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Sind Nahrungsergänzungsmittel Geldmacherei oder Medizin, Bas Kast? Was bringen uns die vielen Pillen wirklich beim Älterwerden? Wie gefährlich ist der unkontrollierte Markt der Supplements? (Interview Teil 1/2)
Sind Nahrungsergänzungsmittel nur Abzocke oder der Schlüssel zu einem langen Leben? Bestseller-Autor Bas Kast war jahrelang Skeptiker, doch mehr als 1000 Studien und eine persönliche Familiengeschichte haben seine Sicht verändert.
Mit
Gesundheit

Kapitelmarken
00:00 Rein in die Folge mit Mr. Longevity Bas Kast
03:44 Vom Skeptiker zum Befürworter: Warum Bas Kast seine Meinung änderte
04:33 Bas Kasts „Big Three“: B12, Vitamin D und Omega-3
10:01 Hoffnung bei Alzheimer? Die spektakuläre Harvard-Studie
13:09 Social Media vs. Wissenschaft: Der Kampf gegen Desinformation
17:44 Multivitamine für das Gedächtnis: Das Gehirn 5 Jahre jünger machen?
22:21 Selbstversuch Lithium: Über „Sternenstaub“ und Trinkwasser-Studien
27:16 Gefahren der Überdosierung & die Tücken des Lebensmittelrechts
36:18 Persönliche Einblicke: Genetische Tests (BRCA2) und Prostatavorsorge
54:09 Hormonersatztherapie: Zwischen veralteter Angst und neuem Hype
1:04:53 Kritik der DGE & das Fazit zur „Selbstnormalisierung“
Transkript zur Folge
Bas Kast 0:18
Und was ist etwas, was einfach so irgendein Influencer, irgendjemand, der eine Kamera anschaltet und Mikro anschaltet und sich hinsetzt und gibt einfach mal was von sich. Okay, du musst Magnesium nehmen ohne auch nur einen Standard. Sagen wir mal, hier ist die Referenz, das sind die Studien. Wir haben hier eine Situation, wir haben Beobachtungsstudien, so weit kommen die ja gar nicht. Oft wird ja einfach nur was behauptet. Niemand, denke ich muss so ein Programm verfolgen, wie ich das tue. Das ist mein Beruf. Also ich sehe es als Aufgabe hier auch Grenzen auszuloten. Und natürlich mussten die, deshalb tue ich das ja, dass die Leute eben nicht den ganzen Tag Studien wälzen müssen. Also man muss dazu auch wirklich sagen, das meiste spürt man nicht. Also das klarste Beispiel für mich ist Magnesium mit Muskelkrämpfen, wo ich dann gezielt Magnesium erhöht habe.
Stephan Seiler 1:31
Heute zu Gast in der Sache mit dem Älter werden: Bas Kast. Er ist Mr. Longevity. Er hat schon über Langlebigkeit gesprochen, als ich noch nicht mal wusste, was genau das sein soll. Baskast ist Autor, Journalist, er hat den Ernährungskompass geschrieben, den Kompass für die Seele, alles Bestseller. In seinem neuen Buch, Der Vitaminkompass, verspricht er alles, was man über Nahrungsergänzungsmittel wissen muss. Der Weg zu einem langen und gesunden Leben. Genau das wollen Brigitte und ich natürlich auch, ein langes und ein gesundes Leben. Daher machen wir diesen Podcast. Und deshalb haben wir mit Baskast gesprochen. Mehr als zwei Stunden hat er sich für uns Zeit genommen. Heute hört ihr Teil eins. Brigitte, worauf darf man sich heute freuen?
Brigitte Huber 2:22
Ich fand sehr spannend, was ihn nach der Lektüre von Sage und schreibe mehr als Studien innerhalb von zwei Jahren am meisten überrascht hat und wie speziell Menschen ab 50 davon profitieren, welche Nahrungsergänzungsmittel in seinen Augen wirklich Sinn machen und wie problematisch es wirklich ist, dass dieser Milliardenmarkt, jeder zweite hierzulande nimmt diese Substanzen, dass dieser Markt unkontrolliert ist.
Stephan Seiler 2:51
Ich fand es total interessant, wie er den Durchblick behält angesichts der aktuellen Social Media Hypes, wo uns ständig was Neues angepriesen wird, wie er mit der Aussage der Deutschen Gesellschaft für Ernährung umgeht, dass wir eigentlich gar keine Nahrungsergänzungsmittel brauchen und warum er Hoffnungsschimmer bei Demenz sieht, durchaus auch durch Zugabe. Von nun direkt rein in die Folge. Ich bin Stephan Seiler.
Brigitte Huber 3:18
Ich bin Brigitte Huber und das ist die Sache mit dem Älterwerden.
Stephan Seiler 3:34
Hallo und herzlich willkommen, Baskast.
Bas Kast 3:37
Hallo Stephan. Hallo Brigitte.
Brigitte Huber 3:39
Hallo Bas. Wie schön, dass du hier bist.
Bas Kast 3:41
Ja, sehr schön da zu sein, lieber Bas.
Stephan Seiler 3:44
Auch in diesem Podcast hören und diskutieren wir immer wieder, was wir zu uns nehmen sollen, damit wir gesünder werden, damit wir älter werden, damit wir gesünder alt werden. Das sind so viele Tipps. Allein jetzt nach rund 25 Folgen zusammengekommen, dass mir manchmal schwindelig wird, müsste jeden Tag 30 Pflanzen pro Woche Treppen steigen, Sonnenmilch auftragen, all das. Und man muss ja ehrlicherweise sagen, an Nahrungsergänzungsmitteln scheiden sich die Geister. Einige Expertinnen raten ab, andere raten beherzt zu. Du warst lange ein Skeptiker, was Nahrungsergänzungsmittel angeht. Im Ernährungskompass. Hast du noch von ihnen abgeraten. Welcher Moment oder welche Studie hat dazu geführt, dass du deine Meinung grundlegend geändert hast?
Bas Kast 4:33
Ja, das war jetzt nicht so, dass ich im Ernährungskompass grundlegend davon abgeraten habe. Im Gegenteil, ich war offen für einige Grund Supplements, die ich auch heute noch empfehlen würde. Also das war damals beim Ernährungskompass, insbesondere Vitamin B, das wirklich unabdingbar ist für Vegetarier und Veganer. Und hier fand ich es jetzt schon auch interessant mit dem neuen Buch, dass Vegetarier, also Veganer hier oft Bescheid wissen. Das ist ja auch besonders kritisch und Veganer das öfters so ein bisschen auf die leichte Schulter nehmen. Gibt es wirklich eine Studie zu in Deutschland, dass die dann auch entsprechend nicht so die allertollsten Blutwerte haben. Also die Vegetarier insofern, die sollten das unbedingt nehmen. Das ist sehr wichtig, weil es da zu einem Defizit kommen kann. Und das kann dann wirklich einhergehen mit permanenten, irreversiblen Nervenschäden. Also das ist jetzt der schlimmste Fall, nicht worst case, da muss man nicht sich so sorgen mach. Man hat auch ein Depot Also im Gegensatz zu dem, was man oft hört, dass B Vitamine nicht gespeichert werden können. B kann in der Leber gespeichert werden, also man kann über Monate, sogar Jahre hinweg dann noch genug haben, aber irgendwann kann es kritisch werden. Das war damals schon Stand, ist heute immer noch so sehr, sehr wichtig. Eine der wichtigsten Empfehlungen. Viele wissen auch darüber Bescheid. Und das zweite war Vitamin D, da wissen auch schon viele Bescheid. Eigentlich kein Vitamin, sondern ein Hormon, dass wir auch über die Nahrung kaum Bek gibt so ein bisschen Shiitake Pilze, wenn die in der Sonne getrocknet wurden, haben die ein bisschen Vitamin D. Aber ansonsten, klar, wie viele auch wissen über die Sonne, natürlich über die Haut, aber dann muss man natürlich auch genügend Sonne abbekommen. Das dritte war Omega 3, da habe ich damals schon eine Empfehlung gegeben. Ich meine, ich bevorzuge nach wie vor, das ist so ein bisschen schwieriges Thema, bevorzuge nach wie vor fettreichen Fisch, Lachs, Hering, Makrele. Aber wenn das nicht passt, dann sollte man, glaube ich, idealerweise ein bisschen Omega 3 supplementieren. Was für mich neu war jetzt hier in dem neuen Buch, in der neuen Recherche ist, dass es auch hier Risiken und Nebenwirkungen gibt, insbesondere wenn man über 1 g Omega 3 als Supplement täglich hinausgeht, dass das Risiko für Vorhofflimmern, Herzrhythmusstörung erhöht wird. Das war so der Stand. Jetzt ist sehr viel Neues hinzugekommen natürlich.
Brigitte Huber 7:07
Genau. Und gab es denn einen bestimmten Moment, wo du gesagt hast, okay, jetzt schreibe ich da ein Buch drüber?
Bas Kast 7:14
Nein, es war halt bei dem Ernährungskompass schon so ein bisschen dieses etwas doofe Gefühl von, weißt du, du kannst halt nicht jedes Supplement einzeln recherchieren. Ich meine, dieser Ernährungskompass, das waren ja schon hunderte von Studien und dann noch mal eigens dieses Supplement Thema. Und es war so ein bisschen dieses Pauschalurteil, so im Zweifel nimm lieber nicht diese drei Sachen, die ich genannt habe, die sind schon sehr wichtig und hilfreich. Und da war es eher so diese Haltung, also im Zweifel do no harm, also ja, lieber lieber im Zweifel nicht nehmen und dann geht dir eventuell was durch die Lappen, aber du fügst dir auch keinen Schaden zu. Und das war natürlich eine Notlösung. Das war auch da und das sieht man auch oft so in der Presse, dass viele Journalisten auch diese Haltung annehmen und auch da ist es teilweise eine Nothaltung, weil auch natürlich ein normaler Journalist sich natürlich nicht zwei Jahre hinsetzen kann, um dann dieses Thema zu recherchieren. Steigt ihm ja der Chefredakteur aufs Dach und fragt sich, wo der Artikel bleibt. V******* noch mal, wo bleibt mein Artikel? Und das war auch ein bisschen so meine Situation. Und dann sagt man halt, ja, sei vorsichtig damit. Und ich hatte immer so das Gefühl, da hast du dich so ein bisschen
Brigitte Huber 8:34
rausgemogelt und wolltest da einfach noch mal richtig in die Tiefe tauchen.
Bas Kast 8:38
Ja, wollte ich. Hatte auch so ein bisschen Bauchwehen. Habe ich nach wie vor ehrlich gesagt, dieses Gefühl. Ist es das Thema wert? Weißt du, sind das zwei Jahre deines Lebens Recherche wert? Und nach wie vor habe ich das Gefühl manchmal, dass es auch eine Menge hoher Opportunitätskosten waren, die ich hierfür, die ich bezahlt habe. Opportunitätskosten, das sind Kosten, die sozusagen, die man bezahlt, weil man etwas anderes, das wertvoller ist, nicht verfolgen kann, indem man diese Sache verfolgt. Wenn du in Urlaub gehst, zahlst du Opportunitätskosten, weil dir eine Arbeit durch die Lappen geht. Und so habe ich dafür bezahlt natürlich, dass ich nicht ein. Mich interessiert ja dieses Longevity Thema, älter werden, gesünder älter werden. Und angesichts der Tatsache, dass ich Supplements für nicht den allerwichtigsten Baustein in diesem Geschehen halte, hatte ich immer das Gefühl, ich zahle hier hohe Kosten dafür, dass ich jetzt nicht interessantere Studien verfolgen kann und Schachmatt gesetzt werde mit was weiß ich, wie wirkte roter verschimmelter Reis, wo ich eh schon weiß, will ich sowieso nicht nehmen, aber ich muss es recherchieren, weil ich will ja ein komplettes Buch irgendwie haben.
Brigitte Huber 10:01
Inwieweit hat die Erkrankung deines Vaters eine Rolle gespielt, das Buch zu recherchieren? Also ich fand das am Anfang des Buches sehr berührend. Ich glaube, da machst du ja gar kein Geheimnis draus. Dein Vater, der litt an Parkinson und Demenz und seine Krankheitsgeschichte hat dich auch ein Stück weit inspiriert auf deiner Recherche.
Bas Kast 10:23
Ja, nicht so sehr für Supplements jetzt inspiriert, aber insbesondere für diese sehr eindrucksvolle Studie, die ich am Anfang des Buches schildere. Mein Vater in der Tat 10 Jahre an Parkinson. Gelitten, mittlerweile vor ein paar Monaten dann gestorben, was in seinem Fall fast eine Befreiung, weil Parkinson stellt man sich als Zittern vor und Muskelrigidität, aber bei ihm ging es. Das Schlimmste war eigentlich diese schwere Demenz, sehr Alzheimer ähnlich. Und ich war sehr, sehr beeindruckt von dieser Studie, die veröffentlicht wurde von wirklich renommierten Forschern unter Beteiligung der Harvard Universität und so weiter, Karolinska Institut in Stockholm, das Boeck Institut für Alternsforschung in Kalifornien, die eben wirklich einen randomisierten Versuch gemacht haben mit Leuten, Menschen, Patienten, die teilweise unter Alzheimer litten oder unter einer Vorstufe und die in zwei Gruppen geteilt haben. Und die einen kamen wirklich auf so ein rigoroses Lifestyle Programm mit veganer, super ultra gesunder Kost, Bewegung, Entspannungsübungen, Stressabbau etc. Aber eben dann auch wirklich so eine ganze Reihe von Supplements, wie zum Beispiel Magnesium L Trionat, von dem ich zu dem Zeitpunkt noch gar nichts gehört hatte. Und die Befunde dieses Versuchs, die waren also 5 Monate auf diesem Programm und die konnten Alzheimer, die Demenzsymptome teilweise rückgängig machen. Und du kannst diese, du kannst regelrecht Videos sehen, auch von Patienten, eine Patientin Tammy zum Beispiel, die einfach aufgrund ihrer Demenz das Lesen aufgegeben hatte und auch nicht mehr arbeiten konnte und jetzt wieder nach fünf Monaten auf dem Programm wieder Bücher zur Hand nimmt und auch wieder in den Unternehmen ihrer Familie mitarbeitet. Und die Leute sitzen wirklich da weine, weil sie ihr Leben zurückbekommen haben. Und das fand ich natürlich angesichts des Schicksals meines Vaters, der leider schon sehr, sehr viel fortgeschrittener war, also die waren schon in einem Anfangsstadium von Alzheimer, aber dennoch bis dahin galt Alzheimer immer so als Schicksal und das wird immer schlimmer. Und das mal zu zeigen, wirklich in einem Experiment, du kannst das teilweise sogar rückgängig machen, das fand ich schon sehr eindrucksvoll. Und da haben mich natürlich diese Supplements, die diese Gruppe bekommen hat, auch sehr interessiert. Und das hat mich ein bisschen verstärkt, auch wenn so eine renommierte Forschergruppe da auch 8, 9, 10 Supplements einsetzt, dass die das offenbar auch für wichtig halten und als wichtig einstufen. Das hat mich ein bisschen bestärkt, dem weiter nachzugehen.
Stephan Seiler 13:09
Wir sind schon mittendrin bei einzelnen Substanzen und auch bei dem, wie es dich zu diesen Vitamin Kapseln etc. Geführt hat. Du bist ja so ein bisschen was wie der Mr. Longevity in Deutschland, bevor es überhaupt den Begriff in Deutschland gab. Du hast schon geschrieben, wie es gelingen kann, gesünder, älter zu werden. Warst meiner Wahrnehmung zumindest vielen anderen voraus, als ich dich damals bei Markus Lanz hab sitzen sehen und in anderen Talkshows, korrigiere mich, wenn du da nie warst, aber in meiner Fantasie, in meiner Erinnerung ist es zumindest so. Und gleichzeitig habe ich jetzt von dir gelesen, dass du ziemlich frustriert bist, ob das Trends über Longevity und Anti Aging, dass der Trend dich richtig frustrieren würde. Warum ist das so?
Bas Kast 13:52
Ich weiß nicht genau, was du damit meinst, wo du das gelesen oder was ich da, was ich da schon wieder
Stephan Seiler 13:57
von mir gegeben habe, kürzlich ein Interview mit dir erschienen im Stern. Und da hast du angedeutet, dass es dich durchaus frustriert zu erleben, was da so in sozialen Medien passiert. Die ganze Reizüberflutung, die man hat. Ständig werden wir als Mängelwesen dargestellt und das ist ja fast chronisch. Kaum eine Zeitung, kaum eine Zeitschrift schlägt man auf Social Media noch schlimmer, wo man nicht präsentiert bekommt, was man jetzt alles noch zu sich führen soll, weil wir sind ja nicht komplett, obwohl wir ja eigentlich alles haben. Unsere Supermärkte sind voll, wir bekommen Spargel im Sommer, im Winter, wir bekommen Erdbeeren zu jeder Jahreszeit, die Regale sind voll und dennoch wird uns ja immer wieder. Wir sind nicht komplett, wir sind Mängelwesen.
Bas Kast 14:41
Ja, nein, ich glaube, meine Irritation mit den Social Media rührte. Das ist ein Teil sicherlich, den du gerade schilderst, aber was ich das Schlimmste finde an den Social Media, auch regelrecht als Gift empfinde für den Geist, fast so wie eine Luftverschmutzung, mit der wir zu kämpfen haben, die auch nicht ein Mythos ist, dieser Feinstaub etc. Der wirklich Leben kostet. So empfinde ich auch diese Social Media. Also Gift für den Geist, weil es so irre viel Desinformation gibt und weil nicht unterschieden wird oder sehr schwer unterscheidbar ist, was ist jetzt Signal und was ist Rauschen, was ist echte Information, was fußt jetzt, was hast du Hand und Fuß und was ist etwas, was einfach so irgendein Influencer, irgendjemand, der eine Kamera anschaltet und Mikro anschaltet und sich hinsetzt und einfach mal was von sich so, okay, du musst Magnesium nehmen und du musst dieses und jenes, Omega 3 nehmen und das und das ist wichtig und ohne auch nur einen Standard. Sagen wir mal, hier ist die Referenz, das sind die Studien. Die Studien waren so und so solide. Wir haben hier eine Einzelstudie, Die Studie war nicht so solide. Wir haben hier eine Situation, wir haben Beobachtungsstudien oder wir haben hier sogar Meta Analysen von randomisierten placebo kontrollierten Experimenten. So weit kommen die ja gar nicht. Oft wird ja einfach nur was behauptet. Und diese Verschmutzung von der Informationslandschaft, die finde ich sehr frustrierend, weil ich natürlich zwei Jahre brauche, um mir eine Übersicht zu verschaffen über, sagen wir mal, gut 100 Supplements jetzt für das Buch. Das ist echt Arbeit. Und es ist auch nicht unbedingt immer unangenehm, diese trockenen Studien, mit denen ich dann meinen morgen beginne mit Kaffee 10 Studien oder so zu lesen und sich da einzuarbeiten, zu gucken, wie solide ist das, zu so einer Abwägung zu kommen. Wir haben Tierstudien, wir haben Beobachtungsstudien, wir haben klinische Studien an Menschen. Okay, wie ist das Risikoprofil? Kannst du jetzt zu einer soliden Einschätzung? Es dauert teilweise echt Wochen. Und dann kommt irgend so ein Hansel, so ein Influencer, irgend so jemand, der dem das überhaupt nicht kümmert, sagt etwas Radikales oder Absurdes wie du musst was weiß ich, internationale Einheiten, Vitamin D nehmen zu der und der Uhrzeit, dann sind all deine Gesundheitsprobleme gelöst. Glaub mir, ich habe das auch gemacht. Das war super. Und einfach so out of the blue. Du hast keine Studien. Im Gegenteil, die Studien würden sagen, tu das nicht, um Gottes Willen. Und weißt du, dagegen kämpft man an. Und was ist jetzt der Unterschied, ob ich ein Video mache und ich gebe eine Info von mir oder ein Influencer mit einer Million Follower, der macht so ein Video. Wo ist es? Es gibt keine Hierarchie in diesem Geschehen.
Brigitte Huber 17:44
Okay, Insofern schön, dass du jetzt hier sitzt und nicht dieser Influencer, den du geschildert hast, weil wir dich sprechen wollten, weil du eben zwei Jahre lang richtig intensiv da eingetaucht bist und über 1000 Studien eben durchgearbeitet hast mit Kaffee, ohne Kaffee. Meine Frage, unsere Frage wä Was hat dich am meisten überrascht? Worauf bist du gestoßen? Wo du Wow, dafür haben sie vielleicht nicht die ganzen zwei Jahre gelohnt, Aber das ist für mich eine spannende Erkenntnis gewesen.
Bas Kast 18:13
Ja, so ein paar Sachen, die langweilig klingen. Ich fand diese Harvard Studien, die ich im Buch zitiere, dass also ein einfaches Multivitamin moderat dosiert dazu führt, also wirklich Experimente jetzt randomisiert kontrolliert mit Placebo, wo eine Gruppe von älteren Menschen, in diesem fall so ab 60, 2, 3 Jahre lang täglich ein Multivitamin genommen hat, verglichen mit einer Gruppe, die das nicht bekommt, die einen Placebo bekommen hat, eine wirkungslose Tablette. Und nach zwei, drei Jahren hat man geguckt und dann gesehen, dass die Gruppe mit dem einfachen Multivitamin weniger Gedächtnisabbau hat. Also wirklich, dass man fast sagen kann, wenn man das jetzt übersetzt in Hirnalterung, als wäre das Gehirn um bis zu 5, 5 Jahre weniger schnell gealtert.
Brigitte Huber 19:02
Das beachtlich, Ja, genau.
Bas Kast 19:04
Und das hat mich schon überrascht. Da gibt es mittlerweile drei Studien unabhängig voneinander. Es gibt mittlerweile sogar eine Meta Analyse, die das Ergebnis bestätigt hat, wie gesagt, unter Beteiligung unter anderem der Harvard Universität. Das ist jetzt auch nicht, dass man sagt, das ist jetzt vollkommen gesichert und da gibt es auch sicherlich Widerspruch und so von Forschergruppen, so soll das ja auch sein. Aber das ist ein halbwegs solides Ergebnis, was sehr einfach ist, wo ich dann auch denke, ja, das ist ab einem gewissen Alter vielleicht sinnvoll als Sicherheitsnetz. Das ist so auch eine Sache, die ich selber beherzige, dass ich ab und zu so ein Multivitamin nehme. Ja, und dann gibt es halt viele, das ist so sehr, wenn wir ganz
Brigitte Huber 19:46
kurz bei dem Thema jetzt bleiben, bei dem Multivitamin, wenn ich mich jetzt dafür interessiere oder jemand, der das auch hört, ist das jetzt, wo du sagen würdest, da kann ich jetzt bedenkenlos in die Apotheke oder in den Drogeriemarkt gehen, mir sowas besorgen? Oder ist es etwas, wo ich vorher mit meinem Arzt spreche, brauche ich ein Blutbild? Oder ist das jetzt tatsächlich etwas, wo man ja, kannst du jetzt mal probieren und einfach schauen, was passiert?
Bas Kast 20:11
Ein moderat dosiertes Multivitamin kannst du ohne Arztbesuch nehmen. Es ist natürlich günstig mit Blick auf bestimmte Vitamine, wenn du deinen Blutwert kennst. Das trifft insbesondere zu auf Vitamin B. Das ist wieder dieser kritische, dieses kritische Vitamine und Vitamin D, eventuell aber wichtiger Vitamin B, wenn du veganer Vegetarier bist, dass du da so ein bisschen checkst, dass das in Ordnung ist, weil Du willst auch nicht zu hoch supplementieren, will ich jetzt auch nicht Angst mit verbreiten, aber es gibt so Hinweise darauf, Das ist auch nicht vollkommen gesichert. Aber trotzdem sollte man ein bisschen darauf achten, dass wenn du Vitamin B sehr hoch dosiert als Supplement, sagen wir mal, du gehst in den Bereich von 100 Mikrogramm wären das täglich oder 200 oder 500, was manche machen, was nebenbei auch in dieser Harvard Studie geschah. Es ist durchaus üblich, viele Präparate sind zu hoch dosiert. Da gibt es bei Rauchern, Ex Rauchern das Problem, dass man teils ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko sieht.
Brigitte Huber 21:19
Wie lange gilt denn Ex Raucher, habe ich mich gefragt. Wenn es 30 Jahre her ist, bin ich dann immer noch ein Ex Raucher? Raucherin?
Bas Kast 21:25
Ja, das weiß ich nicht so ganz genau.
Brigitte Huber 21:27
Da gibt es bestimmt, aber du weißt, worauf ich anspiele.
Bas Kast 21:30
Ja genau, da gibt es fließende Übergänge. Ich glaube so beim Rauchen, da gibt es so Daten, dass du nach zehn Jahren rauchfrei so fast wieder auf dieses Niveau kommst. Aber ich würde auch das mit dem Arzt auf jeden Fall dann besprechen, wenn du Ex Raucher bist. Aber auch da, ich meine, du kannst dann auch in den sicheren Bereich supplementieren, wenn du deinen Blutwert kennst. Wenn du eben siehst, der ist nicht so hoch, dann kannst du eben gezielt supplementieren mit B, auch als Ex Raucher eben, sodass du in einen vernünftigen Bereich kommst und dann weiß okay, ich brauche nur 25 Mikrogramm oder vielleicht sogar noch viel weniger und dann bist du halt safe, dann bist du sicher. Und das geht aber für wenige Sachen nicht. Also das ist echt schon, diese Blutwerte ist echt schon Profibereich und ist auch natürlich teils auch Geldmacherei ist Geldmacherei.
Stephan Seiler 22:21
Du hast gerade von den Studien erzählt, aber du probierst ja auch sehr, sehr viel am eigenen Leib aus, die du auch schon hast anklingen lassen. Wie genau kann ich mir das vorstellen? Hast du 100 Nahrungsergänzungsmittel dann wirklich selbst ausprobiert? Für wie lange? Wenn du es nicht so lang machst, reicht dann auch überhaupt eine kurze Phase aus? Und welches Supplement, welches Nahrungsergänzungsmittel hat bei dir dann am Ende die spürbarste Wirkung erzielt?
Bas Kast 22:49
Ja, ich probiere grundsätzlich natürlich nur Supplements aus, für die es eine vielversprechende Befundlage gibt. Also Ich werde nicht 100 Supplements ausprobieren, wenn es dazu keine solide Evidenz gibt. Was das Spektakulärste, was ich momentan ausprobiere, spektakulär, also jedenfalls so das, was ich, wo ich jetzt nicht sagen würde, nimmt das alle, ist Lithium. Also ein Leichtmetall, wo es wirklich sehr, sehr interessante Befunden.
Stephan Seiler 23:16
Seltene Erde.
Bas Kast 23:17
Genau, wir sind aus Erde, aus Sternenstaub entstanden. Wir bestehen, das ist schon kurios natürlich, wir bestehen eben aus diesen Metallen und diesen Stoffen wie Salz und Magnesium und Zink. Es ist alles, diese Metalle, Mineralstoffe sind alle Bestandteil unseres Körpers. Und Lithium ist so ein bisschen im Zweifelsfall, weil das ist nur offiziell noch nicht als Spurenelement anerkannt, als essentielles, lebenswichtiges Spurenelement. Aber immer mehr Studien deuten darauf hin, dass es sehr wichtige Funktion im Körper übernimmt. Eine Sache, die ich hier sehr interessant fand, ist neue Studien, die zeigen, dass in Regionen der Welt, also in diesem Fall ist es so eine Karte von Amerika, wo das Trinkwasser viel Lithium enthält, steckt in Trinkwasser mehr oder weniger, je nach Region. Und dort, wo es viel Lithium enthält, sind die Krebsraten drastisch gesenkt. Also man redet echt über 80 Prozent Krebsrate gesenkt. Ist natürlich eine reine Beobachtungsstudie, du weißt nicht, ist das ein echter Effekt und so. Aber es gibt auch so Studien, Experimente mit Mäusen in diesem Fall, da sind wir auf Tierversuche und die zeigen, dass wenn du die Mäuse auf so eine Lithium reduzierte Diät setzt, dass sie dann teilweise Alzheimer und Demenz entwickeln, was du rückgängig machen kannst, verhindern oder rückgängig machen kannst, indem du ihnen Lithium gibst. Also das sind spektakuläre Experimente, wo ich dann langsam das Gefühl bekomme, okay, sehr, sehr niedrig dosiert, sieht das sehr sicher aus, das kann ich probieren und ich mache das, Mein Arzt weiß Bescheid. Und bei mir ist das Lustige, dass mein Arzt selber auch Lithium nimmt, sogar die mindestens doppelte Dosis. Inzwischen ist es so, er hat Lithium, kommt auch in Mineralwasser vor und dann gibt es ganze Listen im Internet, welches hat denn mehr oder weniger. Und er hat dann, ich weiß gar nicht, wie es heißt, er hat dann eins mit viel Lithium und da posten wir dann schon so dann angestoßen, also nicht mit Sekt an, sondern mit Lithium. Mein Arzt und ich ganz kurz noch
Stephan Seiler 25:27
zur Erklärung Lithium, dass tatsächlich das Leichtmetall, das auch in unseren Telefonen drinsteckt, um das machtpolitisch auf der globalen Ebene immer mal wieder gerungen wird, dass China uns
Brigitte Huber 25:39
und es wird zur Therapie, glaube ich, eingesetzt bei bipolaren Störungen bis jetzt nur und ansonsten ist es hier verboten, aber
Bas Kast 25:46
viel, viel höher dosiert. Brigitte Das ist nicht vergleichbar. Also da reden wir über hunderte Milligramms und andere Formen. Also ich nehme Lithiumurotat und nicht Lithiumcarbonat. Gibt verschiedene Verbindungen. Also das ist nicht zu vergleichen mit bipolar. Aber da du das sagst, ist interessant, weil die Bipolaren entwickeln häufiger, die bipolaren Patienten entwickeln häufiger Demenz, es sei denn, sie wurden behandelt mit Lithium.
Brigitte Huber 26:11
Dann ist und sag mal, weil häufig du nimmst, wir haben jetzt gerade von dem Multivitamin gesprochen, dann von Lithium. Kann es denn sein, dass diese ganzen Nahrungsergänzungsmittel Wechselwirkungen untereinander haben? Also müssen wir nicht auf sowas auch aufpassen? Bei Medikamenten tun wir das ja auch.
Bas Kast 26:29
Ja, ja, genau. Das sollte man auch. Und deshalb jedes Mal, wenn du irgendein exotisches Supplement nimmst, wenn es jetzt über so ein Multivitamin hinausgeht oder du nimmst ein bisschen Vitamin C oder du nimmst Vitamin D oder so, wenn das kannst du so nehmen in einem normalen Dosierungsbereich. Aber wenn du irgendwie so ein exotisches Supplement nimmst, damit experimentieren willst, wie zum Beispiel Lithium wäre jetzt ein Beispiel, wozu ich auch nicht allgemein raten würde, dann solltest du das mit dem Arzt besprechen, weil in der Tat, dann kann er ein bisschen abklopfen. Was nimmst du sonst noch? Was nimmst du für Medikamente, wenn überhaupt, Was hast du für eine Grundlage? Hast du vielleicht Diabetes oder hast du hohen Blutdruck etc. Okay, da kommen wir
Brigitte Huber 27:16
ohnehin noch auf einen Punkt jetzt, weil wir über Medikamente gesprochen haben. Anders als Medikamente, und das ist ja ein richtiges Problem, werden ja Nahrungsergänzungsmittel nicht irgendwie geprüft, oder? Also die können einfach auf den freien Markt kommen und auch wenn sie in der Apotheke sind, sind sie deswegen nicht unbedingt hundertprozentig abgesicherter. Ich kann sie aber eben in jeder Drogerie und in jedem Onlinehandel kaufen. Worin liegt da eine Gefahr?
Bas Kast 27:42
Bas Ja, das ist die Nahrungsergänzungsmittel fallen in der Tat unter Lebensmittelrecht das heißt, die werden so gehandhabt wie jedes andere Lebensmittel auch und wenn das als generell sicher eingestuft wird, dann darf das auf dem Markt wie jedes andere Lebensmittel auch im Supermarkt. Und das Problem hier ist, also nicht zu sagen generell, dass man Bedenken haben müsste, das sind giftige Substanzen oder so, aber das Problem ist so ein bisschen, dass du hast nur so eine Kapsel und es ist halt sehr leicht, das zu überdosieren, z.B. vitamin D oder Curcumin. Dann werden oft z.B. zu Curcumin oder Grüntee Extrakt dann noch weitere Substanzen hinzugemacht. Wir haben eben über diese Kombination gesprochen, also nur ein konkretes Beispiel. Curcumin wird dann gerne gemischt mit Piperin, das ist eine Substanz aus schwarzem Pfeffer und das erhöht die Aufnahme von Curcumin aus der Kurkuma Wurzel in den Körper. Und das kann so weit gehen, dass das zu viel ist und dann die Leber kämpfen muss, um das wieder aus dem Körper zu entfernen und du dann mit Leberschäden rechnen musst. Und es sind schon Leute im Krankenhaus gelandet, also auch Fallgeschichten, die ich auch wirklich im Buch schildere, die auch durch die gesamte Presse teilweise gingen, wo Leute dann gelb angelaufen sind oder das ist noch die, das ist noch harmlos. Also es gibt auch Fälle, auch hier muss man sagen, es ist sehr selten, aber es kommt vor von akutem Leberversagen mit Todesfolge dann auch.
Brigitte Huber 29:15
Ja, ich glaube, das ist ganz wichtig, dass man das auch mal in den Raum stellt und es ist ja dann manchmal nicht ein bisschen überdosiert, sondern das x fache, das habe ich auch in deinem Buch gelesen, also bis zu Substanzen, die 500 mal so stark drin sind, wie ich sie eigentlich nehmen wollte und der Körper scheidet das nicht so in jedem Fall nicht so ohne Probleme aus. Wird es vielleicht jetzt bei zu viel Möhren, die ich ess machen würde, oder?
Bas Kast 29:40
Genau. Und oft, aber Brigitte, auch wichtig über einen längeren Zeitraum. Also meist ist das so, die Leute fangen mit so einem hochdosierten Curcuminpräparat an oder Grüntee Extrakt. Das sind so typische Beispiele, wo das häufig passiert, dass man in den Überdosierungsbereich kommt oder auch Vitamin D, da sollte man auch ein bisschen aufpassen und das baut sich über die Wochen und Monate auf und dann irgendwann spürt man dann die Konsequenzen unter Umständen. Wie spürt man die in diesem Fall bei der Frau Übelkeit erstmal so Unwohlsein, Übelkeit, aber dann regelrecht, dass die Augen gelb anliefen oder so. Also eine Gelbsucht wirklich entwickelt, was auf den Leberschaden hindeutet, auf erhöhtes sogenanntes Bilirubin. Das ist nicht das Curcumin selber, sondern es sind Leberschäden.
Stephan Seiler 30:27
Und ist es dann schon zu spät?
Bas Kast 30:29
Ne, zu spät nicht. Also die ist ins Krankenhaus gekommen, dann wird das abgesetzt, das wurde kontrolliert. Die Frau ist in diesem Fall, diese Fallgeschichte, die ist, das ist glimpflich verlaufen. Meist verläuft es glimpflich, muss man sagen, zum Glück auch bei Vitamin D Überdosierung. Bei Vitamin D ist zum Beispiel das Problem, also dass du Vitamin D ist ja eine Aufgabe von Vitamin D, ist ja Kalzium, Kalk in den Körper zu befördern. Also wenn wir Joghurt essen, Käse essen, Orangen essen oder trinken hartes Wasser, das dann Kalk enthält. Kalzium, Vitamin D hilft bei der Aufnahme und das ist gut. Ist schön natürlich für die Knochen, wenn die schön verkalken. Es ist nicht so gut für die Gefäße, wenn die verkalken, ist es nicht gut. Und wenn du also unheimlich viel Vitamin D nimmst und dieser Kalk, dieses Kalzium, da aufgenommen wird und aufgenommen wird, kann das gefährlich werden, diese innere Verkalkung.
Brigitte Huber 32:31
Was mich noch interessiert hat bei deinen Selbstversuchen, wir haben uns gestern gefragt, Stephan und ich, in Vorbereitung auch auf das Interview, wie lang zieht man sowas durch? Du bist mit dem Arzt in Kontakt, aber machst du jeden Tag eine Selbstreflexion? Merke ich da irgendwas? Also wir haben alle gesagt, da nehmen wir mal Zink, dann machen wir mal dies, mal jenes. Aber wie spüre ich, was letztlich wirkt und genau, ja, Achselzucken, wie machst du das?
Bas Kast 33:00
Man muss dazu auch wirklich sagen, das meiste spürt man nicht. Also das klarste Beispiel für mich ist Magnesium mit Muskelkrämpfen, wo ich dann gezielt Magnesium erhöht habe und die Muskelkrämpfe, die ich sehr, sehr regelmäßig hatte, insbesondere Krafttraining, was ich regelmäßig mache, dass die weitgehend verschwunden sind, nicht völlig, aber weitgehend verschwunden sind. Das war für mich so das klarste Beispiel, wo ich so sagen kann, das kann ich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf das Magnesium zurückführen, weil ich in der Zeit auch nichts anderes verändert habe. Aber zum Beispiel Lithium, davon spüre ich nichts. Und ich muss dazu sagen, dass ich medizinisch wirklich sehr genau beobachtet werde. Also ich habe ja auch eine Kooperation, also seit Monaten jetzt mit einer Longevity Klinik hier in Berlin, Years heißt die, wo so ein Ärzteteam wirklich bestrebt ist, Krankheit nicht zu behandeln, also reaktiv wie die normale Medizin halt, du hast ein gebrochenes beIN oder du hast Bluthochdruck und das behandeln wir jetzt, sondern die wollen wirklich dich von Kopf bis Fuß untersuchen und gucken, wie können wir Krankheit verhindern, bevor es überhaupt entsteht, sehen wir erste Anzeichen und das heißt, die haben mir einen halben Liter Blut abgenommen, ganz Körper, MRT, Ultraschall bis zum Gehtnichtmehr, unheimlich viele Tests und das ist auch kontinuierlich, werde ich da immer, ich habe heute Morgen meinen Arzt gesehen, wir trainieren auch zusammen, das heißt, ich bin schon in sehr engen Kontakt mit denen und mache so ein bisschen Social Media Aktivitäten, auch im Rahmen meines Projektes Slow Ager, weil ich mehr noch in diese, weil das ist so ein Baustein für mich, den ich glaube ich, so wie ich früher dieses Gefühl hatte, ich habe die Supplements vernachlässigt, ich glaube, ich habe diese Präventionsmedizin vernachlässigt, ich habe immer so Lifestyle Ernährung da, das habe ich gemacht mit dem Ernährungskompass, Bewegung, Schlaf, das kam ein bisschen vor in einem Nachfolgerbuch. Jetzt habe ich die Supplements, das ist alles Lifestyle und ich bin jetzt auch schon 53 und bei mir kommen auch schon Wehwehchen, die ich mit Lifestyle nicht mehr in den, können wir auch drüber reden, die ich mit Lifestyle nicht mehr in den Griff bekomme und bin jetzt sehr dankbar. Ja, zum Beispiel erhöhte Cholesterinwerte, die sind einfach. Und dann kannst du sagen, ja, aber was bei deiner Ernährung, bei deiner Bewegung und sind Alarmzeichen, glaube ich auch für viele, weil ich kann wirklich sagen, dass ich, ich meine, es ist ja mein Beruf nun, weil ich bin, ich komme gerade aus dem Gym und mein Morgen beginnt mit einem Smoothie, der auf Gesundheit ausgerichtet ist. Egal wie dieser Smoothie schmeckt. Also da kommt alles rein, was ich für gesund Blaubeeren, Sojabohnen, Leinsamen, Ingwer schmeckt fürchterlich.
Brigitte Huber 35:52
Und du bist ein Streber.
Bas Kast 35:53
Ja, genau. Ich bin meine Streber ist jetzt meine andere sagen, du bist ein Selbstoptimierer und du bist in einem Midlife Crisis und ja, das ist ja auch okay. Jeder darf das sagen und das wahrscheinlich auch was dran ist ja auch so. Aber ich versuche, ich bin auch so ein bisschen, ich versuche ein bisschen Pionier ist zu viel gesagt, aber Versuchskaninchen zu sein für meine Leser auch und für meine Community. Ich sage auch nicht, dass jeder das sein muss, aber ich muss natürlich auch oder will natürlich auch ein bisschen Grenzen ausloten. Und was ich ein bisschen vernachlässigt habe und jetzt bin ich wirklich froh, weil ich habe noch gar nicht das Schlimmste erzählt von den Befunden. Ich habe wirklich noch wirklich noch was ganz Heftiges. Also, aber ich bin jetzt wirklich froh, diese Präventionsmedizin gemacht zu haben und ich würde ab einem gewissen Alter auch Leute dazu raten, das auch zumindest so vorsichtig mal so präventiv, zum Beispiel Männer, Prostata, Frauen sowieso Brust Screening zu machen.
Stephan Seiler 36:59
Jetzt muss der Journalist natürlich nachfragen, magst du das Heftige mit uns teilen?
Bas Kast 37:04
Klar. Also ich habe auch genetische Untersuchungen machen lassen, wo man dutzende Gene überprüft, auch Mutation. Und ich habe ein, das war schon ein kleiner Schock für mich auch ich habe das mittlerweile verdaut und kann das ein bisschen in Kontext rücken. Man hat festgestellt, dass ich sogenanntes BRCA Gen habe. BRCA. BRCA steht für Breast Cancer. Und Angelina Jolie, Angelina Jolie hat die BRCA Mutation. Das ist ein Gen, das alle haben. Bei ihr ist es mutiert, sodass es nicht funktionsfähig ist. Eine Variante. Wir haben immer zwei Gene von einem Gen und ich habe die BRCA Variante. Es gibt eine Menge Brustkrebsgene und ich hab eine mutierte Variante von BRCA. Und jetzt ist es natürlich so dass Männer, also dass Männer nicht so häufig, lange nicht so häufig vom Brustkrebs betroffen sind. Also es ist so ungefähr ungefähr einer von 830 Männern oder so. Bei Frauen ist es eher 6 Prozent ab einem gewissen Alter, also 6 von 100 Frauen, die mit Brustkrebs rechnen müssen und bei Männern nur einer von 830 oder so. Aber ich bin in der Kategorie jetzt Frau, also selbe Risiko, aber das ist ja noch ein mittleres Risiko, durchaus ernst zu nehmen natürlich. Aber mein Prostatakrebsrisiko ist um das Achtfache erhöht. Und jetzt bin ich natürlich, ja, das ist schon heftig. Jetzt bin ich dankbar, dass wir natürlich hier frühzeitig PSA Tests gucken. Prostata kann man auch ein MRT machen, spezifisches Prostata MRT, das werden wir auch machen. Zum Glück gab es bei mir Entwarnung bei dem PSA Test, der sehr bedeutsam ist, den ich Männern auch empfehle, ab einem gewissen Alter, ab 40, 50 sicherlich. Und ja, da gab es Entwarnung, aber ich weiß das jetzt, da gab es eine Entwarnung, was den PSA Test betrifft. Auf der anderen Seite klingt erst mal, will man das überhaupt wissen und so. Auf der anderen Seite aber habe ich mir natürlich Sorgen gemacht um Parkinson und Demenz und da gab es bei mir keine genetische Auffälligkeit.
Brigitte Huber 39:17
Okay. Und es ist wahrscheinlich für dich auch nicht uninteressant, weil du das ja in deinem Erbgut auch weitergibst, oder?
Bas Kast 39:24
Total. Das war die allergrößte Überraschung, die ich auch so nicht mitbedacht habe und die alle wissen sollten, bevor sie sich auf so einen Test einlassen, dass das unter Umständen Konsequenzen hat. Nicht nur für deine eigenen Kinder, für meine drei Söhne, die das Gen, auch die Genmutation haben könnten, sondern meine schwester hat mit 50 prozentiger wahrscheinlichkeit auch dieses brca gen und bei ihr würde das ein erhöhtes Brustkrebsrisiko, und zwar drastisch erhöhtes Brustkrebsrisiko. Wie wir wissen, hat sich Angelina Jolie die Brüste entfernen lassen, prophylaktisch aufgrund dieses Befunds. Die Mutter hatte natürlich auch Brustkrebs und ja, das hat also Konsequenzen für die gesamte Familie unter Umständen. Das muss man mitbedingt.
Brigitte Huber 40:10
Absolut. Bis hin zu den Enkelkindern. Jetzt bei deinen Söhnen ist es ja wieder so, aber laut Mendelscher Gesetze geht es ja dann unter Umständen oder sehr wohl auch eine Generation weiter Nur da glaube ich, können wir so ein bisschen auch hoffen auf die Medizin, dass sich die in den nächsten Jahrzehnten dann so entwickelt, wie es auch in der Vergangenheit schon geht, gekommen ist, dass wir diese Scheusäle noch ein bisschen besser in den Griff kriegen. Das haben wir wenigstens, Stephan und ich, aus etlichen anderen Interviews auch mitgenommen. Aber ich kann mir das wahnsinnig gut vorstellen. Du musst da erst mal damit klarkommen, mit dem, was du erfährst und mit dem, was die Risiken bedeutet.
Bas Kast 40:47
Richtig.
Brigitte Huber 40:49
Was mich jetzt noch interessiert hat, du hast es vorher schon angesprochen, bevor wir noch auf die einzelnen Gebiete zu sprechen kommen. Du hast gesagt, es ist ein Baustein, die Supplements. Und ich glaube, wir haben schon direkt und indirekt etliche andere Bausteine auch angesprochen. Bewegung, Ernährung, Schlaf. Wie groß siehst du denn den Baustein Supplements in diesem Gesamtbild Gesundheit, Wie viel Prozent würdest du den einräumen?
Bas Kast 41:16
Also ich glaube, Prozent ist ein bisschen schwierig, aber ich glaube, wichtig ist es, diese Defizite zu beheben. Also du willst nicht in ein B Defizit kommen. Das hat, wie gesagt, diese irreparable, kann diese irreparablen Schädel mit sich bringen. Das betrifft diese Defizite, betrifft pauschal, also individuell ist es immer unterschiedlich, aber die Wissenschaft macht immer diese Durchschnittsergebnisse, diese Pauschalurteile. Das betrifft pauschal Vitamin B, dafür Veganer, Vegetarier und Vitamin D. Da gibt es, wissen wir einfach mehr oder weniger einen Mangel oder potenziell einen Mangel. Und wenn man die behoben hat, dann reden wir über einen Fasten Perfektionsbereich. Also ich habe dir eben dieses Beispiel gebracht mit dem Multivitamin. Ich finde das bedeutsam, es ist auch sehr risikofrei. Das würde ich ab einem gewissen Alter nehmen. Und ab da reden wir echt über Fine Tuning. Und in dem Gesamtbild ist da die echte Ernährung, die regelmäßige Bewegung, Schlaf, bisschen Licht abbekommen, echtes Licht, Stressresilienz, soziale Interaktionen, dass wenn man angeregt wird, auch eingebunden ist, Verbundenheit, Liebe, all das. Viel, viel wichtiger.
Stephan Seiler 42:35
Deine Bücher sind jeweils viele hundert Seiten dick. Du hast gerade selbst schon gesagt, im aktuellen Vitaminkompass und Nährstoffkompass, so heißt das Buch ja korrekt, Gehst du rund 100 Nahrungsergänzungsmittel durch das klingt für mich erstmal nach einer ganz schönen Strecke Arbeit, die da vor mir liegt. Ganz viele Tipps, unfassbar viele Anekdoten. Aber heißt Langlebigkeit am Ende dann nicht auch immer Disziplin, Dränge, Verzicht, auch die Verpflichtung, solche dicken Bücher zu lesen, Studien vielleicht mal anzulesen, Da muss ich vielleicht noch hunderte Euro ausgeben, tausende Euro ausgeben für die Untersuchung meiner, meines Mikrobioms, meiner Daten etc. Du hast eben von der Klinik in Berlin gesprochen, da habe ich auch mal mir auf der Website angeguckt, wie das größte Paket da ausschaut. Wenn ich alles untersuchen lassen möchte, würde das kosten. Also es ist teuer, es ist aufwendig, so wirkt es auf mich, es ist arbeitsintensiv. Anders gibt es keinen entspannteren Weg, mühelos gesund alt zu werden. Das klingt echt nach einer ganz schön großen Aufgabe.
Bas Kast 43:45
Ja, ich würde dir teils zustimmen. Ein paar Punkte dazu, die mir wichtig erscheinen. Also niemand denke, ich muss so ein Programm verfolgen, wie ich das tue. Das ist mein Beruf. Also ich sehe es als Aufgabe, hier auch Grenzen auszuloten. Und natürlich mussten, deshalb tue ich das ja, dass die Leute eben nicht den ganzen Tag Studien wälzen müssen. Sie müssen nur ein Buch oder selbst das müssen sie natürlich nicht, aber sie können Ein Buch von 400 Seiten in der Tat lesen. Das wird für manche schon eine Überforderung sein, weil sie lieber einen clip sehen von 20 Sekunden auf Instagram. Das ist okay, was mich betrifft. Das ist echt so ein bisschen so ein Abwägen. Jetzt nicht, wie viel ist für mich schon zu viel, für mich schon so Gesundheitsoptimierung, wie viel ist für mich schon so Verzicht und so weiter. Also ich habe ein bisschen das Gefühl, dass wir in der, bei uns in Deutschland, insbesondere in der Presse, insbesondere nicht in den Social Media, das ist crazy, die Welt finde ich crazy, aber so in der allgemeinen Presse so ein bisschen so eine Haltung haben von, das ist alles sehr schnell Selbstoptimierung, Egoismus, Quatsch, das ist Verzicht, das ist genussfeindlich. Aber ich meine, ich glaube, das ist am Ende eine sehr individuelle Entscheidung, weil für mich ist es genussfeindlich, wenn man so will, wenn man von 5 Medikamenten abhängig ist. Oder wirklich krank wird wie mein Vater und 10 Jahre lang diesen Leidensweg geht oder Diabetes sich zuzieht, was sich sehr leicht durch Lifestyle verhindern lässt und dann zum Beispiel Typ 2 Diabetes natürlich so das, was man auch früher einmal als Altersdiabetes bezeichnet hat. Inzwischen kann davon nicht mehr die Rede sein, weil auch jüngere Menschen das bekommen, weil sie sich nicht bewegen, weil sie viel Zucker essen, aber überhaupt viel essen, also Übergewicht und dieses, dass ich so weit gehe. Ich habe darüber auf meinen Essay geschrieben, der sehr unbeliebt ist, lobt es unbequem, habe ich gesehen. Ja, also wo Leute sagen, also wo ich so ein bisschen argumentiere, sich über so Sachen hinwegsetzen. Also erstens einmal das, was viele als Selbstoptimierung empfinden, wenn wir jetzt über Fasten oder sowas reden oder über natürliche Ernährung reden oder über regelmäßige Bewegung oder dass man Licht abbekommt, solche Sachen. Wenn wir darüber reden, wir müssen uns vorstellen, dass das über Millionen von Jahren gang und gäbe war in der Evolution. All unsere Vorfahren haben so gelebt, die haben das ausgehalten und niemand hat ihnen Selbstoptimierung vorgeworfen. Man muss schon auch ein bisschen sehen, dass diese Umgebung, diese Komfortumgebung, die wir uns geschaffen haben mit Heizungen, mit Klimaanlagen, mit Autos, Zügen, S Bahn, Fahrrad etc. Wo man sich nicht mehr bewegen muss, wo es geradezu produktiv ist, wenn du dich nicht selber bewegst, sondern dich bewegen lässt mit Fast Food und so weiter, dass es nie gab. Aber jetzt ist das für uns normal geworden. Das ist in gewisser Weise, wenn man etwas größere Perspektive einnimmt, mit Blick auf, wie unser Körper und unsere Psyche entstanden ist, eben nicht normal war, so zu leben, wie wir das heute tun. Also ist das keine Selbstoptimierung aus der Sicht, sondern eher eine Selbst Normalisierung. Und ja, ich halte so ein bisschen Unkomfort für ganz angebracht. Und ich finde aber, jeder muss für sich so ein bisschen gucken, was ist für mich zu weit, was ist für mich Verzicht, so ein bisschen so ein Abwägen auf Leben im Moment, aber auch nicht auf Kosten meines zukünftigen Ich, das dann fett ist und krank ist und abhängig ist von Medikamenten und leidet, sondern da so ein bisschen die Mitte zu finden.
Brigitte Huber 47:58
Ich glaube, was du auch sagst, ist schon komplett richtig. Es ist eine individuelle Entscheidung und vieles, was unser Leben früher bestimmt hat, war automatisch ein gesundes Leben, weil wir überhaupt keine industriell verarbeiteten Lebensmittel hatten und so weiter und so fort. Trotzdem werden wir heute doppelt so alt wie vor 150 Jahren. Also da stehen immer tatsächlich zwei Säulen nebeneinander. Aber tatsächlich so den eigenen Weg zu finden. Wir hatten das Anfang des Jahres auch besprochen in dem Podcast Stephan und ich zum Thema gut genug. Also ist jetzt das neue Jahr wieder so ein Impuls, um irgendwie neue Dinge ins Leben. Wir waren unterschiedliche Meinungen, neue Dinge ins Leben zu holen oder ist es, was für viele Frauen ein Thema ist, nicht eher auch was, dass wir daran arbeiten sollten. Das ist jetzt gut genug, so wie ich an dieser Stelle bin. Was nicht heißt, dass ich nicht, und da kommen wir jetzt hoffentlich auch gleich noch zu sprechen, dass ich nicht zum Body Pump gehe, weil ich das eben auch als Investition in meine Zukunft sehe, die hoffentlich noch ein paar Jahrzehnte währt. Also ich glaube, die Balance zu finden ist nicht so einfach. Aber wollen wir uns jetzt vielleicht tatsächlich mal die einzelnen Substanzen so ein bisschen, oder besser gesagt die Fachgebiete noch durchgehen, wo da die wichtigsten Erkenntnisse sind. Und Stephan, wolltest du nicht mal anfangen zu fragen, was für dich jetzt die optimale Supplementierung wär?
Stephan Seiler 49:25
Ja, bitte betrete gerne den Beratungsraum. Ich bin Mitte 40 und frage, was fehlt mir, was bräuchte ich? Stand jetzt nehme ich ab und zu Zinktabletten zu mir, auch mal Vitamin D, wobei ich mal irgendwelche Tropfen nehme, mal tabletten nehme, mal 1000 Milligramm, mal 2000 Milligramm. Ich habe gar keine Ahnung, was ich da mache, aber so alle paar Daumen, alle paar Tage gibt es mal eine Tablette, weil ich mich meistens vegetarisch ernähre, nehme ich auch ab und zu mal eine B Tablette von einem guten deutschen Hersteller, der bisschen nach Landwirtschaft vom Namen her schon nennen wir nicht, aber der ist nicht das billigste Präparat in der Apotheke. Und nehme ich zu mir, das ist das einzige Präparat, was auch wirklich meine Ärztin mir empfohlen hat. Die wurde festgestellt bei einer Blutuntersuchung, da habe ich einen Mangel, da soll ich was machen. Bei all dem anderen decke ich nur, ja, die anderen nehmen es ja auch, dann nehme ich es mal auch gleich mit und habe aber gar keine Ahnung, ob das richtig ist. Kannst du mir jetzt sagen, was soll ich nehmen, was soll ich lassen?
Bas Kast 50:26
Ich würde das Zink lassen. Ich weiß nicht genau, warum du das einzeln nimmst. Gibt es da einen Hintergrund oder ach,
Stephan Seiler 50:34
ein Freund eines Freundes hat mir gesagt, dass es der heiße Scheiß, also nimm das doch mal am besten jeden Tag. Ist das so?
Bas Kast 50:43
Es gibt den Mythos, ich glaube nicht, dass es das tut, aber zumindest nicht, wenn du ausreichend hast, was du also als Teil eines Multivitamin, ich meine, du bist jetzt okay, fast Mitte 40 in deinem Fall, um es mir einfach zu machen, würde ich über, wie schon gesagt, über ein moderat dosiertes Multivitamin nachdenken und dann gezielt bei der, also moderat dosiert hast du, was NRV betrifft, also diesen Nutrient Reference Value, der hinten auf den Packungen steht, der so ein bisschen den EU Referenzbereich anzeigt, dass du da so unter 100 Prozent bleibst, unter 100, weil der Referenzbereich bezieht sich auf Supplements plus Ernährung und du bist ja, dass das meiste von Ernährung kommt, das heißt alles so ein bisschen unter 100 Prozent, so in diesem grob gesagt. Und da kannst du ja mal auf dein Präparat gucken, ob das der Fall ist. Nur bei Vitamin B und bei Vitamin D würde ich über diesen Referenzbereich hinausgehen. Also das halte ich für angebracht. Insofern, das klingt schon mal ganz gut. Und dann ist so ein bisschen die Frage, OK, treibst du Kraftsport? Dann wäre eventuell Kreatin für dich interessant, Das nehme ich auch, das so ein bisschen beim Muskelaufbau hilft, auch beim Fett bei der Fettverbrennung auch ein bisschen hilft. Das finde ich, gehört zu den überzeugendsten so leistungsfördernden Supplements, die es gibt, ist auch ziemlich sicher. Unheimlich viele Leute nehmen das, wir haben viele Erfahrungswerte, unheimlich viele Studien etc. Und das wäre so ein bisschen, ich glaube für die Augen wäre noch interessant. Etwas, was ich nehme. Zusätzlich zu dem Multivitamin sind zwei Pigmentstoffe, die nennen sich Lutein, Zeaxanthin. Es gibt ja unheimlich viele Farbstoffe in der Natur, man sagt ja auch nicht umsonst bunt essen ist gut und also Paprika oder Eigelb oder all diese Farben, die es gibt. Und in Eigelb sitzen zum Beispiel auch diese Pigmentstoffe namens Lutein und Zeaxanthin. Und die sammeln sich auch im Auge an, unter anderem, nicht nur im Auge, aber auch dort und wirken dort einerseits antioxidativ, was günstig ist, weil hier viele freie Radikale entstehen, schon allein durch das Licht, dem die Augen ausgesetzt sind und dann auch sind das, die filtern Licht aus dem energiereichen blauen Spektrum fast wie so eine Art von innere Sonnenbrille, wenn man so will, blau Filter. Und insofern und sehr sicher auch insofern, das wäre so ein bisschen so im Großen und Ganzen, was ich jetzt ohne, wenn du jetzt sagst, ich habe folgende Beschwerden oder so, würde ich dazu kaum raten.
Stephan Seiler 53:38
Dieses Mittel für die Augen, kannst du das noch mal nennen? Ich glaube, das kennt nicht jeder.
Bas Kast 53:42
Lutein Zeaxanthin, das gibt es als Einzelpräparat üblicherweise in so einer Dosis von 10 Milligramm Lutein und 2 Milligramm Zeaxanthin. Das ist so die übliche Dosierung in den Experimenten.
Stephan Seiler 53:56
Okay, alles klar. Ich habe hier parallel den Bestellschein ausgestellt bei einem großen deutschen Hersteller. Ich muss nachher nur noch auf meine Kreditkarte eingeben und dann geht's los. Vielen Dank dafür,
Bas Kast 54:07
Die können sich bedanken bei uns bei mir. New Zealand is calling, if you are
Brigitte Huber 54:22
a passionate early childhood, primary or secondary
Bas Kast 54:24
school teacher, New Zealand says come teach
Brigitte Huber 54:28
us with up to ten thousand New
Bas Kast 54:29
Zealand dollars in relocation support. Now's the time to make your move. Find out more about moving to New Zealand to teach at workforce. DOT Education, DOT Govt. DOT NZ Open to existing qualified primary,
Brigitte Huber 54:42
secondary and ECE teachers note that this
Bas Kast 54:44
grant is only dispersed after teachers arrived in New Zealand and meet the other accompanying criteria.
Brigitte Huber 54:50
Und wenn wir uns jetzt die Frau, ich sage jetzt in dem Fall ab 50 vorstellen, ich finde gerade was uns Frauen angeht, merkt man ja auch, wie oft sich nicht wie oft, dass sich die Medizin auch immer wieder abenteuerlich irrt oder zumindest Dinge so interpretiert, Stichwort Hormonersatztherapie, dass man über Jahre, Jahrzehnte denkt, das ist das Schlimmste, was ich tun kann und es erst, du beschreibst es ja auch in dem Buch, finde ich ganz gut und ausführlich, zu einer Rehabilitation des Ganzen ging und dass man doch mit Augenmaß das eine oder andere machen kann als Frau, oder wie siehst du das?
Bas Kast 55:28
Ja, genau. Also das ist ein wirklich schwieriges Thema, wo ich auch explizit im Buch dazu rate, guckt euch auch andere Bücher an, bespricht das mit eurem Arzt, eurer Ärztin, wenn die hoffentlich ein bisschen offen dafür sind, dass man wirklich ins Gespräch gehen kann, weil ich und ich habe trotzdem ein Kapitel über diese Hormonersatztherapie gemacht. Einfach mal ist, es fühlt sich ein bisschen komisch auch als Mann und ich habe viel mit meiner eigenen Frau, die so ein bisschen auch in der Situation ist, Wechseljahre diskutiert, die sich viel dafür interessiert, Freundinnen, die sich interessieren. Und da war es halt doch ein Thema. Es war sehr schön, weil wir das diskutieren konnten und zwar für mich schön haben wir so ein bisschen mitbekommen, wie geht es meiner Frau damit, wird gezwungen, sich damit auch ein bisschen auseinanderzusetzen Und dann, was der Ausschlag aber war, war dieses, dass einfach hier so wie so oft und ich frage mich, woher das kommt. Teils sind es Geschäftsinteressen, teils weiß ich nicht, sind die Leute dann begeistert, dass viele nicht imstande sind, so das Für und Wider einer Sache nüchtern aufzuschlüsseln, sondern irgendwie jetzt sind sehr, sehr viele Frauenärzte auf so Hormonersatztherapie, nachdem es mal diese Studie gab, die das Ganze in Verruf gebracht hat, ein kompletter Stillstand im Grunde der Hormonersatztherapie in dieser berüchtigten WHI Studie, Women's Health Initiative und ich hatte das
Brigitte Huber 57:06
Gefühl jetzt ja, müssen wir vielleicht auch kurz erklären oder für die Zuhörerinnen, Brigitte Redakteurin weiß Bescheid.
Bas Kast 57:16
Ja, okay, Entschuldigung. Ja, okay. Also ich versuche es mal ganz kurz zu fassen. Es gab eine Zeit in der Nachkriegszeit, wo die Hormonersatztherapie, also nur wir reden über die Wechseljahre der Frau, über die Menopause, wo es dann so Anfang 50 dazu kommt, dass eben die Eierstöcke da gehen, die Eier, Eizellen gehen zur Neigung und die Östrogene insbesondere aber auch andere Hormone werden nicht mehr gebildet. Es kommt dies zu diesem Abfall von Östrogen und da gibt es verschiedene Hormone, es ist sehr komplex im Einzelnen und es gab seit den er Jahren oder so gab es diesen diese Idee, wir können diese Symptome, die damit einhergehen, ein bisschen abfedern, wenn wir diese Hormone ersetzen. Also es gibt mit Symptomen einher, wie also typischerweise so ein bisschen fängt es an mit so Brain Fog, was viele Frauen sagen, ich bin, ich fühle mich nicht mehr so ganz klar im Kopf, Konzentrationsschwierigkeiten. Meine Frau sagt zum Beispiel was ich habe hier wirklich so ein Gegenstand, Alltagsgegenstand vor mir und ich weiß v******* noch mal nicht, mir ist das Wort einfach weg und meine Frau ist wirklich fit, die ist Professorin hier an der TU in Berlin und das ist erschreckend natürlich, wenn du spürst, der entgleitet mir meine geistigen Fähigkeiten, mein Konzentrationsvermögen, dann der Schlaf ist gestört oft, es kommt zu Stimmungsschwankungen, dass wirklich meine Frau sich entschuldigt bei mir, dass sie was ich könnte dich umbringen. Das sind die Hormone. Nimm es nicht so persönlich. Und das ist dann wieder schön, dass man das dann kennt und sich darüber unterhält, bis hin zu diesen Kardinalsymptomen, die oft erst so später kommen, für die Mediziner sehr wichtig sind, nämlich die Schweissattacken, nächtliche Schweissattacken und Hitzewallungen. Und da können die Hormone, bei fast all diesen Symptomen kann diese Hormonersatztherapie wirklich sehr wirksam. Und dann hat man eben, das hat man schon in den er er Jahren festgestellt, irgendwann gab es dann sozusagen Forever youn, also wenn man Frauen H*** Östrogen gibt, dann behalten sie ihre ewige Weiblichkeit und auch ihr Jungsein. Und bis man so merkt, das könnte natürlich auch mit dem einen oder anderen Risiko einhergehen. Aber das sah man so in ersten Beobachtungen, Es war aber nie wirklich experimentell überprüft. Und dann hat man das eben gemacht in so einer wirklich groß angelegten Studie in den USA, mehrere Kliniken, Frauen oder so, randomisiert in mehreren Gruppen. Die einen bekamen die Therapie, die anderen nicht. Und dann stellte man nach Jahren fest, hat man vorzeitig abgebrochen diese Versuche, weil man feststellte, okay, die haben ein erhöhtes, wenn die die Hormonersatztherapie bekommen in Kombitherapie mit mehreren Hormonen, dann haben die ein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Es gab andere Sachen, aber das war das, das war der große Alarm, weil das Brustkrebsrisiko ist eh schon hoch bei Frauen. Ich habe eben gesagt, 6 von 100 Frauen, die damit mit 50 und 50 und 70 mit rechnen müssen, ich auch, bin jetzt auch in dem Boot. Ja, und das war extrem alarmistisch und es kam zu einem vollständigen Cut im Grunde alle Frauen im Grunde gesagt, Ärzte gesagt, stellt die Therapie ein. Ja, und so dass also jetzt auch natürlich mit die ganze Symptomatik, den Hitzewallungen und so weiter viele Frauen gelitten haben, bloß um dieses Brustkrebsrisiko zu vermeiden. Und dann ist man so nach und nach, hat sich gefragt, war das nicht mit dem Brustkrebsrisiko, war das adäquat dargestellt und da sah man dann Schwächen auch. Und das ist auch interessant, dass selbst randomisierte Experimente Schwächen haben können, weil es war zum Beispiel in diesem Fall so, dass alle Frauen, praktisch alle Frauen in diesem Experiment, ich glaube sogar alle waren schon so über 60 oder so und die Menopause tatsächlich lag schon 10 Jahre oder länger zurück. Und wenn man, ich glaube es gab auch jüngere Frauen, wenn man das analysiert hat, hat man gesehen, dieses Brustkrebsrisiko und andere Risiken sind gar nicht so erhöht, wenn man diese Hormonersatztherapie näher an diesem Menopause Punkt setzt oder sogar vorher. Viele Frauen kommen jetzt schon zum Arzt, die sind in den Wechseljahren, die Menopause hat noch gar nicht eingesetzt, der Monatszyklus ist ein bisschen unregelmäßiger geworden, sie haben diesen Brain Fog etc. Und wenn man diesen jungen Frauen diese Hormonersatztherapie gibt, dann sieht man oft dieses Risiko gar nicht so oder viele Risiken nicht. Und auch wenn man andere Formen von Hormonregimenten gibt, Protokolle gibt, sieht man das auch nicht. Und so ist man wieder zurückgerudert. Und jetzt ist es geradezu wieder so, fast schon wieder so ein Hype, dass man das ist das Nonplusultra. Brustkrebsrisiko ist eigentlich non existent. Und in dieser Spannung wollte ich mal doch noch mal auf die Daten gucken und auch klar, ja, in dieser klassischen Kombitherapie muss man schon sagen, leider, es gibt nach wie vor ein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Das sollte man auch ernst nehmen. Das sollten auch Ärzte sehr klar sagen, dass es das gibt, aber es ist nicht so, nicht so krass, wie das vorher behauptet wurde. Und es geht halt mit sehr, sehr vielen Vorteilen auch einher, was so weit geht, dass wenn du das frühzeitig machst, diese Behandlung, dass dein Gesamtsterberisiko sogar gesenkt wird von der Therapie, weil zum Beispiel ein Herz Kreislauf Erkrankungsrisiko drastisch gesenkt wird. Und das ist immer noch Killer Nummer eins bei uns.
Brigitte Huber 63:19
Absolut. Und deswegen finde ich das auch immer wichtig, dass man sich informiert, Frau sich informiert, sich von guten Ärztinnen beraten lässt und dann ihr individuelle Entscheidungen letztlich dann trifft. Und das glaube ich, ist in ganz, ganz vielen Punkten. Ich finde gerade bei der Hormonersatztherapie war es halt so eine wahnsinnige Achterbahn in den letzten Jahrzehnten. Und insofern fand ich es noch mal wichtig, auch dass du es noch mal aufgegriffen hast. Genau. Ansonsten als Frau über 50, bin Vegetarierin, besser gesagt, ich esse kein Fleisch. Beispiel, darüber hatten wir schon gesprochen. Und ich habe immer was eingenommen für meine Knochen und mache in einem halben Jahr eine Knochenmessemessung, Knochendichte Messung und hoffe, dass ich, ja, weil es mich interessiert, weil meine Frauenärztin das mir auch empfohlen hat.
Bas Kast 64:06
Ich wollte nur kurz fragen, machst du einen DEXA Scan?
Brigitte Huber 64:09
Ja, einen DEXA Scan, soweit ich mich erinnern kann. Brain Fog hin oder her, mache ich einen DEXA Scan, genau. Und hoffe, dass ich dann streberhafte Werte abholen kann. Also das Thema. Ja, genau.
Bas Kast 64:24
Dazu muss man sagen, dass die Frauen häufiger von Osteoporose, also Knochenschwund betroffen sind, weil insbesondere eben nach der Menopause, weil die Östrogene eben sehr knochen knochenfördernden Effekt haben. Die Östrogene fallen also ab und die Knochen drohen eher zu erweichen. Es ist immer noch eine Minderheit von Frauen. Und also da können also wirklich Vitamin D, Vitamin K, das auch wichtig ist für die Knochen, Kalzium etc. Nicht als Supplement, aber so in der Nahrung eine Rolle spielen. Und was auch interessant ist, vielleicht auch mit dem Blick auf die Menopause, Brigitte, ist, dass du auch pflanzliche Mittel hast, die von der chemischen Struktur her ähnlich sind wie diese Östrogene und also teilweise einen ähnlichen Effekt haben können. Man nennt diese diese pflanzlichen Stoffe eben auch entsprechend Phytoöstrogene. Und hier sieht man zum Beispiel, da gibt es auch ein Supplement, das nennt sich Sojaisoflavone, die also nachweisbar auch so ein bisschen bei der Knochendichte helfen können, wenn man die konsequent nimmt nach der Menopause, dass sie so ein bisschen auch hilfreich sein können mit Blick auf Knochendichte.
Stephan Seiler 65:34
Ich möchte jetzt zum Abschluss dieses ersten Teils unseres Gesprächs noch mal eine Bierverderber Frage stellen.
Brigitte Huber 65:42
Ja, trau dich, Stephan.
Stephan Seiler 65:44
Deutsche Gesellschaft für Ernährung behauptet immer wieder, dass bei ausgewogener Ernährung man überhaupt gar keine zusätzlichen Mittel brauche. Gerade ist in der SZ eine längere Geschichte von Werner Bartens, der auch darüber schreibt, dass wir uns als Mängelwesen begreifen, obwohl es ja alles gibt. Wie gehst du mit dieser Aussage? Ich meine, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ist ja auch nicht irgendjemand, Wie gehst du damit um? Das sind ja schon klare Aussagen, die in eine andere Richtung zeigen.
Bas Kast 66:20
Klar, also ich begrüße das auch. Ich denke, da ist grundsätzlich auch was dran. Ich denke das auch an der Aussage, dass immer mehr nicht besser ist. Wir leben in einer Überflussgesellschaft, tendenziell nehmen wir zu viel zu uns. Wir haben die, dieses Mangel, es muss mehr, mehr, mehr sein, ne, oft ist es zu viel. Wir essen zu viel, Leute, wir essen zu viele Kalorien, zu viel Fett, gesättigte Fettsäuren, zu viel Salz etc. Aber apropos Salz, der kann auch zum Beispiel auch hier so eine Art von supplementiertes Salz, also Kaliumsalz sein. Aber ich glaube, die, selbst die DGE, selbst die DGE, die natürlich konservativ ist, man muss auch sagen, ein bisschen ein bisschen cutting edge Forschung hinterherhinkt. Also das ist glaube ich, da würden die sogar selber zugeben, weil sie eben konservativer sind. Das war zum Beispiel beim Alkohol der Fall, Da haben sowohl die DGE als auch ich, haben uns beide korrigieren müssen, weil die DGE hat auch gesagt, die haben gesagt, ein bis zwei Gläser am Tag sind okay, finden wir okay. Und vor zwei Jahren, drei Jahren haben die die Richtlinie geändert. Also jetzt ist null das Ideal, kein Alkohol und zwei Drinks die Woche sind okay. Diese Haltung sind wir auch auf einer Linie. Also ich mit der DGE auch, aber da hat man auch gemerkt, sowohl die DGE als auch ich sozusagen hätte ich sowieso, hätte ich viel schneller noch schalten sollen. Aber die DGE ist auch ein bisschen hinterher dieser Forschung hinterhergehängt und trotzdem generell begrüße ich die Haltung, würde auch das sozusagen sagen. Das ist eine vernünftige Haltung. Aber ich würde sagen, auch die DGE, ich habe ja mit der DGE auch gesprochen, also die haben mir auch geholfen bei der Recherche. Bei den Kindern zum Beispiel habe ich auch wirklich gefragt, waren sehr hilfreich, sind sehr seriös. Absolut. Und selbst die würden sagen, dass ein vegetarisches Kind Vitamin B braucht, das sagen die auch. Und Vitamin D würden die auch sagen, dass das gut zu supplementieren, selbst ein Säugling schon supplementieren sollte. Also so wie du das geschildert hast, stimmt das nicht oder wenn erwartens, dass eventuell schildert, stimmt das nicht. Das muss man schon ein bisschen differenzierter sehen, weil es teils fast schon gefährlich ist, wenn man sagt, selbst ein Säugling braucht kein Vitamin K. Die DGE sagt sehr wohl und Jugendmedizin auch Kinder und Jugendmedizin Verein sagen sehr wohl, die brauchen Kinder brauchen Säugling braucht eine Vitamin K Spritze zur Koagulation K. Also diese Vitamine haben ja diese ABC Reihenfolge der Entdeckung bis auf Vitamin K, das kommt von Koagulation, also Blutgerinnung. Die haben diesen, die Säuglinge haben diesen Faktor noch nicht. Da kriegt man eine Spritze und dann ist das ist das OK. Vitamin D sollte ein Säugling auch bekommen, der sollte nicht in die pralle Sonne.
Brigitte Huber 69:15
Genauso wie Schwangere, wo man dann hinguckt. Es gibt schon tatsächlich so ein paar
Bas Kast 69:20
Schwangere, sehr klar explizit von der DGE 400 400 Mikrogramm Folsäure täglich, sogar vor der bevor du überhaupt planst, wenn du planst schwanger zu bitte. Frauen nimmt das ja auch wirklich ernst, wenn ihr plant. Ja manche manchmal lässt sich das nicht planen, aber wenn ihr schon schwanger werden wollt, fangt schon An mit Folsäure 400 Mikrogramm täglich und Jod, auch wichtig ungefähr 100 Mikrogramm täglich Jod.
Brigitte Huber 69:52
Und ich glaube, was jetzt wirklich so wichtig ist festzuhalten durch den Hype der letzten Jahre, wo man manchmal das Gefühl hatte, zu viel gibt es gar nicht, dass das einfach überhaupt nicht stimmt, dass es gewisse Dinge gibt, die man mit Augenmaß vielleicht substituiert oder supplementiert. Und das ist aber einfach komplett fahrlässig ist, wenn man nur in der Hoffnung auf irgendwelche potenziellen Wunschergebnisse sich diese Pillen reinwirft, die ja übrigens auch ein Milliardenumsatz ist. Also es ist auch kein Wunder, dass genügend Firmen uns versuchen zu überzeugen, dass es Glücksmacherpillen sind, die wir da einwerfen. Und da würde ich jetzt, wenn wir auf die einzelnen Kategorien noch mal kurz zu sprechen kommen, was gleich bist du soweit, Stephan? Auch dafür auf ein ganz wichtiges Thema gleich zu sprechen kommen?
Stephan Seiler 70:43
Gleich, ihr Lieben, Das war Teil 1 unseres Interviews mit BASKAST nächste Woche an dieser Stelle hört ihr Teil 2. Und dann wollen wir quasi mit BASKAST einen richtigen Kompaktkurs in Sachen Substanzen, Nahrungsergänzungsmittel machen, wollen so einige von diesen Mittelchen durchnehmen, beleuchten von allen. Brigitte Welche zum Beispiel.
Brigitte Huber 71:10
Ja, wir sprechen darüber, was Frauen ab 50 speziell tun können. Ich sag mal Stichwort Menopause. Wir haben auch erfahren wann seine Frau zuletzt zu ihm gesagt Ich könnte dich umbringen. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, wie wir uns beim Schlaf unterstützen lassen können und wovon wir dringend die Finger lassen sollten. Und beispielsweise auch über so momentan extrem gehypte Substanzen wie Kollagen für straffe Haut. Bringt das was oder können wir da ganz einfach uns auch die Kohle sparen?
— Ab hier liegt das Transkript hinter dem Ende der veröffentlichten Folge. —
Stephan Seiler 71:44
Stephan Ja, wir sprechen auch über Vitamin C, über Vitamin D, über Sonnenmilch, über Salz, über Taurin, über Retinol, über jede Menge. Hört rein. Nächste Woche auch speziell für Männerwitz interessant sein. Reden wir auch noch mal drüber, was uns besonders helfen kann, wovon er abrät.
Brigitte Huber 72:02
Und wir haben zuletzt auch mit ihm über Glück und Krisen gesprochen, weil auch da hat er einiges an Erfahrung mitzubringen, weil er ja sich nicht nur um den Körper, sondern auch um die Seele viel gekümmert hat in den letzten Jahrzehnten.
Stephan Seiler 72:14
Hört rein, wir hören uns nächste Woche wieder. Bis dahin. Das war die Sache mit dem Älterwerden, der Podcast mit Brigitte Huber und Stephan Seiler.
Brigitte Huber 72:25
Vielen Dank an Leo Ebert-Glang für die Titelmelodie, das Sounddesign und den Schnitt
Stephan Seiler 72:30
und an Alina Sawalis für die Covergestaltung.
Brigitte Huber 72:34
Die Sache mit dem Älterwerden erscheint mittwochs auf allen gängigen Podcast Plattformen.
Stephan Seiler 72:39
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Brigitte Huber 72:41
keine Folge und empfehlt uns bitte weiter. Das würde uns sehr freuen.
Stephan Seiler 72:47
Wenn ihr uns Feedback schicken möchtet, ihr könnt, egal ob positiv oder negativ oder wenn ihr Themenvorschläge für uns habt, schreibt uns eine E Mail, eine Textnachricht oder Sprachnachricht auf unserem Instagram oder Facebook Kanal.
Brigitte Huber 73:00
Alle Infos findet ihr auch schriftlich zu dieser Folge in der Zusammenfassung in eurem Podcast Player.
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Folge
25
·
73 Min.
Mit
Bas Kast
Welche Supplements tun uns gut? Welche können wir uns sparen – und welche schaden uns?
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