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26

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65 Min.

Sind wir schon klüger geworden? Was bleibt hängen nach einem halben Jahr „Die Sache mit dem Älterwerden“? Die große Recap-Folge mit den besten Tipps und Tricks aus 25 Folgen!

Ihr Lieben, seit genau einem halben Jahr begleiten wir uns nun gegenseitig beim Älterwerden – und heute ziehen wir Zwischenbilanz.

Psyche

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Überall, wo es Podcasts gibt:

In dieser Jubiläumsfolge (Nr. 26!!!) machen Brigitte und Stephan den großen Kassensturz: Welche der Tipps unserer hochkarätigen Expertinnen und Experten haben wir wirklich umgesetzt?

Wir blicken zurück auf Gänsehautmomente mit Helma Sick, Lebensweisheiten von DJ Hell und die Erkenntnis, dass „Gut genug“ oft der gesündeste Weg ist. Mit den besten Tipps von Stefanie Stahl, Yael Adler, Volker Limmroth, Hannah Monyer, Oliver Kalkofe und vielen anderen unserer bisherigen Gäste.

Ein ehrliches Recap voller Selbstversuche, technischer Tücken und einem spannenden Ausblick auf die nächsten Gäste.

Kapitelmarken

  • 00:00 Moin! Wir feiern 26-Wochen-Jubiläum

  • 03:40 Das gefühlte Alter: Warum wir uns jünger schätzen sollten

  • 07:29 DJ Hell, Alkohol und die Trinkstrategie

  • 11:46 Finanzen: Was uns Helma Sick gelehrt hat

  • 16:46 Best-of Ernährung: Nüsse, Tomatenmark und 30 Pflanzen

  • 20:34 Psyche: Gedächtnis, Stefanie Stahl und die eigenen Gedanken

  • 26:22 Zeit: Marc Wittmann und der Sofortismus

  • 31:42 Treppen und Krafttraining: Was von Limmroth blieb

  • 36:30 „Gut genug": Das Erbe von Folge 14

  • 41:35 Was bei uns nicht funktioniert hat: Eincremen und Botox

  • 51:06 Langeweile: Oliver Kalkofes Erbe

  • 53:08 Sex & Intimität: Hauthunger und dänische Lebensweisheiten

  • 59:52 Ausblick: Auf wen wir uns freuen

Transkript zur Folge

Brigitte Huber 0:00
Moin Stephan.

Stephan Seiler 0:01
Moin.

Brigitte Huber 0:01
Brigitte, hast du schon jemals gehört, dass ich dich mit Moin begrüßt hab?

Stephan Seiler 0:05
Ne, bisher noch nicht, aber ich vermute, du wirst mir damit sagen, dass du mal wieder in Hamburg bist.

Brigitte Huber 0:11
Nein, ich will dir signalisieren, dass ich anscheinend nach 25 Jahren plus 3 Jahre, die ich in Hamburg lebe, jetzt gelernt habe, dass man Moin sagt und zwar den ganzen Tag. Und ich finde, heute ist so ein besonderer Tag und da wollte ich das ausstrahlen, weil heute haben wir so ein kleines Jubiläum. Weißt du welches?

Stephan Seiler 0:30
Richtig? Ja, wir feiern Halbjähriges, feiert man Halbjähriges.

Brigitte Huber 0:34
Also das ist zwar ein bisschen krumm, aber.

Stephan Seiler 0:36
Also ich hatte schon Beziehungen, bei denen wurden sogar die ersten Monate gefeiert. Monatstag zumindest in den Monatstage kenne ich auch. Nach einem halben Jahr saß man auch noch mal zusammen, weil das ist ja für viele auch schon eine Leistung. Und man kann ja auch sagen, für uns beide ist das glaube ich auch schon ein Moment, auf den ich ein bisschen stolz bin. Also ich möchte nicht für uns beide reden, aber wir haben jetzt ein halbes Jahr geschafft und sind gemeinsam älter geworden und hoffentlich auch ein bisschen klüger dabei geworden.

Brigitte Huber 1:04
Naja, und vielleicht innerlich jünger, das sowieso, das gibt es jetzt zu besprechen.

Stephan Seiler 1:09
Äußerlich bin ich mir nicht so sicher bei mir selbst, aber innerlich auf jeden Fall. Und darüber möchten wir heute reden. Brigitte, was haben wir heute vor?

Brigitte Huber 1:16
Ja, wir wollten zurückblicken Auf die letzten 26 Folgen und Wochen und mal gucken, was so bei uns hängen geblieben ist, wo wir gesagt haben, okay, da haben wir mal richtig was dazugelernt. Das begleitet uns, das begleitet uns vielleicht nicht, obwohl wir es am Anfang gedacht haben, das nehmen wir mit. Vielleicht zu den nächsten 26 Folgen. Ja, so ein kleines Recap. Also man soll ja nicht nach hinten gucken und dort verharren, aber nach hinten gucken, um sich für heute und morgen was rauszusuchen, Das finde ich schon sehr schlau. Was meinst du?

Stephan Seiler 1:47
Das sehe ich ganz genauso. Ich glaube, es kann sich wirklich lohnen, auch für alle Zuhörerinnen und Zuhörer da draußen, die uns jetzt schon seit 25 Folgen begleiten, auf unserer Reise durch das Älterwerden einmal kurz innezuhalten, einen kleinen Schulterblick zu machen, wo stehen wir jetzt, was haben wir gelernt, was haben wir vielleicht auch schon wieder fallen lassen, was haben wir ausprobiert, womit haben wir gute, womit haben wir nicht so gute Erfahrungen gemacht und eventuell auch sich dann noch mal anzugucken, was davon er noch mal eine kleine Auffrischung bräuchte.

Brigitte Huber 2:15
Ich bin Brigitte Huber.

Stephan Seiler 2:16
Ich bin Stephan Seiler und das ist die Sache mit dem Älterwerden.

Brigitte Huber 2:31
Ja, hereinspaziert heißt also vor einem halben Jahr. Wir haben tatsächlich am 8. Oktober 2025 die erste Folge ausgestrahlt. Die haben wir, einen Ticken vorher aufgenommen. Zwei haben wir, glaube ich, mindestens vorher aufgenommen, eine sogar live. Also das war sehr, sehr Spannend. Aber am 8. Oktober ging es los. Ich kann mir das sehr gut merken. Zum einen ist auch an dem Tag das Buch erschienen, das ich zusammen mit meiner Co Autorin Anne Bärbel Köhler geschrieben hat. Und das ist jetzt aber etwas, was man glaube ich, nur in Bayern vielleicht so ein bisschen überhaupt wertschätzen kann. Ich habe da Namenstag. Sagt dir das was? Namenstag? Ja, natürlich, Heilige Brigitte. Und den habe ich so drin. Brigitte ist anscheinend Namenstag, die heilige Birgitta von Schweden oder wie auch immer sie hieß in Hamburg kann ich da jemanden immer dazu bringen, wenn ich in meiner Familie sage, Mensch, wollt ihr nicht heute besonders lieb sein? Ich habe Namenstag. Dann gucken die mich einmal mitleidig an und das war's dann. Aber in Bayern war das früher wenigstens so, dass man eine Tafel Schokolade von der Oma gekriegt hat oder Katzenzungen oder wie es auch immer hieß. Ja, und dieser dreifach prominente Tag war der 8. Oktober und da ging es los. Weißt du noch, mit welcher Folge?

Stephan Seiler 3:40
Wir haben eine Folge zum Thema Gefühl, gefühltes Alter gebracht und ich glaube, dann kam auch schon gleich die Interviewfolge mit Professor Limro zum Thema Älter werden. Longivity, der große Überblick über die wissenschaftlichen Erkenntnisse, wie wir älter werden können. Die haben wir, glaube ich, auch am gleichen Tag veröffentlicht. Also Folge 1 und 2 für alle, die es noch mal nachhören möchten.

Brigitte Huber 4:02
Genau. Und die Folge 1 zum Beispiel, wo es um das gefühlte Alter geht, die begleitet mich permanent. Und das finde ich wahnsinnig spannend, weil da ging es ja darum, dass die viele Menschen sich acht bis zehn Jahre, je nach Studie, jünger fühlen, als sie sind. Und dann kann man Ist das schlau oder ist das nicht schlau oder bilden wir uns irgendwas ein, was wir nicht sind. Da sagen die Studien ü Ja, das ist sehr schlau. Wer sich jünger fühlt, hat ein geringeres Sterblichkeitsrisiko. Und gerade jetzt ist wieder eine ganz neue Studie veröffentlicht worden, Yale Studie. Und da ging es darum, dass Menschen ab 65 zehn Jahre begleitet wurden. Und man hat halt einfach geguckt, verbessern, verschlechtern die sich noch mal kognitiv oder körperlich oder bleibt das gleich? Und tatsächlich bei 45 Prozent konnten entweder kognitiv oder körperlich Verbesserungen gesehen werden. Das heißt also, das Altern ist keine so lineare Kurve nach unten, sondern individuell sehr, sehr unterschiedlich. Und ein ganz gravierender Punkt ist dein Bild vom Altern. Wenn du ein positives Bild vom Altern hast, dann kannst du da sehr, sehr viel mehr etwas positiv beeinflussen. Und das zum Beispiel finde ich richtig stark. Hast du ein positives Bild vom Alter?

Stephan Seiler 5:26
Das habe ich tatsächlich auch übernommen. Seitdem habe ich mir wirklich abgewöhnt zu Ich bin alt, ich fühle mich alt. Das hört man ja auch in meinem Alter schon recht häufig. Bei Freundinnen und Freunden habe ich eigentlich auch schon früher gehört, als die dreiig übersprungen hatte. Da fingen schon die ersten an und ich habe mir das wirklich abgewöhnt. Ich sage nicht mehr, dass ich mich alt fühle, auch nicht an einem Tag, an dem ich vielleicht dann verkatert bin oder so. Ich versuche das einfach mir gar nicht erst einzureden. Und das bewirkt vielleicht was. Ich weiß es nicht. Wir werden es sehen, wenn ich dann irgendwann eines Tages die Ziellinien meines Lebens erreichen werde. Abgerechnet wird zum Schluss. Aber es ist jetzt schon, sorgt jetzt schon dafür, dass das Thema nicht mehr so schwer wiegt, sondern ich mehr im Hier und Jetzt sein kann und das Leben genieße.

Brigitte Huber 6:12
Ja, ich fand zum Beispiel bei der Studie auch total spannend, dass die auch junge Leute und ihr Altersbild gefragt haben. Und ganz viele haben ja im Kopf so Vorschulkinder, irgendwie so gebrechliche Menschen, die einen Buckel haben und so. Und dann wurden die Kinder Ja und wie ist es bei deiner Oma? Und dann hieß Ne, meine Oma gar nicht, die ist topfit und macht alles Mögliche. Das heißt, es gibt so ein ganz verankertes Bild, an das man auch wirklich versuchen sollte ranzukommen. Weil was ich dann wirklich spannend, wenn man dann da rankommt und junge Menschen, ich glaube die waren dann in den ERN ein positiveres Bild vom Alter haben, dann ernähren die sich besser und das finde ich dann schon spannend. Man hat dann anscheinend mehr das Gefühl, man kann das auch beeinflussen. Und vor dem Hintergrund habe ich mich auch bestätigt gefühlt, weil ich habe mich ja immer dagegen verwehrt. Ich habe gesagt, ich werde mich nie alte Frau nennen, weil ich einfach das Gefühl habe, das wird zur selbst fulfilling prophecy. Das heißt ja nicht, dass man sich fühlt wie dreiig oder so benimmt, als hätte man noch, keine Ahnung, 150 Jahre vor sich. Aber es ist diese innere Einstellung. Und da fällt mir ein Satz von einem unserer Gäste ein und du weißt glaube ich gleich, wer das ist, der einfach sagt, ich habe mich dagegen entschieden alt zu werden.

Stephan Seiler 7:28
Das war doch dein alter Schulfreund.

Brigitte Huber 7:29
Das ist doch nicht mein Schulfreund. Aber genau mein Freund vom Land. Wir sind beide in der gleichen Gegend aufgewachsen. DJ Hell, das war der Geier Helly, wie er bei mir in der Umgebung hieß damals.

Stephan Seiler 7:41
DJ Hell, Richtig, das war in der Weihnachtsfolge Folge 13 war das mit DJ Hell.

Brigitte Huber 7:49
Und der hat uns natürlich auch verraten, dass es nicht nur die gute Einstellung ist, sondern dass er auch ein Leben führt als DJ, dass er auf der sehr gesunden Seite sich abspielt. Also ich glaube irgendwie Rhabarbersaftschorle nachts ist irgendwie sein härtestes Getränk oder sowas und er ernährt sich sehr gesund, er macht viel Sport, er macht viel Gelassenheit. Also ja, von nichts kommt nichts und

Stephan Seiler 8:14
dann fällt mir dazu auch kein Alkohol sagt.

Brigitte Huber 8:18
Nein, eben. Also nichts, was man vielleicht so landläufig früher mit DJ Leben in Verbindung gebracht.

Stephan Seiler 8:24
Hätte.

Brigitte Huber 8:24
Aber ich glaube, die ganzen älteren DJs, älter glaube ich, kann man schon sagen, die reiferen DJs, die es noch gibt, die haben eher einen guten Lebenswandel. Ansonsten schaffst du das nicht.

Stephan Seiler 8:34
Hast du denn auch dahingehend, um mal gleich zu den harten Themen zu kommen, hast du deinen Alkoholkonsum verändert, seitdem wir diesen Podcast machen?

Brigitte Huber 8:44
Nee, ich habe schon, also ich habe schon als junge Frau gesagt, ich habe eine Trinkstrategie. Das wurde sehr belustigt oft angesehen. Aber das heißt zum Beispiel, dass ich nie die Getränke wechsle. Das finden manche spassfrei, weil ich auch nicht jemanden bin, der zwischendrin einen Schnaps mittrinkt. Ich denke mir, was soll das? Es schmeckt mir nicht und es macht mich schnell betrunken und eigentlich will ich das gar nicht. Ich mag den Geschmack gern und die leichte Wirkung von Alkohol. Und das hieß in meiner Jugend war das dann immer Bier und ich habe eine gute Konstitution. Also ich kann schon zwei, drei Bier trinken, ohne dass mich das umhaut. Und ich würde Sagen, die letzten 20 Jahre, 30 Jahre ist es Weißweinschorle und eher auch gemäßigt. Also insofern, es ist dann eher so, dass ich sage, ich möchte auf gar keinen Fall jetzt jeden Abend Weißweinschorle trinken, obwohl es mir jeden Abend schmecken würde. Aber wenn ich jetzt allein zu Hause bin zum Beispiel dann nicht, sondern nur in Gesellschaft oder so. Aber ne, da hat sich jetzt nicht gravierend was bei mir verändert bei dir?

Stephan Seiler 9:44
Ja, bei mir hat sich das Nicht Trinken noch stärker manifestiert. Jetzt habe ich einfach immer eine gute Erklärung, um meiner Umwelt zu sagen, warum es gut ist, nicht zu trinken. Im Januar gab es ja auch diesen Dry January und dem quasi die halbe Republik keinen Alkohol getrunken hat, habe ich auch gemacht. Und das hat mir dieses Jahr, ist mir dieses Jahr noch leichter gefallen als sonst. Und trotzdem muss ich aber auch sagen, dass ich dann auch wieder rückfällig geworden bin, gerade letztes Wochenende. Und ich kann euch sagen, alter Fehler, Tequila und Gin Tonic ist eine tödliche Mischung. Auf keinen Fall mischen, bitte nicht. Ich weiß nicht, was mich da geritten hat. Ich habe in zu vielen jungen, war mit so vielen jungen Leuten unterwegs, Sie wussten das noch nicht.

Brigitte Huber 10:24
Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Tequila, glaube ich, hatte ich auch, ich glaube, vor der 20 mal und ist bis jetzt so, dass ich irgendwie so einen halben Meter zurückgehe. Und Kirschlikör, das ist auch so ein Wort, das glaube ich auch mit 110, wenn man mir einen Kirsch anbietet, sage ich, nee, nee, nee, da hatte ich vorgestern einen Kater und der vorgestern war, glaube ich, war 16 oder 17, aber das war nicht schön. Naja, aber das ist doch gut. Also ja, ich bin ja auch immer der Überzeugung, dass das Ganze ein Balanceakt sein sollte mit dem Gesundsein und vernünftig sein. Für mich ist es zumindest so. Wir haben ja auch, glaube ich, mal eine Folge darüber gesprochen, Wenn ich zu stark auf die disziplinierte Seite gehe, dann macht es mir halt nicht mehr so viel Spaß und ich will ja auch eine Motivation haben, um morgens gern aufzustehen und so weiter. Und dann ist für mich vieles fällt mir leicht, also gesunde Ernährung fällt mir meistens leicht und ein paar Sachen fallen mir nicht so leicht. Und ja, dann versuche ich da einfach so eine gesunde Mischung zu finden. Eine Sache zum Thema Altersbild. Die vielleicht für mich beeindruckendste Person im ersten Halbjahr, was das Altersbild angeht, was heißt nicht vielleicht sicher, ist Helmer Sick, die Finanzikone, die quasi die Finanzberatung für Frauen so in die Taufe gehoben hat und Bundesverdienstkreuz dafür bekommen hat.

Stephan Seiler 11:46
Ja, Folge 17 übrigens für alle, die es nachhören wollen.

Brigitte Huber 11:49
Folge 17 und die dann auch gesagt Ich habe noch nie, nie drüber nachgedacht, in Rente zu gehen und das strahlt sie dann auch so aus. Also diese drei Tage Woche, die sie da noch hat in ihrer ehemaligen Firma, die sie also Finanzberatungsfirma, die sie an ihre Nichte übergeben hat und die leuchtenden Augen, die sie davon hat, wie sie dann immer noch alles recherchiert, dass sie auf gar keinen Fall, wenn sie beim großen Plenum vor 100 200 Leuten über Finanzsachen. Spricht, dass sie häufiger als einmal sagen muss, nee, das kann ich jetzt so aus dem Stand nicht beantworten und so. Und das finde ich wirklich eine beeindruckende Person, die einfach altern kann. Ja, noch kommen aber noch nicht und noch nicht für mich.

Stephan Seiler 12:32
Helmer Sieg ist auch bei mir nachgeklungen. Ich habe sehr häufig sie zitiert in meiner Umgebung. Zum einen auch wegen dieser unbändigen Lebenslust, dass man eben in diesem Alter noch eine Firma gründen kann und noch so viel bewirken kann. Auch bei Hannah Monyer zum Beispiel, der Gedächtnisforscherin, die wir vor ein paar Wochen interviewt hatten, da war was Ähnliches dabei, die war auf dem Kilimandscharo und fährt Berg jeden Tag hoch und lernt dabei irgendwelche Gedichte auswendig. Das hat mir gezeigt, was alles möglich ist. Man kann sich immer noch mal auf ein neues Level heben und es ist überhaupt nicht vorbei, wenn irgendwann mal die eine oder andere Zahl vorne steht. Hannah Monyer. Das waren die Folgen 21 und 22 für alle, die es nachhören wollen und Elma Sick, um zu ihr zurückzukommen, der Frau, die uns und allen empfohlen hat, auf die finanzielle Unabhängigkeit zu achten, vor allem natürlich Frauen, aber ich denke auch ein paar Männer, die ich kenne, die das auch machen können, die in homosexuellen Partnerschaften zum Beispiel leben und vielleicht auch nicht ganz so auf ihre eigene Unabhängigkeit achten. Da muss ich sagen, dass ich auch das immer wieder weitergetragen habe in den letzten Monaten, wie so vieles andere auch. Mein Partner hat mir auch genau das so gespiegelt und meinte, dass ich unglaublich viel darüber reden würde, was ich hier in dem Podcast erlebe und höre und das dann auch teile. Und das waren dann auch teilweise mehrstündige Gespräche, die daraus resultiert sind. Es ist auch ein super Smalltalk Thema übrigens. Also wenn einem nichts einfällt, wenn man neuen fremden Menschen begegnet, einfach mal sagen, was man so bei Huber und Seiler gehört hat, ne? Was unsere Expertinnen und Experten am besten geben. Ich übertreibe ein bisschen, aber ihr wisst hoffentlich, was ich meine. Es gibt so viele, so viele Erkenntnisse, Erfahrungen und auch Meinungen, die wir hier einsammeln, die dann auch tatsächlich sich multiplizieren können und dann auch manchmal auf Widerspruch, Zustimmung stoßen. Das ist auf jeden Fall ein gutes Thema für alle möglichen Runden.

Brigitte Huber 14:29
Also was mir bei Helma auch noch so hängen blieb und was ich bestimmt auch schon x mal derzeit noch mal gesagt habe, dass sie gesagt hat, dass so viele Frauen nicht wissen, wie viel Rente sie bekommen. Und wir haben doch dann gefragt, wie kann das sein? Man kriegt ja jedes Jahr diesen Rentenbescheid und sie hat gesagt, sie schauen sich das nicht an, weil es ihnen quasi schlechte Laune macht. Und da muss ich schon sagen, da ich mich jetzt wirklich mit diesen Themen auch so Emanzipation der Frau seit 40 Jahren beschäftige, also das gab mir schon noch meinen Stich, dass das 2026 anscheinend dann doch noch so ist an manchen Stellen, dass man die Augen verschließt und hofft, es wird irgendwie gut ausgehen, anstatt dass man sich wirklich auch mit dem Partner auseinandersetzt, Eheverträge macht, guckt, also wie können wir das so dealen, dass es für beide Partner, Partnerinnen zum Schluss gut ist. Also es fand ich schon noch mal sehr, sehr spannend, wie so vieles in der Folge auch Umgang mit Therapie, alte Wunden. Also du kriegst Wunden zugefügt als Kind oder als sehr, sehr junge Frau und greifst das Thema auf. Sie hat es ja zweimal noch mal aufgegriffen, einmal mit 20 und einmal dann noch mit 60 und hat gesagt, es war jemals eine ganz, ganz wertvolle Geschichte und hat ihr Leben dann noch mal so positiv verändert, dass sie jetzt ja sagt, sie lebt jetzt ihr bestes Leben.

Stephan Seiler 15:47
Ja, und dazu kann man vielleicht auch noch mal einordnen. Helma hatte wirklich eine schwere Kindheit, müssen jetzt hier nicht das noch mal alles wiederholen, aber es hat mich auch sehr beeindruckt zu spüren, genauso wie du meintest, dass es nie zu spät ist, in die Aufarbeitung zu gehen und auch in die Therapie zu gehen, was ich ja auch manchmal höre von einigen Menschen, die müssen älter sind als ich, die ach ja, jetzt brauche ich es auch nicht mehr. Es kann sich immer lohnen. Und das ist eine gute Message.

Brigitte Huber 16:14
Und der Punkt ist ja auch bei vielen ist so um den 60. Geburtstag dann auch noch mal so eine Phase, wo sie vulnerabler, also durchlässiger, dünnhäutiger werden und wo auch alte Geschichten noch mal hochkommen. Und das ist dann tatsächlich schon ein guter Moment, wenn man denn möchte, um sich noch mal mit den Dämonen von früher, sage ich mal, auseinanderzusetzen.

Stephan Seiler 16:37
Wollen wir uns mal angucken, was wir denn noch so umgesetzt haben in den vergangenen Monaten.

Brigitte Huber 16:43
Ja, Stephan, was hast du denn umgesetzt?

Stephan Seiler 16:46
Ich habe vieles von dem umgesetzt, was Jal Adler uns gesagt hat. Ja, Adler, die Ernährungsmedizinerin war bei uns zu Gast vergangenes Jahr direkt zu Beginn, ich glaube Folge 4, 3 und 4, 4 und 5, 4 und 5, 4 und fünf für alle. Das war richtig toll für mich. Da habe ich nämlich richtig viele ganz konkrete Handlungsempfehlungen bekommen, mit der ich glaube ich meine Ernährung noch ein Stück weit verbessern konnte. Zum Beispiel jeden Tag einen Esslöffel Tomatenmark. Warum? Das cremt die Haut von innen ein, fand ich total überzeugend, erzähle ich auch jedem weiter. Eine Handvoll Nüsse am Tag. Warum bringt angeblich 5 Jahre mehr Lebenserwartung? 4 oder 5 Jahre im Schnitt mache ich natürlich.

Brigitte Huber 17:29
Dann kannst du wieder mal Tequila trinken

Stephan Seiler 17:30
zwischendrin, was ich hier vor mir habe. Hier sind die Walnüsse vor mir und die Pinienkerne alle jeden Tag eine kleine Nuss, kleine Portion Nüsse schafft ja jeder und 30 Pflanzen pro Woche fürs Mikrobiom, damit der Darm noch gesünder ist und so weiter für die Darmgesundheit mache ich auch, schreibe ich auch auf und damit gehe ich auch allen Leuten richtig auf den Sack in meiner Umgebung, muss ich sagen. Ich habe das auch zurückgespiegelt bekommen, weil eine Person, mit der ich sehr, sehr häufig morgens und mittags und abends esse, die hat mir zurückgespiegelt, die ich zitiere, Du isst unglaublich viele Körner und schreibst oft alles auf, was den Essprozess verlängert und regelmäßig dazu führt, dass du mit dem Essen anfängst, wenn ich schon fertig

Brigitte Huber 18:13
bin und schreibst alles auf. Du schreibst auf, was du isst immer noch.

Stephan Seiler 18:19
Ich protokolliere das. Ich protokolliere das. Hat ja Adler mir so aufgetragen. Natürlich, wenn sie das sagt, ihr habe ich richtig Respekt, richtig Autorität für mich geworden durch die beiden Folgen, dann will ich das auch so machen.

Brigitte Huber 18:31
Also du hast so ein kleines obsessives

Stephan Seiler 18:36
Obsessiv. Das macht ja Spaß. Das ist ja kein großer, das ist kein Schmerz dabei für mich. Das macht einfach Spaß.

Brigitte Huber 18:41
Da bin ich gar nicht weit weg von dir. Also natürlich, wenn ich in Urlaub, verlasse ich alles zu Hause, so wie es ist. Aber Akazienfaser oder so, was sie da gesagt hat, das war auch dann so, dass ich danach noch mal gedacht habe, komm, du kannst dein Müsli mit so ein paar Sachen noch mal richtig peppen unter Umständen. Und das mache ich. Ich mache auch das mit dem Tomatenmark und ich trinke sogar jeden Tag ein Glas Möhrensaft und verrückterweise schmeckt er mir inzwischen so, dass ich ihn gern mag. Da hat sie ja versprochen, dass man davon so eine gute Hautfarbe kriegt. Also nicht so wie manch amerikanische Präsidenten, weil das finde ich ganz, ganz schlimm. Aber ich habe mir dann gedacht, man merkt gar nicht. Aber dann haben jetzt doch manchmal Leute gespiegelt, haben gesagt, du siehst ja ganz fit aus, warst du im Urlaub, dann denke ich mir, okay, vielleicht ist doch was dran. Aber da bin ich komplett bei dir, Stephan. Das sind Dinge, von denen man auf jeden Fall ausgehen kann. Sie schaden nicht mehr noch, sie werden uns was Gutes tun und sie tun auch nicht weh. Es ist eben nicht so wie bei Hannah Monyer, die morgens mit dem Mountainbike 10 km den Berg hochfährt, wo ich sagen würde, da wäre ich wahrscheinlich bei eineinhalb. Ja, und sehr gerne in der Fremdsprache. Warum nicht auf Italienisch? Warum nicht? Ja, also ich glaube, das war die Person, wo wir am meisten das Gefühl hatten, OK, da trennt uns irgendwas von der Ambition und vom inneren Antrieb. Sie ist absolut faszinierend und sie ist ja auch humorvoll. Es ist ja nicht so, dass die da jetzt so wie so die Disziplinkönigin da vorgeht. Aber da muss ich schon sagen, da waren so ein paar Sachen, wo ich mir gedacht habe, okay, nicht mehr in diesem Leben.

Stephan Seiler 20:23
Ja, eher im nächsten womöglich vielleicht Alpenüberquerung,

Brigitte Huber 20:29
fünf Sprachen, drei Musikinstrumente.

Stephan Seiler 20:32
Ja, was hast du denn aber auch

Brigitte Huber 20:34
schön, Was ich bei ihr auch ganz, ganz toll fand, da ging es ja um Gedächtnis, um Erinnerungen. Und was ich ganz, ganz schön fand, ist, dass wir es in der Hand haben, bis zum gewissen Punkt auch unsere Stimmungen, unsere Betrachtungen eines Tages umzuwandeln. Klingt so manipulativ, aber einen besseren Tag im Nachhinein draus zu machen, aus einem Tag, der eben eher so mittel war, indem man sich einfach noch mal damit auseinandersetzt oder wie sie gesagt hat, dass sie einfach mit 50 Jahren beschlossen hat, den sehr, sehr melancholischen Charakter in ihrer Familie sich zu erhellen und da einfach wirklich mit gezielten, erwiesenen Dingen, die da helfen, sei es Dankbarkeit, sich auf die positiven Sachen zu fokussieren, dass es ihr das auch gelungen ist, das fand ich tatsächlich schon auch beeindruckend. Also ja, wir sind unserem Unglück nicht

Stephan Seiler 21:32
ausgeliefert, richtig vom Mindset her. Und ich weiß gar nicht, ob das Stefanie Stahl gesagt hat oder auch bei Hannah Money mit dabei war, dass man auch nicht allem glauben soll, was man so denkt, dass die Gedanken ja kommen und auch wieder gehen, dass man dem gar nicht so anhängen sollte. Auch jeder hat mal miese Gedanken oder Gedanken, die auch vielleicht einen sabotieren wollen oder an alte Glaubenssätze erinnern wollen, nach dem du bist nicht gut genug oder du reichst nicht aus oder du bist zu viel, gibt es ja auch manchmal. Das Gefühl kenne ich auch und dem muss man aber nicht immer so folgen. Man kann quasi den Gedankenzug einfahren lassen und auch wieder ausfahren lassen, wie so ein Zug am Bahnhof. Und das habe ich tatsächlich verinnerlicht.

Brigitte Huber 22:15
Absolut. Das finde ich auch Also glaube nicht deinen eigenen Gedanken so ohne weiteres, weil die ändern sich ja auch ständig und es sind eben nur Gedanken. Und finde ich auch ganz, ganz spannend. Und genau was du von Stefanie Stahl, der Psychologin und Bestsellerautorin, die hat ja das Buch Das Kind in dir muss Heimat finden, Das Kind in dir muss Heimat finden geschrieben. Da ist mir auch noch mal viel hängen geblieben in Richtung Einsamkeit. Ein Gefühl, das es bei uns überall gibt und das sehr, sehr unterschätzt wird, dass auch völlig normal jeder von uns ein Stück weit immer wahrscheinlich mal wieder hat. Also ich weiß nicht, ob es Menschen gibt, die noch nie ein Gefühl der Einsamkeit gefühlt haben. Und das fand ich auch ganz, ganz spannend. Was kann ich da tun? Wie begegne ich dem?

Stephan Seiler 23:00
Aus dem Gespräch habe ich auch sehr viel mitgenommen, vor allem den Auftrag, wirklich Verbindungen zu suchen, echte Verbindungen zu suchen mit Menschen, mit denen ich was verbinden kann. Ü Stefanie Stahl war zu Gast in Folge Nummer 9 und sie hat mir damals auch den Tipp gegeben, anders mit meinen Handballkollegen umzugehen, wo ich manchmal gemerkt Warum stellen die gar keine Fragen? Warum wollen die gar nichts von mir wissen? Warum ist das irgendwie so ein komischer Berliner, weiß ich nicht was. Man kreist um sich selbst die ganze Zeit und reden über Handball, aber man lernt einander gar nicht kennen. Und da habe ich dann tatsächlich ihren Rat beherzigt und erstens, Stephan, stell doch selbst. Ganz viele Fragen habe ich gemacht Und zweitens, Stephan, hoffe nicht drauf, dass die Jüngeren sich um dich herumscharen werden, was du dir vielleicht erhoffst, sondern red auch mit den Gleichaltrigen bzw. Mit den Älteren. Und das habe ich jetzt auch verstärkt gemacht, auch in anderen Konstellationen. Ich muss mir einfach dessen klar sein, ich bin nicht mehr 20, ich bin nicht mehr 25 wenn ich mit Jährigen oder Jährigen in diesem Fall Handball spiele oder andere Berührungspunkte habe, dann ist das für die wahrscheinlich wirklich so, wie mit einem älteren Mann zu sprechen. Und da gibt es dann vielleicht auch gewisse Berührungshemmnisse oder gewisse Hemmnisse, so offen mit mir zu reden, wie sie vielleicht mit Gleichaltrigen sprechen. Was erhoffe ich mir davon? Dann kann ich doch auch mit Menschen sprechen in meinem Alter, die dann vielleicht einen ähnlichen kulturellen Erfahrungsschatz auch haben, wie ich wusste, dass es hier und da leichtere Anknüpfungspunkte gibt und seitdem ich das so ein wenig verinnerlicht habe, mich angepasst habe, merke ich auch, klappt es auch besser mit den Jüngeren. Das klingt so ein bisschen komisch.

Brigitte Huber 24:34
Ich finde schon, genau, weil da wollte ich jetzt gerade schon so reingrätschen, weil ich finde schon, dass es natürlich Anknüpfungspunkte auch über die Generationen hinweg gibt, sowohl nach oben als auch nach unten. Also ich kann mich wahrscheinlich mit der Freundin meines Sohnes sehr viel besser über Ernährung unterhalten, vielleicht aber auch über den maßlosen Konsum von Social Media und wie man damit umgeht, als mit manchen Gleichaltrigen. Das finde ich durchaus möglich. Und genauso die Generation nach oben, die hat ja dann auch noch für mich vielleicht Erfahrungen, die sie mit mir teilen kann. Und das fand ich auch ganz spannend. Also dieses Generationenübergreifende, wie wichtig das natürlich auch ist, um wirklich auch gut älter zu werden und irgendwie um gut älter zu werden.

Stephan Seiler 25:22
Das kann ich auch bestätigen. Ich hatte ganz, ganz tolle Auseinandersetzungen, Gespräche, Austausche mit jüngeren Menschen, auch mit älteren Menschen. Also das Thema Älter werden beschäftigt, scheint wirklich alle zu beschäftigen. Und auch wenn wir uns natürlich an Menschen über 40 oder ab 40 richten und dann wirklich alle auch im Blick halten, bis ein ganz, ganz hohes Alter. Auch menschen um die 20, 25 mit 30 haben mich auf diesem Podcast angesprochen und mir in Austausch gegangen, Gerade auch wenn es um die Frage geht, Ernährung und Mittelchen, Ernährungsergänzungsmittel oder auch Schlaf. Schlaf ist auch so ein Thema, wo wir bei den Punkten sind, was wir verbessert haben. Da würde ich sagen, da habe ich kleine Fortschritte gemacht. Gestern lief es mal wieder ein bisschen schlechter, als ich um Mitternacht erst aus dem Studio rauskam. Und das nehmen wir auch relativ früh aus auf. Manchmal geht es mit der Arbeit nicht, aber immer öfter gönne ich mir jetzt tatsächlich diese sieben Stunden Schlaf, die wer uns empfohlen hat. War das Volker Limrod oder war das Marc Wittmann, der Zeitforscher? Einer von beiden? Auf jeden Fall ist doch eine Lektion. Sieben Stunden Schlaf sind wichtig.

Brigitte Huber 26:22
Sinnvoll ist es immer genau genügend Schlaf. Und ich glaube, wenn wir über Marc Wittmann, den Zeitforscher, sprechen, dann ging es eben auch darum, womit wir unsere Zeit verbringen und sie vielleicht dann auch das ein oder andere Mal besser mit Schlaf verbringen würden, weil das fand ich schon auch sehr, sehr spannend. Da ging es ja auch um eines unserer Lieblingsthemen, um das Thema Premieren auch, dass eben Dinge, die wir zum ersten Mal machen, tatsächlich dazu führen, dass wir wieder ein gedehntes Zeitgefühl haben, dass wir tatsächlich neue Erinnerungen in unser Gedächtnis pflanzen und auch in unsere Seele. Weil die Grundthese ist ja ganz klar, wenn wir jung sind, wenn wir Kinder sind, Jugendliche sind, erleben wir ganz, ganz viele Dinge zum ersten Mal. Da haben wir auch mit Hannah Meunier noch mal drüber gesprochen und das hinterlässt natürlich einen ganz, ganz starken Eindruck und Abdruck in unserem Gehirn. Und deswegen kommen uns die ersten 20 Jahre, ich habe mal gelesen, so lang vor wie der Rest, ich hoffe, es ist nicht ganz so schlimm, Aber tatsächlich ist ja klar, mit diesen ganz vielen Routinen, da flutscht einem die Zeit tatsächlich davon und dann hat man irgendwie so Weihnachten, Silvester das Gefühl, ja, das war es schon wieder. Und da haben wir intensiv auch mit Marc Wittmann drüber gesprochen, der ja, das ist leider Alles wahr, Folge 7 übrigens. Ja, die Zeit vergeht schneller gefühlt natürlich nicht tatsächlich gefühlt tatsächlich bis 60, ab 60 bleibt es dann gleich, da wird es dann zumindest nicht mehr schlimmer. Das ist auch ein Phänomen, das ist international gleich. Also das konnten die über viele Studien beweisen. Und das, was wir dem Ganzen entgegenhalten können, ist halt quasi der achtsame Umgang mit der Zeit, im Hier und Jetzt zu sein, neue Dinge zu erleben, tatsächlich uns auf diese Dinge auch einzulassen. Und ich fand es dann auch ganz, ganz toll. Also was heißt toll? Es ist so bezeichnend, dass dann ein Spruch, den Seneca getätigt hat, dass der immer noch so relevant ist wie heute.

Stephan Seiler 28:22
Wie lautet der nochmal?

Brigitte Huber 28:23
Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern zu viel Zeit, die wir nicht nutzen. Und dann muss man sagen, Wenn jemand vor 2000 Jahren diesen Satz gesagt hat, die hatten noch nicht mal Social Media, die hatten kein Fernsehen, die hatten eigentlich überhaupt nichts. Ich weiß gar nicht, ob die Bundesliga hatten eher nicht. Also das heißt, womit haben die sich den ganzen Tag die Zeit vertrieben, dass man trotzdem das Gefühl hatte, ich habe zu wenig Zeit und das fand ich schon sehr spannend. Und dann aber dahin zu leuchten, womit vertreiben wir uns unsere Zeit und ist das immer alles gut und richtig. Hat bei mir zumindest dazu geführt, dass ich mal einen ganzen Tag Digital Detox gemacht habe, also komplett auf mein Handy verzichtet habe, was ich gar nicht so schwer fand dann. Aber es war auch ein Sonntag. Insofern leicht, man hat vorher fünf Leuten Bescheid gesagt und insofern aber tatsächlich, ja, das finde ich schon eine gute Sache, würde ich häufiger mal machen.

Stephan Seiler 29:28
Ja, dann mach doch noch mal, aber bitte nicht an den Tagen, in denen wir aufnehmen, da müssen wir erreichbar sein.

Brigitte Huber 29:33
Ist ja immer alles so wichtig und dass man so schnell reagieren muss.

Stephan Seiler 29:37
Richtig. Der Sofortismus, auch darüber hatten wir ja gesprochen, die Erwartungshaltung, die immer wieder von außen an anderen herangetragen wird, was die Kommunikation betrifft, dass man sich da auch ein bisschen rausziehen kann, dass man milde sein kann, dass man milde mit sich selbst sein darf und aber auch Grenzen nach außen ziehen kann, was die Kommunikation betrifft. Man muss nicht alles sofort beantworten und Wenn abends um 22 Uhr, wer auch immer schreibt, es sei denn, es ist ein Notfall, dann muss man auch nicht sofort antworten. Ich gehe apropos Zeit jetzt auch ein bisschen realistischer um. Danke, Marc Wittmann, Zeitforscher, der uns gesagt hat, dass sie alle Zeit Optimisten sind, wie du ja auch schon, glaube ich, eben angedeutet hattest, und dass wir oftmals zu optimistisch damit umgehen. Und ich würde jetzt für mich in Anspruch nehmen, das wurde mir auch so gespiegelt von einigen Menschen meiner Umgebung. Ich glaube, du hast mir auch mal zurückgespielt, dass ich jetzt pünktlicher bin, dass ich tatsächlich realistischer einschätzen kann die Wegzeiten oder auch Zeiten wie umziehen, mal kurz eine Pipi Pause einplanen zwischen Konferenzen, all das, was man ja sonst als Zeitoptimist gerne mal so unter den Tisch fallen lässt, das mache ich jetzt, bilde ich jetzt realistischer ab. Bin ich deshalb immer pünktlich? Ne, es geht in einer Stadt wie Berlin wahrscheinlich auch nicht oder auch in Hamburg, in großen Städten, wo manchmal auf den ÖPNV angewiesen ist oder so, oder auf die Bahn mit der Deutschen Bahn unterwegs gewesen, ganz oft in den letzten Monaten ist es auch schwierig, aber ich würde sagen, ich bin auf einem guten Weg.

Brigitte Huber 31:00
Ich glaube, das ist ja auch wirklich spannend, weil er gesagt hat, die Menschen gehen halt immer vom Best Case aus und in Wahrheit. Ich glaube, das machen wir am ehesten, wenn wir verreisen, dass wir Puffer einplanen, damit wir einen Flug nicht verpassen, weil es uns da richtig, richtig wichtig ist. Aber im Normalfall planen wir kaum Puffer ein. Und das haben wir auch an manchen Stellen gemerkt, auch bei unseren Interviews, dass wir uns einfach darauf verlassen haben. Da bin ich jetzt aber schon bei einem Punkt, wo ich gesagt Was hat nicht so gut geklappt oder was konnten wir noch nicht so gut lösen?

Stephan Seiler 31:35
Trotz unserer Wollen wir uns noch aufheben? Wollen wir uns den noch aufheben?

Brigitte Huber 31:38
Den heben wir auf. Was hast du denn noch mitgenommen?

Stephan Seiler 31:42
Treppensteigen. Professor Volker Nimroth, diese Folge 2 hat uns das ja ganz klar gesagt. Wir brauchen starke Oberschenkelmuskeln, wenn wir älter werden wollen und auch gesund alt werden wollen. Hintergrund ist, viele Menschen, die dann nicht mehr über die stärksten Oberschenkelmuskeln, aber auch andere Muskulatur verfügen, die drohen ja irgendwann mal zu stürzen und dann entsteht oftmals so ein Dominoeffekt. Ich habe jetzt, als es in Berlin so glatt war, über Jahreswechsel im Januar, da war das ja ein Riesenthema, auch mit dem Streuen der Bürgersteige, überall war Eis auf den Straßen, die Stadt kam nicht hinterher, es durfte nicht gestreut werden mit Salz etc. Und da gab es eine Aussage, die ich nicht vergessen kann. Da hat ein Arzt nämlich gesagt, von den Menschen über 70, die mit Oberschenkelhalsbeinbruch oder wie das heißt Oberschenkelhalsbruch, würden dann in den folgenden 12 Monaten mehr als ein Drittel der Patienten versterben. Aber gar nicht an dem Bruch selbst, sondern weil dann quasi so ein Domino Effekt eintritt. Und das ist mir wirklich auch noch in Erinnerung geblieben. Das will ich nicht. Deshalb nehme ich jetzt jede Treppe mit und laufe so viel wie möglich rauf und runter. Hast du das auch übernommen?

Brigitte Huber 32:50
Professor Limrod ist mir auch noch komplett im Gedächtnis. Auch wenn ich wie letzte Woche mit so einem kleinen Handkoffer verreise, dann denke ich mir come on, so ein kleiner Koffer ist noch kein Grund, die Rolltreppe zu nehmen. Geh trotzdem die Stufen. Dann habe ich aber auch noch meine Freundin und Co Autorin Anne Bärbel Köhle im Hirn oder im Gedächtnis, die ja auch schon mit Professor Limrug gesprochen hat und die aus irgendeinem Grund deswegen jetzt immer zwei Stufen auf einmal nimmt, weil das die Oberschenkel.

Stephan Seiler 33:17
Ja, okay. That's the next limit. Okay, ja genau.

Brigitte Huber 33:22
Wir brauchen ja immer ein neues Level, oder?

Stephan Seiler 33:24
Super, dann machen wir.

Brigitte Huber 33:25
Genau, das habe ich jetzt aber weniger gemacht, weil ich wollte die Leute ja nicht verstören. Dann haben sie entweder das Gefühl, ich habe es wahnsinnig eilig und gehen mir aus dem Weg. Oder sie halten mich halt so richtig für eine Strebe.

Stephan Seiler 33:36
Oder wenn deine Oberschenkel so groß sind. Ja, weiß ich nicht. Wie ein Baumstamm.

Brigitte Huber 33:41
Ja, ich glaube, die Gefahr ist noch nicht richtig. Ist noch nicht so richtig da.

Stephan Seiler 33:44
Ich muss aber sagen, ich habe jetzt verstärkten Fokus aufs Krafttraining gelegt. Tatsächlich hat ja auch Baskast in den vergangenen beiden Folgen gesagt, wie wichtig das ist. Ja, aber ich muss sagen, ich habe dann auch das Ausdauertraining ein bisschen schleifen lassen, bin einfach weniger laufen gegangen, also weniger fürs Herz gemacht. Diese typische Ausdauersportarten wie Joggen gehen zum Beispiel oder Schwimmen habe ich weniger gemacht. Das war vielleicht nicht so schlau, mit dem einen das eine hochzudrehen, das andere runterzufahren. Ist dein Sportkonsum insgesamt stabil geblieben oder hat er sich erhöht?

Brigitte Huber 34:18
Also ich hatte ja zwischendrin eine Frozen Shoulder und durfte dann leider kein Hanteltraining und so was mehr machen. Und da sind wirklich so zwei Seelen in meiner Brust. Einerseits tut es mir natürlich leid, weil ich vorher wirklich viel gemacht habe, zweimal die Woche eine Stunde. Andererseits mir macht es halt wahnsinnig wenig Spaß. Ich finde es halt anstrengend und langweilig und all das. Und ja, aber ich bin jetzt auch ganz froh, ich darf ab Anfang Mai wieder und dann werde ich das auch machen.

Stephan Seiler 34:48
Bas Kas hat ja letzte Woche einen Satz gesagt, der mir auch nicht mehr aus dem Kopf geht. Und zwar viele Dinge machen am Anfang keinen Spaß, aber nachher kommt dann der Spaß. Also man soll sich auch nicht mal nur von dem Spassversprechen quasi leiten lassen. Manchmal kommt der Spaß auch die Genugtuung, die Befriedigung. Ja, danach, das muss ich sagen, gestern war ich nur 20 Minuten schocken, weil ich kaum Zeit hatte, aber es hat sich trotzdem gelohnt. Ich war danach einfach einfach besser drauf als vorher.

Brigitte Huber 35:12
Ja, total. Das ist mein einziger, Also nicht mein einziger, das klingt jetzt ganz schlimm, aber es ist immer das Gefühl danach, du bist eine Heldin, wenn du aus dem Studio gehst und hast es geschafft oder sonst irgendwas. Beim Laufen fällt es mir leichter. Das Laufen fällt mir an sich schon leichter, aber ich brauche es auch ganz dringend für mein inneres Gleichgewicht. Also ich habe dir, glaube ich, schon mal erzählt, als ich dreiig war und es war so richtig viel los, so Job, Kind, alles. So auf einmal hat irgendjemand gesagt, ich glaube, du solltest laufen gehen. Dann habe ich gesagt, Entschuldigung, was haben Sie nicht verstanden? Ich habe keine Zeit für sowas. Und hat er gesagt, genau deswegen. Und da habe ich mühsam das angefangen, so erst mal wirklich nur so ein, zweimal die Woche, aber seitdem laufe ich kontinuierlich und eigentlich dreimal die Woche. Und es ist genau richtig. Das ist beim Laufen, finde ich, auch das Tolle. Brutto netto ist quasi fast eine Zeit. Es ist jetzt nicht so, du musst nicht wie du durch halb Berlin, Handball und so weiter und so fort. Ja, aber also das ist bei mir schon tatsächlich etwas. Und ich finde, da haben uns auch die Gespräche haben mich immer wieder neu motiviert, da auch dranzubleiben, weil es macht einfach so hochgradig Sinn, das zu machen. Und je mehr man darüber weiß, umso besser ist es. Und trotzdem jetzt nicht in so eine Obsession zu verfallen. Also der Typ bin ich dann auch nicht.

Stephan Seiler 36:30
Du hattest ja auch damals in der Folge vor Silvester den Satz gut genug, man muss nicht immer nach dem Optimalen greifen. Das war die Folge direkt vor Silvester.

Brigitte Huber 36:40
Ich glaube, das ist ein ganz, ganz wichtiges Learning. 14 Folge 14 vor allem noch für Frauen noch mehr, weil die noch mehr den Perfektionismus und man muss alles erledigen. Und dann sind wir bei so Themen wie Mental Load, weißt du, diese Arbeitslast, die oft bei Frauen liegt, die man aber nicht sieht, bloß weil sie allen Orga Kram im Kopf haben und noch für die älteren Verwandten was besorgen und das Kind Geburtstagsgeschenk und dann aber auch immer den Anspruch haben, dass alles gut sehr, sehr gut sein muss. Und da finde ich es ganz, ganz wichtig und entlastend sehr, sehr häufig reicht gut genug. Und das ist, finde ich, gerade in Zeiten, wo es so stark um Selbstoptimierung geht, finde ich das einen ganz, ganz wichtigen Punkt, weil natürlich, wenn ich viel Zeit habe, wenn ich irgendwie einen Job habe und ansonsten keine familiären Verpflichtungen oder sowas, dann kann ich das alles machen, aber ich spreche jetzt wirklich von Frauen, die ich kenne, die zwischen ihren 3, 4 Rollen hin und her switchen und die sagen, mich stresst sogar noch dieses gut genug. Ich habe nicht mal Zeit für gut genug. Also es ist tatsächlich dann schon so ein Struggle. Aber bei Thema Selbstoptimierung fällt mir gleich noch mal ein, habe ich auch noch rausgenommen aus der letzten Folge, aus den letzten beiden mit Baskast. Ja, wo er gesagt hat, das finde ich ganz spannend. Das, was wir heute als Optimierung manchmal sehen, war früher ganz normal. Weißt du, was ich meine?

Stephan Seiler 38:07
Ja, weil der Mensch vor tausenden Jahren sich so ernährt hat oder so gelebt hat, wie es jetzt ja manchmal noch mal gepredigt wird oder vorgeschlagen.

Brigitte Huber 38:18
Mehr Licht hatte sich mehr bewegt hat. Es gab keine Hotdogs und Chips. Apropos danke Jael, die hast du mir auch vernagelt. Aber ich habe letzte Woche genau sowas gönne ich mir dann.

Stephan Seiler 38:31
Ich auch,

Brigitte Huber 38:33
weil an denen ist anscheinend so wirklich gar nichts Gutes dran. Also sie konnte da gar nichts Gutes dran finden, aber bitte. Und tatsächlich, das gab es halt alles nicht. Also hatten wir damit auch nicht viel zu tun. Und mir ist es letzte Woche aufgefallen, ich war da unterwegs und habe dann auch häufiger privat übernachtet bei Menschen, die jetzt entweder ältere Häuser hatten oder so. Und es war kühler als bei mir in meiner Hamburger Wohnung und es ist dann oft auch nur in einem Raum so richtig geheizt und so. Das kann man alles total gut nachvollziehen. Aber ich habe gemerkt, es ist hier schon kühler, als ich es gewohnt bin. Und dann ist mir Pascast eingefallen und habe mir gedacht, ja, ich bin einfach schon so eine verwöhnte Warmduscherin. Ich bin es gewöhnt in meiner kleinen Wohnung, die ist klein, aber die hat eine Fußbodenheizung, da gibt es keinen Quadratzentimeter, der irgendwie kühl ist. Und dann bin ich nach Hause gefahren mit dieser frischen Erkenntnis und habe tatsächlich da noch mal ein bisschen was gedreht. Ist dann ein bisschen kühler jetzt bei

Stephan Seiler 39:32
mir in der Wohnung jetzt kühler, Aber ist das auch lebensverlängernd Am Ende sollen wir mehr Kühle zulassen?

Brigitte Huber 39:41
Also ich glaube auf jeden Fall so vollgewärmte und überheizte Räume sind bestimmt nicht besonders gut. Und ich habe dann auch gedacht, es spricht auch nichts dagegen, abends auf dem Sofa zu sitzen und zwei Decken drüber zu haben. Du musst nicht mit einem dünnen Langarmshirt und so einer halben dünnen Sommerdecke dasitzen. Vielleicht ist es nicht schlimm, wenn du eine zweite Decke nimmst. Also, aber ich weiß nicht, jetzt kommt ja der lange Sommer und ich da im Oktober wieder drüber denke, wenn es dann kühler wird.

Stephan Seiler 40:13
Ja, jetzt sind wir schon bei den Punkten, bei denen ich auch hier und da sage, oh, da bin ich nicht nicht ganz so brav gewesen. Hast du eben schon angesprochen, Thema Chips. Ich esse immer noch viel zu salzig, auch viel zu süß. Haben wir jetzt ja auch bei Baskast gelernt, bei Jal Adler genauso. Also könnt ihr euch gerne noch mal anhören. Das ist wirklich nicht gesund, aber ich ernähre mich dahingehend noch nicht ganz so ausgewogen, wie es sein sollte. Ich mache auch nicht das, was Volker Limrod uns empfohlen hat, sich nicht voll zu essen. Ich glaube, er hatte es, glaube ich. Ich verweist auf die sogenannten gesagt, dass die Menschen, die sehr alt werden in diesen Regionen, wo sie sehr alt werden, die neigen dazu, sich gar nicht so satt zu essen, sondern immer noch ein bisschen Platz im Magen zu lassen. Und das kann jetzt auch nicht von mir behaupten, dass ich das immer machen würde. Das ist so. Steht auf der To Do Liste für die Zukunft.

Brigitte Huber 40:59
Ja, und bei mir ist da ehrlicherweise, ich habe das auch voller argwohn vernommen, tatsächlich 80 Prozent sagen die ja eher. Ich weiß gar nicht, wann genau die 80 Prozent sind. Und dann heißt es ja, man fühlt sich danach satt. Das ist bei mir aber nicht so. Wenn ich zum Beispiel einen zu kleinen Salat mittags gegessen habe, dann kommt nicht irgendwann dieses Sättigungsgefühl, sondern es begleitet mich den ganzen Nachmittag irgendwie so ein knarziges Raunen in meinem Bauch und sagt, ich bin noch nicht satt. Also insofern, aber vielleicht, weil ich es nicht gewöhnt bin, aber das kann ich total gut nachvollziehen. Bei mir auch so.

Stephan Seiler 41:35
Gibt es denn bei dir auch Themen, mit denen du richtig strugglst, wo du sagen, das habe ich vielleicht sogar nicht richtig umrissen oder das war mir irgendwie zu viel. Ich bin jetzt vielleicht noch verwirrter als vorher im Sinne von too much information?

Brigitte Huber 41:49
Ne, das nicht. Aber was bei mir so war, dass es tatsächlich auch aus der Folge von Jael, wo sie gesagt hat, wir sollten uns auch gar nicht so viel eincremen. Sie sagt ja auch, wir sollen nicht so oft duschen, wenn man unseren Körper fragen würde, wie oft wir duschen. Da denke ich häufig dran und denke mir, tja, und beim Creme, das war sehr, sehr lustig. Ich bin ein paar Tage später beruflich unterwegs gewesen und war in einem Hotel und guck in meine Kosmetiktasche rein und ich hatte keine Creme dabei. Dann habe ich mir, ah, hat sich mein Unterbewusstsein gedacht, du probierst es jetzt mal aus ohne Creme. Gut, dann habe ich mir mein Gesicht gewaschen so weit und dann hatte ich aber das Gefühl, ne, das ist nicht gut. Dann habe ich meinen ganzen Stuff, den ich so dabei hatte, so Täschchen noch durchsucht und dann fand ich eine kleine Sonnencreme Tube, die irgendwie so Schutzfaktor 50 hat und in meiner Not habe ich die dann zum Schluss aufgetragen, weil ich nicht ins Bett gehen konnte, mit diesem Gefühl nicht eingecränkt zu sein. Also ich habe mir gedacht, okay, wenn es jetzt nicht mal in dieser Situation funktioniert, wo man sagt, okay, jetzt komm, jetzt geh halt einfach einmal ungekränkt ins Bett, dann ist das nicht dein Weg. Also da muss ich ehrlich sagen, ist nicht mein Ding.

Stephan Seiler 43:02
Aber ja, hat ja auch gesagt, wenn es sich gut anfühlt, dann sollten wir das gerne weitermachen und das mache ich auch weiter. Ich habe aber dennoch jetzt meine ganze Kosmetikpalette ein bisschen reduziert, benutze einfach insgesamt weniger Retinol immer noch am Abend dieses Vitamin A Dingsbums. Baskast hat darüber auch gesprochen, ist tatsächlich, glaube ich, gut für meine Haut morgens Vitamin C und ein bisschen Creme und so weiter, das mag ich schon gerne nach wie vor und bin aber bei anderen Punkten, die Bas Kas gesagt hat, wirklich ein bisschen zögerlich gewesen und das sind die ganzen Nahrungsergänzungsmittel, weiß nicht, was du momentan einwirfst jeden Tag. Ich habe durchaus Vitamin D und Vitamin D, vor allem in den letzten Monaten, als es so dunkel wahrgenommen und manchmal auch noch Zink und manchmal wurde mir davon richtig übel. Also ich habe es manchmal auf den nüchternen Magen genommen und also ich erspare euch Details, aber das kam dann auch wieder raus und ich möchte schon Detail genug oder ich möchte jedem das, wenn er damit gute Erfahrungen gemacht hat, Magnesium und so weiter. Es gab ja noch andere Taurin und so, hat er gesagt, aber ich bin da echt ein bisschen vorsichtiger geworden jetzt sogar. Ich möchte mir nicht alles einwerfen, was aber auch damit zu tun hat, dass mir eigentlich Informationen fehlen. Ich weiß nicht, wie es dir ausschaut. Lässt du dich regelmäßig von Laboren untersuchen?

Brigitte Huber 44:25
Also früher war das so, da hatten wir so eine Untersuchung, die häufig von meinem Arbeitgeber bezahlt wurde Und da war es so, die war ein bisschen größer angelegt und da kam immer raus, dass ich eigentlich ganz gut eingestellt sei. Bei mir hätte es ja sein können, weil ich kein fleisch esse seit 40 Jahren. Da war früher immer Eisenmangel. Das hat sich aber gegeben im Laufe der Jahre. Jetzt muss man halt gucken bei B. Und da habe ich das Gefühl, dass ich genügend gute Quellen habe dafür. Also das ist, du kannst ja dann Milchprodukte und so was, aber auch Lachs und so. Also da gucke ich drauf. Und ansonsten nehme ich für die Knochen, weil Frau Knochendichtemessung, Osteoporose Risiko und so nehme ich schon, ich weiß gar nicht, wie lang das ist so Vitamin D und K. Also das nehme ich schon lang und lasse jetzt auch in einem halben Jahr da mal testen, wie das aussieht. Aber da bin ich ganz guter Dinge.

Stephan Seiler 45:19
Themen wie Kollagen etc. Nimmst du nicht, oder ne,

Brigitte Huber 45:27
Naturidentische Hormone. Also das habe ich genommen während der Menopause und darüber haben wir auch gesprochen. Ja, also aber ansonsten finde ich, war das schon auch ganz klar. Natürlich kann da Musik drin sein in der einen oder anderen Geschichte. Also ich finde schon, was er erzählt hat zu diesem leicht dosierten Multivitamin, was sich so verjüngend fürs Gehirn von Menschen, die schon in Richtung Demenz sich bewegen, das fand ich schon so, also wirklich auch von sehr, sehr etablierten Universitäten und Instituten angeführt. Das sind so Dinge, die man im Auge behalten muss. Aber das hat er ja auch ganz klar gesagt, was Kast, der meint, er hat mehr als 1000 dieser Studien durchforstet über zwei Jahre hinweg. Permanent ändert sich da dann auch wieder, was. Der Stand heute ist nicht der Stand morgen.

Stephan Seiler 46:18
Richtig. Wir werden ja gleich auch noch einen Ausblick geben können auf das, was wir noch vorhaben in den nächsten Monaten. Da wird vielleicht der eine oder andere Tipp von Baskast auch noch mal eine Rolle spielen.

Brigitte Huber 46:29
Was hat denn bei dir nicht funktioniert? Also wo würdest du sagen, da wurde

Stephan Seiler 46:33
dein Botox

Brigitte Huber 46:37
Dein Botox Versuch.

Stephan Seiler 46:38
Ich habe doch einmal Botox genommen, die habe ich mir spritzen lassen im November, glaube ich. Und ich wurde von anderen Personen irgendwie angesprochen, vielleicht ist auch ein gutes Zeichen, weiß nicht, aber ich habe es nicht gemerkt, dass nicht den Eindruck gehabt, dass ich dadurch jetzt irgendwie mehr Bewunderung auf der Straße halte, weil die Leute stehen bleiben. Oh mein Gott, sieht der gut aus? Überhaupt nicht. Also die 200, weiß nicht, 54,50 Euro, was das gekostet hat, hätte ich mir auch sparen können und in was anderes vielleicht lieber in Kollagen investieren können. Ich mein Scherz.

Brigitte Huber 47:12
Okay, also was für mich noch so ein Punkt ist, und das bleibt ja auch, und das hat aber gar nicht inhaltlich mit dem Podcast zu tun, ist, wo ich immer noch so, ich sage jetzt mal, noch nie hundertprozentig rundlaufe, ist die Technik, mit der wir manchmal zu tun haben mit unserem Podcast. Und wo man tatsächlich sagen muss, ich erinnere mich an die Situation, also für euch Zuhörende, wir nehmen das ja bei uns auf, jeder bei sich zu Hause. Und wenn irgendwas nicht funktioniert, dann müssen wir uns selber überlegen, warum das so ist. Und da müssen wir natürlich auch hoffen, dass unsere Gästinnen und Gäste da gut reinkommen. Und ich werde nie vergessen, als beispielsweise Jael Adler mit dir gesprochen hat, wie mit so einem, wie mit so einem Patienten, wo sie gesagt hat, Mensch Stephan, kann es sein, dass dein Ton noch nicht so richtig funktioniert und so? Und wir haben schon alles probiert gehabt oder auch bei DJ Hel, der hat schon irgendwie aufgelegt, ist rausgegangen in die frische Natur und das Ganze war noch nicht runtergeladen. Also das waren für mich die Sachen, wo ich mir denke, da hätte ich gerne noch mehr Routine.

Stephan Seiler 48:16
Aber ansonsten, das kommt noch, Wir haben ein paar Folgen vor uns und auch bitte sorry an alle da draußen, die haben manchmal Rückmeldung bekommen, dass das eine oder andere manchmal nicht so gut zu verstehen war. Es tut uns wirklich leid, wir arbeiten dran, die Technik ist manchmal wirklich verhext, aber wir sind Lernende und hoffen, dass wir da immer besser werden.

Brigitte Huber 48:35
Ja, sorry an der Stelle, absolut. Aber gut, ich weiß nicht, ob es einen beruhigen soll, dass man dann hört, okay, das geht dann oft den Fernsehsendern oder sowas auch nicht anders. Also kannst du dich noch erinnern, ich glaube, Marc Wittmann war, der gesagt hat, nee, gestern hätte er einen Podcast gehabt mit irgendeinem Sender, wäre auch wahnsinnig schwierig gewesen mit dem Ton. Aber vielleicht noch mal ganz kurz zwei Gedanken, die ich so entlastend auch fand, die mir dann immer wieder auftauchen. Also zum einen mit dem Vergessen. Weißt du, Stephan, also auch bei Hannah Monyer, wie wichtig es ist, dass wir Dinge vergessen und ich manchmal so ein bisschen ärgerlich bin bei so Kleinigkeiten. Also sie hat ja auch gesagt, wo man das Auto geparkt hat oder so. Oder ich stehe letztes Mal vor einer Häuserzeile und denke mir, ich muss doch jetzt wissen, in welchem dieser Häuser meine Freundin wohnt. Und dann hat aber mein Gehirn Nee, das musst du gar nicht wissen, weil du bist da nur einmal im halben Jahr, weil das ist München. Und insofern und seit ich noch mal daran erinnert wurde, dass es einfach eine wahnsinnig wichtige Funktion unseres Gehirns ist, Dinge zu vergessen, die wir nicht richtig wichtig finden, die nicht richtig zentral für uns sind, das waren für mich so kleine entlastende Momente. Und auch wie wahnsinnig normal es ist, dass man ab einem gewissen Alter den Namen XY oder den Begriff des Verfahrens Z nicht mehr weiß. Einfach vollkommen normal. Hat auch noch gar nichts mit Demenz oder sonst was zu tun.

Stephan Seiler 50:00
Ja, geht mir genauso. Und ich habe zwischenzeitlich auch einen Trick gelernt, wurde mir zugetragen, wie man sich Namen besser merken kann. Ich glaube, wir haben hier noch nicht geteilt in dieser Runde, deshalb mache ich es jetzt. Wenn du erlaubst, wenn du einer fremden Person begegnest und den Namen hörst, dann solltest du laut aussprechen. Drei Sätze mit dem Namen zum Beispiel, wir stellen uns gerade Hallo Brigitte, Hallo, ich bin Stephan. Dann will ich jetzt Brigitte trägt wunderschöne braune Haare, Brigitte ist in Hamburg und Brigitte war mal Chefredakteurin. Wenn ich drei Sätze mit dem Namen bilde, dann erinnert sich das Gehirn eben an irgendwie daran. Ich weiß nicht warum. Vielleicht ist es nur Magie, aber es funktioniert. Es funktioniert wirklich erstaunlich oft und das beruhigt mich so sehr, gerade bei gesellschaftlichen Events oder auch im beruflichen Umfeld, weil ich jetzt endlich mal einen Trick, ein Hilfsmittel, eine Bauernregel, was auch immer gefunden habe, die mir hilft.

Brigitte Huber 50:59
Ja, klasse. Das werde ich auch mal ausprobieren. Absolut.

Stephan Seiler 51:02
Also den Tipp schenke ich euch jetzt hier zum Halbjährigen.

Brigitte Huber 51:06
Super. Und was ich auch noch ganz wirklich gut wehmütig fast erinnere, ist aus der Folge von Oliver Kalkhofe das mit der Langeweile. Also er hat doch gesagt, ich glaube heute als Kind von heute würde nichts aus mir werden, weil er sagt, er wäre eben so mittelmäßig beliebt gewesen in der Schule, eher so ein bisschen im Upside und hätte sich wahrscheinlich, wie er gesagt hat, mit all diesen Fernseh und sonstigen Programmen und Versuchungen quasi so weggeschossen. Und da er als Kind, der er Jahre einfach gezwungen war, es gab halt also kaum Fernsehen und so was, auch Langeweile zu ertragen und diesen Zustand quasi zu ertragen, konnte er sich so weiterentwickeln, wie er sich entwickelt hat. Und ich weiß, es gibt das Lob der Langeweile. Und trotzdem an der Stelle ist es mir noch mal so klar geworden, wie wichtig es einfach mal auch ist, dass nichts passiert bei uns. Also das waren für mich schon auch noch mal so Gedanken. Nur natürlich nützen die jetzt unseren Kindern, unseren Enkelkindern oder wem auch immer den Generationen nach uns wenig, außer es gelingt jetzt irgendwie das Social Media Verhalten ein bisschen besser zu kontrollieren.

Stephan Seiler 52:22
Aber für mich war das auf jeden Fall auch das Gefühl, dass ich damit bekommen habe, dass das ein Privileg ist, diese Zeit miterlebt zu haben, diese analogen Zeiten miterlebt zu haben. Und für alle, die über 40 sind, die werden es ja größtenteils teilen können. Das ist echt ein Privileg. Ich bin wahnsinnig dankbar dafür. Wer weiß, ob das irgendeine Generation noch mal so erleben kann. Oliver Kalkofe, der Komiker, war bei uns übrigens in Folge 11 zu Gast. Brigitte, ich würde gerne mit dir über Folge 19 sprechen, ganz kurz. Und zwar Folge 19, das war die Folge zum Thema Sex. Was hast du verändert in deinem Sexleben mit Ann-Marlene? Henning, hast du ja, bevor du mich fragst, hast du denn da irgendwas verändert mitgenommen aus der Folge?

Brigitte Huber 53:08
Also ich fand das sehr, sehr, sehr, sehr spannend, an vielen Stellen mit Ann-Marlene zu reden. Ich habe das ja vorher auch schon für das Buch getan, Insofern war ich gut darauf vorbereitet. Ich fand zum Beispiel, also Ann-Marlene sagt ja zum einen, zitiert diesen Satz, der wohl tatsächlich ein Werbespruch ist, aber er ist auf jeden Fall total lustig. Genau in Dänemark, man hört nicht auf Sex zu haben, weil man alt wird. Man wird alt, wenn man keinen Sex mehr hat. Und das ist sehr lustig.

Stephan Seiler 53:40
Großartiger Spruch.

Brigitte Huber 53:41
Ist ein großartiger Spruch und zeigt auch, wir sollten uns schon immer wieder darum bemühen, unser, ja weiß ich nicht, sexuelles Leben einfach nicht nur einfach so irgendwo an den Haken zu hängen und zu sagen, das war's jetzt. Weil man dann auch immer wieder mitkriegt, Liebe und auch Sex sind etwas, was uns unser ganzes Leben begleiten. Und tatsächlich weiß man das auch Menschen auch in Altersheimen oder in welcher Altersphase auch immer. Die Lust geht nicht verloren, wenn etwas Adäquates kommt. Und das fand ich zum einen aber bitte verhüten.

Stephan Seiler 54:17
Da hat sie nicht auch gesagt, dass im Altersheim die Zahl der Geschlechtskrankheiten so unfassbar ausbreitet. Deshalb benutzt ein Konsum.

Brigitte Huber 54:24
Ja, okay. Also auf jeden Fall. Absolut. Und dass tatsächlich aber es fatal wäre und das ist bei mir auch so hängengeblieben, wenn beide Partner, Partnerin sich sicher sind, dass sie im Moment keinen Sex wollen, dass das Wichtige ist, dass das besprochen wird, weil ansonsten führt es bei einem dann zur Vermeidung und dann hat er Angst, oh Gott, jetzt kommt es zur Berührung, dann will die andere Person mehr und dann geht etwas flöten, was viel wichtiger noch ist. Und sie nennt es Hauthunger. Aber die Berührungen. Und das ist schon tatsächlich was, das finde ich ganz, ganz wichtig. Und ansonsten haben wir auch über Spielzeug und so weiter Tools gesprochen und natürlich auch um die großartige K******* der Frau, die so viele Jahrhunderte, Jahrtausende unterschätzt wurde und die einfach so ein hochgradig kolossales Empfindungserlebnis haben kann, wenn wir sie denn lassen.

Stephan Seiler 55:22
Also ich kann dir Folgendes wirklich empfehlen. Also gerade sind auch schon wieder ganz, ganz, ganz, ganz viele Erinnerungsfetzen hochgekommen, als du das erzählt hast. Ich habe mich vor allem an einen Satz erinnert, den Ann-Marlene Henning uns in der Folge zum Thema Sex mitgegeben hat und genießt die körpereigenen Drogen nach dem Sex. Nicht sofort aufstehen, nicht sofort einschlafen, nicht irgendwas, sondern bleiben, genießen, wirklich darauf achten. Und ich möchte nicht zu viel aus dem Nähkästchen sprechen, aber ich kann es echt bestätigen. Es ist wunderschön in sich hineinzuspüren und dieses kleine Hormonfeuerwerk, was auch immer, zu genießen.

Brigitte Huber 56:02
Klasse.

Stephan Seiler 56:03
Mit der Partnerin oder dem Partner wer auch immer gerade da ist, da macht das noch mehr Spaß. Brigitte, jetzt vielleicht noch mal ein kleiner Schnitt, wenn wir das Sexuelle hinter uns lassen. Es gibt noch einen Gedanken, den ich habe, den du mir auch ein Stück weit mitgegeben hattest. Ich hatte es eben schon mal angedeutet, dieser Gedanke, gut genug zur Silvesterfolge, der hat bei mir leider auch dazu geführt, dass ich mit einigen Routinen nicht mehr ganz so streng gewesen bin Oder manches habe ich wirklich schleifen lassen. Mein Tagebuch, mein Dankbarkeitstagebuch schreibe ich jetzt nicht mehr jeden Tag. Ich meditiere nicht mehr jeden Tag. Ich habe auch manchmal in so schwächeren Momenten das Gefühl gehabt, vielleicht ist der Podcast hier für mich auch manchmal wie so ein Ablasshandel im Sinne von ich habe ja schon drüber geredet, da muss ich es ja nicht mehr selbst machen und weiß nicht, ob dir das auch so gegangen ist, aber da würde ich gerne wieder die Zügel in die Hand nehmen und auch da wieder weitermachen. Dankbarkeits Tagebuch meditieren. Ich weiß, das tut mir so gut, wenn ich das jeden Tag tue. Es kostet ja nicht viel Zeit, nur ein paar Minuten. Hast du auch das Gefühl gehabt manchmal, dass du vielleicht auch durch den Podcast vielleicht mal was schleifen lässt, weil du Ach ja, wir haben ja drüber geredet, muss man ja nicht mehr selbst machen.

Brigitte Huber 57:19
Ich überleg gerade. Also es ist tatsächlich so, dass ich manchmal Dinge, wenn wir zum Beispiel über die Premieren gesprochen haben, die wir uns vornehmen, dass ich mir Dinge vornehme und dann merke nach ein paar Tagen, nee, das ist es nicht für mich. Ich habe beim letzten Mal zum Beispiel versprochen oder mir selber versprochen, dass ich versuche, jeden Tag mit dem Fahrrad zu fahren. Ich habe das dann aber nicht gemacht und es ist jetzt langweilig für euch alle und es hatte Gründe und dann habe ich ne, also ich habe den Deal jetzt mit mir gebrochen, weil es macht so keinen Sinn jetzt und ich mache es anders. Das schon. Ansonsten glaube ich, das denke ich so manchmal bei dir. Du bist das ja so schön so offen und neugierig und nimmst dann fast zu viel auf und vielleicht ist es auch ganz normal, dass diese Selektion dann kommt und du probierst fünf Sachen aus und ein bis zwei Dinge bleiben hängen. Und ich habe letztes Mal auch gerade wieder einen sehr, sehr spannenden Podcast gehört und da geht es auch darum, da ging es um Willen und Willensstärke und letztlich auch, dass man sich einfach nicht auf drei bis fünf Ziele gleichzeitig konzentrieren kann. Dann zerfasert der Wille dann auch. Also das kann jetzt auch ein berufliches Projekt und du willst gleichzeitig einen Marathon und du willst noch irgendwas machen. Es gibt Menschen, da haben wir gleich, glaube ich, wieder Hannah Monyer vor Augen, denen gelingt das, aber vielen gelingt das eben nicht. Und das, glaube ich, ist dann auch der Punkt. Und das finde ich, ist ja auch so eine Erfahrung des Älterwerdens. Wir können nicht alle Dinge gleichzeitig machen und noch viel schöner. Wir müssen es gar nicht, weil es macht sehr viel Spaß, sich quasi die Perlen rauszusuchen, die für einen selber uns nach vorne bringen. Und ich habe schon das Gefühl, dass wir im letzten Halbjahr ganz, ganz viele Perlen präsentiert bekommen haben und jetzt einfach mal gucken, auf welche Kette passen die bei uns jetzt am besten. Und man kann die auch wieder wechseln.

Stephan Seiler 59:06
Richtig. Ich habe auch gelernt, milde zu sein, mit sich selbst zu sein. Das wurde mir auch gespiegelt von meiner Umgebung, dass ich weniger neurotisch bin, was das angeht, im Sinne von weniger streng, weniger hart mit mir selbst umgehe, sondern gnädiger zu sein. Und das hat mir dieser Podcast auf jeden Fall jetzt auch schon mitgegeben im ersten halben Jahr. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar und ganz viel positive Energie durch den Austausch mit dir natürlich. Das ist ja auch eine Verbindung. Liebe Brigitte, vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mit mir hinzusetzen.

Brigitte Huber 59:41
Gebt ihr das Kompliment zurück.

Stephan Seiler 59:43
Vielen Dank. Das ist wirklich wunderbar. Und das lässt mich auch dann mit einem großen Lächeln nach vorne blicken auf das, was er, was wir noch so vorhaben.

Brigitte Huber 59:52
Ja, und genau das ist ja auch so. Ich glaube, wir haben schon etliche Fragen beantwortet in unserem Podcast. Also beantworten lassen, muss man ehrlicherweise sagen, von Menschen, die sich mit Themen auseinandergesetzt haben, ganz intensiv. Es sind aber auch jedes Mal wieder neue Fragen aufgetaucht oder uns sind neue Themen wieder an uns vorbeigeschwommen, wo wir gesagt oh ja, das ist spannend. Und ich glaube, das ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, zu gucken, was haben wir denn so vor uns? Weil wir haben schon auf unserer Liste unserer Wunschgästinnen und Gäste einige, wo wir Ja, die kommen jetzt ganz, ganz bald zu uns ins Studio. Möchtest du mal, welche verraten.

Stephan Seiler 60:27
Ja, ich freue mich drauf. Unter anderem Iliko von Kürti demnächst, die hier gemeinsam begrüßen zu dürfen, die Bestsellerautorin, viele von euch werden sie wahrscheinlich kennen,

Brigitte Huber 60:39
hat ein neues Buch geschrieben, das heißt alt genug, also voll unser Thema.

Stephan Seiler 60:44
Ja, perfekt. Unser Thema. Passt super, freuen wir uns drauf. Micky Beisenherz hat sich angekündigt, die Podcast Legende, bekannt aus Apokalypse und Filtercafé, Friendly Fire und vielen anderen.

Brigitte Huber 60:57
Dann kommt Tina Müller, CEO von Vileda, die ja schon eine der erfolgreichsten Führungspersönlichkeiten Deutschlands und hat alles Mögliche gemacht. Henkel, Opel, Douglas und jetzt so eine ikonische Naturheilmarke. Und da fragen wir mal, wie sich das so anfühlt. Tolle Gesprächspartnerin, ich kenne sie seit ein paar Jahrzehnten schon durch den Job.

Stephan Seiler 61:23
Ja, und auch gerade das Thema Älter werden im Business ist ja auch ein wichtiges Thema, was wir bisher noch gar nicht so sehr stark ausgeleuchtet haben.

Brigitte Huber 61:33
Genau. Dann haben wir eine Frau zu Gast, die sich selbst Expertin fürs Älterwerden nennt. Das ist Sonja Schiff, Ruhestandscoach und die wird uns erklären, wie man das am besten hinkriegt, dass man diese Phase nach dem Erwerbsleben wirklich genießt und das richtig macht und eben nicht in ein Loch fällt, wie es doch vielen passiert.

Stephan Seiler 61:56
Und Gabriel Joran wird zu Gast sein. Mit ihm sprechen wir darüber, wie man das Leben entkrempeln kann. Hat auch ein Bestseller dazu geschrieben. Darauf freue ich mich, Wir uns genauso wie auf das Thema Sonnenmilch auch das könnte in den nächsten Wochen nochmal eine Rolle spielen. Da gibt es offenbar auch ganz neue spektakuläre Studien dazu.

Brigitte Huber 62:16
Ja, und dann haben wir vielleicht jemanden zu Gast, den wir schon zu Gast hatten, aber wir wollen noch nicht zu viel. Wunderbar, Stephan. Auf jeden Fall, glaube ich, werden nochmal 26 spannende Episoden und hoffentlich ganz, ganz viele spannende Gedanken und Antworten auf uns warten.

Stephan Seiler 62:34
Richtig. Und wir möchten natürlich auch von euch da draußen gerne Was habt ihr in den vergangenen 25 Folgen und der heutigen mitgenommen? Was beschäftigt euch besonders? Was wendet ihr vielleicht an? Womit strugglt ihr vielleicht auch noch? Schreibt uns gerne eine Nachricht, Post, da erreicht ihr uns und natürlich auch auf unserem Instagram Kanal Kuba und Seiler.

Brigitte Huber 62:59
Okay, das war's.

Stephan Seiler 63:02
Das war das erste Highlight.

Brigitte Huber 63:04
Es war ein schöner Rückblick Ich freue mich. Und ab jetzt gucken wir wieder nach vorne, nicht wahr?

Stephan Seiler 63:09
Ab jetzt schauen wir wieder nach vorne. Ganz genau. Liebe Brigitte, freut euch drauf. Nächste Woche Mittwoch sind wir wieder für euch da.

Brigitte Huber 63:17
Tschüss, bis dann.

Stephan Seiler 63:20
Das war die Sache mit dem Älterwerden, der Podcast mit Brigitte Huber und Stephan Seiler.

Brigitte Huber 63:25
Vielen Dank an Leo Ebert-Glang für die Titelmelodie, das Sounddesign und den Schnitt

Stephan Seiler 63:31
und an Alina Sawalis für die Covergestaltung.

Brigitte Huber 63:34
Die Sache mit dem Älterwerden erscheint mittwochs auf allen gängigen Podcast Plattformen.

Stephan Seiler 63:39
Folgt uns, abonniert uns, dann verpasst ihr

Brigitte Huber 63:41
keine Folge und empfehlt uns bitte weiter. Das würde uns sehr freuen.

Stephan Seiler 63:47
Wenn ihr uns Feedback schickt möchtet, egal ob positiv oder negativ oder wenn ihr Themenvorschläge für uns habt, schreibt uns eine E Mail, eine Textnachricht oder Sprachnachricht auf unserem Instagram oder Facebook Kanal.

Brigitte Huber 64:00
Alle Infos findet ihr auch schriftlich zu dieser Folge in der Zusammenfassung in eurem Podcast Player.

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Folge

27

·

76 Min.

Mit

Micky Beisenherz

Welcher Kampf lohnt sich? Was bedeutet es, als Mann heutzutage älter zu werden?

Impulse aus dieser Folge

💡

Zum Ausprobieren

Stephan Seilers Namens-Trick: Beim Kennenlernen laut drei Sätze mit dem Namen bilden, „Brigitte war mal Chefredakteurin“ und so weiter. Das Gehirn merkt ihn sich danach erstaunlich zuverlässig, was bei gesellschaftlichen und beruflichen Anlässen hilft.

💡

Zum Ausprobieren

Den Deal mit sich selbst bewusst wieder brechen, wenn er keinen Sinn mehr ergibt. Ein Vorsatz ist kein Vertrag.

💡

Zum Ausprobieren

Gesund älter werden ist ein Balanceakt. Zu viel Disziplin nimmt die Motivation und den Grund, morgens gern aufzustehen.

💡

Zum Ausprobieren

Nur bis etwa achtzig Prozent satt essen und noch Platz im Magen lassen.

💡

Zum Ausprobieren

Stephan Seilers Namens-Trick: Beim Kennenlernen laut drei Sätze mit dem Namen bilden, „Brigitte war mal Chefredakteurin“ und so weiter. Das Gehirn merkt ihn sich danach erstaunlich zuverlässig, was bei gesellschaftlichen und beruflichen Anlässen hilft.

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Nur bis etwa achtzig Prozent satt essen und noch Platz im Magen lassen.

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Gesund älter werden ist ein Balanceakt. Zu viel Disziplin nimmt die Motivation und den Grund, morgens gern aufzustehen.

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Den Deal mit sich selbst bewusst wieder brechen, wenn er keinen Sinn mehr ergibt. Ein Vorsatz ist kein Vertrag.

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Stephan Seilers Namens-Trick: Beim Kennenlernen laut drei Sätze mit dem Namen bilden, „Brigitte war mal Chefredakteurin“ und so weiter. Das Gehirn merkt ihn sich danach erstaunlich zuverlässig, was bei gesellschaftlichen und beruflichen Anlässen hilft.

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Gesund älter werden ist ein Balanceakt. Zu viel Disziplin nimmt die Motivation und den Grund, morgens gern aufzustehen.

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Nur bis etwa achtzig Prozent satt essen und noch Platz im Magen lassen.

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Kein Buch, keine Studie, kein Film – nur ein Gespräch. Kommt vor, auch bei uns.

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Zitate aus dieser Folge

Man hört nicht auf Sex zu haben, weil man alt wird. Man wird alt, wenn man keinen Sex mehr hat.

Dänisches Sprichwort

Folge

26

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Und da finde ich es ganz, ganz wichtig und entlastend sehr, sehr häufig reicht gut genug.

Brigitte Huber

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26

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Die Lust geht nicht verloren, wenn etwas Adäquates kommt.

Brigitte Huber

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Ich habe mich dagegen entschieden, alt zu werden.

DJ Hell

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Deshalb nehme ich jetzt jede Treppe mit und laufe so viel wie möglich rauf und runter.

Stephan Seiler

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Mein Tagebuch, mein Dankbarkeitstagebuch schreibe ich jetzt nicht mehr jeden Tag.

Stephan Seiler

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Ich habe gesagt, ich werde mich nie alte Frau nennen, weil ich einfach das Gefühl habe, das wird zur selbst fulfilling prophecy.

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Also ich weiß nicht, ob es Menschen gibt, die noch nie ein Gefühl der Einsamkeit gefühlt haben.

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Huber & Seiler

Die Sache mit dem Älterwerden.

Klüger älter werden, ohne sich jünger machen zu müssen.

Ein unabhängiger Podcast von Brigitte Huber & Stephan Seiler.

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