du merken, dass die Haut viel weniger trocken ist und spannt. Dann brauchst du viel weniger Creme, dann kannst du endlich dein eigenes Hautfett nutzen. Was aus der Oberhaut kommt und aus den Poren kommt, kommt. Das ist genug Gesichtscreme für die meisten Menschen. Und nur wenn das nicht reicht, nach vier Wochen merkst du das, dann fängst du an, noch mehr zu cremen an den Stellen, wo die Haut bedürftig ist. Das heißt, es fängt an mit dem weniger Waschen und dementsprechend dem angepassten Cremen.

Stephan Seiler 58:25
Darf ich kurz da ein kleines Veto einlegen, wenn ich den ganzen Tag durch die Stadt laufe oder eine Wanderung mache und den ganzen Schmutz der Umwelt da draußen quasi in mein Gesicht lasse, dann muss ich das doch abends mit Seife runter machen oder nicht? Willst du abends nur normales Wasser benutzen ohne irgendeine Seife? Geht das denn überhaupt alles weg? Der ganze Dreck, der ganze Schmodder?

Yael Adler 58:46
Also du musst entscheiden, was ist für die Haut schlimmer? Ist die porentiefe Reinigung schlimmer oder sind ein paar Partikel, die halt staubig auf der Haut übrig bleiben? Wobei, wenn du eine gute Ja, kleben bei dir Abgase in der Haut.

Stephan Seiler 58:59
Michael ich habe die Befürchtung, wenn ich in der Stadt wohne und vor mir eine fünfspurige Straße ist und ich da mehrmals am Tag, also wenn du eine

Yael Adler 59:05
gute Hautbarriere hast, dann ist die Hautbarriere dazu da, die Partikel abzuhalten. Durch aggressives Reinigen schwächst du deine Hautbarriere und die Partikel haben Zugang zu deinem Immunsystem. Menschen, die ihre Hautbarriere kaputt Seifen, haben mehr Kontaktallergien, haben mehr Entzündungen in der Haut. Jogge halt nicht an der Hauptverkehrsstraße bei der Pflege. Weniger ist mehr bei der Sonnencreme. Viel hilft viel auf jeden Fall. Und du brauchst halt nicht zu glauben, dass du, wenn du deine Haut porentief rein und quietscht, trocken seid, dass du dann mit diesen ganzen künstlichen Cremes, die Emulgatoren enthalten und Parabene, womöglich Konservierungsmittel und andere Zusatzstoffe, dass du dann irgendwie deiner Haut etwas besonders Gutes tust. Also ich würde immer sagen, versuch zu gucken, was kann deine Haut von alleine. Behalte deine natürlichen Schutzmechanismen und helfe nur danach, wo sie es eben nicht mehr alleine kann. Aber schau, wenn du so traurig bist nochmal, dann bleib doch dabei. Ich meine, du hast ja auch gar kein Problem. Weißt du, die Leute, ich kenne doch dieses Gesicht, dieses, jetzt verbietet sie mir das noch. Ich will ja mal, Stephan, never change a running system. Wenn du glücklich bist und dich wohlfühlst in deiner Haut und gerne Geld ausgibst für viele verschiedene Produkte und deine Haut das super findet und du auch, warum sollte ich dich denn von etwas wegziehen? Mach es doch einfach so weiter. Ich freue mich ja, wenn ich den Menschen, die Leidensdruck haben, helfen kann mit diesen Ratschlägen, weil die können damit ohne Therapie abheilen. In vielen Fällen natürlich auch immer noch mit den Mikronährstoffen. Aber jemand, der gar keinen Leidensdruck hat, irgendwas auszureden, das ist ja auch irgendwie Bullshit. Guck, du bist glücklich, bleib glücklich.

Brigitte Huber 60:40
Funktioniert bei der Haut auch so ein Placebo Effekt, dass die sich dann vielleicht, wenn der Mensch fühlt sich glücklich, wenn er da für 150 Euro sich was einmassiert, dass dann die Haut auch irgendwie sich vielleicht entspannt und ganz glatt wird, ne?

Yael Adler 60:53
Also die Haut altert ja eh vor sich hin. Aber natürlich ist psychisch sich anfassen, sich streicheln, sich eincremen. Psychoanalytikerfreund sagt, da ist man halt noch ein bisschen in der analen Phase, wenn man sich sich gerne zumatscht mit vielen Creme Produkten und schminkt und so, das ist jetzt auch wieder ein bisschen übertrieben. Ja, klar ist das schön. Aber in dem Moment, wo du merkst, dass du hautphysiologisch nicht mehr hinterher kommst, dann musst du überdenken, ob du alles richtig machst. Und solange es nur Pflege deines Wellnessgefühls ist und du aber keine Hautprobleme hast, dann mach. Also weißt du, das ist irgendwie so. Also du trägst ja auch Kleidung, die jetzt nicht immer nur gesund ist und trägst sie ja trotzdem. Die ist auch nicht immer nur nachhaltig oder du isst auch nicht immer nur Essen, was immer nur in deinem Biogarten gewachsen ist. Es gibt halt nicht immer nur ein richtig. Wie gesagt, es geht um die Balance. Und solange deine Haut sich gut und in der Balance fühlt und du kein Spannungsgefühl hast nach dem Waschen, also ich hab kein Spannungsgefühl in der Regel nach dem Waschen. Wie ist es mit dir?

Stephan Seiler 61:47
Ja, manchmal schon muss ich zugeben.

Yael Adler 61:50
Und gerade als Mann, wo du schön Testosteron hast und deine Poren aktiv sein dürften, könntest du ja mal versuchen, ein bisschen weniger aggressiv zu reinigen und mal vier Wochen dieses Experiment umzusetzen, um zu gucken, wie fühle ich mich in vier Wochen Warmes Wasser und Handtuch rubbeln ist auch ein geiles Gefühl, ist auch Massage und alles und nur noch da eincremen, wo es trocken ist und spannend. Challenge.

Stephan Seiler 62:10
Machen wir vorher Nachher Bilder.

Brigitte Huber 62:12
Genau, wir machen ein Langzeitprojekt mit dir und dann werden wir dich nach drei Monaten wieder vorführen.

Yael Adler 62:17
Genau.

Brigitte Huber 62:18
Und sag noch mal eine Frage zum Deo. Benutzt du Deo?

Yael Adler 62:23
Also ihr könnt es ja jetzt nicht riechen. Ich benutze sogar ein Antitranspirant, also ganz böse, Ich bin ja keine Ökonudel, ich will ja über Hautphysiologie sprechen und man könnte ja jetzt sagen, nee, das ist alles böse. Und ich benutze auch chemische Sonnencremes sogar und ich benutze auch Schminke und färbe mir die Haare und benutze auch mal Nagellack. Also ja. Und ich benutze auch Antitranspirant. Ein Deo ist ein Stoff, den antibakteriell in der Achsel wirkt, also Stinkbakterien vertreibt und mit Parfüm Schweißgeruch überstinkt, überduftet. Ein Antitranspirant ist ein Wirkstoff oder ein Produkt, welches die Schweissdrüsenausführungsgänge zusammenzieht. Die münden auf der Haut und durch Aluminiumverbindungen werden die zusammengezogen, sodass weniger Schweiß austritt. Und genau das benutze ich persönlich sehr gerne, weil ich nicht so gerne nasse Flecken unter den Achseln habe. Ich weiß gar nicht, wie das jetzt so aussah. Super aus Und da ist man einfach länger trocken, weil dann einfach weniger Schweiß austritt. Nur nicht so ein hochkonzentriertes Produkt, auch nicht mit so Alkohol viel drin, weil das sonst meine Haut persönlich reizen würde und dann wird es juckig und rot. Aber ich habe so ein Produkt gefunden, das ist sensitiv, hat aber Aluminium drin und damit geht es meinen Achseln gut.

Brigitte Huber 63:40
Wirkt sich die Ernährung denn auch auf den Schweiß aus und auch auf die

Yael Adler 63:43
den auf jeden Fall. Apropos, das ist auch wieder ein Mythos, dass jetzt ein Deo Demenz macht oder gar Brustkrebs, ist auch schon widerlegt. Da gab es ja immer mal die Sorge, Und da steht überall Aluminium frei drauf und ich habe gesagt, nee, nee, nee, es geht ja gar nicht in meine liebe Haut rein, in unsere liebe Haut. Das kann doch die Haut. Das stimmt.

Brigitte Huber 64:00
Zweite Barriere genommen.

Yael Adler 64:02
Die Barriere hält das draußen. Außer wenn man jetzt vielleicht frisch rasierte Haut hat, dann könnte es sein, da muss man ja nicht machen, kann man sich abends rasieren und nächsten Morgen auftragen, dann ist da auch gar keine Mikroverletzung, wo was eindringen könnte. Aber es ist überhaupt nicht bewiesen, dass das jetzt Brustkrebs machen würde. Gar kein Beweis bisher erbracht worden. Demenz kann durch Aluminium kommen, aber eher, wenn man es isst. Also wenn du jetzt Grillgut, saueres und salziges, auf Aluschalen herstellst oder Laugenbrezeln vom Alublech nutzt, dann nimmst du oral viel Aluminium zu dir. Und das würde ich sagen. Aber das Antitranspirant, das kann man schon sehr gerne nutzen. Und jetzt hast du noch was gefragt gehabt.

Brigitte Huber 64:39
Genau, ob sich die Ernährung auf den Schweiß auswirkt und auf den Geruch.

Yael Adler 64:44
Also es gibt eine schöne Untersuchung, wenn also ein Mann so vor einem sitzt. Wir Frauen kennen das ja, wir denken ja immer, was muss der uns, was

Brigitte Huber 64:51
will er uns damit

Yael Adler 64:56
Platz ihr zwischen den Beinen braucht für euer Gemächt oder wie breit eure Schultern sind.

Stephan Seiler 65:00
Wir denken immer, die Durchlüftung muss wichtig sein.

Yael Adler 65:02
Genau. Teil Tatsache ist, die wollen einfach nur mit uns Frauen reden. Das ist die Art der Kommunikation. Warum? Weil sie haben halt hier Duftdrüsen und sie haben zwischen den Beinen Duftdrüsen und das ist dieser biochemische Sextalk. Also die wollen quasi putzig, fast putzig, ganz niedlich. Ich liebe ja auch Männer. Also ich meine meine mal eben, meine Söhne sind Männer, mein Papa ist ein Mann. Ich liebe Männer, also über alles. Aber natürlich darf man sich ein bisschen über sie auch mal lustig machen. Und vor allem, bevor ich jetzt sozusagen weiß, ob du jetzt hier einen Porsche fährst und auf dem Golfplatz immer stehst und eine Yacht hast, ist es schon längst zwischen uns geklärt, ob wir uns gut riechen können und ob man sozusagen füreinander vielleicht interessant wäre, auch für andere Dinge. Und wenn wir Frauen dann auf den Typen stehen, dann stellen wir uns ja auch so kokett hin und dann streichen wir uns so die Haare zurück und dann würde man denken, wir machen uns schön für den. Aber nein, wir haben auch hier Duftdrüsen und natürlich auch eine Aktion am Hals. Wir reden also mit dem Typen auch und es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass wir lieben Männerschweiss. Also von Männern, die wir hot finden, stehen wir auch auf den Schweiß. Und da gibt es Untersuchungen, die geguckt haben, welcher Männerschweiss spricht uns denn am meisten an. Ist es der Schweiß von den Männern, die Fleisch essen, Testosteron, Protein, oder ist es so der veganer und vegetarische Schweiß? Was denkt ihr?

Stephan Seiler 66:25
Ich befürchte, ich hoffe eher der vegetarische.

Yael Adler 66:29
Also gewonnen haben tatsächlich die Pflanzenfresser, Schweissmänner, die Achseln und von den Pflanzenfressern die Knoblauchfresser, die waren die sexiesten. Und zwar jetzt nicht der Atem, sondern wirklich der Achselschweiß. Und da wird erklärt, warum ist denn das so? Weil wenn du Knoblauch frisst oder isst, dann hast du da drin Schwefelverbindungen. Und Schwefelverbindungen sind ja ein super Pflanzenstoff auch für die Blutgefäße. Das heißt, dein Schwellkörper ist plötzlich super versorgt. Und das ist natürlich für uns Frauen ganz toll, weil das verspricht ja ein paar schöne Stunden. Und wenn dann ein Nachkomme auch noch womöglich gezeugt wird, dann ist nicht nur der Akuteffekt wichtig, sondern auch Mensch, der bleibt ja länger als Vater und als Ehepartner zur Verfügung. Das heißt ja wie schlau, wir kommunizieren auch über den Schweiß. Und auch Lebensmittel werden abgedampft und natürlich je nachdem, welche Gewürze und so man isst, ja, das hat einen Einfluss und auch das Alter und die Hormonlage und wie wir unsere Haut pflegen. Denn der Hautgeruch wird durch das Mikrobiom der Haut wesentlich mit beeinflusst. Und das ist natürlich schon abhängig von der Körperpflege oder von den Textilien und vom Klima. Die Bakterien auf der Haut zersetzen den Schweiß und dann kommen erst diese Geruchsstoffe, die man so wirklich bewusst wahrnimmt. Es gibt aber auch ein paar unbewusst Freisetzende, die eben auch auch eine Aussage geben über das Immunsystem, über die Blutgruppen und über den Hormonstatus, also ob der Mensch, ob der paarungsbereit gerade ist. Also das sind schon so Sachen, also Frauen, die gerade ihren Eisprung haben wahrscheinlich, riechen besonders gut und anziehend für den paarungswilligen Mann.

Stephan Seiler 68:02
Spannend, wenn man sich überlegt, welche Düfte und Gerüche man alles so genießen und ertragen darf. Man muss ja mal eine beliebige Supermarktkasse stellen in Deutschland. Da kann einem ja schon ganz anders werden in die eine oder häufig, aber leider auch in die andere Richtung.

Yael Adler 68:16
Genau.

Stephan Seiler 68:19
Stichwort Ernährungstrends, Ernährungs Zeitgeist Phänomene möchte ich sie jetzt auch mal nennen. Wir sind heute viele, viele Produkte, Lebensmittel und auch Dinge, die man sich auf die Haut schmieren kann, durchgegangen. Welche Trends der vergangenen Jahre waren denn aus deiner Sicht komplett falsch? Wie ist es für dich zu erklären, dass ständig neuer Trend postuliert wird? Und glaubst du auch, dass dahinter manchmal einfach nur das Marketing von das geschickte Marketing von guten oder schlechten Lebensmittelproduzenten steckt? Drei Fragen in einer Es geht ja

Yael Adler 68:54
vor allem jetzt um die Lebensmittel, richtig, Nicht um die Pflegeprodukte.

Stephan Seiler 68:57
Also am Ende um alles. Kannst gerne alles in die Tonne hauen, wie du willst.

Yael Adler 69:02
Also es ist ein riesengroßer Markt, wenn es darum geht. Anti Aging, Schönheit, ewiges Leben. Das ist ein Menschheitstraum, den wir im Jungbrunnen finden. Und da gibt es ja auch dieses Bild von Lukas Cranach, wo die alten krummen Kranken ins Wasser steigen und am Ende wieder am anderen Ende gerade saftig und gestreckt und elastisch wieder rausfedern. Und das wünschen wir uns und wir sind bereit, sehr viel Geld dafür zu investieren, weil wir nicht den Zug sausen lassen wollen, der dann doch vielleicht die ewige Jugend mit sich bringt. Und die Industrie hat das erkannt. Genauso wie das Thema Suchtzentrum hier oben, das bei Zucker, Fett und Salz anspringt, fahren wir auch auf solche Schönheits und Jugendversprechen tierisch ab. Und es macht ja auch Lust eincremen und so. Also das heißt, es ist eine große Industrie, großer Marketingapparat dahinter. Ich war in einer Kosmetik Abfüllerei und erkundigte mich, ob man da Sheabutter abfüllen kann und welche Kriterien ich für andere Cremes so gut fände. Habe ich mich mit dem Chef der Firma unterhalten und dann sagt Wissen Sie, in all den Jahren war nicht ein einziges Mal eine Hautärztin, eine Apothekerin, eine Biologin oder Biochemikerin da. Es waren ausschließlich Marketingleute und der arbeitet mit großen bekannten Herstellern zusammen. Das heißt es geht ausschließlich ums Marketing und kaum, also vielleicht gibt es, es gibt immer ein paar Nischenhersteller, die dann irgendwie eine Ethik haben und so, aber letztendlich geht es um Verkaufen und da ist auch billiges Material einem recht und so. Dann wird ja geguckt, wie viel kostet denn das Produkt und dann wird das Billigere vielleicht bevorzugt und ja, dann ist die Ethik also in der Wirtschaft finde ich ganz oft hintenan leider außerdem, also im Ernährungsbereich muss man ehrlich sagen, ist es auch so ein bisschen wie so eine wie Religionskriege. Also es gibt in der Wissenschaft, aber auch im Laienbereich viele Experten, selber ernannte oder echte Experten und man merkt dann, wofür kriegt man Follower. Man versucht Studien für sich zu interpretieren. Manche Studien sind auch sehr gut, andere geben erst mal so Hinweise und dann gibt es die Leute, die kommen aus der Lebensmittelindustrie und dann gibt es die Leute, die sind eher die Veganer und so gibt es da sehr intolerante, sehr radikale, fürchterliche Streitigkeiten auch auf Social Media. Ich will bei mir erzählen, wenn ich zum Beispiel das Thema Süßstoffe auf Basis von Studien kritisch beleuchte und die diskutierten Nachteile anbringe und das öffentlich äußere, dann wird man ja niedergemetzelt von der Süßstoff Protein Shake Supplement oder Lebensmittelchemie Industrie, Leuten, Anhängern. Also das ist ja wirklich, also das ist ja, also es gibt gar keine Diskussion mehr, das ist nur noch mit Hetze und Hass und das ist ganz schrecklich eigentlich. Also das muss man heutzutage, wenn man in der Öffentlichkeit ist wahrscheinlich, das gehört wahrscheinlich dazu. Aber so ist es auch schon, wenn jemand das Thema Milch kritisch betrachtet oder das Thema Tattoos oder Piercing. Also es gibt immer überall extreme Positionen und Leute, die sich nicht mehr höflich austauschen, sondern nur noch gewalttätig diskutieren, sagen wir so oder anprangern an und diskreditieren. Das finde ich sehr schade, weil in der Wissenschaft, und das haben wir auch bei Corona gesehen, ist es sehr wichtig, dass man sich austauscht, respektvoll bleibt, seinen Erfahrungsbereich ein bringt, Studien weiß, wie man sie betrachtet, aber auch kritische Gedanken anderer Forscher zulässt und das vermisse ich. Und dann zum Beispiel, ihr habt gefragt, ob ich mich an einen Mythos erinnere, da war doch das Thema Ei, das angeblich Cholesterinerhöhung macht. Und jetzt weiß man, dass die Cholesterinerhöhung, die wir bei den Leuten sehen, zu 10 bis 20 Prozent von der Ernährung abhängt oder dadurch beeinflussbar ist und der Rest ist oft Genetik. Also ja, man sollte auf jeden Fall hochverarbeitete Fleischprodukte meiden. Die sind zum einen krebserregend, zum anderen haben sie sehr viele tierische Fette, die das Cholesterin auch erhöhen können und Entzündungen erhöhen und auch Salz zu viel haben und überhaupt viele Kalorien und krebserregende Stoffe durch die Nitrosamine, Nitritpökelsalz. Jedenfalls sollte man gucken, dass man seinen Cholesterinwert misst und wenn der zu hoch ist, als erstes erstmal Zucker und Fructose als Obstsaft und Quetschmusse und zu viele Smoothies reduziert und alles, was so künstlich gesüßt ist, weglässt und weißes Mehl, dann kann man die Leber vielleicht etwas entfetten und dann auch weniger Cholesterin hervorrufen. Das Ei fällt da kaum ins Gewicht. Das bringt zwar ein bisschen Cholesterin, aber der Hauptteil wird in unserem Körper selber hergestellt. Und wenn das alles nicht reicht, dann sollte man auf jeden Fall mit seinem Arzt sprechen, ob man auch tatsächlich Tabletten in dem Fall gibt, weil wenn das Cholesterin zu hoch ist und das böse Cholesterin oxidiert wird, dann kommt es nicht mehr in die Zellen rein, sondern klebt sich an die Zellwände. Dann gibt es Arteriosklerose mit Herzinfarktrisiko, Schlaganfallrisiko, Demenzrisiko etc. Aber das Ei ist lieb, weil das liefert tolle Aminosäuren, ein gutes Eiweiß und auch B und noch vieles andere Gute. Deswegen ist das Ei erlaubt. Ein weiterer Mythos ist, dass Süßstoffe, die künstlich ja gar nicht schädlich sind, dass sie ja einfach durch den Körper geleitet werden und ja gar keine Kalorien mit sich bringen und auch keine Insulinausschüttung machen. Das stimmt, das tun sie nicht. Aber bei der nächsten Mahlzeit, die man nach dem Genuss zu sich nimmt, sieht man plötzlich, das sehen Forscher bei vielen Menschen, eine Veränderung der Darmflora, die in Richtung diabetische Stoffwechsellage geht. Ja, und es gibt viele weitere Aspekte, die diskutiert werden, die zeigen, dass natürlich unsere schöne Steinzeit Darmflora mit solchen chemischen Süßstoffen überfordert sein kann und dass das eher Übergewicht fördert und Zivilisationskrankheiten fördert, also zumindest nicht hilft beim Abnehmen, wie das immer so vermutet wird. Und das wird immer wieder auch gesagt, aber hier wird gestritten. Und ich würde an dieser Stelle sagen, ich habe jetzt ganz, ganz verkürzt in meinem Buch habe ich sehr viel darüber geschrieben und auch wie man gesund süßen kann. Ich würde nur jedem raten und ich kenne zu viele Menschen, die sind sehr stark übergewichtig, die trinken diese ganzen Light Limona, glauben dann, dass sie dann sich Kalorien gespart haben, essen vielleicht auch mehr, aber auch der Körper erwartet dann ja auch Energie. Und es gibt viele weitere Theorien neben der Darmflora, warum das für unseren Körper nicht gut ist. Und ich würde das wirklich nur in Maßen mal, aber nicht als tägliche Süßigkeit nutzen.

Stephan Seiler 75:16
Meine Premiere.

Brigitte Huber 75:17
Deine Premiere, Ja, wir haben in diesem Podcast auch immer zwei Rubriken, die wir jetzt zum Abschluss mit dir noch machen möchten. Das eine, es geht ja ums Älterwerden und wir wissen etwas, was die Zeit dehnt, zumindest gefühlt sind neue Dinge, die wir ins Leben holen. Also Premieren, irgendwas Neues ausprobieren. Magst du uns verraten, was deine letzte Premiere war oder was du dir noch vorstellen könntest?

Yael Adler 75:44
Meine letzte Premiere war das Eisbaden. Ich habe auch ein Buch geschrieben über Anti Aging, das heißt Genial Vital. Danach kam Genial Ernährt, beides Platz 1, Spiegel Bestseller. Und bei Genial Vital musste ich natürlich auch diese ganzen Trends, die du, Stephan, vorhin schon so angedeutet hast, auch ausprobieren. Hyperoxie, Hypoxie, Near Infrared, Light, also lauter so Anti Aging Maßnahmen. Und eine davon ist dieses Eisbaden und diese Typen, die du da zitiert hast, die das alles machen und es kostet sehr viel Zeit und Aufwand, die machen alle Eisbaden. Und ich habe das auch versucht und das war sozusagen das Letzte, was ich mich traute. Und ich muss sagen, das ist übrigens auch sehr preiswert. Hier im Berliner Seengebiet kann man sehr preiswert drei Minuten Eis baden im Winter. Und diese Überwindung war super, weil man wird total euphorisch, man kriegt voll das Drogenhai. Ich nehme ja sonst keine Drogen, aber man wird richtig gut drauf und ist voll stolz auf sich, weil man so eine krasse Challenge geschafft hat Und es hilft halt wahnsinnig, das Immunsystem zu stimulieren, dass also Immunzellen in die Blutbahn gespült werden. Genauso dann auch wie Sauer ist ja auch so ein krasser Reiz, man nennt das Hormesis in der Anti Aging Medizin. Also krasse Reize, die eigentlich fast tödlich wirken, aber die am Ende den Körper echt stärken und einen gesünder machen. Und es lässt auch das braune Fettgewebe im Nacken sich vermehren, das braun ist, weil da Mitochondrien drin sind. Das sind die Zellfabriken, die auch den Muskel so färben. Und dieses braune Fettgewebe ist stoffwechselaktiv. Und in der Säuglingszeit hatten wir davon viel, deswegen haben wir da schön Energie hergestellt, also Wärme auch produziert. Und wenn wir das jetzt als Erwachsener durch Eisbaden wiedererlangen, dann können wir eine bessere Gewichtskontrolle machen. Das fand ich also für mich ein ganz tolles, interessantes Erlebnis, dass ich mich sowas überhaupt traue, weil ich eigentlich sonst eine ziemliche Memme bin. Und was ich jetzt noch so vorhabe, ehrlich gesagt, ich glaube, das nächste ist mal Langlauf zu lernen.

Brigitte Huber 77:30
Ich bin ja ja Skilanglauf.

Yael Adler 77:32
Genau, ich bin ja ein paar Tage im Monat auch in der Schweiz, in Zürich tätig, also meine Haupt Praxis ist in Berlin, Aber ich habe die Schweiz für mich entdeckt und finde das ganz toll. Da sind auch sehr viele langlebige Menschen, dort gibt es sehr viel regionale und saisonale Kost. Man hat sehr viel Landwirtschaft, man hat köstliche Eier von freilaufenden Hühnern, man hat gute Milchprodukte, frisches Obst und Gemüse, auch Ursorten, also Sorten, die durch Zucht nicht verändert sind. Man achtet auf qualitativ hochwertiges Essen. Das ist ein Kulturgut, das wahnsinnig teuer auch, aber mich stimuliert das total. Und das Wasser schmeckt so gut, das Quellwasser und das Seewasser und die Leute gehen dort wandern und Skifahren und das finde ich einfach. Und die gehen halt auch langlaufen und das habe ich noch nicht. Also Apfe mache ich, aber Langlauf habe ich noch nicht gemacht. Und die haben ja alle so knackige Ä***** und sind so elastisch und haben so schöne Beine und sind so schlank und drahtig, diese Schweizer.

Brigitte Huber 78:22
Das will ich auch. Ja, und wir haben auch schon gelernt, es ist nicht so wichtig wie die Beinmuskulatur auch fürs Älterwerden. Also es scheint ganz, ganz wichtig zu sein. Klingt langlaufen super, hervorragend. Zwei schöne Premieren, die nehmen wir schon mal mit. Und dann haben wir noch so ein kleines Spiel, das heißt Entweder oder.

Stephan Seiler 78:40
Entweder oder.

Brigitte Huber 78:42
Da darfst du immer zwischen zwei Möglichkeiten dich entscheiden. Wir fangen an mit den zwei Zitaten. Also welches Zitat spricht dich mehr an? Die Haut ist das sichtbar gewordene Stück Seele.

Stephan Seiler 78:54
Seele oder wir tragen alle unsere Geschichte auf der Haut.

Yael Adler 79:04
Sind beides ganz richtige Aussagen, aber Seele, finde ich, hat irgendwas Schönes. So, das berührt mich einfach. Also wenn ich jetzt auf der Psychoanalyse Couch liegen würde, würde ich das mit der Seele als erstes wählen.

Brigitte Huber 79:15
Ja, schön Ab dann. Genau. Was haben wir noch für entweder oder, wie wäre es bei Getränken? Kaffee oder Wein?

Yael Adler 79:24
Kaffee, drei bis fünf Tassen am Tag, ist Antidiabetes, ist Antidemenz, ist anti viele Krebserkrankungen, ist gut fürs Herz Kreislauf System, schmeckt saugeil und ist ein Pflanzenpunkt, aber

Brigitte Huber 79:36
gilt nicht für Latte Macchiato. Und sogar habe ich gelesen, ich freue mich immer doch, also ich trinke es

Yael Adler 79:41
ja immer gern mit Sojadrink und es ist auch gar kein Problem, Man kann das auch immer ein bisschen. Ja, na klar. Ja, okay, du kannst auch mal ein Espresso trinken, aber natürlich kannst du dein Lieblingsgetränk auch verfeinern. Ich würde halt nur nicht Sirup reinmachen. Zucker würde ich.

Brigitte Huber 79:53
Okay. Und nicht Süßstoff.

Yael Adler 79:56
Ja sowieso nicht. Aber vielleicht kurz an der Stelle. Galaktose und Takatose, die beiden intelligenten Zucker, die sind super für eine gute Darmflora, für die Zähne, für die Reduzierung des glykämischen Index, also der Zuckerlast, für die Mahlzeit. Intelligente Zucker aus der Muttermilch, ursprünglich, aber jetzt durch Fermentation und enzymatische Freisetzung gewonnen und Galaktose gegen Demenz, für mehr Energie fürs Gehirn, für eine bessere Gehirnfunktion, auch für nicht Demente, für stabilere, abwehrfähigere Schleimhäute und für eine schlanke Figur, weil nämlich Galaktose mehr Energie braucht wohl als sie liefert, wenn man sie nutzt. Und es füttert eben das Gehirn ganz ohne Insulin. Also Galaktose und Tagatose als intelligente Zucker, eine sehr gesunde, noch nicht so bekannte Form des Süssens.

Stephan Seiler 80:45
Wo finde ich das denn? Wo kann ich das hin.

Yael Adler 80:47
Es gibt so Pulver, kann man sich kaufen zum Süßen, wie eben Haushaltszucker ist leider nur sehr teuer noch, aber auch in Sirup Form und in den ersten Süßigkeiten. Und wenn es das weltweit gäbe, in allen Süßen, Limonaden und Süßigkeiten, dann gibt es keine Pandemie Typ 2 Diabetes.

Stephan Seiler 81:02
Na gut, lieber Dinner canceln oder Frühstück canceln.

Yael Adler 81:06
Wenn du die Chronobiologie fragst, ist Dinner canceln effektiver, weil du, wenn du das Abendessen weglässt oder zumindest sehr früh Abend esst, also lange Zeit zum Schlaf lässt, du mehr Wachstumshormone ausschüttest und das bedeutet mehr Muskeln und weniger Fett.

Brigitte Huber 81:22
Wenn wir uns jetzt noch mal auf den Diät Sektor begeben würden und die

Yael Adler 81:27
Chronobiologie macht, dass du morgens Insulin bereitbestellt bekommst vom Körper und auch mittags, aber abends nicht. Das heißt, der Körper sagt dir, du musst doch jetzt auf die Jagd gehen, hier iss mal jetzt schön Energie, hier hast du bisschen extra Insulin, bring ich dir in die Zellen, machst du mehr Energie, machst du mehr Leistung. Also von der Chronobiologie her will der Körper das morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein Königs und abends wie ein Bettelmann.

Brigitte Huber 81:47
Okay, das ist eine gute Überleitung, nämlich wenn wir beim Thema Abnehmen sind, lieber Paleo oder so Steinzeit Diät mit wenig Industrie oder gar keinen industriell verarbeiteten Lebensmittel

Yael Adler 81:58
oder Low Carb, was ich lieber Also Paleo ist ja nicht nur keine hochverarbeiteten Lebensmittel, das ist ja dann auch schon so mit sehr fleischlastig und so und keine Hülsenfrüchte. Dann würde ich mich eher entscheiden für Low Carb. Wobei hier würde ich auch einschränken. Also bei Low Carb würde ich einfach nur sagen, verzicht so häufig es geht auf Zucker und Weißmehl und industrielle Süße wie auch High Corn Fructose Sirup, weil das Leberverfettung macht. Aber Carbs an sich sind nichts Böses. Komplexe Kohlenhydrate sind tolle Energielieferanten und sind auch wichtig für den gesamten Körperaufbau und von daher darf man auf jeden Fall Carbs essen und muss sie nicht vertrauen.

Stephan Seiler 82:35
Allen, die jetzt gar keine Ahnung haben, was das ist und also gar nichts davon verstehen, hinterlegen wir in den sogenannten Show Notes, was genau das ist, kann man das noch mal nachlesen.

Brigitte Huber 82:44
Ansonsten haben wir wahnsinnig viel heute schon beantwortet Und was mich jetzt ganz abschließend noch wirklich interessieren würde, ich weiß nicht, wie es bei dir, Stephan, ist, Du beschäftigst dich so intensiv und lang schon mit diesem Thema Ernährung. Jetzt auch noch mal für das Buch. Was war für dich die schönste, größte Überraschung oder sind es immer so kleine Teile, die sich zusammenfügen?

Yael Adler 83:09
Bei der Recherche für mein Buch habe ich sehr viel noch dazugelernt. Zum einen Erschreckendes, was aber wiederum eine Motivation zur Folge hat. Zum einen, dass 74 Prozent der Todesfälle weltweit durch Zivilisationskrankheiten passieren, also vermeidbar durch Lebensstil, dass 42 Prozent der Weltbevölkerung bereits übergewichtig sind sind und dass 30 bis 40 Prozent der Krebserkrankungen durch Lebensstilmassnahmen, sprich auch Ernährung, vermeidbar gewesen wären. Was sehr motivieren darf, dann eben doch sich mit einem gesunden Lebensstil zu beschäftigen. Wichtig ist, es darf Spaß machen. Kein Muss ist dabei, kein Zwang. Wer kein Brokkoli mag, muss kein Brokkoli essen. Es gibt so viele Alternativen und nur das, was wirklich schmeckt, das macht auch Spaß. Und man darf aber eben auch wissen, also wissen, wie der Körper funktioniert. Körperwissen hilft ja auch beim Gesundbleiben, dass der Körper sich umentwickeln kann. Wer also totaler Junkie ist mit Fast Food und Süßigkeiten, der ist quasi in so einer Verarschungs Sucht Situation. Und da ist ganz klar, dass man sich auch wieder umgewöhnen kann, indem man einfach sich mal mit dem Thema beschäftigt und in kleinen Schritten sich wieder einem ursprünglicheren Essen nähert, dass das dann auch durchaus lustvoll ist. Also das Essen über auch gesundes Essen überhaupt nicht leiden bedeutet, wo viele Leute Kann man denn noch mal Spaß haben? Ja, das macht richtig Spaß. Und vor allem, wenn man anfängt mit Leidenschaft, mit Lust, Sinnlichkeit Essen kennenzulernen, zu schmecken, zu kreieren, vielleicht auch mal zu kochen, vielleicht mit Freunden oder mit der Familie oder für sich selber sich mal die Zeit zu nehmen und auch zu sehen, was man mit Essen alles schaffen kann. Zum Beispiel, dass man das Kichererbsenwasser wie Eischnee verarbeiten kann oder dass dass man Kaffeesatz nicht wegwerfen muss, sondern in Brotteig oder Keksteig einarbeiten kann. Und da kommt man an diese ganzen Ballaststoffe und Polyphenole rein, die wir uns ja wünschen. Oder dass man von den Möhren das Grün, wenn es Bio Möhren sind, wie Petersilie benutzen kann oder dass man fermentieren kann. Fermentieren ist ganz einfach. Und das ist so gesund, weil man an probiotische Bakterien dann plötzlich rankommt, billig im Übrigen. Oder dass man Microgreens züchten kann. Das sind richtige Mikronährstoffboxen. Und dieses Microgreens, also praktisch so wie auskeimen lassen, das Kleine, was da so grün rauskommt, Sprossen kennt man ja, aber das kleine Grün. Und dass man damit, also mit diesem Experimentieren und auch diesem Herangehen, diesem Wiederverwerten auch vom Essen, oder dass man Kartoffelschalen zu Chips umwandeln kann, zu gesunden Kartoffelchips.

Brigitte Huber 85:35
Da darf man dann Chips ja, weil

Yael Adler 85:37
das ist ja nicht ein hochverarbeitetes Lebensmittel, sondern nur die Schale von der Kartoffel, aber schmeckt mindestens genauso gut, dass man das auch essen darf und dass man das gar nicht wegschmeißen kann. Also dass Essen so ein Universum darstellen kann mit so vielen verschiedenen Aspekten, das ist das, was mich am meisten bei meiner eigenen Recherche ergriffen hat.

Brigitte Huber 85:55
Schön, danke.

Stephan Seiler 85:56
Ich hätte noch eine Abschlussfrage von Hypochonder zu Hypochonderin. Ich weiß nicht, ob er das so richtig gendert. Wie kann ich denn selbst herausfinden, ob ich wirklich krank bin oder einfach nur am Rad drehe?

Yael Adler 86:11
Also man kann ja ganz viel messen. Komm doch mal vorbei, wir können mal einen Blutcheck machen. Wir können deinen Stoffwechsel messen, auch individuelle Risiken, ob du in Richtung Diabetes oder vielleicht Blutfett neigst, ob du Entzündungen hast, ob du alle Vitamine hast, ob du mehr Omega Fettsäuren brauchst. Man kann deine Stuhlprobe mal einschicken, man kann das Mikrobiom sich angucken, ob du Parasiten hast, heimlich oder Helicobacter pylori, den Magenkeim, der krebserregt, ob deine Darmflora schön vielfältig ist und somit ein langes, gesundes Leben versprechen kann ein bisschen. Oder ob da noch was zu verbessern ist mit prä und probiotischer Nahrung, also mit löslichen Ballaststoffen und lebendigem Essen. Das kann auch übrigens ungespritzte Salat aus dem Garten sein. Dann können wir natürlich dich zur Vorsorge schicken und einfach mal wirklich das machen, was man macht. Also mal Herz Kreislauf Check irgendwann auch mal eine Darmspiegelung, man kann einen Ultraschall deiner Bauchorgane machen, man kann deine Schilddrüse untersuchen, man kann die Prostata mal checken. Du bist ja jetzt noch hier, aber so nach und nach kommt das ja je nach Lebensalter. Und wenn man eine Hypochonder ist, dann kann man halt auch einfach mal früher nachgucken lassen. Also unter Umständen hast du entweder Oberbauchbeschwerden, dann kriegst du es auf Kasse oder du zahlst es halt mal selber, wenn das jetzt noch nicht als Kassenpatient in der Routine drin ist. Das ist eben individuell zu entscheiden. Aber Männer haben ja oft so eine Hemmung zur Vorsorge zu gehen. Nur elf Prozent der Männer nehmen das irgendwie in Anspruch, so regelmäßig. Und da kann man eben rechtzeitig auch Krankheiten entdecken und Gott bewahre, da ist dann was, kann man das oft heilen und gerade auch Krebserkrankungen, wenn die früh entdeckt werden, in über der Hälfte der Fälle heilbar. Und das sind doch eigentlich gute Nachrichten. Besser als den Kopf in den Sand zu stecken.

Brigitte Huber 87:44
Und mit so guten Nachrichten, finde ich, kann man sehr gut aufhören, weil wir können ganz offen und ehrlich sein. Wir haben den heute Abend, also abends aufgezeichnet, diesen Podcast und mein Appetit ist über dem Laufe dieser Aufzeichnung permanent gewachsen. Und ich glaube, ich kann jetzt diese ganzen 30 Pflanzenstoffe, kann ich bei der nächsten Mahlzeit zu mir oder ist das nicht so gesund?

Yael Adler 88:08
Doch, doch, doch. Also du solltest jetzt essen, ein leichtes Abendessen. Du kannst ja jetzt für dein Wachstumshormon auf die Kohlenhydrate so ein bisschen runterfahren, also heute Abend ein bisschen low carb und dann erst in drei, vier Stunden schlafen gehen, dann bist du nicht so schwer. Dann können nachts deine Bakterien schön fermentieren. Lass mal zwölf Stunden lang die dann in Ruhe und mach keinen Nachtsnack, nicht vorm Fernseher, dann noch mal ein Bierchen und Chips oder so. Und dann hast du eigentlich schon alles richtig gemacht.

Stephan Seiler 88:34
Ich werde so viel ändern müssen.

Brigitte Huber 88:35
Klingt sehr, sehr schön.

Yael Adler 88:37
Vielen Dank, Stephan. Du musst nichts ändern. Du siehst gesund aus, du fühlst dich wohl, aber vielleicht hast du dich ja dir ein paar Anregungen holen können. Das glaube ich, kann man ja immer. Man kann ja immer in Entwicklung sein, aber nicht eben jetzt das Gefühl, oh Gott, ich muss das und Ich muss das das genau eigentlich, was wir nicht erreichen wollten.

Stephan Seiler 88:53
Das habe ich definitiv. Ja, vielen Dank für all die.

Brigitte Huber 88:57
Wir sind total positiv motiviert, würde ich auch sagen. Ich habe Stephan Kinderschokolade für diesen Auftritt heute gekauft, für diese zwei Podcasts, die wir gemacht haben. Und er hat fast nichts gegessen. Ich glaube, er hat schon geahnt, dass er von einer großen Liebe Abschied nehmen muss.

Stephan Seiler 89:11
Ich glaube, ich spuck gleich wieder aus.

Brigitte Huber 89:15
Vielen Dank.

Stephan Seiler 89:20
Dankeschön. Vielen Dank fürs Zuhören. Ihr Lieben. Das war das, das lange Gespräch, die ganze ungeschnittene Folge mit Jael Adler, Deep Dive, Kompaktkurs zu so vielen Themen, die uns hier beschäftigen, wenn wir vital, gesund, möglichst alt werden möchten und dabei auch nicht ganz so b********* aussehen wollen. Brigitte, wie gehen wir denn jetzt mit diesen ganzen Infos um? Jetzt haben wir es uns ja noch mal angehört. Das Interview haben wir vergangenes Jahr geführt, jetzt haben wir es nochmal angehört. Was nehmen wir davon jetzt mit in die Sommerferien 2026?

Brigitte Huber 90:00
Also ich muss sagen, dass ich verdrängt hatte im Laufe des Jahres, wie schlimm sie Chips findet. Also da liegt ja, also ich sag mal, es war kein gutes Brösel dran. Und tatsächlich habe ich mir dann Jetzt sind aber doch Sommerferien, da muss man auch zünden können, oder?

Stephan Seiler 90:18
Ja, aber Chips, du dich eher so ein Winterprodukt oder Sommerprodukt. Man schützt ja schon zu Mittag manchmal, habe ich gesehen.

Brigitte Huber 90:25
Ja, ganz genau. Ich habe das auch gemerkt, letztes Mal war ich in Italien, da kriegst du das auch immer ungefragt so kleine Schälchen hingestellt, weil wenn ich gefragt werden würde, würde ich noch sagen, nehmen sie es wieder mit. Aber wenn es da steht, kennt mein Körper nur eine Lösung.

Stephan Seiler 90:39
Weg damit.

Brigitte Huber 90:40
Also ich futtere das dann rein. Insofern, das hat es mir noch mal gegeben, mitgegeben, das Ganze. Aber ich muss sagen, tatsächlich vieles von dem, was wir da erfahren haben, hat sich tatsächlich auch in mein Leben integriert schon. Also 30 Pflanzen, da mache ich jetzt nicht mehr die Strichliste, sondern ich glaube, das habe ich soweit ganz gut drin. Es hat sich auch noch was angereichert, weil wir natürlich von anderen Expertinnen auch noch Spannendes gehört haben. Insofern würde ich sagen, auf der Ernährungsskala habe ich mich schon so um ein, zwei Punkte nach oben gehen gearbeitet.

Stephan Seiler 91:13
Ja, da war ja Adlers Input auf jeden Fall für mich Lebensverändernd muss ich sagen, auch so, dass ich manchen Freundinnen und Freunden richtig auf die Nerven gegangen bin und die manchmal jetzt auch eher lächeln darüber, aber andere haben es auch übernommen. Viele andere essen jetzt auch 30 Pflanzen oder zumindest annähernd so viele. Also da merke ich auch, dass es auch richtig Spaß machen kann, das Wissen da zu teilen, was wir hier da erworben haben. Und wie du ja auch sagst, es ist total toll, immer neue Pflanzen auszuprobieren. Also es wäre wie eine Einladung, das Obst und Gemüseregal noch mal ganz anders zu betrachten. Ich kaufe jetzt Gemüse und Obstsorten ein, die ich vorher noch nicht mal kannte. Und das ist echt eine Bereicherung.

Brigitte Huber 91:53
Ja, also was ich nach wie vor schwierig finde, ist das mit der Duschhygiene. Ich habe schon einfach immer den Impuls, jeden Tag zu duschen, obwohl ich weiß, also ich weiß, es ist eigentlich ein bisschen too much, aber ich glaube, das ist im Sommer eh wieder ein bisschen anders, oder da springst du vielleicht mal ins Wasser oder wie ist es jetzt bei dir? Ich möchte es vielleicht gar nicht so genau wissen, in den Pool, ins Meer, wo geht es rein?

Stephan Seiler 92:17
Ich bin heute Morgen in den Pool gesprungen und habe da ein paar Runden gedreht und werde das wahrscheinlich nach dieser Aufzeichnung auch wieder machen. Und so geht sich das dann. So setzt sich das dann fort. Zu Hause würde ich jetzt aber wahrscheinlich auch im Sommer zweimal duschen, einmal morgens, einmal abends. Und das immerhin hat ja bei mir bewirkt, ich benutze da jetzt nicht immer Seife, sondern wenn ich weiß, ich dusche mich zweimal am Tag, dann dusche mich eben einmal ohne Seife und habe dadurch jetzt auch keine negativen sozialen Konsequenzen erhalten, erfahren.

Brigitte Huber 92:46
Oder was bei mir schon auch so ist, ich seife mich nicht am ganzen Körper mehr ein, so wirklich auch an den Beinen, an den Armen, sondern wirklich nur da, wo ich das Gefühl habe, vielleicht habe ich da keine geschwitzt oder sonst irgendwas. Also das habe ich so ein bisschen mitgenommen. Aber gut. Ja, also insofern, ich glaube, ich würde sagen, den Möhrensaft, den habe ich zwischendrin wieder vergessen, aber wir wissen ja jetzt, er ist auch ein guter Sonnenschutz.

Stephan Seiler 93:11
Ja, definitiv. Das hatte ich ja komplett vergessen seit vergangenem Jahr jetzt beim Durchhören noch mal zu erfahren, wie wichtig, wie machtvoll Möhrensaft ist. Auf der einen Seite cremt der Möhrensaft die Haut sowieso von innen ein, dann sorgt er aber auch noch für einen besseren Sonnenschutz von Natur aus. Wenn man dann diesen Möhrensaft noch mit diesem einen Öl versieht, dann klappt es noch besser. OK, geschenkt das Öl habe ich nicht, aber den Möhrensaft trinke ich. Hast du das Gefühl, dass du seitdem als sexier wahrgenommen wirst, wie Jael Adler eben gesagt hat?

Brigitte Huber 93:42
Ja, wie gesagt, ich habe den eine Zeit lang tatsächlich häufiger getrunken. Ich habe jetzt so diese phänomenale Gesichtsfarbe nicht in entwickelt, die ich mir erhofft habe, aber vielleicht habe ich mir einfach auch zu viel erhofft. Aber wie gesagt, es geht ja nicht nur um die Gesichtsfarbe, sondern es geht ja vor allem auch darum, dass wir die Haut auch da noch mal richtig von innen schützen und von außen aber

Stephan Seiler 94:04
auch richtig und Tomatenmark mitnehmen. Also Tomatenmark, das hat sich bei mir durchgesetzt, noch mehr als der Möhrensaft. Jeden Tag so ein Esslöffel Tomatenmark zwischendurch essen, verzehren, total einfach, kann man auch überall mitnehmen.

Brigitte Huber 94:18
Und ich finde, das macht jetzt auch noch mal hochgradig Sinn, weil wir haben doch erst ganz kürzlich mit Kristin Arp, der Zahnärztin, gesprochen, die dann ja auch wieder gesagt hat, na die Säfte mag sie nicht, aber vieles, was Jael gesagt hat, was für den Darm gut ist, ist eben auch für unsere Mundbakterien gut und da gehören auch die 30 Pflanzen dazu. Also schließt sich mal wieder ein Kreis.

Stephan Seiler 94:43
Genau dieser Fundament Full Circle Moment, wie man heutzutage sagt. Das Mikrobiom ist überall, nicht nur im Darm, sondern offenbar auch im Mund und dann kann man doch beide Mikrobiome gleich füttern und hat doppelt was davon.

Brigitte Huber 94:54
Ja, in diesem Sinne würde ich mal sagen, haben wir ganz schön viel mitgenommen,

Stephan Seiler 94:59
auch beim zweiten Mal anhören.

Brigitte Huber 95:01
Absolut. Und es ist Zeit, Danke zu sagen.

Stephan Seiler 95:04
Ja, auf jeden Fall nochmal vielen Dank an Leo Ebert, Klang für Sound und Schnitt, an Bennett für Social Media, Instagram, Facebook und YouTube betreut er und an Luisa Abraham und ihrem wunderbaren Team von Zebra Lucian. Sie kümmert sich um die Vermarktung. Vielen Dank natürlich auch an euch da draußen fürs Zuhören. Jede Woche seid ihr mit dabei, viele von euch und das freut uns wirklich sehr. Und noch mehr würde es uns freuen, wenn ihr auch auf Instagram, Auf Spotify, auf YouTube unsere Folgen kommentiert, wenn ihr uns Nachrichten schreiben würdet, wenn ihr uns abonniert auf den Podcast Plattformen eurer Wahl. Das hilft uns wirklich, wirklich sehr. Kommende Woche, liebe Brigitte.

Brigitte Huber 95:46
Genau, nächste Woche hören wir uns wieder ganz vertraut am Mittwoch. Möchtest du schon verraten, welchen Gast wir da begrüßen werden?

Stephan Seiler 95:53
Gerne. Nächste Woche haben wir hier an dieser Stelle das Interview in den super Sommerferienfolgen von Huber und Seiler, die Sache mit dem Äther. Wer nämlich Micky Beisenherz, der Moderator, der Host, der Podcast Host, aus vielen Formaten bekannt, Apokalypse und Filtercafé, Fußball, MML, viele weitere mehr, aber auch die Kolumnist, aber auch die WDR Talkshow Kölner Treff moderiert. Er auch, hat uns viel erzählt über prinzipielle Haltung aufs Leben, wie oft sollte man sich aufregen lassen, wann kann man auch mal die Klappe halten. Das kann man sich gar nicht oft genug anhören, finde ich. Habe ich nämlich gestern auch gemerkt, als ich mich hier wieder im Flugzeug auf dem Weg nach Mallorca höllisch aufgeregt habe. Manchmal einfach mal die Klappe halten, lieber Stephan. Das machen wir jetzt auch, glaube ich, oder? Und dann hören wir uns nächste Woche wieder.

Brigitte Huber 96:46
Absolut. Und sprechen darüber, wie gelassen wir eigentlich sind und sein wollen. Ja, also vielen herzlichen Dank. Wir freuen uns auf nächsten Mittwoch und bis dahin allerschönstes Älterwerden, fröhliches Älterwerden zusammen. Bis denn, tschüss.

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Folge

5

·

39 Min.

Mit

Yael Adler

Was (und was nicht) soll auf unsere Haut, damit wir länger jung aussehen? (2/2)

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Zweimal am Tag duschen, aber nur einmal davon mit Seife. Negative soziale Folgen hatte das keine.

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Nicht den ganzen Körper einseifen, sondern nur die Stellen, an denen man geschwitzt hat.

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Das Mikrobiom sitzt nicht nur im Darm, sondern auch im Mund. Beide lassen sich gleichzeitig versorgen.

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