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81 Min.

Welche Ernährung hilft gut durch die Wechseljahre, Susanne Liedtke? Unser Frauen-Special, das auch gerne alle Männer anhören dürfen!

Die Wechseljahre sind „hardcore stigmatisiert“, meint unser heutiger Gast.

Gesundheit

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Überall, wo es Podcasts gibt:

Wir (also Brigitte und Stephan) finden: Es wird Zeit, das endlich zu ändern!

In dieser Folge begrüßen wir Susanne Liedtke, die sich selbst gerne als „Chief Menopause Officer“ bezeichnet und mit ihrer Plattform „Nobody Told Me“ Frauen durch diese oft turbulente Lebensphase begleitet.

Wir sprechen darüber, warum die Ernährung der stärkste Hebel ist, um Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder die gefürchtete „Frozen Shoulder“ in den Griff zu bekommen.

Susanne erklärt uns, wann Kaffee als „flüssiges Gemüse“ durchgeht, weshalb wir für unsere Knochendichte unbedingt in die Muckibude müssen und warum Safrantee Balsam für die Seele ist.

Entstanden ist, wie wir finden, eine Folge voller praktischer Tipps, die zeigen: Es ist nie zu spät, den eigenen Körper neu zu verstehen und die zweite Lebenshälfte aktiv zu gestalten (sorry für den Marketing-Sprech, aber ihr wisst, was wir meinen, oder?).

Das Gespräch hat auch Stephan, der sich ansonsten in dieser Folge ziemlich zurückgehalten hat. Er weiß nun besser, was in den Frauen in seiner Umgebung vorgeht, wenn sie in die Wechseljahren kommen.

Kapitelmarken

  • 00:00 Intro & Susannes Weg zur „Chief Menopause Officer“

  • 12:55 Das Tabu brechen: Wenn Frauen in den Wechseljahren landen

  • 15:40 Die 7-Minuten-Falle: Warum Gynäkologen oft die Zeit für Beratung fehlt

  • 19:17 Ernährung als Hebel: Von Safrantee und getreidefreiem Porridge

  • 24:45 Milchalkohol & Hafermilch: Die Wahrheit über flüssige Kohlenhydrate

  • 29:55 Knochengesundheit & Osteoporose: Warum wir Kraftsport brauchen

  • 36:29 Schlafstörungen adé: Der Einfluss von Alkohol und Blutzucker

  • 44:44 Meal Prep & Kantinen-Hacks: So gelingt gesundes Essen im Alltag

  • 51:24 Der 21-Tage Body Reset: Gutes reinlassen, Ballast abwerfen

  • 1:11:44 Meine Premiere, Deine Premiere: Warum Susanne plötzlich wieder Leber isst

  • 1:16:54 Warum Beziehungen wichtiger sind als Ernährung

Transkript zur Folge

Susanne Liedtke 0:00
So ein ungeiles Thema, das haftet dann ja an mir. Und die Wechseljahre sind ja auch hardcore stigmatisiert. Die kriegt man auch nicht cool, weil vieles davon ist nicht cool. Und dann haben wir uns aber mit dem Markt beschäftigt und haben gesagt, diese Frauen werden komplett alleingelassen. Man lässt sie ins offene Messer laufen. Du findest in der Literatur was zum Kaffee, dass Kaffee eigentlich flüssiges Gemüse ist, weil es auch reich an Polyphenolen ist. Und es auch Ballaststoffe sogar enthält. Also Kaffee ist stimmungsaufhellend. Kaffee hilft bei der Fettverbrennung. Also gerade wenn man schon ein bisschen Mehrgewicht hat, gerade im Bauchraum, hat man vermutlich auch eine Fettleber und da kann Kaffee sehr gut helfen.

Brigitte Huber 0:43
Heute zu Gast in Die Sache mit dem Älterwerden: Susanne Liedtke. Susanne ist Diplom-Ökotrophologin. Sie ist Digitalexpertin und hat 2019 eine Plattform gegründet, mit dem schönen Namen Nobody Told Me. Es geht darin, wie sie selber sagt, um ein sehr ungeiles Thema, nämlich die Wechseljahre.

Stephan Seiler 1:07
Und weil die Wechseljahre ein Thema sind, bei dem Männer wie ich jetzt nicht die ganz großen Kompetenzwerte besitzen, überlasse ich dir, liebe Brigitte, heute das Feld. Ich bin ganz gespannt, was ihr im Gespräch herausfinden werdet, damit ich vielleicht auch künftig mich besser verhalten kann, wenn ich meiner Freundin begegne, die gerade in der Menopause ist.

Brigitte Huber 1:27
Und ich glaube, das kann man an der Stelle gleich mal spoilern. Die Ernährungstipps, die wir von Susanne hören, egal ob das jetzt um Leinsamen oder dunkle Schokolade oder Sauerkraut gehen wird, die sind für Männer genauso nützlich wie für Frauen.

Stephan Seiler 1:42
Ich bin sehr gespannt.

Brigitte Huber 1:43
Ich bin Brigitte Huber.

Stephan Seiler 1:45
Ich bin Stephan Seiler. Und das ist die Sache mit dem Älterwerden.

Brigitte Huber 2:02
Liebe Susanne, wir haben im Vorfeld ja schon ein paar Mal gemailt und wenn man eine Mail von dir kriegt, dann sieht man unten deine Signatur. Und da habe ich gleich beim ersten Mal herzhaft gelacht, weil du hast den witzigsten Titel dir selber gegeben, glaube ich, den ich gelesen habe in dem Kontext. Möchtest du ihn verraten?

Susanne Liedtke 2:23
Ich nenne mich Chief Menopause Officer.

Brigitte Huber 2:26
Ja, also CMO. Aber nicht, wie man vielleicht meinen könnte, sondern wie übersetzen wir das so? Ja, Wechseljahrschecke.

Susanne Liedtke 2:34
Ja, genau. Ich muss fairerweise dazu sagen, die Credits bekommt eine Französin, die auch im französischen Markt im Bereich Wechseljahre unterwegs ist. Und da habe ich den Titel gesehen. Da dachte ich, g***, den will ich auch.

Brigitte Huber 2:47
Ja, also lieber gut geklaut als schlecht erfunden, oder?

Susanne Liedtke 2:51
Ja. Und genau, und ich wollte auch immer Chef sein und jetzt bin ich halt Chef von Wechseljahren.

Brigitte Huber 2:56
Erzähl mal, wie kam es denn dazu? Also so ein bisschen kann man ja schon aus deiner Plattform, die heißt Nobody Told Me, erahnen, um was es geht. Aber erzähl mal, also du warst lange Jahre nicht in den Wechseljahren.

Susanne Liedtke 3:11
Richtig. Meine Mutter hat aber sehr schwer unter den Wechseljahren gelitten. Die war im Grunde 2 Jahre ihres Lebens mal ausgenockt und die wurde voll gebraucht eigentlich. Meine Eltern sind beide selbstständig und die war voll gefordert und die ist da so reingerasselt in die Wechseljahre. Dann hatte sie ganz massive Schlafstörungen, ist dann von ihrem Frauenarzt leider auch falsch behandelt worden. Der hat ihr Schlaftabletten verschrieben. Von den Schlaftabletten ist sie abhängig geworden und die haben natürlich auch immer weniger geholfen. Also würde man heute überhaupt nicht mehr machen. Und dann hat der Arzt mal alles hinterfragt bei ihr, weil die war jetzt schon zum dritten Mal da und auch was sie einnimmt und so, und dann hat er gesagt, wir setzen alles ab und ich schicke sie jetzt in die Kur. Und nach 3 Wochen hatten wir unsere Mutter zurück, weil die war 2 Jahre nicht sie selbst. Die war natürlich komplett gerädert, die war schnell gereizt, die war total körperlich und mental erschöpft, hatte wahrscheinlich auch einen Eisenmangel. Also da kamen ganz viele Sachen zusammen. So, das ist das eine, was ich mitbekommen habe. Und dann mit Anfang 40, ich habe immer mega gut geschlafen. Meine Mitschülerinnen haben mich ausgelacht, weil ich auf Klassenfahrten immer die erste war, die eingeschlafen ist und die am frühesten auf war. Ich habe einfach so einen anderen Rhythmus in mir drin. So, und auf einmal mit Anfang 40 war das nicht mehr so. Ich bin nachts aufgewacht, ich habe gegrübelt und dann dachte ich, ja, der Job ist ungeil, den ich mache. Und ich hatte mir selber ein Haus gekauft und ich hatte also finanziell war das natürlich für mich alleine auch eine Riesenkiste. Und dachte, ja, sind eben, es ist der Stress und blablabla. Aber das ging nicht weg. Und heute weiß ich, das waren die Vorboten der Wechseljahre. Ich war wahrscheinlich in der späten Prämenopause, wo man zwar noch zyklisch normal ist, aber eben schon die ersten Beschwerden so anmelden. Später hatte ich dann eine Frozen Shoulder, erst links, dann rechts und so Sachen. Also ich habe irgendwie bei meiner Mutter das miterlebt und selber merkte ich ab 40, mein Körper macht nicht mehr, was ich gerne hätte. Ich merke den auf einmal. Vorher habe ich meinen Körper nicht gemerkt. Ja, und dann so mit Mitte 40 nagt es an mir. Ich habe früh Kinder bekommen und die wurden größer und ich war immer in Corporate Jobs. Ich habe auch zum Schluss einen richtig coolen Job bei Google gehabt. Das war alles super. Und gleichzeitig dachte ich aber auch, ich glaube, ich kann Unternehmerin sein. Und dann kam eben von außen Impuls, dass jemand sagte: Wollen wir nicht zusammen gründen? Und das traf auf so einen Nerv bei mir.

Brigitte Huber 5:39
Hast du denn Anfang 40, als du die Symptome wahrgenommen hast, das in die Verbindung gebracht mit den Wechseljahren oder erst im Nachhinein?

Susanne Liedtke 5:46
Überhaupt nicht. Erst retrospektiv. Also gar nicht. Im Nachhinein macht das alles Sinn. Diese verschiedenen Symptome, wie auch morgens so Antriebsschwierigkeiten, Gelenkbeschwerden und so was. Also ich würde sagen, ich bin jetzt nicht schwer betroffen von Wechseljahren. Ich habe jetzt in diesem Jahr zum ersten Mal Hitzewallungen gehabt, aber ich habe davor habe ich alles andere gehabt, so diffuse Sachen. Auch auf einmal war ich bei einer Hausärztin, 48 oder so, und habe gesagt, ich sehe mich immer auf der Beerdigung meiner eigenen Kinder und so, und ich habe so traurige Gedanken. Dann hat sie mir so ein pflanzliches Präparat gegen Stimmungsschwankungen verschrieben. Dann habe ich auch schon mal Mönchspfeffer gekriegt und so. Also da war dann, da war irgendwie im Nachhinein weiß ich, das passt alles total in dieses Bild der Wechseljahre, auch wenn natürlich Stimmungsschwankungen in jedem Alter auftreten können und so, so, und dann geht es ja darum, wenn du dann auf einmal kommt jemand auf dich zu, die war wahnsinnig gut ausgebildet, die hatte einen Top-Job in der Kosmetikindustrie und so, und wo ich dachte, okay, mit der kann ich mir vorstellen, diesen geilen Job, den ich hatte, zu verlassen, mit den tollen Kolleginnen und Kollegen. Und ich springe, da war ich 49 und da ein Jahr vorher hatten wir überlegt, wir wollen was machen, aber was ist es denn? Und dann hatte ich durch einen Zufall, wir waren in einem Supermarkt und da war Maca, da gab es Maca, ein Riesensupermarkt in USA. Und Maca ist peruanisches Ginseng und das kann Frauen mit Zyklusproblemen helfen. Das kann auch Frauen in der Perimenopause helfen, das hier nicht so bekannt und so. Und dann sagte ich, krass, hier gibt es ein ganzes Regal voller Maca. In Deutschland findest du das in der letzten Ecke im Internet. Also heute auch nicht mehr. Jetzt ist das alles so 7, 8 Jahre her. Und sie so: Wieso? Wofür braucht man das? Und da habe ich kurz überlegt, ob ich es ausspreche und habe es dann dachte: Go f*** it, ich mache das. Na ja, in den Wechseljahren kann man schon mal das eine oder andere gebrauchen. Und sie so: Erzähl mir das. Die war 6 Jahre jünger als ich und dann habe ich von Wechseljahren erzählt und dann sagt sie so: Hilfe! Und dann waren wir auf dieser Konferenz und ich war schon auf vielen Digitalkonferenzen. Ich habe ja im Digitalen auch gearbeitet. Und habe gedacht, das nächste Mal, wenn ich auf einer Konferenz bin, dann, weil ich über mein eigenes erfolgreiches Unternehmen rede. Sonst, wie viel Inspiration braucht es noch, bevor man selber springt? Man denkt immer g*** und die sind mutig und so, und dann denkt man ja, aber irgendwann, wer muss es selber auch mal machen?

Brigitte Huber 8:18
Und ich hatte zwar nicht jetzt, wann dann?

Susanne Liedtke 8:20
Genau. Und ich hatte durch diesen Google-Job natürlich auch ein bisschen was an die Seite gelegt, hatte eine finanzielle Freiheit und wusste, ich kann jahrelang ohne Einkommen irgendwie, das kriege ich hin, meine Kinder waren von der Payroll. Also die musste ich nicht mehr finanziell unterstützen, weil die ihr eigenes Geld verdienen und der Vater auch unterstützt hat. Und dadurch haben wir gesagt, wir springen. Und dann hat sie 2 Monate später gesagt, ich weiß jetzt, was wir machen, wir machen. Und dann sagte sie das Wort, was ein bisschen cooler klingt, aber nicht cooler ist. Wir machen Menopause. Also jetzt so ein bisschen Englisch und so. Und das Menopause wird ja jetzt gerne synonym für Wechseljahr auch verwendet, obwohl das medizinisch Ja, einfach nur deine allerletzte Periode ist. Und dann, dann habe ich im ersten Moment gedacht, ich glaube nicht, so ein ungeiles Thema, das haftet dann ja an mir. Und die Wechseljahre sind ja auch hardcore stigmatisiert. Die kriegt man auch nicht cool, weil das vieles davon ist nicht cool. Ja, und dann haben wir uns aber mit dem Markt beschäftigt, haben gesagt, diese Frauen werden komplett alleingelassen, man lässt sie ins offene Messer laufen. Es gibt keine guten Informationen, auch nicht. Es gibt ja hier von der Bundesregierung gibt es ja auch eine Frauengesundheitsplattform. Das war so ein One-Pager, da stand ein bisschen was über die Wechseljahre. Frauenärzte im Netz, die haben eine Plattform. Das war alles komplett Wüste, Brachland. Und es gab dann aber im nächsten Jahr, aber da hatten wir uns schon entschieden, das Buch von Gina Lewis. Und das war so ein kultureller Moment in Deutschland. Auf einmal haben sich Frauen eingelesen und haben Women on Fire gelesen. Die fabelhaften Wechseljahre, wo ich sage, kann man so sehen oder so, aber da war so klar, wir machen die Wechseljahre, weil diese Frauen werden vernachlässigt und gleichzeitig ist es durchaus, also wenn man jetzt als Unternehmerin denkt, das ist ein Markt. Die Frauen sind bereit, für ihre Gesundheit zu investieren. Weniger Handtaschen, mehr gute Ernährung und Wellnesskuren und so weiter. Und wir erschließen uns jetzt diesen Markt.

Brigitte Huber 10:15
So, aber Susanne, wann war das bei dir der Moment in deinen 40ern, wo du gedacht hast, das ist jetzt vielleicht doch was mit Wechseljahren? Weil Anfang 40 hast du es noch nicht. Realisiert gehabt und Ende 40 warst du schon so weit, dass du gewusst hast, okay, dieses Mittel aus dem Supermarkt könnte eventuell helfen. Oder hast du als Ökotrophologin, du bist von Natur aus Ökotrophologin?

Susanne Liedtke 10:38
Nö. Nein, das war, ich habe ja als Ökotrophologin in der Form nicht gearbeitet, sondern habe immer Marketing und Digitalmarketing gearbeitet. Nee, das war so mit, du hast mit, ich hatte mit Anfang 40 ja so ein paar gesundheitliche Themen. Dann landest du irgendwann in der Komplementärmedizin. Bei einer Heilpraktikerin, nur so, weil dir die Schulmediziner sagen, bei ihnen ist alles super. Und ich dachte, ja, aber es fühlt sich nicht so an. Und dann fühlt man, denkt man schon, ich bin Hypochonder und so, und so landest du in der Schiene der Alternativmedizin. Und dann habe ich mich, dann bekam ich von der Dr. Sarah Gottfried, eine Gynäkologin aus den USA, Hormonreset, und das habe ich verschlungen. Und da habe ich auf einmal so, da habe ich vor allem die Amerikaner sagen Connecting the Dots, da dachte ich, es macht ja alles Sinn. Ja, und habe mir das entsprechend reingezogen, das Buch, und auch noch andere Bücher von ihr, und habe mich selber aufgeschlaut. Und dann, bei mir ist so, dieses Wissen muss dann auch raus, ich kann das nicht für mich behalten, und habe alle meine Freundinnen damit genervt. Und die haben dann gesagt, ich habe das nicht. Ja, normale Reaktion, ne? Erstmal komplette, ja, das war jetzt gut mit 48. Und die Freundinnen sind ein bisschen jünger, bisschen älter, unterschiedlich, aber eigentlich unisono interessant, was du jetzt machen willst, aber ich habe das nicht. Und heute ist natürlich anders, die haben alle irgendwas. So, und genau, und so bin ich dann losmarschiert und habe angefangen, mich weiter einzulesen. Und dann haben wir daraus versucht, eben auf dem Papier einen Businessplan zu schreiben, obwohl wir zu Anfang nur wussten— und da waren wir noch zu zweit, als ich dann gekündigt habe, wurde es immer, immer leiser. Und meine Mitgründerin, die ist dann nicht gekommen, die hatte eine andere gute Opportunität, konnte was anderes machen. Aber wir wussten, das Problem Wechseljahre, was ja ein vielfältiges ist, ne, von den ganzen Symptomen über 30 verschiedene. Wir wussten, wir wollen den Frauen eine Lösung anbieten, aber wir wussten noch nicht welche. Das heißt, du beschäftigst dich erstmal mit den verschiedenen Lösungen: Telemedizin, Hormonberatung, Nahrungsergänzungsmittel, natürlich Sport, Ernährung. Und als Ökotrophologin bin ich bei der Ernährung gelandet.

Brigitte Huber 12:55
Noch mal zu dieser Tabu-Geschichte. Also ich glaube, das haben wir beide erlebt. Du bist ein paar Jahre jünger, aber in Wahrheit, ich kann mich erinnern, also als ich 40 war oder so, gab es keine Perimenopause, also den Begriff überhaupt nicht. Und es wurde wirklich sehr, sehr stark tabuisiert. Ich war damals bei der Brigitte, da wurde es nicht tabuisiert. Das fand ich sehr wohltuend und Eher ungewöhnlich. Aber ich kann mich auch erinnern, dass ich dann irgendwann gelesen habe, dass ein Drittel der Frauen keine Symptome hat. Dann habe ich mir auch gedacht, das will ich auch. Kam dann anders. Aber was du auch von deinen Frauen im Bekanntenkreis erzählst, man schiebt es einfach sehr gerne sehr lange weg, bis es einen dann einholt. Hast du das Gefühl, dass jetzt, also 2026, dieses Tabu komplett gefallen ist?

Susanne Liedtke 13:41
Nee, komplett gefallen ist es auf keinen Fall. Die betroffenen Frauen, da würde ich sagen ja, und die fühlen sich fühlen sich auf einmal gehört und gesehen und die fangen an, in Unternehmen darüber zu reden, mit Kolleginnen, auch mit Freundinnen. Da würde ich sagen schon. Aber das ist immer noch eine kleine Gruppe im Verhältnis zu den über 80 Millionen Menschen in Deutschland. Das ist immer noch ein stark stigmatisiertes Thema. Und ich glaube, meine Hypothese ist, es braucht eine ganze Generation, bis wir die Wechseljahre normalisiert haben, weil das ja auch mit reinspielt. Wir haben ja gerade weltweit so einen Trend, der gegen Frauen geht und gegen die Rechte von Frauen. Und da spielt das weiter, auch im großen ganzen kulturellen Kontext spielt das eben auch mit rein. Und das stimmt, die Brigitte hat immer schon, die haben ein Sonderheft Wechseljahre rausgegeben. Das war dann auch auf eBay vergriffen. Also es kam dann, aber ich glaube, eine Zeit lang jedes Jahr. Das war super. Das hatte ich natürlich auch. Die Süddeutsche Zeitung hat einen ganz tollen im Magazin unter dem Thema Frauen leiden ganz toll mal Datenfakten zusammengetragen. Das war auch großartig. So, aber ich glaube, das waren schon mal erste Leitmedien, die darüber berichtet haben. Heute berichten alle Leitmedien. Im letzten Jahr, genau um diese Zeit, hat der Spiegel zum ersten Mal die Wechseljahre zum Titelthema gemacht. Die Zeit hat im Wirtschaftsteil einen großen Artikel gehabt und so, und jetzt, jetzt wird es manchen schon zu viel. Ja, Also jetzt kommen auch gerade Frauen, die sagen, das ist mir viel zu viel. Kritische Stimmen. Es gibt auch Gynäkologinnen, Gynäkologen, gerade den Arbeitskreis Frauengesundheit, die warnen vor einer Pathologisierung und warnen davor, dass jetzt alle Frauen in der Einnahme von Hormonen ihr Heil finden wollen. Also da gibt es eben auch viele verschiedene Strömungen zum Thema Wechseljahr, was ich gut finde, weil es ist ein Diskurs angestoßen. Aber das Tabu ist noch nicht gebrochen.

Brigitte Huber 15:40
Ich habe gestern mit einer Freundin gesprochen, die ist in den 60ern schon und die hat jetzt Schwierigkeiten mit den Knochen und so weiter und soll jetzt Krafttraining machen und so weiter. Und dann habe ich gesagt, na ja, irgendwie hat man jetzt schon ein paar Jahre immer gehört und gewusst oder so. Sie wusste das nicht, ist alles an ihr vorbeigegangen und sie ärgert sich über ihre Gynäkologin, dass die bei diesen jährlichen Gesprächen, wo sie immer kam, kein einziges Mal überhaupt auf das Thema Wechseljahre kam. Und dann habe ich mir gedacht, ja, das stimmt schon. Also ich meine, ich muss mich informieren können, ja, und dann kann ich mich entscheiden. Will ich Hormone nehmen oder will ich sie nicht? Gehe ich in die Muckibude? Stelle ich meine Ernährung um? Aber wenn du selbst von deiner Gynäkologin oder von deinem Gynäkologen nicht darauf angesprochen wirst oder der Diskurs nicht gesucht wird, dann ist es natürlich schwierig. Hörst du das häufiger noch?

Susanne Liedtke 16:31
Ja, wobei ich muss mal eine Lanze brechen für die vielen Frauenärzte und Frauenärztinnen da draußen, denn Die bekommen ja Pauschalen für eine Beratung.

Brigitte Huber 16:41
Es gibt keine 7 Minuten.

Susanne Liedtke 16:43
Ja, genau. Es gibt keine Pauschale für eine Wechseljahresberatung. Die Wechseljahre sind ein beratungsintensives Thema und ein Gynäkologe bekommt im Schnitt 16,89 € je nach Bundesland, ein paar Cent mehr oder weniger pro Quartal, pro Kassenpatientin. Und über 90 in Deutschland sind Kassenpatientinnen. Und das reicht genau für 7 Minuten pro Quartal. Deshalb, die machen diese Büchse der Pandora überhaupt nicht auf, weil sie wissen, wenn sie einmal die Wechseljahre ansprechen, dann haben sie ein Problem, weil das dauert eine halbe Stunde, bis man— weil dann würde man ja sagen, es gibt so und so viele Symptome, was haben Sie denn? Und so blablabla. Ja, das kann das und das sein. Dann müssten die Gynäkologen eigentlich auch die Schilddrüse mit im Blick haben, denn viele Beschwerden, der Schilddrüse führen zu— also viele Erkrankungen der Schilddrüse führen zu ähnlichen Beschwerden wie Frauen in den Wechseljahren. Und es wird in Fachkreisen auch diskutiert, die Kontrolle der Schilddrüse mit in die gynäkologische Vorsorge mit reinzunehmen, weil es da eben so Überschneidungen gibt. Und Frauen sind überproportional von Schilddrüsenerkrankungen betroffen. Und das passt überhaupt nicht in die 7 Minuten rein. Und selbst wenn die Ärzte sagen, die kriegen jetzt 20 oder 25 pro Quartal, Das wird den Kohl nicht fett machen. Und die Gynäkologinnen und Gynäkologen müssen sich ja immer weiterbilden generell. Aber sie entscheiden ja, wofür sie sich weiterbilden. Und die Deutsche Menopause-Gesellschaft hat einen wahnsinnigen Zustrom jetzt. Die haben über 3.500 Mitglieder. Aber das war eben vor ein paar Jahren noch nicht. Also jetzt bilden sich die Gynäkologinnen und Gynäkologen auch mit ihren Patientinnen weiter. Aber davor haben sie am lebenden Objekt ihre Erfahrung gemacht, weil die Erfahrung über den Umgang mit den Wechseljahren in der Facharztausbildung Da hat man ja, man hat die ganz normale medizinische Ausbildung, dann die Facharztausbildung. Davon sind 3 Semester in der Klinik. Dadurch, dass die Ambulanzen aus den Unikliniken, Ambulanzen für Frauengesundheit, rausgenommen wurden, hat man diese normalen Wechseljahresbeschwerden gar nicht. Man hat eben die schweren Fälle von Gebärmutterentfernung, Myomentfernung in Kliniken, Konisation, solche Sachen. Man hat aber nicht mit den über 30 verschiedenen Symptomen richtig Berührung. Und dann hat man nur ein halbes Jahr in der gynäkologischen Praxis, wo man lernt. Und wenn das eine Praxis ist, die, wo es um Geburtshilfe geht, dann lernt man über die Wechseljahre nichts und dann lernt man mit seinen Patientinnen. Und da ändert sich auch gerade viel, dass die Gynäkologen sich fitter machen. Die Gesellschaft wird ja auch älter und wir haben 9 Millionen Frauen, die durch die Wechseljahre gehen. Das ist keine Nische.

Brigitte Huber 19:17
Nein, es ist absolut auch, wenn man dann nach hinten blickt, selten ist bei irgendeinem Thema, Innerhalb von 20 Jahren so viel passiert. Also das muss man auch durchaus positiv sehen. Und deswegen wenden wir uns jetzt dem Thema zu, bei dem wir jede für sich viel tun kann. Du hast es selber gesagt, dein Thema ist die Ernährung. Du sagst auch, die Ernährung ist der stärkste Hebel auch in diesem Bereich Wechseljahre. Verrate uns doch, was hast du denn heute schon gefrühstückt? Oder ich rate mal, ich rate mal, es ging irgendwie mit einem Glas Wasser los. Und da war dann da jetzt Zitronensaft drin oder Essig.

Susanne Liedtke 19:53
Susanne? Ja, ich fühle mich jetzt total ertappt, weil also die Podcast-Aufnahme findet bei mir in einer Phase statt, jetzt aktuell, wo großer familiärer Stress da ist. Also ein Familienmitglied ist schwer erkrankt und deshalb ist gerade gar nicht— also ich bin gar nicht zu Hause. Wenn ich zu Hause— ich könnte sagen, wie es zu Hause normalerweise aussieht, aber ich sage dir auch, was ich heute Morgen getrunken habe. Ich trinke ein großes Glas Wasser, nicht so eiskalt, da mache ich mir ein bisschen kochendes Wasser rein und ich mache mir eigentlich einen Kräutertee. Und das, was jetzt so goldgelb im Glas blitzt, ist Safrantee. Das habe ich gelernt von der Heilpraktikerin Saskia Straße von Ritter. Die nimmt 3 Safranfäden und brüht sich die auf und hat dann so ein goldgelbes Getränk, weil ich gerade was brauche, was so ein bisschen für die Seele ist und mich beruhigt. Safran ist eins der ältesten Heilmittel, schon vor 4000 Jahren eingesetzt worden und hat In Studien gezeigt, dass es bei geringen und mittleren Depressionen genauso wirksam ist wie ein Antidepressivum. Und nicht, dass ich jetzt eine Depression hätte, aber ich merke, ich bin aufgewühlt und deshalb habe ich heute Safran-Tee getrunken. Normalerweise wäre es bei mir wahrscheinlich ein Kräutertee, aber auch viel Wasser. Und dann mache ich mir— wir haben ja ein paar Rezepte bei uns auch, da gibt es das sogenannte, der Name ist unsexy, das getreidefreie Porridge. Das ist ein, im Grunde eine Mischung aus verschiedenen Saaten. Da sind immer Leinsamen dabei, 2 Esslöffel geschrotet. Da sind Kakao-Nibs dabei. Da ist Kakao dabei, weil der so magnesiumreich ist und auch ganz viele Polyphenole enthält, die auch wieder gut sind für die Seele. Und da ist eine pflanzliche Milch dabei und Chiasamen geschrotet. Und wer mag, Walnüsse, also wenn man es crunchy mag, auch. Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne und man kann da Blaubeeren reintun. Oder ich mache mir das manchmal für 3 Tage fertig, dann sind da gefrorene Sauerkirschen drin. Das mag ich sehr gerne und das ist, das hält mich dann 3 bis 4 Stunden satt. Das ist so ein großes Glas und das esse ich. Oder im Sommer esse ich auch gerne einen Joghurt mit Saaten. Das ist dann bis auf den Kakao ist das ähnlich, nur dass es ein Joghurt oder ein Kefir ist.

Brigitte Huber 22:05
Den ich mir mache. Okay, also dann, ich trinke meistens auch einen Kräutertee, irgendwas in der Richtung morgens. Aber jetzt, ich zeig's dir. Latte macchiato. Ja, ich habe jetzt dein Buch natürlich gelesen und ich weiß auch, das würdest du mir jetzt weniger empfehlen.

Susanne Liedtke 22:22
Jein. Also Kaffee sehe ich heute viel differenzierter. Und das ist auch das einzige Thema, wo Dr. Christina Entzmann, das ist ja die Gynäkologin, mit der ich zusammen eng arbeite, die ist quasi unsere Gesundheitsministerin, wo wir auch ja uns, wo wir da die schlussendliche Wahrheit oder den Konsens noch nicht gefunden haben. Du findest in der Literatur was zum Kaffee, dass Kaffee eigentlich flüssiges Gemüse ist, weil es auch reich an Polyphenolen ist und es auch Ballaststoffe sogar enthält. Also Kaffee ist stimmungsaufhellend, Kaffee hilft bei der Fettverbrennung. Also gerade wenn man schon ein bisschen Mehrgewicht hat, gerade im Bauchraum, hat man vermutlich auch eine Fettleber und da kann Kaffee sehr gut helfen. Wobei es dabei egal ist, ob der mit oder ohne Koffein ist. Also Koffein hat eigene Eigenschaften, also regt die Darmtätigkeit an. Was manche gut finden, gerade die, die Verstopfung haben. Die brauchen morgens ihren koffeinhaltigen Kaffee, damit sie gut Verdauung auch haben. Oder sie mögen es auch einfach. Man hat ja auch so einen kleinen Kick beim Koffein und ich habe heute einen koffeinfreien Kaffee. Das habe ich gar nicht erzählt, aber den— ich habe einen koffeinfreien Kaffee getrunken. Ah, okay. Wenn ich koffeinhaltigen Kaffee auf nüchternen Magen trinken würde, das wäre bei mir nicht gut. Das wäre zu anregend in jeglicher Hinsicht. Ich bin dann wirklich so ein bisschen Meine Businesspartnerin Carolin Brettschneider, ich sage da immer: Vorsicht, diese Idee kommt jetzt unter dem Einfluss von Koffein, weil das so brrr, ich bin dann so ein bisschen hyper. Das heißt, ich habe mich schon entwöhnt, was das Koffein anbelangt, aber nicht den Kaffee, weil der auch eben viele gute Eigenschaften hat. Und ja, beim Latte Macchiato, also Kaffee pur getrunken ohne Milch, ohne Kuhmilch muss man dazu sagen, hat er noch mehr bessere Eigenschaften. In Kaffee ist die Chlorogensäure enthalten. Und die wird, die hilft bei der Autophagie, also bei der Ernährung aus sich selbst heraus, was manche beim Intermittierenden Fasten ja auch genau haben wollen. Und die Chlorogensäure wird aber vom Protein der Kuhmilch gebunden. Bei Sojamilch wäre das nicht so. Die Kuhmilch ist ja sehr proteinreich, wobei Sojamilch auch, aber da ist es anders. Das heißt, wenn du so einen Effekt haben wolltest morgens, dass du nur mit Kaffee anfängst, dann und möchtest aber auch die Autophagie noch fördern, Dann würdest du den Kaffee pur oder als Americano trinken oder eben mit pflanzlicher Milch ein bisschen?

Brigitte Huber 24:45
Also mit Hafermilch bin ich jetzt gut dran.

Susanne Liedtke 24:47
Ja, ja, zu Hafermilch kann ich was Eigenes sagen. Also wenn man so bei Milch— du kannst bei Ernährung immer in so ein Rabbit Hole gehen, also immer ins Kaninchenloch und du kannst dich verlieren. Deshalb musst du mich dann bremsen. Es gibt auch Dinge, wo ich denke, da bitte nicht weiterfragen, da weiß ich jetzt nicht mehr. Also wir unterscheiden bei der pflanzlichen Milch, also Milch, Kuhmilch per se, wer Kinder hat und so, ist ein sehr nahrhaftes Nahrungsmittel. Ich will Milch nicht verteufeln, sie ist aber eben mehr ein Nahrungsmittel als ein Getränk. Also das ist, da ist schon viel Fette, Proteine drin, Milchzucker, die Laktose. Milch macht dich satt und hat entsprechend auch Kalorien. So, und wenn man so 3 Latte Macchiato am Tag trinkt und die in den Pausen auch trinkt, dann ist das immer wieder Nahrung für den Körper. Und was wir eben erreichen wollen, wir wollen sagen, mach 3 Mahlzeiten am Tag, aber hab Pausen dazwischen. Und wenn aber die Pause mit so einem Getränk kommt, ist schon mal nicht so gut. Bei pflanzlicher Milch.

Brigitte Huber 25:46
Also es ist schon mal ganz gut. Das habe ich auch mal mitgenommen. Schon wenn man sich die Kaffees quasi an die Mahlzeiten dran klickt, dann ist das ja, das ist schon mal so wie ein Nachtisch.

Susanne Liedtke 25:56
Genau.

Brigitte Huber 25:57
Und ich finde es auch noch mal wichtig, was du mit der Milch sagst. Weil die Milch ist ja auch teilweise, wird ein bisschen sehr verteufelt. Und ich habe letztes Mal wieder gelesen, ich glaube, die TU München, die hat so eine Überblicksstudie gemacht und die ganzen wichtigen Studien von 2014 bis 2024 zusammengefasst. Und derzufolge hat Milch deutlich mehr positive Effekte, auch also krankheitsvermeidend als krankheitsfördernd. Und das fand ich dann schon wieder ganz entlastend. Und was du auch sagst, Joghurt entzündungshemmend, durchaus auch gut und richtig. Und dann vielleicht eben lieber mal eine halbfette Milch nehmen als eine Vollmilch wegen—

Susanne Liedtke 26:35
Ja, genau, weil es wäre bei Milchprodukten diese fettarmen Varianten. Ich würde jetzt nicht den griechischen Joghurt mit 10% Fett essen, aber ich würde, ich würde bei normal— also Fett, wir haben Fett lange verteufelt in den 80ern. Ich will so bleiben, wie ich bin und die ganzen Light-Produkte. Wo viel Geld für ausgegeben wurde, hat alles nichts gebracht. Deshalb Fett ist gut. Man muss eine neue Beziehung zum Fett finden, zum richtigen Fett, nicht so. Und da muss man leider sagen, dass die gesättigten Fette, die eben aus tierischen und teilweise aus pflanzlichen Lebensmitteln kommen, wie Kokosfett und Palmfett, dass die nicht gut sind für unsere Herz-Kreislauf-Gesundheit in großen Mengen gegessen. Also Butter, Sahne, Käse, die ganzen Wurst, wo Schinken mit Fett und so was. Auch Hackfleisch, wo teilweise auch viel Fett drin ist. Das kann man mal essen. Bei uns ist wichtig, wir haben das Maß verloren, wir müssen das Maß finden. Und bei Milch muss man leider auch noch sagen, man muss bei Milch die Studien differenzieren. Sind sie fremdfinanziert? Weil die Milchindustrie schon auch viel dafür tut für den guten Ruf der Milch. Und wenn man sich da noch mal differenziert guckt, fremdfinanzierten von den nicht fremdfinanzierten, Dann hat bei mir reicht das, um zu sagen, hey, ab und zu mal ein Glas Milch, kein Problem, aber ich mag es gar nicht mehr. Und ich esse aber manchmal durchaus auch ein bisschen Parmesan oder so und natürlich Joghurt und Kefir, vor allem Kefir. Dazu können wir noch kommen. Aber ich kaufe keine Milch mehr, weil es eben so ein Nahrungsmittel ist und weil ich in der pflanzlichen Milch und da kann man auch differenzieren. Ich nehme die Erbsenmilch, also ich nehme eine Milch auf Basis von Hülsenfrüchten. Weil du kannst unterscheiden bei den pflanzlichen Milchalternativen, die sind auf Getreidebasis, Reis- und Hafermilch, die sind sehr reich an Kohlenhydraten. Also selbst wenn, wenn da draufsteht zuckerarm oder ohne Zucker, dann ist bei flüssigen Lebensmitteln guckst du immer auf den Gehalt an Kohlenhydrate, weil diese Kohlenhydrate sofort in Zucker umgewandelt werden. Du hast sie in flüssiger Form, du nimmst sie ganz schnell in den Körper auf. Es gibt, es gibt die kleine Magenstraße, da gehen die Flüssigkeiten, gehen da, haben so eine Abkürzung durch den Magen. Und dann hast du diese Kohlenhydrate ganz schnell im Dünndarm und da werden sie enzymatisch aufgespalten. Und deshalb würde ich bei der Hafermilch gucken, wie viel Kohlenhydrate sind drin, weil das kannst du gleichsetzen mit Zucker. Bei allen flüssigen Getränken, auch bei alkoholfreiem Bier. Das gilt für alles, was wir flüssig aufnehmen, auch für Weinalternativen, die ja teilweise sehr zuckerreich sind. Da wäre ich eben da. Ich achte auf den Zucker und bei flüssigen Lebensmitteln auf den Kohlenhydratgehalt. So, und dann gibt es eben Milchalternativen auf Basis von Hülsenfrüchten. Das sind die Sojamilch und die Erbsenmilch. Und die Erbsenmilch ist, finde ich, bin ich ein totaler Fan. Ich mag den Geschmack, weil der neutral ist und weil die sehr proteinreich ist und sogar Ballaststoffe enthält. Anders als die Kuhmilch. Tierische Lebensmittel enthalten keine Ballaststoffe und die Sojamilch ganz wenig nur. Und was haben wir noch für Milch? Ja, es gibt noch Mandelmilch auf Nussbasis. Das gibt es auch. So, und da ist bei mir, ich gucke da eben auf den Proteingehalt so und, und so bin ich zur pflanzlichen Erbsenmilch gekommen. Und dann muss man dazu noch ergänzen, ich will natürlich auch auf genügend Kalzium kommen. Und du hast vorhin schon die Knochengesundheit angesprochen. Obwohl wir in Deutschland so viel Milchprodukte zu uns nehmen, haben wir trotzdem so eine hohe Rate an Osteoporoseerkrankungen. Über 70 bekommt jede vierte Frau in Deutschland die Diagnose Osteoporose. Das ist eine vermeidbare Krankheit, wenn wir unsere Knochendichte mit im Blick haben. Und deshalb auch, da kann ich schon sagen, ey, nobody told me. Und warum? Ja, das ist so wichtig, weil es eine vermeidbare Krankheit ist. Es gibt in Hamburg am UKE den Professor Amling, der ist der Chef-Osteologe, also der Spezialist für Knochengesundheit. Und der betont immer wieder, wie sehr diese Krankheit vermeidbar wäre, wenn wir eben die Knochendichte mit im Blick haben. Und das ist spätestens mit 50 sollten wir einen Blick drauf haben, weil das eben sonst im Alter so eine starke Einschränkung ist mit Osteoporose.

Brigitte Huber 30:43
Wie würdest du sagen, vielleicht so in 3, 4 Sätzen oder Lebensmitteln gesagt, was können wir tun, um unsere Knochen zu stärken?

Susanne Liedtke 30:52
Das Wichtigste ist wirklich Kraftsport, also das, was deiner Freundin empfohlen wurde. Aber gleichzeitig, was braucht ein gesunder, was brauchen Knochen, um sich aufzubauen? Der kriegt da vom Kraftsport, weil die Muskeln diese Haltearbeit machen, kriegt er den Impuls, Jetzt bitte hier Knochen aufbauen. Grundsätzlich der Alterungsprozess ist so, dass wir ungefähr 30% unserer Knochenmasse im Laufe unseres Lebens verlieren. Männer wie Frauen, das wird weniger. Meine Mutter wird immer kleiner. So ist so, aber es muss nicht zur Osteoporose kommen. Wir brauchen diesen Impuls am Knochen durch den Muskel, den wir durch Kraftsport bekommen. Und dann brauchen wir natürlich die richtigen Nährstoffe. Wir brauchen Proteine. Da ist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt immer noch 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Das ist schon mit einem Zuschlag berechnet. Und selbst es inkludiert auch Sport unter der Woche, jetzt nicht Extremsport und so was. Ab 65 1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Du brauchst für einen gesunden Knochen, du brauchst Magnesium, du brauchst Kalzium, du brauchst Vitamin D, du brauchst Vitamin K, was es in zwei Varianten gibt, 1 und 2, und eben Proteine, weil der Knochen, deine Bindegewebe, da ist überall, da sind Proteine mit drin. So, und wenn du zwar Kraftsport machst, aber dich nicht gut ernährst, dann Dann fehlen halt die Baustoffe auch. Und wenn ich aber jetzt Kalzium— ich denke, ich nehme ganz viel Kalzium ein für meine Knochen, aber ich nicht auf meinen Vitamin-D-Spiegel achte, wenn der niedrig ist. Und bei 30% der Bevölkerung ist der unter dem, was das Robert Koch-Institut für mindestens notwendig hält, um einen Knochenaufbau überhaupt oder Knochenerhaltung zu bewirken, dann sollten wir einmal im Jahr unseren Vitamin-D-Spiegel messen. Ich mache das im September. Weil wir in den dunklen Wintermonaten nicht die Sonneneinstrahlung bekommen, die wir brauchen, um Vitamin D selber über die Haut zu produzieren. Dann kriegen wir noch ein bisschen über die Nahrung. Also was wie Lachs enthält Vitamin D zum Beispiel. Auch Pilze enthalten ein bisschen Vitamin D, aber über die Nahrung bekommen wir nicht genügend. Und dann würde ich im September gucken, wo ist mein Vitamin-D-Spiegel? Da wird dann 2 Einheiten gemessen. Da lässt man sich entweder von der Hausärztin beraten, Heilpraktikerin. Es gibt für Vitamin D auch finde ich sehr gute Tests im Internet, wo man Blutstropfen abgibt und auch beraten wird. Dann so, was ist so die gesunde Menge? Aber es gibt noch keine vom Robert Koch-Institut, keine allgemeine Empfehlung, dass wir alle supplementieren sollten. Der Professor Amling sieht das zum Beispiel anders. Der macht auch bei Kindern, sagt er, wenn die nicht mehr draußen sind, die brauchen Vitamin D. So, und dann sagen einige, du brauchst aber Vitamin D mit Vitamin K. Vitamin K ist in allen grünen Blattgemüsen drin. Wir müssen einfach nur mehr Spinat, mehr grüne Kräuter, Petersilie, Feldsalat, alles was dunkelgrün ist, essen. Dann bekommen wir Vitamin K und fermentiertes Essen, weil das grüne Blattgemüse enthält Vitamin K1, Fermentiertes enthält Vitamin K2 und eine gesunde— Fermentiert ist zum Beispiel Sauerkraut, aber auch Kimchi, Essig, Apfelessig. Richtig. Kombucha. Dann Tempeh aus der asiatischen Küche und Natto, Miso und Brottrunk, Kefir. Das ist jeden Tag Fermentiertes, weil eine gesunde jeden Tag, weil aber man kann mit einem Streifen Sauerkraut anfangen. Wenn man sagt, ich bin das nicht mehr gewohnt zu essen, fängt man mit einem Streifen an und steigert die Menge langsam. Man kann sich daran wieder gewöhnen.

Brigitte Huber 34:18
Und kommt daher dann auch immer die Empfehlung, die man ja immer und immer wieder liest mit diesem Löffel Apfelessig oder Essig am Morgen in ein Glas Wasser, damit man das Fermentierte abhaken kann?

Susanne Liedtke 34:30
Damit könntest du das Fermentierte abhaken, aber nicht jeder verträgt das Fermentierte im Wasser. Und das kommt eher, das kommt aus dem Gedanken, dass wir eine gesunde Blutzuckerregulation wollen. Da können wir gleich drüber reden. Aber du hast dann zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Du tust was Gutes für deine Darmflora. Ob du das jetzt morgens nüchtern in Glas Wasser verdünnt trinkst, Ich vertrag das nämlich nicht, weil auch das ist sehr anregend und kann dazu führen, dass du mehr Histamin auf einmal im Darm hast. Und mit Histaminintoleranz haben viele Frauen zu tun. Dann haben die auf einmal zwischen Verstopfung, sehr weichem Stuhlgang, Hautausschlag, all solche Dinge, die dann eintreten können. Das reicht doch einfach, dir ein Dressing zu machen, wo Apfelessig drin ist, und eine gute Portion Dressing zum Beispiel über deinen Salat zu machen, ne? Dann hast du das auch. Also man muss nicht nüchtern trinken, weil dann die Frauen irgendwann sagen, irgendwas vorher war meine Verdauung gut, jetzt ist sie nicht gut. Das soll doch eigentlich helfen. Was ist da los? Du brauchst Magnesium auch für einen gesunden Knochenstoffwechsel. Magnesium finden wir wieder in grünem Blattgemüse, unter anderem. Wir finden es. Magnesium muss ich gleich noch mal gucken. Aber das ist so der Mineralstoff, von dem wir mit am meisten brauchen. Ich gucke hier gerade noch mal nach, dass ich jetzt nichts Falsches erzähle. Und von dem viele, manche Praxen messen schon gar nicht mehr, weil sie sagen, die meisten bekommen zu wenig Magnesium und wir brauchen das nicht messen. Sie nehmen jetzt einfach mal was ein. Bis 300 Milligramm am Tag ist so das, was die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt. Und genau, Magnesium finden wir in Kakao. Jetzt habe ich es gerade. Wir finden Magnesium in grünem Blattgemüse, wir finden es ein bisschen in Avocado, genau, in Hülsenfrüchten. Erfinden wir es auch. Und in Sonnenblumenkernen, Kürbiskerne, Leinsamen, Mandeln, Sesam, da ist Magnesium mit drin. Aber man kann es eben auch zuführen. Es kann auch mit dem Schlaf helfen, wenn wir es vorm Schlafengehen nehmen.

Brigitte Huber 36:29
Das wollte ich gerade sagen. Genau, wir sind jetzt bei den Knochen und das macht, finde ich, alles hochgradig Sinn. Und wirken diese Dinge, also diese Ernährung, die du den Frauen empfiehlst, auch gut gegen, ich sage mal, Schlafstörungen, Hitzewallungen? Gegen Frozen Shoulder kommt für mich zu spät. Ich habe meine, meine zweite ist gerade im Abklingen. Aber ich bin dafür. Ja, mein Gott, jeder, jeder hat irgendwas. Aber hilft es gegen diese Dinge auch?

Susanne Liedtke 36:57
Also Ernährung ist ein ganz starker Hebel und wir haben einfach mal behauptet, das ist der stärkste Hebel, weil natürlich, weil grundsätzlich kann man sagen, 9 von 10 Krankheiten, mit denen der Hausarzt oder die Hausärztin beschäftigt sind, die kommen über falsche Ernährung und die könnte man auch im frühen Stadium mit der richtigen Ernährung wieder zurückdrängen. Ja, so, und deshalb ist Ernährung insgesamt für unsere Gesundheit ein ganz großer und unterschätzter Hebel. Das Problem bei Ernährung ist, dass sie langsam wirkt und eben nicht so schnell wie eine Tablette. Und deshalb wird das in der Medizin auch gar nicht gelehrt, weil die eh so viel lernen müssen, die Medizinerinnen und Mediziner. Die lernen halt die ganze Pharmakologie, aber eben nicht über die Power von Ernährung. Und dafür möchte ich eine Lanze brechen, dass wir wieder dahinkommen. Kann Ernährung bei Schlafstörungen helfen? Es ist zumindest einen Versuch wert. Da bei Schlafstörungen geht es eher darum, was wir nicht essen, nämlich den Alkohol weglassen. Der Alkohol disruptiert unseren Schlaf. Wir kommen nicht so richtig in die REM-Schlafphasen, sind dann nicht mehr so ausgeprägt. Und auch wenn man denkt, Alkohol bringt ein bisschen runter und beruhigt einen, er macht einen, wenn man mal auf einer Party ist, wo man keinen Alkohol trinkt, merkt man, die anderen werden immer agiler und aktiver und man selber ist irgendwann müde. Ja, weil die sind erst mal hochgepusht durch den Alkohol. Und dann, dann trinkt man ja auch Espresso Martini mittlerweile auf Partys und so, ja, bist du noch gepushter. Und das Koffein, was man weglassen muss. Also es sind für den Schlaf zwei wichtige Dinge, die man eben nicht zu sich nimmt. Und dann auch ein gesunder Blutzuckerstoffwechsel kann helfen. Und da ist es eben nicht das eine Lebensmittel, sondern das ist eher darauf zu achten, wann esse ich am Tag, esse ich abends spät noch mal, esse ich einfach abends so Comfort Food wie, und das esse ich ja auch mal, ne. Esse ich eine große Portion Gnocchi mit Pesto, dann habe ich hundertprozentig nachts Blutzuckerschwankungen. Das heißt, durch diese, diese einfachen Kohlenhydrate, die ich bei den Gnocchi oder Nudeln oder Reis zum Beispiel bekomme, habe ich erstmal eine Blutzuckerspitze und auch ein Plateau wahrscheinlich. Dann schießt der Körper Insulin aus, dann habe ich sehr viel Insulin im Körper. Das Insulin macht seinen Job, der ganze Zucker geht in die Zellen, Und auf einmal habe ich einen starken Abfall des Blutzuckerspiegels. Das mag der Körper nicht. Der Körper will ja, unser Blutzucker muss konstant sein. Das Gehirn muss ständig mit Glukose auch versorgt werden. Und dann schießt der Körper zum Beispiel nachts Cortisol ein. Und Cortisol sorgt wieder für ein Anheben, für eine Freisetzung von Zucker, was ins Blut abgegeben wird. So, und Cortisol nachts um 3 vom Körper ausgeschüttet, weil mein Blutzuckerspiegel eben so Kapriolen schlägt, das kann dann schon ausreichen, dass ich nachts wach werde und nicht mehr einschlafe. Also wer nachts schlecht schläft, da könnte man mal für 14 Tage so einen kontinuierlichen Blutglukosesensor am Arm tragen und gucken, korreliert mein Wachwerden damit, dass mein Blutzuckerspiegel nachts niedrig ist, dass der abgefallen ist? Weil manchen hilft es nachts dann, was zu essen, was wir eigentlich ja nicht wollen, aber dann können die wieder schlafen. Und andere sagen nachts um 4 ist meine Nacht dann vorbei, weil dann so viel Cortisol, Cortisol nimmt zum Morgen hin, wird immer mehr Cortisol ausgeschüttet. Also wir haben so eine halbe Stunde nach dem Aufstehen unseren Peak beim Cortisol. Das baut sich ja über die Nacht auf. Melatonin wird weniger, das ist unser Einschlafhormon und das sind zwei Gegenspieler. Und deshalb ist es da so, dass man sagt, achte auf einen gesunden Blutzuckerspiegel. Und was auch interessant ist, schlafe in einem komplett dunklen Schlafzimmer, weil auch sich das auf die Blutzuckerregulation auswirkt.

Brigitte Huber 40:33
Und wenn ich jetzt aber das nicht messen möchte erst mal, sondern versuchen möchte, das mit Ernährung positiv zu beeinflussen, dann habe ich schon verstanden, also möglichst kein Kaffee mehr am Abend oder am besten wenig überhaupt am Tag auch, kann ich mir vorstellen.

Susanne Liedtke 40:46
Bis mittags natürlich.

Brigitte Huber 40:49
Genau, bis mittags natürlich kein Alkohol. Aber was kann ich Mit gutem Gewissen abends essen?

Susanne Liedtke 40:54
Du kannst folgende Dinge erst mal— I do— was immer du willst, Kohlenhydrate essen. Wir verteufeln keine Kohlenhydrate, auch wenn ich jetzt eben bei den pflanzlichen Milchalternativen, weil sie eben in flüssiger Form kommen, da sage ich flüssige Kohlenhydrate wollen wir nicht. Aber du willst Kohlenhydrate essen, nicht zu viel, nicht zu wenig und die richtigen. Das heißt, du willst zum Beispiel Kohlenhydrate aus Hülsenfrüchten, weil die kommen automatisch mit sehr viel Protein, mit sehr viel Ballaststoffen und so sind die Kohlenhydrate verpackt. Außerdem isst du ja nicht nur Hülsenfrüchte alleine, sondern ich habe heute Morgen einen Mungbohnen-Curry angesetzt. Mungbohnen sind sehr einfach, also leichter verdauliche Hülsenfrüchte. Dann hast du eine gute Portion Olivenöl damit und Kokosfett, und du hast eben diese Kohlenhydrate aus den Mungbohnen verpackt mit in diesem Mix aus Fetten, Ballaststoffen, Proteinen. Das heißt, wenn du abends jetzt mal in einer Mahlzeit denkst, dann würdest du nicht abends unbedingt das Käsebrot essen, weil Brot— bei Brot hast du die Kohlenhydrate, die mit Lufteinschlüssen sind, und auch da können die Enzyme ganz schnell die Kohlenhydrate abbauen, sondern du hast vielleicht abends, sagen wir mal, du isst eingelegte Bohnen, du hast noch, wenn du nicht rohes Gemüse abends magst, weil das vertragen auch nicht alle, hast du gedünstetes Gemüse, hast eine Gemüsepfanne, vielleicht so Ratatouille-mäßig.

Brigitte Huber 42:11
Dann kann ich auch ein Linsen-Curry haben.

Susanne Liedtke 42:13
Linsen-Curry, super, genau.

Brigitte Huber 42:15
Aber dann nicht mit Reis oder?

Susanne Liedtke 42:17
Nicht mit Reis, sondern du würdest eigentlich, liefern dir die Linsen schon genügend Kohlenhydrate. Aber du könntest dir Haferreis machen. Haferreis ist was, was ich so unter die Menschen bringen will, weil Hafer deutlich mehr Vorteile bietet als der Reis. Hafer ist, kommt mit mehr Ballaststoffen, mit mehr Proteinen und mehr Fetten. Wenn du Hafer selbst mit Vollkornreis vergleichst, ist Hafer immer besser. Und Hafer enthält noch besondere Ballaststoffe, die der Reis nicht enthält, nämlich Beta-Glucane. Und die wieder sorgen auch für eine bessere Blutzuckerregulation und für niedrigen Cholesterinspiegel. Denn neben dem Knochenstoffwechsel, den wir haben, und dem Blutzuckerstoffwechsel, geht es ja auch um eine gute Herz-Kreislauf-Gesundheit. Und da haben viele Frauen in der Postmenopause, bekommen sie die Diagnose Bluthochdruck, zu hoch Cholesterin, also schlechte Cholesterin, das LDL, das lass das lieber Cholesterin. Und Hafer ist zum Beispiel ein Cholesterinsenker aufgrund der Beta-Glucane, die da enthalten sind. Und ich habe heute Morgen neben dem Mungbohnen-Curry habe ich eine Tasse Haferreis gegart. Und das ist durchaus clever, Getreide mit Hülsenfrüchten zu kombinieren, weil dein Körper daraus alle Aminosäuren hat, um wiederum gute Proteine zu bauen.

Brigitte Huber 43:38
Und Haferreis finde ich ganz genau. Ich habe ihn gerade jetzt gegoogelt. Haferreis finde ich wo? Im Bioladen.

Susanne Liedtke 43:45
Ja, erst mal, ich sage den Frauen immer, fragt danach. Die Händler, die sind schon sehr gewillt, auch diese Lebensmittel irgendwie ranzukriegen, die, nach denen wir fragen. Also wenn ihr es nicht findet, fragt danach. Und dann gibt es, es gibt in, die kann ich nennen, ich habe mit der keine Beziehung, wir kennen uns nicht, aber ich finde die super. Es gibt in Österreich eine Bäuerin. Wir haben nämlich auch, wir haben The Year of the Female Farmer. Also es gibt immer mehr weibliche Bäuerinnen und die ihre Produkte auch mit anbieten. Und es gibt in Österreich die Bäuerin Müllner, das ist eine junge Frau und die baut zum Beispiel Hafer an und die und der Hafer wird so ein bisschen angeschilfert, damit er so schnell gart wie Reis und den garst du genauso wie Reis. Und dann gibt es ein paar, genau, in Bioläden würde ich gucken und es gibt ein paar Drogeriemärkte, die den haben. Ich habe das eigentlich, weil das öfter kommt, habe ich das immer mal hier aufgeschlagen. Ich kann mal eben in meinem Rechner gucken. Genau, Drogerie Müller hat Haferreis gehabt zumindest und es gibt Donath Haferreis von in Demeter Qualität.

Brigitte Huber 44:44
Also Okay, man wird sich durchfragen, aber es ist auf jeden Fall schon mal ein total guter Hinweis. Also wir haben jetzt ein Abendessen, wir haben das Frühstück und was gibt es bei dir zu Mittag?

Susanne Liedtke 44:55
Mittags mache ich ganz oft, das nennt sich, das ist ganz schlimm. Wir schreiben ja gerade an einem Kochbuch und den haben wir dann. Das ist kein Rezept, was jetzt kommt. Das ist der Rum-Fort-Salat. Den Namen habe ich von Jessica Brendel, die Food-Journalistin, Food-Redakteurin ist. Alles, was rumliegt und fort muss in meiner Okay. Kühlschrank-Schublade. Also ich habe immer—

Brigitte Huber 45:17
Ist kein österreichischer Aristokraten-Name, sondern—

Susanne Liedtke 45:21
Ah ja, okay. Also was kommt da rein? Da kommen immer unten, fange ich an mit Hülsenfrüchten. Also entweder habe ich gegarte Kichererbsen, gegarte Bohnen, entweder aus dem Glas, weil ich diese nicht selber gare, oder ich habe mir die portionsweise gegart. Dann kommt da rein eine Portion Kimchi oder Sauerkraut. Dann habe ich mein Fermentiertes, lege ich da einfach drüber. Ich mache das für 3 Tage fertig, das hält sich 3 Tage. Und dann hobel ich, was das Zeug hält. Also Radieschen, vielleicht auch ein paar Möhren, die ich mir raspel. Dann kann auch Gurke dabei sein. Also Feingemüse, kann auch Paprika dabei sein. Ich habe auch Kohlrabi, alles Mögliche. Da ist kein Konzept dahinter. Also das ist jetzt nicht Haute Cuisine oder so, aber es schmeckt jedes Mal. Und dann kommen, also du hast irgendwie die Gemüse, die man gut hobeln kann. Und dann willst du aber auch, du willst Kohlgemüse dabei haben. Also vielleicht hast du jetzt nicht die Zeit, ein bisschen Grünkohl oder Blattkohl, den du dir fein schneidest, weil der ja ein bisschen härter ist im Essen. Du könntest auch Bio-Radieschenblätter nehmen und ganz oben machst du dir ein bisschen Spinat drauf. Dann hast du eine Mischung aus Kohlgemüse und grünem Blattgemüse. Die Kohlgemüse gehören zur Familie der Kreuzblütler, die sind noch mal besonders. Und das machst du dir in 3 Gläsern, machst es zu, kommt in den Kühlschrank. Und dann machst du dir für die ganze Woche ein großes Glas Dressing. Da haben wir auch ein Rezept auf unserem Blog, mehrere Rezepte. Da fragt mal eine Frau, ist diese Menge real? Aber diese Dressings, die halten sich. Das Fett setzt sich ja oben ab und so. So, und dann, wenn ich losgehe, weil ab und zu sind Carolin und ich im Coworking Space, dann nehme ich mir so ein Glas raus. Also die halten sich 3 Tage, ne? Dann fülle ich mir ein kleines Fläschchen Dressing ab und in einer separaten Dose habe ich dann Noch meine Nüsse und Saaten, mal geröstet, mal nicht geröstet, mal fertig gekauft, mal von zu Hause. Und das wird dann kurz vorm Essen alles zusammengemischt. Und manchmal nehme ich mir noch eine Dose Hering oder Sardinen mit oder Makrele, weil ich diese fetten Fische liefern, die Omega-3-Fettsäuren. Und dann bist du pappsatt bis zum Abend.

Brigitte Huber 47:26
Und Susanne? Also ich kann das jetzt im Moment auch viel mehr machen als früher. Weil ich viel von zu Hause aus arbeite. Jetzt früher bin ich aber jeden Mittag entweder in der Kantine gewesen oder mit Leuten außerhalb essen gewesen. Was kann ich dann tun, außer aufzugeben?

Susanne Liedtke 47:42
Genau das. Also ich habe mal eine Teilnehmerin, wir haben ja Ernährungskurse, die sagte, sie nimmt sich, sie nimmt sich ins Restaurant ein Glas Kichererbsen mit und bestellt sich einen großen Salat und macht die Kichererbsen darunter. Okay, also das wäre so, das mache ich jetzt nicht. In der Kantine finde ich, die haben alle große Salatbars mittlerweile und da kann man durchaus mal, die haben auch meistens Bohnen, Kichererbsen Erbsen, also irgendeine Protein-Grundlage auch. Die werden nicht Sauerkraut haben, aber das könnte man sich sogar mitnehmen morgens. Ich bin ja ein totaler Fan vom Meal Preppen. Also dieses eben, weil auch dieses Frühstück mache ich für 3 Tage fertig. Ich nehme das morgens aus dem Kühlschrank, lass das eine Stunde stehen, dass es ein bisschen Raumtemperatur hat. Und so könnte man sich auch abends vorher für die Kantine, für den Tag danach Essen mitnehmen. Meistens gucken die Kollegen sehr neidisch dann auf das gesunde Essen und lecker. So, und wenn du jetzt mit einem Geschäftskunden da sitzt, vielleicht einen komischen. Ja, was ich mache, wenn ich jetzt esse, ich alles, ich esse auch ein bisschen Tierisches. Du kannst Fisch beim— Ich gucke auf einer Karte, welche Gemüse haben die heute und was ist meine Proteinquelle? Also wo kriege ich Gemüse her, wo kriege ich Proteine her? Und dann sage ich, ich hätte gern den Fisch von Rezept Nummer 1 und ich hätte gern das Gemüse. Jetzt in Hamburg gibt es Hamburger Pannfisch mit Bratkartoffeln. Sage ich, ich will nur den Fisch und ich hätte das Gemüse vom Rezept Nummer 3. Und das machen die meistens.

Brigitte Huber 49:05
Also, und was ist es dann in dem Fall? Das Gemüse ist jetzt eben dann nicht Bratkartoffeln, sondern?

Susanne Liedtke 49:09
Also ich bin ja, ich bin nicht jetzt total asketisch unterwegs, das passt nicht immer komplett rein, aber was immer die an Gemüse haben, in der Winterzeit haben die oft Rotkohl und solche Sachen. Okay, das ist dann jetzt.

Brigitte Huber 49:21
Aber du würdest auch Brokkoli nehmen? Alles, der Brokkoli ist super.

Susanne Liedtke 49:23
Brokkoli gehört zu den Kohlgemüsen, zu den Kreuzblättern. Kirschblütlern. Und dann natürlich, wenn du das Glück hast, dass dein Geschäftspartner, -partnerin auch die levantinische Küche mag, also mediterrane Küche, Libanesen, da kannst du alles essen. Hummus, die ganzen eingelegten Gemüse, die Mittelmeerküche ist super dafür. Schwierig wird's, wenn es mittags, wenn man zum Bäcker geht. Die ganzen Bäcker haben ja mittlerweile Nudeln mit verschiedenen Soßen, die du dir zusammenstellen kannst. Also beim Bäcker finde ich nichts mehr. Vielleicht noch mal Salat.

Brigitte Huber 49:54
Also Nudeln würdest du auch sagen, auch wenn es Vollkornnudeln sind, besser nicht?

Susanne Liedtke 49:57
Also wenn du Hunger hast, ich esse wie gesagt alles und auch du wirst mich mal sehen, dass ich Nudeln esse. Wenn ich zu Hause bin, habe ich Protein-Nudeln, die auf Basis von Hülsenfrüchten sind. Da gibt es auch welche mittlerweile in sehr guter Qualität, die den echten Nudeln, finde ich, in nichts nachstehen und sie sättigen länger. Wann immer ich normale Nudeln esse, will ich immer noch mehr essen. Und proteinreiche Nudeln auf Basis von Hülsenfrüchten. Da bist halt irgendwann satt, da geht nichts mehr rein. Aber ich esse auch manchmal nach Appetit und gerade in Phasen, in denen ich jetzt bin, wo da so Stress auch ist, da bin ich viel geneigter, auch mal zu sagen, jetzt esse ich die Gnocchi oder die Nudeln, weil ich habe da jetzt auch B*** drauf.

Brigitte Huber 50:37
Aber ich komme auch mal auf so was.

Susanne Liedtke 50:40
Auch das, Nahrung hat ja ganz viele Funktionen und es geht mir nicht nur asketisch darum, extrem gesund zu essen. Also das Essen muss erstmal schmecken, und wenn es dann gesund ist, super, ja. Aber wenn wir uns Sachen reinzwingen, die wir gar nicht mögen, das funktioniert nicht. Und deshalb versuchen wir ja auch gerade bei unserem Kochprogramm, geguckt, dass das auch wirklich alles schmeckt, ja, und nicht nur irgendeine Wild— also mein Rumfortsalat, der hört sich jetzt furchtbar an. Ich bin so ein Fan von richtig guten Dressings, und wir haben auch ein Dressing, was wir mit Himbeeren machen, wo du Himbeeren püriert und es ist total lecker und sieht auch toll aus. Oder wir haben ein Rote-Bete-Dressing, das ist so richtig tiefrot und schmeckt eben auch sehr, sehr gut.

Brigitte Huber 51:24
Wenn ich jetzt meine Ernährung noch mal richtig unter die Lupe nehmen möchte, dann bietet ihr ja auch einen sogenannten Body-Reset-Kurs an, also einen Neustart. Heißt das? Magst du mal kurz erzählen, was der Sinn ist? Ich glaube, es sind 21 Tage und es geht darum, ganz viel wegzulassen, oder?

Susanne Liedtke 51:43
Ja, wir müssen, wir müssen aber besseres Marketing dafür machen. Es geht vor allem darum, ganz viel Gutes reinzulassen in den Körper in den 21 Tagen und wieder zu der Ernährung zurückzukehren, für die eigentlich unser Verdauungssystem, unser Stoffwechsel gemacht ist. Und wir haben uns mit der westlichen Ernährung ganz weit davon entfernt. Und um mehr Gutes reinzulassen, müssen wir halt Platz machen. Das heißt, wir müssen paar Sachen schrittweise weglassen, damit mehr Gutes reinkommt. Und so lassen wir Ganz zu Anfang, das fällt den meisten sehr leicht, Alkohol weg und alle 3 Tage dann Alkohol und Fleisch und Produkte daraus, also Wurst, Schinken, solche Sachen, Aufschnitt. Und nachdem—

Brigitte Huber 52:25
Und damit wir das richtig weitergeben, also du lässt die ersten 3 Tage Alkohol weg und dann kommt das Fleisch dazu, lässt aber weiterhin den Alkohol weg, oder?

Susanne Liedtke 52:34
Ja, genau, Alkohol und Fleisch direkt zu Anfang, die kombinieren wir die ersten 3 Tage. Und das bleibt dann über 21 Tage, isst du dann, trinkst keinen Alkohol Alkohol und isst kein rotes Fleisch. Du kannst aber Hühnchen essen, du kannst Fisch essen, Meeresfrüchte, so, wenn du das möchtest. Und dann, das ist quasi ein Verhaltenstherapeutin, aber der Ansatz ist verhaltenstherapeutisch, weil wir machen nicht eine Diät, wo wir sagen, das ist dein Ernährungsplan, halte dich da strikt dran, du gehst ins Kaloriendefizit und du wirst abnehmen. Das funktioniert für 3 Wochen, aber wir wollen ja, dass die Frauen langfristig ihre Ernährung umstellen, und deshalb machen wir das so, dass man zu Anfang, die ersten 3 Tage, kannst du auch Törtchen essen, kannst auch Pudding essen, das ist uns egal, ja. Und dann erst sagen wir so, und jetzt lässt du den Zucker weg. Und Zucker, Honig, auch diese, auch Trockenfrüchte. Wenn ich mal so Seminare über kein Zucker lese und das wird alles mit Trockenfrüchten gesüßt, das ist auch Zucker, ne. Also wir lassen den Zucker weg, die Glukose, die Fruktose. So, und dann nach 3 Tagen, dann kommen die Milchprodukte. Aber nicht, weil wir haben ja vorher über die gesundheitlichen Eigenschaften von Kefir und Milch, Joghurt gesprochen, nicht um Milch zu verteufeln. Es geht vor allem darum, den Käse, der eben ganz nährstoffdicht ist, sehr viel Salz enthält und eben wenig Positives hat. Da hat ein bisschen Eiweiß natürlich, aber er kommt eben mit sehr viel gesättigten Fetten auch daher, und die sind nicht gut was unser Herz-Kreislauf-Risiko anbelangt. Und damit gehen wir auch ein bisschen weg von dem typischen Abendbrot. Man denkt, man isst abends noch Brot mit Käse, vielleicht noch Tomate, Gurke dazu und denkt, das ist doch ein gesundes Abendbrot. Und ich sage immer, das Bessere ist der Feind des Guten. Also das geht besser und langfristig auch nachhaltig gesünder. Und es geht aber nicht darum, nie wieder Käse zu essen oder Milch zu trinken oder so was. So, und dann lassen wir am Tag 9 kommt das Koffein dazu, weil die meisten eben schlecht schlafen. Aber, und da fängt die Personalisierung an, die Frauen, die kein Problem mit dem Schlaf haben, denen sagen wir, ihr könnt euren Kaffee, euren grünen Tee, ihr könnt das alles weiter trinken. Wenn ihr mit Koffein kein Thema, also mit Schlaf kein Thema habt, dann hat eben Kaffee, wie ich vorhin gesagt habe, auch gute Eigenschaften. Das heißt, wir individualisieren das ein Stück weit. Ich habe die Die Leber arbeitet langsamer, je älter wir werden, weil die ein Stück weit verfettet und eben nicht mehr alles so frisch ist. Und deshalb kann es sein, dass wir heute Koffein nicht mehr so gut vertragen wie noch in jungen Jahren. Und dann kann es auch mal bei manchen Frauen die eine Tasse Kaffee sein, die aber dazu führt, weil das Koffein langsamer nur abgebaut wird, dass sie abends nicht mehr gut schlafen. So, und nach dem Koffein.

Brigitte Huber 55:19
Okay, das heißt, was du vorher schon gesagt hast, Dann eben nur bis mittags unter Umständen Kaffee.

Susanne Liedtke 55:24
Das kann schon der Trick sein. Genau, mal ausprobieren. Das kann schon der Trick sein. Und dann kommt das Getreide. Nicht weil Getreide per se schlecht ist, aber die meisten von uns essen Getreide in der raffinierten Form, also Weißmehle, Weißbrot, weiße Nudeln. Bei Covid hat man das gesehen. Die Nudeln waren ausverkauft in den Regalen und die Vollkornnudeln, die lagen da immer noch. Und wir sagen, wir nehmen das Getreide mal weg, weil Getreide ist nicht unser Problem. Wir kommen auf genügend Getreide. Wir essen zu wenig Vollkorngetreide und wir sagen, wir nehmen das Getreide weg, damit die Frauen langsam anfangen, wieder Hülsenfrüchte zu essen. Also Bohnen, Linsen, Kichererbsen, auch mal die Pseudogetreide, so was wie Quinoa ausprobieren oder Buchweizen. Und das ist eben einen Raum schaffen. Und weil wir eben so auch gewohnt sind, Brot zu essen, und Brot wiederum ist Getreide in einer Form, in der es sehr schnell zu Zucker abgebaut wird. Und wieder zu Blutzuckerschwankungen führt. Nicht weil Brot per se schlecht ist. Auch ich esse mal eine Scheibe Vollkorn-Sauerteigbrot, aber dann ist es eben Vollkorn-Sauerteigbrot. Oder wir haben im Kurs ein Wunderbröt. Wir haben ein Rezept für ein Wunderbröt. Oder wer das nicht mag, man kann das als Proteinbrot— von Hauck gibt es Wunderbröt als fertige Mischung. Also man kriegt mittlerweile sehr gut diese Proteinbrote auch, weil die länger satt halten und die Blutzuckerspiegel sanft zum Blutzuckerspiegel sind. Und dann rede ich in der Einheit an Tag 15, rede ich über Fructose. Aber die Fructose in der gefährlichen Form, also in Süßigkeiten, in Keksen, in Pudding, in Fruchtjoghurt, die lassen wir ja schon weg in dem Moment ab Tag 4, wo wir den Zucker weglassen. Ich erkläre den Frauen nur noch mal, was es mit der Fructose auf sich hat, weil die Fructose ist 15-mal mehr, steigert sie den Aufbau von Fett in der Leber als die Glukose. Und in unserer westlichen Ernährung ist sehr viel Fruktose in Industrieprodukten drin. Man kann sich auch mal selbst Gemüsepasten, sind teilweise sehr süß, die enthalten sehr viel Zucker. Ketchup.

Brigitte Huber 57:30
Kannst du mal ein Lebensmittel nennen mit ganz viel Fruktose? So ein Franzbrötchen vielleicht?

Susanne Liedtke 57:35
Franzbrötchen hat viel. Ja, mit Lebensmitteln mit ganz viel Fruktose. 50% Fruktose sind in Haushaltszucker enthalten. Haushaltszucker. Na gut, das ist— Haushaltszucker ist ein Zweifachzucker, der hat Glukose und Fructose und die Fructose ist deutlich süßer. Und dann natürlich alle Süßgetränke, also Limonaden, alle Obstsäfte, also Saftkuren oder sich einen Entsafter kaufen, weil man denkt, man tut sich was Gutes. Das macht man nicht. Man füttert sich ganz schnell mit Fruchtsäften eine Fettleber an und deshalb ist Obst nicht per se der Feind, weil das verwechseln viele, sondern es ist die Fruktose in flüssiger Form, also in Säften und in Limonaden und in Süßigkeiten. Und dann achten wir schon darauf, weil wenn man Frauen sagt, essen Sie mal mehr Obst und Gemüse, dann essen die meisten mehr Obst und denken, das ist super und sie vergessen das Gemüse. Und wir priorisieren das Gemüse. Also was wir von Anfang an versuchen, ist langsam auf 500 Gramm Gemüse am Tag zu kommen. Und wenn du das erst mal priorisierst, dann spielt Obst noch eine Rolle, aber nicht mehr die dominierende Rolle. Dann, weil in ganz viel Fruktose, in Aprikosen, getrockneten Aprikosen ist 17-mal mehr Fruktose drin als in frischen Aprikosen. Also Trockenfrüchte sind konzentrierte Fruktose und deshalb wird man bei uns auch mal Rezepte— Wir arbeiten mit Datteln in unserem Kochbuch ab und zu, weil wir natürlich auch wissen, dass so ein bisschen Dessert auch was Schönes ist zum Essen. Und wir sind alle auch auf süß konditioniert, aber das setzen wir eben am Ende einer Mahlzeit ein und dann in Maßen. Es geht darum, das Maß wiederzufinden und eben nicht zu glauben. Ich habe eine Freundin, die isst immer auf Mallorca, gibt es auch diese Feigenkuchen, sind das glaube ich, zum Käse, die man sich abschneiden kann. Und sie denkt ja, das ist ja eine gute Alternative zu Süßigkeiten. Und ich so, nein, das ist genauso, wenn nicht noch schlimmer. Weil noch mehr Fruktose drin ist. Und dann rede ich in der letzten Einheit, da rede ich über Umweltgifte und über sogenannte endokrine Disruptoren, weil es Stoffe gibt in der Umwelt, die mit unserem Hormonsystem interagieren. Sie führen zu einer stärkeren Östrogenisierung und zu einer Östrogenisierung auch im Tierreich. Da sieht man das schon ganz stark, dass männliche Tiere verweiblichen, bilden kleinere Genitalien, kleineres Genital aus, sind teilweise nicht mehr zeugungsfähig. Und gleichzeitig, weil Hormonrezeptoren besetzt werden und dann eben Testosteron nicht mehr wirken kann. Das passiert. Oder aber weil östrogenartige Substanzen an unseren Östrogenrezeptoren andocken und dann zu einer stärkeren Östrogenisierung führen. Und da mache ich vor allem auf BPA, also Bisphenol A, weise ich hin und auf Phthalate. Die sind zum Beispiel in PVC und in Parfums, in Duftstoffen. Und wer ein Lieblingsparfum hat, bitte einfach mal gucken, welche Inhaltsstoffe drin sind, oder den Hersteller fragen, weil Phthalate und Bisphenol A gelten als reproduktionstoxisch. Gerade bei Frauen mit Kinderwunsch ist das ein wichtiges Thema, dass sie runterkommen von diesen giftigen Stoffen, weil sie dazu führen, dass die Eizell- und Spermienqualität beeinträchtigt ist.

Brigitte Huber 60:48
Hast du Frauen schon dann in ihren 30ern bei dir im Kurs?

Susanne Liedtke 60:52
Also, oder ich hätte gerne mehr davon. Manchmal kommen die Töchter von Müttern dazu, also Anfang 20-Jährige mit Endometriose. Ich hatte zwei Frauen mit Ende 30 mit Kinderwunsch. Ich bin jetzt auf ganz dünnem Eis. Die haben aber beide 100, 120 Tage nach dem Kurs sind die schwanger geworden und ungefähr so lange brauchen die Eizellen, um zu reifen.

Brigitte Huber 61:12
Der OP wird noch nicht als verlässlich belastbare Studie gelten, aber macht, macht Hoffnung. Auf jeden Fall. Genau. Also die Frauen halten das dann, machen das dann 21 Tage mit. Kannst du vielleicht ganz kurz sagen, was sind dann deren Erfolgsgeschichten, eure Erfolgsgeschichten?

Susanne Liedtke 61:28
Und das ist so faszinierend. Die sind ganz unterschiedlich, so verschieden wie die Frauen sind. Es geht von: Ich habe weniger Gelenkschmerzen, ich kann morgens auftreten. Wir haben eine Frau mit schwerer Arthrose gehabt, die sagt, sie konnte gar nicht mehr gehen. Die war hochglücklich, weil sie nach 21 Tagen wieder ein paar Schritte gehen konnte in Barfußschuhen. Ich habe jetzt andere mit Arthrose gehabt, die bereut hat, dass sie es nicht früher gehört hat, weil niemand konnte sich auf einmal erklären. Unter dem Body Reset war sie auf einmal schmerzfrei. Das sind natürlich immer nur so Momentaufnahmen. Ich meine, das ist ja keine Ernährung, die man dann nach 3 Wochen aufhören sollte, sondern wir sagen, mach 80% weiter. Und die Frauen, die weitermachen, von, also Gewichtsverlust, nicht jede Frau nimmt ab, aber wir sagen, die Richtung stimmt, sie muss weitermachen, weil die unterschiedlich schnell abnehmen und der Körper Körper kann auch festhalten an dem, was er erst mal bekommt, weil unser Stoffwechsel unterschiedlich reagiert. Auch also Gewichtsabnahme auf alle Fälle, wenn man es länger macht. Weniger Gelenkschmerzen, keine Migräne mehr, haben wir schon gehört. Gibt aber auch Frauen, die haben erst mal mehr Kopfschmerzen, weil auf einmal das Histamin-Thema, darüber haben wir jetzt nicht gesprochen, also auf einmal spielt Histamin eine Rolle, weil der Darm nicht mehr das viele Histamin abbauen kann, wie er es früher machen konnte. Die Darmflora verändert sich bei Frauen in den Wechseljahren. Und dann gehen wir natürlich darauf personalisiert ein und sagen, du lässt jetzt mal Fermentiertes weg und du guckst erst mal, dass wir deine Darmschleimhaut irgendwie gesunden. Dann von einer Tochter, die mit ihrer Mutter, weil sie in der Pubertät war, kaum geredet hat und sagt, meine Tochter redet auf einmal mit mir und sagt, Mama, du siehst so schön aus. Und also solche, so oder bis hin zu, ich habe den Job gewechselt. Also sie haben auf einmal wieder viel mehr Energie, die fühlen sich kraftvoller. Aber für viele ist das auch eine Rostkur. Ich will das nicht beschönigen. Das ist erst mal anstrengend, bevor es gut wird, weil wir ganz viel Ballast auch loswerden. Das heißt deshalb Reset, weil wir erst mal aufräumen. Das ist so, wie wenn man an seinen Kleiderschrank rangeht und mal aussortiert und danach einen bereinigten Kleiderschrank hat. Und auf einmal sieht man auch wieder viel mehr Dinge und es ist befreiter und so, und die Kreativität kann auch wieder fließen und so. Und deswegen, so muss man sich das vorstellen.

Brigitte Huber 63:38
Gibt es auch Leute, bei denen gar nichts Positives passiert und die dann aufhören oder so?

Susanne Liedtke 63:43
Ich kann immer nur— wir machen eine Befragung vorher, nachher und ich kann ja nur von denen berichten. Wir haben eine Studie gemacht, also wir haben eine Studie mit der Hochschule Furtwangen gemacht und haben dort unter anderem mit reingenommen die Menopause Rating Scale. Das ist ein weltweit in Studien über die Wechseljahre eingesetzter Fragebogen zum Schweregrad der Wechseljahresbeschwerden. Und da konnte— und das ist eine experimentelle Studie gewesen mit knapp 40 Teilnehmenden, also noch klein, auch keine Kontrollgruppe, weil wir sind ein kleines Team und so, aber die Menopause Rating Scale hat sich deutlich verbessert nach unten. Also der Beschwerdefaktor ist runtergegangen und mental, das war noch mal signifikant. Du hast ja bei so kleinen Studien Probleme mit dem Signifikanzniveau, aber die mentale Gesundheit ist besser geworden, die Verdauung ist deutlich besser geworden. Also von manche, viele Frauen haben Reizdarm, 70% der Reizdarmpatienten sind weiblich. Die Verdauung hat sich normalisiert hin zu einer, also entweder keine Verstopfung mehr oder wenn man sehr weichen Stuhl hat, hin zu einer Banane. Und gibt es Frauen, bei denen gar nichts funktioniert? Die, ich rufe die Frauen immer auf, sich zu melden, wenn da gar nichts funktioniert, weil manchmal sind es kleine Stellschrauben, an denen man dann drehen kann. Und meistens, wir haben eine Frau, die hat gerade nach 3 Wochen gesagt, Susanne, ich habe mich sklavisch an alles gehalten, es hat nichts funktioniert. Und da haben wir dann, Christina und ich zusammen geguckt, was ist bei der? Und die hat extrem viel Sport gemacht. Und Sport, der dann schon zu Stress geführt hat. Ein gestresster Körper kann nicht abnehmen, der kann nicht loslassen. Die haben wir dann beraten hinsichtlich: Mach Sport, aber mach den richtigen Sport für dich und geh das etwas entspannter an. Wir erwarten Unmenschliches von unserem Körper. Wir kippen über Jahre, Jahrzehnte ganz viel auf den Körper und denken so: Marschier weiter, immer noch mehr Ballast, mehr Gewicht. Und dann soll der in 3 Wochen, aber schon eigentlich nach 5 Tagen erwarten die Frauen schon, dass jetzt alles anders wird. Und das funktioniert nicht.

Brigitte Huber 65:37
Also langen Atem braucht man auf jeden Fall auch. Und vermutlich auch, was du vorher schon gesagt hast, man wird nicht 100% mit in den Alltag nehmen können, ist wahrscheinlich schon mit 80% viel. Du hast gesagt, 3 Mahlzeiten am Tag wäre eine gute Geschichte. Wie ist es mit Getränken? Vielleicht da noch ein paar Sätze dazu. Wasser, das gute Wasser, nicht. Und auch alkoholfreies Bier.

Susanne Liedtke 66:01
Nicht wirklich. Beim alkoholfreien Bier durchaus, aber auf den Kohlenhydratgehalt achten. Gut. Weil sonst, weil wenn du im Restaurant bist und denkst, du tust dir was Gutes, alkoholfreies Bier, wenn das ganz viel Kohlenhydrate enthält, dann wirst du mehr essen an dem Abend, weil du schon direkt mit einer Blutzuckerspitze anfängst und 3 Mahlzeiten. Genau so. Jetzt bin ich, ich habe nämlich Brainfog ab und zu und ich verliere in jeder Podcast-Aufnahme irgendwann den Sag noch mal deine Frage eben.

Brigitte Huber 66:28
Meine Frage ist, wie wir es mit den Getränken halten. Also wir trinken vor allem Wasser und das kann ich schon verraten. Am besten auch ganz normales Leitungswasser. Kann es sein, dass es kein Sprudel, kein gar nichts?

Susanne Liedtke 66:40
Ich trinke lieber stilles Wasser, weil ich so mehr trinke. Die Kohlensäure hemmt mich immer ein bisschen und ich empfehle, ich finde, das kann man auch nennen, ein sehr kalziumreiches Wasser. Das ist Steinsieker. Das hat zwischen 600 und 700 Milligramm Kalzium auf 1 Liter Wasser und das ist die auch eine unterschätzte Quelle. Kalziumreiches Wasser als Kalziumquelle, gerade wenn wir nicht mehr Milch trinken. So, das heißt, ein kalziumreiches Mineralwasser habe ich immer da. Ich habe stilles Wasser, Kräutertees, Ingwertee mache ich mir viel, gerade wenn man Verdauungsbeschwerden, Blähungen hat. Ingwer entlastet. Pfefferminztee. Minze ist ein ganz tolles Mittel, um den Darm zu entspannen. Auch Pfefferminzöl in Lebensmittelqualität, also Pfefferminztee aus frischer Minze oder getrocknet. Das habe ich. Ich selber trinke auch grünen Tee, aber eben nicht mehr nachmittags, weil der so gesund ist, so viel, so stark antioxidativ. Und ich trinke, ich möchte auch, wenn ich mit Gästen da sitze, ich möchte eine Weinbegleitung haben, aber keinen Alkohol trinken. Und die meisten alkoholfreien Weine sind sehr süß. Und da gibt es mittlerweile Anbieter, bieten sogenannte Fermente an auf Basis von Rote-Bete-S***, auf Basis von gelber und roter Bete, auf Basis von Birkensaft. Die fermentieren und das hat, das ist eine ganz spannende Begleitung zu einem Abendessen. Also wenn ich, wenn ich eine Alternative brauche zu Alkohol, dann greife ich darauf zurück.

Brigitte Huber 68:03
Wir könnten noch ewig reden. Jetzt wollte ich nur noch ganz kurz mal wissen, was sind denn dann deine 3 Lieblings-Lebensmittel? Wenn du dich entscheiden müsstest?

Susanne Liedtke 68:11
Leinsamen auf alle Fälle. 2 Esslöffel geschrotet jeden Tag für jede Frau und jeden Mann, weil die eine antikanzerogene Wirkung haben. Sowohl bei Prostata kann es helfen, der Prostata als auch bei den Frauen mit dem Brustgewebe.

Brigitte Huber 68:25
Das habe ich letztes Mal gesehen. Das hat dich auch sehr empört, habe ich gesehen, dass auf einer Packung davor quasi abgeraten wurde, ihn ungekocht, unbearbeitet zu essen.

Susanne Liedtke 68:37
Ja, auf allen Leinsamen findet man Warnhinweis: Nicht roh verzehren. Das rührt daher, dass Leinsamen eine Vorstufe von Blausäure enthält. Und die ist aber in einer inaktiven Form vorhanden. Ich vermute, durch die viele vegane Ernährung, wo Leinsamen sehr viel eingesetzt werden als Ei-Ersatz, will man jetzt davor warnen. Aber die muss erst durch Bakterien und im Magen enzymatisch eben in ihre aktive Form gebracht werden. Und mit 2 Esslöffel geschrottem Leinsamen, die kann man ohne Probleme roh essen. Gar kein Problem. Wir sollten allerdings nicht mehr als 20 Gramm Leinsamen am Tag essen, weil Leinsamen, wenn Cadmium im Boden ist, dann ziehen die auch Cadmium an, wie alle Ölsaaten. Wenn schwer mit so, aber ansonsten ist es ein hochpotentes Lebensmittel. Super. Die Vorteile überwiegen das, was ich eben gesagt habe, auch wenn das sehr abschreckend klingt. So Leinsamen, dunkle Schokolade ab 80% esse ich jeden Tag. Kakao und Kakao auch, weil das ist mein— ich habe einen Süßhunger. Ich war immer eine, die In der Familie die meisten Süßigkeiten gegessen, habe meine ganzen Zähne ruiniert, zahlig teuer dafür heutzutage. Und dunkle Schokolade, da brauche ich 1, 2 Stücke und dann ist gut. Und ich habe keinen Jipa mehr, aber 80%, weil alles darunter zu viel Zucker enthält. Und dann die grünen Blattgemüse, also alles, alles was dunkelgrün ist. Meinetwegen nehmen wir den Spinat, weil der eben und Grünkohl, Grünkohl, Brennnesseln enthalten sehr viel Kalzium, sehr viel Magnesium, sehr viel Kalium. Also immer rein damit.

Brigitte Huber 70:09
Und wenn ich jetzt— ich weiß nicht, kann man denn so gezielt auch essen, wenn ich irgendeinen Termin vor mir habe, ein Ereignis, wo ich sehr, sehr viel Energie brauche? Was würdest du mir da raten?

Susanne Liedtke 70:20
Dann würde ich dir, wenn das am Morgen ist, dann würde ich dir unser Getreidefreies Porridge empfehlen, weil du damit keinen Blutzuckerabfall hast, sondern deine Blutzuckerkurve bleibt schön stabil. Und damit, weil wenn du morgens Haferflocken alleine essen würdest, Hafer sehr gesund, aber Haferflocken alleine, da sind die Kohlenhydrate nicht verpackt. Packt, dann kann es angehen, dass du einen Abfall des Blutzuckerspiegels hast und da wirst du müde. Das kann dir auch nachmittags nach Nudeln passieren. Deshalb, ich würde dir, wenn du ein Mittagessen planst, dann würde ich dir die Ripulita anbieten. Das ist typische italienische Suppe mit Kichererbsen, mit ordentlich Olivenöl oben drauf. Kannst auch ein bisschen Parmesan oben drauf machen, das ist total okay, weil da du wirst danach nicht müde. Und das sagen uns viele Frauen, sie haben nicht mehr diesen Heißhunger, den sind sie los und sie haben nicht mehr die Müdigkeit nach dem Essen.

Brigitte Huber 71:09
Er ist ja auch sehr angenehm.

Susanne Liedtke 71:11
Oder ein Fisch mit Salat, weil da hast du die Proteine und du hast Salat und du hast eben also mit den Kohlenhydraten, wenn du viel Energie brauchst, obwohl Kohlenhydrate die Energie liefern, aber die eher als Neben— also die kriegen eine Nebenrolle auf deinem Teller, die Kohlenhydrate.

Brigitte Huber 71:26
Okay, und sollte ich das dann auch essen, wenn ich Energie am Abend brauche, ohne dass ich nachts um 4 aufwache?

Susanne Liedtke 71:31
Du brauchst ja immer Energie. Genau. Also willst ja Kohlenhydrate essen, Und deshalb abends so ein Curry zu essen ist gut. Also du bekommst genügend Energie, aber nicht diesen Überschuss an Energie, den die Nudeln liefern oder Reis oder Kartoffeln.

Brigitte Huber 71:44
Wir haben immer noch zwei Rubriken in unserem Podcast und würde ich gerne mit dir darauf zugehen.

Stephan Seiler 71:53
Meine Premiere.

Brigitte Huber 71:55
Deine Premiere. Zuerst geht es um Premieren, liebe Susanne. Premieren sind Dinge, die wir zum ersten Mal in unserem Leben machen. Je älter wir werden, umso weniger machen wir häufig zum ersten Mal, zumindest an positiven. Geschichten. Sie sind aber, diese Premieren, durchaus lebensbereichernd. Sie dehnen die Zeit. Was war das Letzte, was du neu in dein Leben reingelassen hast? Oder planst du etwas, wo du uns gern teilhaben lassen möchtest?

Susanne Liedtke 72:23
Wenn ich das jetzt sage, dann bricht bei allen der Vollekel aus, glaube ich. Aber ich zum Beispiel—

Brigitte Huber 72:29
Ich bin schon sehr neugierig.

Susanne Liedtke 72:31
Ich esse neuerdings wieder Leber.

Brigitte Huber 72:33
Du isst neuerdings wieder Leber. Ja. Und warum hast du dir diese Premiere— Das war einfach der Geschmack, oder was war die größte Premiere?

Susanne Liedtke 72:41
War natürlich, mit 49 einen guten Job hinzuschmeißen und zu gründen. Da würde ich auch jede Frau, die das irgendwie denkt, würde ich— Möchte ich gerne motivieren. Ich brauche diese ersten 2 Jahre der Gründung nicht mehr, weil die waren hart. Aber ich— Es ist das Beste, was ich gemacht habe, und I'm living my life. So, ich esse Leber, weil es eines der nährstoffdichtesten Lebensmittel ist. Gleichzeitig warnt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Wir sollen nur einmal im Monat maximal das essen, weil Leber heutzutage sehr belastet ist. Ich esse natürlich Bio-Leber mit Demeter-Qualität, damit die möglichst nicht mit Pestiziden und so weiter belastet ist. Es— Leber enthält Cholin, und unter anderem, also das nicht der einzige Grund, die ist ganz nährstoffdicht, ist ein fettarmes Lebensmittel mit Vitaminen, Mineralstoffen, viel B-Vitamine, Folsäure, und aber auch Cholin. Cholin war früher Vitamin B4. Das ist ein semi-essentieller Stoff, den wir selber produzieren, aber im zunehmenden Alter umso weniger. Das heißt, wir Wir müssen Cholin von außen zuführen und Cholin hilft uns bei der Fettverbrennung in der Leber und ist auch ganz wichtig für Neurotransmitter im Gehirn. Acetylcholin zum Beispiel. Und hilft, es wäre jetzt ein neues Fass, was wir aufmachen, bei der DNA-Methylierung. Das ist ganz wichtig, was den Alterungsprozess anbelangt, dass wir dort gesund älter werden können. Und deshalb esse ich lieber.

Brigitte Huber 73:59
Oh nee, ich esse seit 44 Jahren kein Fleisch. Ich möchte aber auch gesund älter werden, also müsste ich drüber nachdenken.

Susanne Liedtke 74:05
Nein, nein, du findest, du suchst einfach nach vegetarischem Cholin. Isst du Eier? Ja. Ja, in Eiern ist auch Cholin drin. Jeden Tag ein Ei.

Brigitte Huber 74:15
Jetzt kommt die zweite Rubrik, die heißt Entweder oder.

Stephan Seiler 74:19
Entweder oder.

Brigitte Huber 74:21
Du wählst immer zwischen zwei Begriffen und sagst nur ganz kurz assoziativ, wo du näher bist. Musst auch nichts mehr begründen. Aber ich fange an mit zwei Zitaten, aus denen du eines auswählst, das dir besser gefällt oder mehr entspricht. Die Gesundheit einer Frau ist ihr Kapital. Das ist das Zitat einer Schriftstellerin, Harriet Beecher Stowe. Oder das wird dir bekannt vorkommen, das Zweite: Die Nahrung, die du zu dir nimmst, kann entweder die sicherste und am stärksten wirksame Form von Medizin oder die am langsamsten schleichende Form von Gift sein. Anne Wigmore, Naturheilkundlerin.

Susanne Liedtke 74:57
B.

Brigitte Huber 74:57
B. Dann sind wir jetzt Bei Entweder-oder: Selber kochen oder essen gehen?

Susanne Liedtke 75:03
Selber kochen.

Brigitte Huber 75:04
Smoothie oder Kräutertee?

Susanne Liedtke 75:06
Kräutertee.

Brigitte Huber 75:08
Buch oder Serie? Buch. Studie oder Erfahrung? Studie. Frühstück oder Abendessen?

Susanne Liedtke 75:16
Frühstück.

Brigitte Huber 75:18
Waage oder Bauchgefühl?

Susanne Liedtke 75:20
Bauchgefühl.

Brigitte Huber 75:22
Akzeptieren oder optimieren?

Susanne Liedtke 75:24
Akzeptieren.

Brigitte Huber 75:25
Yoga oder Krafttraining?

Susanne Liedtke 75:28
Krafttraining.

Brigitte Huber 75:29
Kochen nach Rezept oder frei Hand?

Susanne Liedtke 75:31
Nach Rezept.

Brigitte Huber 75:32
Fasten oder feiern?

Susanne Liedtke 75:34
Feiern.

Brigitte Huber 75:35
Ich hätte da noch eins stehen, aber das machen wir jetzt gar nicht. Ich finde es so schön, wenn wir die ganze Zeit über gesunde Ernährung gesprochen haben, dass wir dann doch mit dem Feiern aufhören. Das finde ich wunderbar. Vielleicht noch eine Frage, das hätte mich auch noch interessiert. Wir haben uns jetzt ganz stark auf Frauen und auf die, ich sage jetzt mal, wechseljahresphasebezogen. Gilt das, was wir jetzt gesagt haben, für Männer ganz genauso?

Susanne Liedtke 75:58
Grundsätzlich ist die Ernährung, die ich so propagiere, die basiert letztendlich auf der mediterranen Ernährung plus Fermentiertes. Das ist die am besten untersuchte Form der Ernährung und die gilt für alle Menschen. Junge, Alte, alle Geschlechter. Das ist die Form, mit der wir am ehesten gesund älter werden können.

Brigitte Huber 76:16
Okay. Und wenn wir richten uns natürlich auch an Menschen wie mich, Frauen ab 60, vielleicht auch ab 70, ab 80, auch Männer. Würdest du da noch sagen, passt ihr noch auf das speziell auf?

Susanne Liedtke 76:29
Es ist nie zu spät, noch was zu ändern. Selbst meine Mutter hat mit über 80 noch ihre Ernährung angepasst. Viele Frauen, die im Kurs sind bei uns, die haben ja 80-jährige Mütter und entweder kocht da die Mutter oder so und auf einmal sagen die, meine Mutter hat keine Gelenkschmerzen mehr. So was. Also das ist nie zu spät, mit Ernährung noch was bewirken zu wollen und da sich noch mal zu öffnen. Das ist halt die Frage, Wie flexibel sind wir? Die Menschen, die flexibel sind, werden profitieren.

Brigitte Huber 76:54
Und bei dir jetzt persönlich? Was hilft dir beim Älterwerden? Jetzt jenseits der Lebensmittel und der Ernährung?

Susanne Liedtke 77:00
Gute Beziehungen. Ich habe eine Handvoll. Ich habe wenig Freundinnen. Ich so, weil ich auch mit der Gründung, das wie ein drittes Kind. Ich habe wenig Zeit und kann Freundschaften gar nicht so gut pflegen. Aber die, dieses enge Netz an Menschen, die um mich rum sind, das sind alles gute, nährende Beziehungen. Da habe ich mich vor Jahren mal neu sortiert, so, und vor allem, was damals meine Ehe anbelangt und so. Aber ich habe ganz gute Menschen um mich rum und das, die geben mir was und ich gebe denen zurück und das funktioniert. Und damit, das ist das Wichtigste, um gesund älter zu werden. Ich würde sagen, noch wichtiger als die Ernährung.

Brigitte Huber 77:35
Ja, und auch nicht allein sitzen am Tisch.

Susanne Liedtke 77:38
Auf keinen Fall. In Gemeinschaft essen. Ja.

Brigitte Huber 77:41
Vielen herzlichen Dank, Susanne. Wir haben eine Menge mitgenommen. Ich muss auch noch mal über meinen Ernährungsplan gucken.

Susanne Liedtke 77:48
Du bist herzlich eingeladen.

Brigitte Huber 77:49
Also, ich werde das ein oder andere schon noch aufnehmen. Herzlichen Dank, hat ganz viel Spaß gemacht.

Susanne Liedtke 77:54
Danke für die tollen Fragen, das Gespräch, Brigitte.

Stephan Seiler 77:58
Das war unser Gespräch mit Susanne Liedtke. Eigentlich war es dein Gespräch, liebe Brigitte. Wie war es denn für dich, eine Stunde lang über die Wechseljahre zu sprechen?

Brigitte Huber 78:07
Ja, natürlich hatte ich an vielen Stellen ein Déjà-vu, auch wenn die Wechseljahre bei mir ja schon zurückliegen. Aber das, was sie gesagt hat, hat ja auch für jede Altersgruppe Sinn gemacht. Und so gesehen werde ich meinen Speiseplan noch mal genauer anschauen. Was auf gar keinen Fall passieren wird: Ich werde keine Leber essen. Das habe ich schon als Kind und Teenager nicht gern gemocht. Aber irgendwie das mit dem Fermentierten hat mir schon so ein bisschen zu denken gegeben, ob ich jeden Tag so ein bisschen Sauerkraut in mein Leben lasse. Mal gucken. Muss ich mal sacken lassen. Und du?

Stephan Seiler 78:39
Ja, ich habe aufmerksam zugehört, habe wirklich einiges gelernt, was ich nicht wusste und was auch keine große Leistung ist, weil ich wusste nämlich relativ wenig über die Wechseljahre und die Menopause. Ich habe jetzt auf jeden Fall jede Menge Anregungen bekommen, was ich kochen kann, wenn ich meine Freundinnen treffe, die in der Menopause sind. Einige Freundinnen von Wir stecken da nämlich genau drin und ich bin da manchmal so hilflos und weiß gar nicht genau, was ich dann mit der Information anfangen soll, wenn sie Hitzewallungen haben oder Schlafprobleme hatten. Jetzt habe ich eine Idee, was ich ihnen vielleicht Gutes tun könnte, nämlich indem ich ein bisschen Leber koche, Haferreis dazu und Sauerkraut oder auch eine andere Menüabfolge. Aber es war auf jeden Fall sehr, sehr lehrreich.

Brigitte Huber 79:26
Und ab in Zukunft mehr Haferreis, mehr Haferreis als Basmati hell, wie auch immer.

Stephan Seiler 79:32
Auf jeden Fall. Und Linsen, Linsenpasta ganz wichtig.

Brigitte Huber 79:35
Also wie gesagt, es wird das eine oder andere passieren auf unseren Speiseplänen. Wer sich generell stärker mit dem Thema Ernährung noch mehr auseinandersetzen möchte, dem sei wirklich wärmstens ans Herz gelegt und an den Magen in dem Fall unsere Folgen mit der Ernährungsmedizinerin Jael Adler. Das sind die Folgen 4 und 5 und wir haben jetzt kaum über Nahrungsergänzungsmittel gesprochen, ist aber auch ein wichtiges wichtiges Thema, das da quasi gleich anbei ist. Und da lohnen sich die Folgen mit Bas Kast, dem Wissenschaftsjournalisten, die Folgen 24 und 25.

Stephan Seiler 80:10
Wir hören uns nächste Woche wieder. Ja, auf dieser Welle, auf diesem Kanal, nächste Woche Mittwoch eine neue Folge Huber und Seiler Die Sache mit dem Älterwerden. Schreibt uns, schickt uns Kommentare. Brigitte und ich, wir lesen die auch wirklich alle. Passt auf euch auf. Bis dahin, alles Liebe.

Brigitte Huber 80:27
Bis dahin, alles Liebe. Wir freuen uns bis zum nächsten Mal.

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Folge

37

·

66 Min.

Mit

Jonathan Apasu

Altern Männer anders? Ist Testosteron tatsächlich das Wundermittel gegen alle Männerleiden?

Impulse aus dieser Folge

💡

Zum Mitnehmen

Gute Beziehungen sind fürs gesunde Älterwerden wichtiger als die Ernährung, sagt Susanne Liedtke. Eine Rangfolge, die verändert, worauf wir unsere Mühe richten.

💡

Zum Ausprobieren

Susanne Liedtke setzt als Basis auf mediterrane Ernährung mit fermentierten Lebensmitteln.

💡

Zum Ausprobieren

Für die Knochen zählt zuerst die Belastung: Kraft, Balance und Koordination empfiehlt die Osteoporose-Leitlinie am stärksten. Dazu Eiweiß (laut DGE 0,8 Gramm je Kilogramm Körpergewicht am Tag, ab 65 rund 1 Gramm), etwa 1.000 Milligramm Kalzium übers Essen und 800 Internationale Einheiten Vitamin D. Ohne Beschwerden den Vitamin-D-Spiegel messen zu lassen, bringt keinen Vorteil und gehört in die Sprechstunde.

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Zum Ausprobieren

Leinsamen sind ein guter Alltagsbaustein, aber mit Deckel: Das BfR empfiehlt Erwachsenen hoechstens 15 bis 20 Gramm geschrotet am Tag, also etwa zwei Essloeffel - wegen Cadmium und Blausaeure. Zum Krebsschutz gibt es Hinweise, keinen Beweis: Frauen nach den Wechseljahren mit hohem Lignan-Spiegel im Blut hatten in einer DKFZ-Studie ein niedrigeres Sterberisiko, das ist eine Beobachtung. Als Praeparat raten die Forschenden ausdruecklich ab; gemeint sind Leinsamen im Essen.

💡

Zum Ausprobieren

Täglich etwas Fermentiertes ist ein guter Gedanke, nur nicht wegen Vitamin K2: Nennenswerte Mengen liefert davon fast nur Natto, für Sauerkraut, Kombucha, Tempeh und Apfelessig ist keines nachgewiesen. Belegt ist die Wirkung auf die Darmflora, allerdings mit sechs Portionen am Tag und an 18 Menschen ohne Kontrollgruppe. Und Fermentiertes bringt reichlich Salz mit.

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Zum Ausprobieren

Täglich etwas Fermentiertes ist ein guter Gedanke, nur nicht wegen Vitamin K2: Nennenswerte Mengen liefert davon fast nur Natto, für Sauerkraut, Kombucha, Tempeh und Apfelessig ist keines nachgewiesen. Belegt ist die Wirkung auf die Darmflora, allerdings mit sechs Portionen am Tag und an 18 Menschen ohne Kontrollgruppe. Und Fermentiertes bringt reichlich Salz mit.

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Zum Ausprobieren

Susanne Liedtke setzt als Basis auf mediterrane Ernährung mit fermentierten Lebensmitteln.

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Zum Ausprobieren

Leinsamen sind ein guter Alltagsbaustein, aber mit Deckel: Das BfR empfiehlt Erwachsenen hoechstens 15 bis 20 Gramm geschrotet am Tag, also etwa zwei Essloeffel - wegen Cadmium und Blausaeure. Zum Krebsschutz gibt es Hinweise, keinen Beweis: Frauen nach den Wechseljahren mit hohem Lignan-Spiegel im Blut hatten in einer DKFZ-Studie ein niedrigeres Sterberisiko, das ist eine Beobachtung. Als Praeparat raten die Forschenden ausdruecklich ab; gemeint sind Leinsamen im Essen.

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Zitate aus dieser Folge

Die Nahrung, die du zu dir nimmst, kann entweder die sicherste Form von Medizin oder die am langsamsten schleichende Form von Gift sein.

Ann Wigmore

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36

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Nach 3 Wochen hatten wir unsere Mutter zurück, weil die war 2 Jahre nicht sie selbst.

Susanne Liedtke

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Ich wollte auch immer Chef sein und jetzt bin ich halt Chef von Wechseljahren.

Susanne Liedtke

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Es ist nie zu spät, noch was zu ändern. Selbst meine Mutter hat mit über 80 noch ihre Ernährung angepasst.

Susanne Liedtke

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Diese Frauen werden komplett alleingelassen. Man lässt sie ins offene Messer laufen.

Susanne Liedtke

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Die Wechseljahre sind ein beratungsintensives Thema und ein Gynäkologe bekommt im Schnitt 16,89 € je nach Bundesland, ein paar Cent mehr oder weniger pro Quartal, pro Kassenpatientin.

Susanne Liedtke

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Huber & Seiler

Die Sache mit dem Älterwerden.

Klüger älter werden, ohne sich jünger machen zu müssen.

Ein unabhängiger Podcast von Brigitte Huber & Stephan Seiler.

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