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60 Min.
Das Xmas-Special: Wie überstehen wir Weihnachten (in jedem Alter)? Welche Tipps helfen uns – und welche nicht?
Weihnachten. Für viele das schönste Fest des Jahres. Für andere das größte Sozialexperiment seit Jesu Geburt.
Beziehungen

Brigitte und Stephan sprechen darüber, warum die Feiertage oft genau dort kippen, wo Nähe, Erwartungen und alte Rollen aufeinandertreffen. Sie tasten sich durch große Fragen und kleine Strategien:
Was entlastet wirklich? Wann hilft Rückzug mehr als Harmonie? Und wie viel Vorbereitung braucht ein Fest?
Es geht um Geschenke, Grenzen, Generationsfragen – und um die leise Erkenntnis, dass jedes Weihnachten neu verhandelt werden muss.
Brigitte und Stephan nehmen sich dabei die wichtigsten Tipps zur Deeskalation vor, die die beiden finden konnten, und prüfen diese auf Umsetzbarkeit.
Kapitelmarken
00:00 „Wie kommen wir da durch?“ – die eigentliche Ausgangsfrage der Folge
06:06 Neue Konstellationen und erste Male an den Feiertagen
14:09 Erwartungen, unausgesprochene Regeln und alte Rollenbilder
14:48 Nähe, Pflichtgefühl und das Bedürfnis nach Rückzug
17:03 Geschenke zwischen Geste, Pflicht und stiller Überforderung
24:02 Weniger Programmpunkte, mehr Luft
25:35 Ich-Botschaften am Festtisch: reden, bevor es knallt
28:23 Das Safe-Word „Winterpause“ und die Idee vom Konfliktpaten
33:50 Streitthemen vorher benennen – und bewusst vertagen
41:56 Kleine Fragen, große Fragen und Premieren
Transkript zur Folge
Stephan Seiler 0:00
Das ist das letzte Mal, dass ich mit euch zusammen Weihnachten feiere. So gehört von meiner Mutter in den Jahren 1993 bis 2008 ungefähr jedes Jahr. Brigitte, hallo, frohe Weihnachten. Es ist Weihnachten. Ich habe ganz viel Adventsgebäck vor mir, Lebkuchen, leckere Kekse. Du guckst mich ganz erschrocken an. Warte, dieser Spruch, dieses kleine Zitat, das ich heute mitgebracht habe, mit dem ich diese Folge von Die Sache mit dem Älterwerden gerne beginnen möchte, um mit dir über Weihnachten zu reden. Hat dich die jetzt so umgehauen?
Brigitte Huber 0:33
Ja, das klang jetzt schon sehr unbesinnlich, würde ich mal sagen. Ich würde mal sagen, Weihnachten hat bei dir Vorgeschichte.
Stephan Seiler 0:41
Ja, ich würde sagen, ich liebe den Advent, ich liebe Adventskalender, aber Weihnachten tatsächlich ist bei mir nicht immer nur mit positiven Erinnerungen verbunden. Geht vielleicht auch nicht nur mir so. Ich glaube, es ist bei vielen ein Thema, dass Weihnachten nicht nur positiv besetzt ist, obwohl es natürlich für sich genommen erstmal eine richtig gute Sache ist. Brigitte, was verbindest du mit Weihnachten?
Brigitte Huber 1:04
Also Weihnachten hat bei mir jetzt schon eine ziemlich lange Geschichte, also 60 Jahre. Und tatsächlich als Kind habe ich Weihnachten geliebt und es war auch wirklich im Großen und Ganzen immer sehr, sehr harmonisch, auch mit Großeltern und unsere kleine Familie. Und besonders schön war es allerdings, solange ich ans Christkind geglaubt hab, irgendwie mochte ich diesen Zauber, dass irgendjemand mir was unter den Baum legt, ganz besonders. Aber danach war es auch noch gut. Dann muss man allerdings sagen, im Laufe von den Jahrzehnten passieren ja dann auch immer wieder bei jedem von uns auch schwierige Geschichten. Es passieren Trennungen, es passieren Verluste, Todesfälle und Patchwork Weihnachten. Und insofern würde ich sagen, ich habe von Weihnachten schon von bis alles mitgenommen. Also von eins können wir einfach vorspulen bis zehn. Oh ja, ich will gleich übermorgen wieder Weihnachten haben.
Stephan Seiler 1:59
Liebe Brigitte, heute geht es bei uns um Weihnachten in der Sache mit dem Älterwerden und wie wir das Ganze überstehen. Brigitte wir wollen uns heute Tipps aus anschauen. Wir haben ganz Tipps gesammelt und werden die gleich durchgehen und bewerten. Tipps, mit denen man angeblich Weihnachten besser überstehen soll, gerade wenn da verschiedene Altersschichten aufeinandertreffen, verschiedene Generationen zusammenkommen am Gabentisch oder an der Festtafel. Wie übersteht man das, ohne durchzudrehen, ohne sich an die Gurgel zu gehen? Übersteht man das Ganze, ohne schon am Heiligabend abends erschöpft aufzugeben und solche Sätze zu sagen? Das ist das letzte Mal, dass ich mit euch Weihnachten feiere.
Brigitte Huber 2:58
Also leg los.
Stephan Seiler 2:59
Sehr gut. Ich habe ganz viele Tipps gefunden vorab, die mit dem Thema Alkohol zu tun haben, Sprich, man sollte Alkohol, wenig Alkohol trinken etc. Die ganzen Tipps lasse ich jetzt mal beiseite, oder? Das ist uns trivial, oder? Weil Alkohol wird doch wahrscheinlich sowieso getrunken an Weihnachten.
Brigitte Huber 3:14
Naja, vor allem, ich möchte jetzt auch nicht, ich weiß es nicht, in meine Familie gehen und als allererstes sagen, ich räume mal den Punsch und den Glühwein weg und ihr kriegt jetzt irgendwie Sprudelwasser zu trinken. Ich weiß nicht, ob das Theater das ist glaube ich wirklich. Da sind wir wieder bei dem Punkt. Wenn ich selber das Gefühl habe, mein Alkoholkonsum trägt zum Unfrieden des Weihnachtsfestes bei, dann kann ich mir überlegen, ob ich den reduziere. Aber ansonsten würde ich auch sagen, feel free oder macht, wie ihr meint.
Stephan Seiler 3:44
Ja, ganz genau. Es gibt keine Prohibition, kein Alkohol Embargo hier bei uns. Einige Tipps haben mir wirklich was gebracht, zumindest jetzt mal in den letzten Tagen, als ich darüber nachgedacht habe. Und auch darüber möchte ich gerne mit dir sprechen. Legen wir los. Erster Erwartungen radikal runterdrehen. Je höher der Perfektionsanspruch, dass es harmonisch sein muss zum Beispiel, desto größer sei der Stress, der Frust und auch die Konfliktanfälligkeit. Deshalb sollte man, so habe ich gelesen vorab, die Erwartungen sogar richtig formulieren und auch in der Kernfamilie so ein good enough Christmas definieren im Sinne Wir sind total happy mit damit, wenn wir folgendes und jenes tun und alles andere brauchen wir gar nicht. Was hältst du von sowas?
Brigitte Huber 4:33
Also die meinen quasi, du sollst vorher mit deiner Familie Kontakt aufnehmen, dann müsstest du sagen, was du befürchtest. Also in Wahrheit müsste man es ja thematisieren, Oder man muss Mensch, damit das Weihnachten nicht wieder mit dem Spruch XY endet oder Tränen vergossen werden, wollen wir nicht gemeinsam die Erwartungen runterschrauben oder wie wäre das? Weil du wärst ja dann der Initiator, oder?
Stephan Seiler 4:55
Richtig. Also tatsächlich in den Austausch zu gehen. Und ich muss auch sagen, das habe ich in der Vergangenheit auch ab und zu schon geschafft und es hat auch was gebracht, um darüber zu reden. An welchen Tagen will man sich denn eigentlich treffen? Was ist denn überhaupt, gerade wenn viele Familien dann zusammenkommen und dann vielleicht auch manche mal zur Opa, mal zum Opa, mal zur Oma müssen etc. Dann kann es ja sein, dass es auch einfach terminliche Schwierigkeiten gibt. Bevor man sich dann so abstresst, ist es, glaube ich, gut, einmal kurz festzulegen, was ist eure Erwartung, wie ist eure Situation? Wie können wir damit umgehen, damit am Ende alle happy sind? Und das habe ich tatsächlich dann auch so gelernt, dass es helfen kann, aber dann am besten schon Wochen vorher damit zu beginnen und nicht erst am 23. Abend.
Brigitte Huber 5:41
Ne, ich glaube, das ist zu spät, oder? Also dass man zum Beispiel sagt, okay, dann machen wir, keine Ahnung, mit den Großeltern einen Kaffeetrinken am 25. Nachmittags oder und es müssen nicht alle am 24. Unterm Baum sein, dass man das auch so entzerrt werden wahrscheinlich viele von Haus aus so machen, oder?
Stephan Seiler 5:59
Ich glaube, das hoffe ich, dass es viele machen. Ich muss das erst lernen.
Brigitte Huber 6:04
Und wie bist du da durchgekommen damit?
Stephan Seiler 6:06
Mal besser, mal schlechter. Weil jedes Weihnachten ist natürlich auch immer wieder quasi wie so Neues, eine neue Lotterie mit neuen Kugeln, mit neuen Glückszahlen und auch mit neuen Songs und Nieten drin. Und das wird ja immer wieder neu gemischt, weil sich ja unsere Leben ja auch weiterentwickeln. Vielleicht sind heute Kinder mit dabei, die vor ein paar Jahren noch nicht mit dabei waren und vielleicht sind andere Konstellationen da, die man früher so nicht hatte. Ich werde dieses Jahr zum ersten Mal mit meinem Partner Weihnachten feiern in einer ganz fremden Stadt, in einem Setting, das ich so noch gar nicht so kenne in dieser Konstellation für mich auch ein erstes Mal ein Experiment. Vielleicht ist man beim Partner mit dabei, bei der Partnerin, also mit Schwiegereltern oder.
Brigitte Huber 6:48
So quasi in Unterstrichen.
Stephan Seiler 6:50
Genau das. Und das sind ja auch immer wieder neue Situationen oder können neue Situationen sein. Und klar, dann gibt es manchmal ja auch Situationen nach Trennung und anderen Fällen, dass dann auch vielleicht man sich komplett umstellen muss. Auch das habe ich schon erlebt, dass das dann ein paar Jahre lang getrennt gefeiert wurde und man sich dann noch mal in einem neuen Setting zusammengesetzt hat.
Brigitte Huber 7:13
Ich finde ja auch ganz gut, das kriege ich manchmal so mit in meiner Umgebung, das Prinzip der Abwechslung. Also ich kenne es sogar bis zu dem Zeitpunkt, wenn es Kinder gibt und Entscheidung das Ganze war, dass man sagt, die Kinder feiern abwechselnd bei einem Elternteil und zwar das ganze Jahr. Also wenn die dann örtlich noch auseinander sind, dass man nicht sagt am 24. Hier und dann müssen die dorthin fahren. Das fand ich jetzt sehr radikal, möchte ich nicht sagen, aber sehr bestimmt. Aber auch das kann unter Umständen dann vielleicht ein guter Weg sein, So wie du jetzt vielleicht zu deinen Eltern dann gesagt dieses Jahr bin ich raus, aber nächstes Jahr komme ich vielleicht wieder.
Stephan Seiler 7:50
Ja, ganz genau. Das hat mir total geholfen. Ich freue mich richtig dieses Jahr aufs familiäre Weihnachten, weil ich vor einem Jahr mich rausgezogen habe und wir einfach in einem Hotel am See in Bayern waren und ein ganz anderes weißes Weihnachten sehr entspannter Umgebung hatten. Und da ist dann auch quasi auch schon wieder der Wunsch entstanden und gewachsen, es dieses Jahr mit der Familie zu versuchen. Wir geben der Familie noch mal eine Chance.
Brigitte Huber 8:14
Ja, absolut. Und ich finde auch, also bei mir ist es ja so, ich wohne ja in Hamburg und meine Familie kommt aus Bayern, das heißt, da waren schon sehr häufig 800, 900 Kilometer dazwischen. Und es gab Weihnachten, wo man dann am 22. Sich in den Zug gesetzt hat und da hingefahren ist, auch noch mit Kindern oder so. Aber dann gibt es halt auch wirklich genügend Weihnachten, wo man länger und sehr intensiv und zugetan telefoniert. Also das finde ich ja dann auch schon. Und man macht dann gleich was aus für ein Treffen im Januar oder so. Oder man sieht sich Anfang Dezember. Also ich glaube, das ist auch so ein Punkt, was bei mir, glaube ich, nie wirklich gut funktioniert hat, wenn ich versucht habe, alle Menschen, die mir irgendwie nah sind an einem Weihnachten zu sehen, zu treffen und ihnen auch das Gefühl zu geben, ja, du hast jetzt hier viel Platz in meinem Weihnachten, weil dann wird es vielleicht eher eine To Do, die wir abarbeiten, als etwas, was tatsächlich noch mit Herz und Präsenz zu tun hat.
Stephan Seiler 9:10
Ja. Gehst du denn auch mit einer gewissen Entschleunigung in die Tage? Hast du quasi so eine Art Wellnessprogramm vorher Stresspegel vor dem Festsenken ist ja auch so ein Tipp, den ich immer wieder höre, sprich Atemübungen, Meditation etc. Das habe ich auch die letzten Jahre versucht, an den Tagen dann morgens noch mal kurz zu meditieren. Das half so bedingt. Das kann natürlich trotzdem irgendwann noch mal eskalieren später, aber womöglich kann das zumindest mal so eine Grundspannung rauslösen. Es hilft mir auf jeden Fall, Zeit für mich zu haben, nicht die ganze Zeit nur mit den anderen zusammen zu sitzen, sondern immer wieder sich so rausziehen zu können. Wie siehst du das?
Brigitte Huber 9:49
Also an den Feiertagen, da würde ich das, glaube ich, eher noch sehen. Ansonsten würde ich sagen, willkommen in der Wirklichkeit. Ich finde gerade die Tage und Wochen vor Weihnachten sind ja manchmal maximal stressig. Wenn du dann noch eine Familie hast und vielleicht einen Job, wo es dann vielleicht noch Deadlines gibt oder Weihnachtsfeiern und du musst gleichzeitig Geschenke organisieren und abstimmen, was gibt es denn zum Essen und so weiter. Dann erlebe ich das ja ganz häufig und erleben ganz viele, dass die Menschen einfach schachmatt unterm Weihnachtsbaum liegen. Da gibt es dann auch gar keinen Streit mehr, weil man ist viel zu erledigt. Habe ich letztes Mal wieder mit jemandem geredet, die gesagt hat, jedes Mal ist bei ihr Weihnachten so, dass sie ihren Akku dann noch mal um 20 Prozent überzogen hat und dann ist einfach abends um 8 Sense. Das heißt, die Entschleunigung kommt dann in dem Fall richtig eher zwangsweise. Wenn man es aber schafft, also mir ist es, glaube ich, noch nie gelungen, dass es bis zum 24. So komplett entspannt. Ist. So war mein Leben bis jetzt nicht. Wenn es einem gelingt, dann ist es bestimmt sinnvoll, wenn man sich Zeit nimmt, wenn man meditiert, wenn man sich Rückzugsräume gibt, hundertprozentig. Nur manchmal ist einfach die Realität ein bisschen anders.
Stephan Seiler 10:59
Ja, total. Und wie gesagt, es ist jedes Mal ein neues Experiment, ein neues soziales Experiment, vielleicht das fordernste Sozialexperiment, was wir alle einmal im Jahr so absolvieren müssen. Weihnachten, für manche auch noch Silvester, das sind nicht nur einfache Tage. Ich möchte es nicht so sehr dramatisieren, aber da wird ja schon was von uns verlangt. Da kommt ja so viel mit. Wir bringen ja unser ganzes Gepäck mit. Wir haben Erfahrung aus dem Jahr, Erfolge, Niederlagen, wir haben natürlich das familiäre Gepäck. Es gibt Situationen und Verbindungen, die wir stärker spüren oder schwächer spüren. Es gibt vielleicht auch Dinge, die uns erinnern an frühere Verletzungen, an frühere Streitereien. Manchmal reicht das schon ein Räuspern oder ein Stirnrunzeln unseres Gegenübers in der Familie, um uns quasi zur Weißglut zu bringen. Das, was uns eher in anderen Umfeldern in unserem Leben gar nicht so passieren würde. Und das ist eine Herausforderung. Aber manchmal hilft es mir dann auch, das zu reflektieren im Sinne von so eine Außenperspektive zu haben und drauf zu gucken. Eigentlich geht es uns doch ganz gut hier mit der Gänsekeule.
Brigitte Huber 12:06
Ja, also was ich schon glaube ist, ich habe das letzte Woche erst gehört, der häufigste Streit um Weihnachten dreht sich ums Essen. Ja, und das war ganz interessant, weil dann ging es einfach auch darum, ein Psychologe hat dann Tipps gegeben und das fand ich alles sehr nachvollziehbar. Das Thema r**********, so gut es geht, das ist dann schwierig, wenn die Schwiegermutter und da wird immer dann die Schwiegermutter ein bisschen gebashed, das finde ich auch doof. Aber wenn irgendeine Person einfach sich vornimmt, dass da ein 3 Gänge Menü, wie es schon immer hat sein sollen, zelebriert wird, dass man entweder auf deren Bedürfnisse dann komplett eingeht, aber dann soll sie es bitte auch machen und man ist dann natürlich hilfsbereit und hilft. Oder man sagt gleich, das war bei uns in Bayern immer eher so, an Heiligabend gibt es nur Kartoffelbrei und Würstchen, da ist einfach schon genügend zu tun mit, Da muss man ja dann noch in die Kirche gehen oder auf den Friedhof und dann gibt es irgendwann die Bescherung. Essen r**********, solche Dinge im Vorfeld, glaube ich, zu besprechen, das kann tatsächlich richtig Sinn machen.
Stephan Seiler 13:08
Auch empfohlen wird, einen gemeinsamen Zeitplan mit Pausen und einem klaren Start und mit Endzeiten festzulegen. Zeitmanagement ist genau mein Thema, wie du weißt, ist aber womöglich auch in diesen Weihnachtstagen eine richtig Sache. Und da muss ich wirklich Abbitte leisten bei meiner Mutter, denn jahrelang kamen meine Schwester und ich dann am ersten Weihnachtstag zu spät oder wir waren nicht ganz pünktlich. Ich glaube, es lag dann doch meistens an mir.
Brigitte Huber 13:32
Warum wundert mich das nicht?
Stephan Seiler 13:34
Und für meine Mutter war das. BRIGITTE worauf spielst du da an? Für meine Mutter war das aber ein ganz wichtiger Punkt, man wirklich um 12 Uhr dann auch beginnt und ich dachte ach, ob zwölf oder zwölf, fünfzehn oder zwölf, dreiig. Aber das hat dann bei ihr schon für eine Unruhe gesorgt, bevor überhaupt der Sohn ein falsches Wort am Mittagstisch verlieren konnte. Und damit die Sache dann noch weiter eskalieren, habe ich dann quasi schon meinen Beitrag zur Eskalation beigetragen. Und ja, also da möchte ich Abbitte leisten, liebe Mutter. Das versuche ich jetzt besser zu machen.
Brigitte Huber 14:09
JULIA ROTHERBL Was halt generell gut wäre, ist, wenn wir alle mit weniger Erwartungen da reingehen würden, Weil bei dir ist es ja auch so, letztlich hast du auch Erwartungen.
Stephan Seiler 14:19
Ja, genau. Das war ja auch der erste Tipp von eben dieser Tipp, die Erwartungen zu reduzieren und zwar auch die eigenen und auch die Wünsche.
Brigitte Huber 14:28
Und das heißt, vielleicht ist es halt an einer Stelle nicht so harmonisch. Wer sagt denn, dass es nicht mal einen kurzen Streit geben kann oder sowas? Das ist halt auch normal, vor allem wenn Menschen so eng und so, ja, ich weiß es nicht, unter so einem güldenen Vorzeichen zusammenstehen, da sprichst du genau.
Stephan Seiler 14:48
Den richtigen Schmerzpunkt an. Denn fühlen wir uns nicht alle an Weihnachten verpflichtet, alles maximal harmonisch zu halten, weil wir es ja auch quasi den anderen schuldig sind. Die anderen geben sich so eine Mühe. Jemand hat einen Weihnachtsbaum vielleicht gekauft und geschmückt, die ganzen Geschenke, das festliche Essen, die Wohnungen sind dekoriert. Und wenn man da so als Sohn in diesem Falle oder in anderen Situationen quasi so reinschneit von außen, dann spüre ich auch immer quasi eine mindeste Bringschuld, dass ich alles dafür tue, dass es irgendwie harmonisch bleibt. Und dann ordne ich ganz viel Dinge unter, inklusive einem eigenen Unbehagen. Oder wenn dann das Essen dann doch nicht so ist, wie man es eigentlich wollte oder was auch immer, dann versuche ich dann ja nicht zu kritisieren, sondern maximal harmonisch zu sein. Und ich frage mich, ob das immer so dienlich ist, wenn wir alle einfach nur die Klappe halten und so ein Schauspiel aufführen, dann sieht es ja auch nicht wieder echt an. Das ist so dieses Feld, was ich sehe das Spannungsfeld. Wie siehst du das?
Brigitte Huber 15:48
Also ich sehe das schon deutlich entspannter. Ich habe überhaupt nicht diesen absoluten Anspruch an Weihnachten. Das liegt vielleicht dann auch daran, wenn du selber Kinder hast und siehst, wie wie die dich dann streiten oder wie dann einer mal sagt Am Heiligabend um 10, ich gehe jetzt irgendwie mit meinen Freunden noch irgendwo tanzen, dann merkst du, das verändert sich ja auch. Also dann bist du ja nicht mehr deinen Eltern quasi irgendwie hauptsächlich verpflichtet, dass es harmonisch ist, sondern du versuchst dieses ganze Konstrukt da irgendwie gut zusammenzubringen. Und deswegen muss ich da sagen, also bis auf diese Weihnachten meiner Kindheit, die ich als sehr, sehr harmonisch empfunden habe, habe ich auch schon wirklich schwierigere Weihnachten auch erlebt, wie gesagt. Und ich habe nicht, nein, ich habe nicht diesen Anspruch, dass alles da jetzt hundertprozentig harmonisch sein muss. Und meistens wird es dadurch aber harmonischer, als wenn man sich das so stark vornimmt.
Stephan Seiler 16:40
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, je weniger Erwartungen ich vorher hatte, desto angenehmer kam ich aus der Sache wieder raus, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass ich dann am 28. 29. Mit einem mit einem Lächeln und einem erleichterten Seufzen nach Hause gefahren bin. Das ist tatsächlich ein wichtiger Punkt, der vielleicht trivial anmuten mag, aber ich glaube, der ist richtig, richtig wichtig.
Brigitte Huber 17:03
Ja, und bis hin auch zu dem Thema Geschenke. Also da muss jeder seine Idee haben, aber zu Müssen wir uns wirklich was schenken? Weil das ist ja dann auch immer häufig dann noch ein zusätzlicher Stressfaktor. Solange Kinder da sind, ist es vollkommen klar. Aber also ich habe mit etlichen Menschen in meiner Familie längst ausgemacht, Nein, das tun wir nicht.
Stephan Seiler 17:22
Schenkst du. Also du schenkst gar nichts mehr.
Brigitte Huber 17:24
Also wenn, dann schenke ich etwas Emotionales. Jetzt beispielsweise, dass ich jemand ein Fotoalbum bastel, von dem ich weiß, dass er sehr happy ist. Oder ich überlege mir für eine Person oder für irgendwas, wo ich weiß, ah, aber in Wahrheit nein. Dieses 1 zu 1 hin und her Geschenke tauschen, das mache ich ehrlicherweise schon lange nicht mehr.
Stephan Seiler 17:44
Jetzt mal angenommen, du wärst Geschenkeberaterin, würdest du sagen, dass das Geschenk dem Beschenkten gefallen muss im Sinne von, dass es sich gewünscht hat oder kann damit einhergehen, quasi auch so eine Art von Message, Botschaft des Schenkenden. Es muss immer dem Beschenken gefallen.
Brigitte Huber 18:03
Ich kenne Menschen, die pädagogische oder was auch immer Geschenke verschenken. Ich finde, das Geschenk sollte vor allem dem Beschenkten gefallen. Und das kann auch sein in einer gewissen Altersgruppe. Bares ist wahres. Ich habe schon ganz häufig mir Gedanken gemacht, was für tolle Geschenke ich meinen Söhnen oder so schenke. Und dann haben sie da drauf geguckt und dann siehst knapp daneben ist auch vorbei. Und dann siehst du auch so, ich weiß, einmal hat mein jüngerer Sohn oh Mama, und das war bestimmt teuer. Und dann habe ich Ja, aber findest du es nicht schön? Du wolltest doch wahrscheinlich immer einen Schlüsselanhänger in deinem Zimmer, so mit Hamburg Symbolen und dann sagt was hat denn der gekostet? Können wir den nicht zurückgeben? Und dann weißt du ja, es ist irgendwie ganz süß, aber ich bin schon eher der Überzeugung, wenn jemand immer gern schon mal in die Oper wollte und ich schenke ihm dann Opernkarten, ist es nett. Wenn jemand aber Oper irgendwie so semi findet und ich schenke ihm dann belehrenderweise zwei Karten dafür, dann habe ich eher, weiß ich nicht, mir einen Gefallen getan als der anderen Person. Also ich bin für mich Geschenke, die dem anderen gefallen. Und ich sage aber auch immer ganz klar, wenn es so Hey, wenn es dir nicht gefällt, dann lass es uns umtauschen. Oder es gibt einen Gutschein. Gutschein ist auch nie verkehrt.
Stephan Seiler 19:22
Verstehe. Interessant, denn ich versuche seit ein paar Jahren weniger Materielles zu verschenken, sondern Zeit. Gerade bei Menschen, die mir besonders wichtig sind, schenke ich gerne Zeit. Das können dann Tickets sein für gemeinsame Erlebnisse oder meine Patenkinder lade ich da mal ein nach Hamburg oder nach Berlin. Ich bekomme aber auch, bekam auch manchmal schon gespiegelt so Hey Stephan, nett von dir, aber eigentlich wäre uns hier Geld lieber. Und ich reagiere die Wahrheit ist der Menschen zumutbar. Ja, ich reagiere darauf aber wirklich sensibel, weil ich denke also erstens Geld will ich nicht verschenken. Das ist für mich, also wenn mir gar nichts einfallen würde, dann will ich Geld verschenken. Für mich geht es ja auch darum was zu verschenken, was dann mehr ist als das, was man sich auch im nächsten H M oder Rewe oder Karstadt oder Amazon, wo auch immer, bestellen und kaufen kann. Und Zeit ist für mich so ziemlich das Kostbarste, deshalb verschenke ich am liebsten das mittlerweile.
Brigitte Huber 20:18
Aber vielleicht für deine Neffen nicht so, die haben vielleicht mehr Zeit und hätten lieber mehr Geld.
Stephan Seiler 20:23
Ja, und da würde ich dann sagen, da haben wir dann Zielkonflikt.
Brigitte Huber 20:26
Ja genau. Also insofern, du wolltest ja nur meine Meinung dazu haben. Ich würde immer eher versuchen, den Leuten das zu schenken, was ihnen auch richtig Spaß macht.
Stephan Seiler 20:36
Würdest du auch, aber in den Situationen vor Weihnachten, darüber reden wir mit verschiedenen Generationen auch festlegen, wie die Geschenkepolitik ist. Es gab bei uns in einer meiner Familien, wo ich Weihnachten feiern werde, durchaus die Diskussion, ob man Yulklapp macht, sprich jeder schenkt einer Person was, den Namen zieht man vorher und dann schenkt man nur einer Person was. Oder ob man nur dem Partner, der Partnerin was schenkt und den Kindern natürlich. Oder aber ob es komplett frei ist und jeder so schenkt, wie er will und am Ende das dann ein riesiges Chaos werden kann.
Brigitte Huber 21:06
Also ich glaube, da gibt es überhaupt nicht die richtige Lösung. Also wie gesagt, ich hätte mir das früher nicht vorstellen können, dass ich mal sage, Geschenke sind komplett überbewertet, sondern fand es immer gut und richtig, was zu schenken. Heute sehe ich das anders. Heute verschenke ich in Wahrheit dann Zeit, weil wenn ich so was mache wie ein Fotoalbum, dann kostet mich das Zeit. Aber ob die Person sich das dann ist, eigentlich ist es ein schönes Geschenk, aber man muss es auch nicht an die Wand hängen, wenn es einem nicht gefällt. Weißt du, was ich mache? Ich finde auch so Geschenke manchmal übergriffig, wo ich dann erwarte, die Person muss jetzt ständig diesen Pullunder anziehen oder sich ein ganz neues Bild an die Wand hängt, da halte ich mich eher zurück und so was wie Julclapp oder so. Ja klar. Also ich meine, wenn es für alle gut ist oder wenn zumindest keiner motzt, warum nicht?
Stephan Seiler 21:53
Ja, die Familien sind dann natürlich nie ganz einig, sodass jetzt am Ende einige das eine machen, andere das andere. Und dann frage ich mich auch wieder, es ist ein Experiment, mal gucken, was dabei rauskommt am 24.
Brigitte Huber 22:05
Ja, ich habe da gerade noch eine Idee, und zwar wenn es um eine größere Familie geht. Und weil du sagst, die Leute sind sich nie hundertprozentig einer Meinung, wie es ist. Ich kann mich noch gut erinnern, als wir früher im Job die Weihnachtsfeier immer gemacht haben und dann war es auch immer so, dass ein Drittel der Leute ist dann nicht happy. Was, wieso gehen wir heute in den Club? Wollen wir nicht irgendwie gemütlich essen gehen? Wenn wir dann gemütlich essen gehen, sagen die, oh, es ist boring, wollen wir nicht ein bisschen und so weiter. Und dann haben wir immer so eine kleine Soko gegründet, eine Sonderkommission von zwei, drei Leuten und die haben dann die Weihnachtsfeier quasi geplant, haben dann schon ein Stimmungsbild oder so was eingeholt, aber das war dann einfach für dieses Jahr der Entwurf. Weißt du, was ich meine? Also Plan und so könnte man auch sagen, dann sagst du mit deinem Neffen dieses Jahr, planen wir dieses Jahr mal die Weihnachtsfeier, also das Weihnachten mit der Familie oder sonst irgendwas. Wenn es tatsächlich so viele Reibungspunkte, potenzielle Reibungspunkte gibt, dann wird das einfach übertragen und alles ist gut. Ich glaube, woran am meisten wir uns dann immer reiben, ist, wenn jeder so seinen inneren Idealplan von Weihnachten vor sich hat. Und wenn du aber diese fünf verschiedenen Drehbücher nebeneinander legst oder zehn, dann haben die einfach viel zu viel, ich sage jetzt mal logische, das kann niemals gut gehen Stellen, weil wenn für die eine Person es dazugehört, dass man ein 3 Gänge Menü hat, die anderen wollen aber unbedingt um 10 noch, keine Ahnung, ein Gesellschaftsspiel, dann wird das vielleicht an manchen Stellen eng und dann muss man sagen, okay, das sind unsere Erwartungen oder unsere Wünsche und wie finden wir da jetzt in Wahrheit ein gemeinsames Drehbuch? Und dann würde ich noch weitergehen und zu sagen, wie mit dir, was du vorher gesagt hast, mit genügend Lücken und freien Stellen zur Improvisation, dazu passen gut.
Stephan Seiler 24:02
Tipps, die ich entdeckt habe. Zum Beispiel wird geraten, vorher über Bedürfnisse älterer Angehöriger zu sprechen, denn mit zunehmendem Alter nehmen Erschöpfung, sensorische Überforderung und körperliche Einschränkungen zu und viel Frust, so heißt es, entsteht genau aus dieser Überforderung. Das habe ich früher, gerade in Teenageraltern, auch wirklich missachtet und hab manchmal dann auch darauf gedrängt, dass wir abends um noch anfangen mit einer Runde Risiko oder Spiel des Lebens, weil mir das einfach so wichtig war und ich konnte gar nicht verstehen, dass man da müde ist. Perspektivwechsel hilft da, also vorher kurz zu sprechen, aktiv zuhören. Wie schaut es bei euch aus, wie fit sind wir alle, Wann ist für uns heute Abend Feierabend?
Brigitte Huber 24:43
Und vielleicht auch da, wie so oft im Leben, auch wenn es jetzt nicht so wahnsinnig spannend klingt, Weniger ist mehr.
Stephan Seiler 24:49
Ja, weniger ist mehr. Auch das ist dann Stichwort Vorplanung. Wichtige Punkte ich mir hinter die Löffel schreiben werde. Ich habe noch ein lustiges Was hast.
Brigitte Huber 24:57
Du denn noch gefunden in deiner kleinen Schatzkiste?
Stephan Seiler 25:01
Ich habe in der Schatzkiste noch so ein paar Tipps, die wirklich interessant sind, die ich auch gut vorstellen könnte, ein bisschen spielerischer sind. Es soll ja auch Spaß machen, so was wie vorab eine Mini Familienverfassung für Weihnachten aufzuschreiben, für alle, die es ein bisschen spielerischer, so ein kurzes, humorvolles Regelwerk festlegen, auf das sich alle committen können, dem alle zustimmen können, so was wir reden freundlich miteinander oder niemand arbeitet allein in der Küche, um das einfach mal aufzuschreiben, sodass dann alle sich darauf festlegen können und man auch darauf zurück kann, wenn es da mal einen Regelbruch gibt. Was hältst du davon?
Brigitte Huber 25:35
Also es klingt auch ein bisschen kopfig, aber wenn jemand gut damit gefahren ist schön ich Botschaften aussenden, ich letztes Jahr habt ihr ja auch, habt ihr ja auch das falsch gemacht. Alte Sünden drunten lassen auch habe ich auch letztes Mal gehört. Frühzeitig eher sagen, wenn einem was stinkt.
Stephan Seiler 25:56
Aber auf welche Art und Weise? Wie würdest du es anmerken? Weil das kann ja manchmal auch schon so quasi das Fass zum Überlaufen bringen, so nach vielleicht gut los.
Brigitte Huber 26:05
Ja, das kann natürlich sein, um Himmels Willen. Also da müsste man noch mal Fachpersonal fragen, genauer wie man das macht, aber in Wahrheit ist es natürlich schon so, wenn man schon das Gefühl hat, es werden jetzt wieder lauter Fragen gestellt, die man nicht gestellt haben möchte, ist ja dann manchmal auch so bei jungen Leuten und planst du jetzt eine Familie oder so und so weiter, bevor man das alles brav in sich hineinschluckt, um dann irgendwann, wenn dann doch drei Glühweine geflossen sind, irgendwie ärgerlich zu werden, dass man dann sagt, oh, können wir diese Fragestunden nicht lassen. Also ich habe das letztes Mal gehört, also dass der Fehler, der eben dann auch teilweise gemacht wird, da ja alles unter so einem schönen Teppich irgendwie gelagert werden soll, dass eben dann zu viel und zu lange was runtergeschluckt wird. Und dann kann manchmal eine Kleinigkeit erreichen, damit irgendjemand Wie ist der Satz, den du zitiert hast? Das ist die schlimmste Weihnacht meines Lebens oder was auch immer. Und dann ist es natürlich schwer, die Biege zu kriegen.
Stephan Seiler 27:04
Aber dann meinst du mit Ich Botschaften zu kommen im Sinne von statt zu Du bist immer so negativ oder das Essen war heute ja schon wieder so schlimm wie letztes Jahr. Lieber du, ich spüre gerade, ich werde angespannt. Wenn wir so viel darüber reden, würdest du was ausmachen?
Brigitte Huber 27:18
Ja, genau. Ich möchte jetzt eigentlich gar nicht mehr so viel über die Rentendebatte sprechen oder keine Ahnung. Oder wie sich Onkel XY letztes Jahr schlecht. Lass uns das doch stecken. Also ich glaube schon, dass es Möglichkeiten gibt, wenn man selber merkt, wir reden jetzt immer nur von dem, was ich selber tun kann. Ich glaube auch, du kannst wenig tun, was in den anderen Menschen abläuft. Aber du kannst gucken, aha, wenn ich jetzt allmählich so ein bisschen vor mich hin köchel, wie kriege ich diese kleine Flamme wieder runter, ohne dass ich sie ganz löschen muss? Dann würde ich eher sagen frühzeitig, das fände ich jetzt schöner, Wir würden dieses Feld wieder verlassen.
Stephan Seiler 27:59
Für alle, die vorhaben, so eine Familienverfassung für Weihnachten zu erstellen. Es lohnt sich, wenn wirklich diese Verfassung ausgedruckt wird und alle gemeinsam unterschreiben, Dann soll das so ein psychologischer Effekt eintreten, dass man es dann umso ernster nimmt. Ist ja auch nicht.
Brigitte Huber 28:18
Ich würde gerne mal hören von jemandem, der diese Erfahrung gemacht hat, weil es ist schon eine relativ aufwendige.
Stephan Seiler 28:23
Ja, vielleicht machen wir das. Vielleicht liefere ich das dann nach. Vielleicht machen wir das genau bei einer meiner grundlegende Recherche. Ich habe ja verschiedene Familien und werde dann quasi verschiedene Dinge einfach ausprobieren. Mal gucken, wer mich dann nächstes Jahr überhaupt noch ein. Ich habe auch noch weitere Tipps gefunden, die ich ganz lustig fand. Zum Beispiel so was wie ein Familien Safe Word für Überforderung festzulegen, also ein Wort zu benutzen, das signalisiert, ich brauche eine Pause und das dann nicht sofort zum Drama führt. So was wie wenn jemand das Wort Winterpause sagt, machen alle fünf Minuten einen Break, eine kleine Pause oder wechseln das Thema und zwar ohne Nachfragen. Wäre ich nicht drauf gekommen, aber klingt erstmal total gut, oder?
Brigitte Huber 29:04
Also ich glaube, du hast ganz viele Sachen, die du ausprobieren kannst an Weihnachten. Das ist für dich ein richtiges Experimentierfeld.
Stephan Seiler 29:10
Absolut, werde ich machen. Und vielleicht ist ja auch noch was für dich dabei. Mal gucken, was hier noch so in unserer Schatzkiste steckt. Weihnachtskonfliktpaten zu ernennen. Eine Person übernimmt bewusst die Rolle der Deeskalation, sorgt für Themenwechsel, Pausen, Anregungen, Stimmung, Beobachten. Das würde bei mir nicht funktionieren. Da sind alle viel zu meinungsstark bei uns. Also Neutralität ist nicht die Sache meiner Herkunftsfamilie, um es so zu sagen.
Brigitte Huber 29:35
Okay, ja, es klingt auch nach einer extrem großen und großräumigen Veranstaltung dann, wenn du dann schon so einen Konfliktberater, Beraterin da drin hast.
Stephan Seiler 29:45
OK, eben, ich finde das nicht gut. Aber apropos Themen, die man bespricht. Du hast es eben schon angesprochen, wir wollen jetzt nicht die ganzen Rentendebatte noch mal wiederkäuen oder den Erfolg der Bundesregierung in ihrem ersten Jahr. Das können wunderbare Themen werden, sondern vielleicht gibt es ja auch noch was anderes. Vielleicht gibt es ja auch Themen, die uns selbst wichtig sind. Ich habe auch immer mal wieder die Erfahrung gemacht, ohne es mit dem Finger auf bestimmte Menschen zu zeigen zu wollen, aber immer wieder die Erfahrung gemacht, wenn kleine Kinder dabei sind, dreht sich auch fast alles in den Gesprächen nur noch um die kleinen Kinder. Und dass oftmals die Themen, die man ja noch so behandeln könnte, vielleicht auch einen Blick zurück aufs Jahr werfen, jemanden Raum bieten dafür, was dieses Jahr schön war, was man so mitgenommen hat, gelernt hat, dass das oft zu kurz kommt, ohne jemandem die Schuld geben zu wollen. Manchmal gibt es ja einfach auch anderes. Wenn die Kinder dann ein solches Geschenk auspacken, dann ist man einfach abgelenkt. Aber würde es sich lohnen, quasi so einen Themenlostopf zu erstellen mit harmlosen Gesprächsanlässen, aus dem man immer wieder ein Zettelchen rauszieht. Also wirklich einen Topf hinstellen mit Zetteln, mit Fragen, Was war dein Lieblingslied dieses Jahr? Welche Stadt hast du dieses Jahr gesehen? Und es gibt ja auch noch so tolle Kartenspiele von Matze Hieltscher und von anderen, wo es Karten gibt mit Fragen drauf, die man dann stellen kann. Hast du damit Erfahrung gesammelt?
Brigitte Huber 31:06
Ne, gar nicht. Also ich überlege auch gerade, was für Weihnachten du erlebst immer, weil ich habe das schon früher so gehabt, dass wir dann eben nach dem Essen ein Spiel gespielt haben, Oft auch klassischerweise eins, das vorher noch unter dem Weihnachtsbaum lag. Manchmal, als wir kleiner waren, wurde dann auch was zusammengebaut. Aber sehr, auch als ich in meinen Ern war und dann auch oft nur für ein, zwei Tage an Weihnachten zu Hause war, haben wir dann eigentlich meistens ab einer gewissen Zeit ein Spiel gespielt. Spiel des Lebens oder Cluedo oder was auch immer. Oder ich bin in den Club gegangen, in dem ich ansonsten früher in meiner Jugend war, um die alten Buddies von früher wieder zu treffen. Und die Situation, dass man jetzt da ewig lang rumsitzt und worüber reden wir jetzt, die hat es da so nicht gegeben. Später dann, wenn ich in Hamburg bin, gibt es ja nicht so viele Leute in meinem Verwandtenkreis da um mich rum. Da reden wir dann eben von einer Kleinstfamilie und das ist dann das Gleiche, wo wir sonst auch immer aufeinandersetzen und in den Jahren, wo wir Patchwork gefeiert haben, also wo dann eben verschiedene Elternteile da zusammenkommen, da hat man sich in der Regel lange nicht gesehen und hat dann schon so Dinge ausgetauscht, die halt im letzten Jahr passiert sind. Aber da hätte ich keinen Lostopf gebraucht. Bin ich raus.
Stephan Seiler 32:24
Ja, verstehe. Also es mangelt ja auch nie an Themen. Themen gibt es wirklich, vor allem in konfliktbeladenen Themen gar kein Mangel. Die Frage war, wie kann man das steuern, dass man sich auf die richtigen Themen stürzt, dass man vielleicht sogar Themen behandelt, die einem die andere Person noch mal ein bisschen näher bringen. Auch vielleicht noch mal.
Brigitte Huber 32:47
Weißt du, was da immer, was finde ich immer eine gute Geschichte ist, wenn man einfach ein paar Fragen vorbereitet hat für die anderen. Weil in der Regel mögen die Menschen es ja doch, wenn man sie fragt, wenn man sagt, was war denn für euch eigentlich das schönste Erlebnis im letzten Jahr oder worauf freut ihr euch besonders im nächsten Jahr? Vor allem, man kann ja auch mal etwas abwiegeln. Also letztes Mal war auch so, ich stand mit zwei Frauen bei irgendeiner Veranstaltung, auf einmal haben wir zu dritt über Schulterproblematik gesprochen und bis halt die erste lacht und komm, lasst uns bitte von dieser Schulter, jeder hatte irgendwas mit Schulter, lasst uns über was anderes reden. Und das finde ich kann man schon auch bei so einer Geschichte. Mensch, ich habe jetzt gerade das Gefühl, wir zerfasern uns da in politischen Themen oder in weltanschaulichen. Das sind ja oft auch diese Familien Zündstoffe, die nicht so optimal sind. Ich würde einfach wahnsinnig gern wissen, worüber hast du dich in den letzten vier Wochen am meisten gefreut? Und das kannst du auch ein bisschen vielleicht noch individualisieren, diese Frage.
Stephan Seiler 33:50
Richtig. Und wer da gerne Inspiration hätte, es gibt mittlerweile, glaube ich, eine Hülle an tollen Frageset Kartensets, die man mitnehmen kann. 90 Fragen, die verbinden. Ist so ein Kartenset von beherzt ist das oder von Hotel Matze, darf ich dich das fragen? Gibt es auch als Liebes oder als Familienedition. Da stehen dann 66 Fragen auf Karten, die uns helfen, uns besser zu verstehen. Kann ich wirklich empfehlen, habe ich schon öfter gespielt mit Freunden, mit Freundinnen in ganz unterschiedlichen Kontexten. Werde ich dieses Jahr auch mitnehmen zur Familie, denn da kommt man dann den Personen doch noch mal näher und man spricht über etwas, was jetzt nicht politisch aufgeladen ist. Das werde ich auf jeden Fall mit ins Reisegepäck stecken. Ich habe jetzt noch hier weitere Tipps gefunden. Würdest du denn Brigitte Tabuthemen klar benennen und Grenzen setzen im Sinne von heute Abend reden wir nicht über den Alkoholkonsum von Onkel Franz. Wir reden nicht über Friedrich Merz und sein erstes Jahr über. Wir reden nicht über Aufarbeitung der Corona Pandemie von vor 5 Jahren. Würdest du sowas machen?
Brigitte Huber 35:00
Warum nicht? Also ich würde das wahrscheinlich, wenn ich das Gefühl hätte, dass es da immer und immer wieder Probleme gibt, würde ich sagen, lasst uns doch mal dieses Jahr ausprobieren, darüber nicht zu reden. Ansonsten würde ich so was bei persönlichen Themen machen, wenn ich sage, ihr wisst alle, ich habe im letzten Jahr diese oder jene schwierige Erfahrung gemacht. Ich würde mir wünschen, dass wir darüber heute nicht sprechen, weil das ist manchmal dann auch für alle Beteiligten ganz gut, weil die einen wollen nicht irgendwie ignorant wirken oder unempathisch und gleichzeitig ist man selber vielleicht emotional noch nicht so weit. Also sowas würde ich zum Beispiel schon ganz klar sagen. Und wie gesagt, wenn es irgendwelche klassischen Streitdauerbrenner Themen gibt, würde ich dir auch einfach sagen, nehmen wir heute dieses Jahr von der Liste.
Stephan Seiler 35:46
Und wie würdest du das regeln? Würdest du ja vorher quasi einen kleinen Familienrat einwandfrei, würdest du es am Abend beim Abendessen davor besprechen oder würdest du es quasi 24. Wenn alle zusammenkommen während der Bescherung sagen, so kurzes Timeout, worüber reden wir dieses Jahr nicht? Bitte nennt uns.
Brigitte Huber 36:04
Also wie gesagt, es ist für mich alles sehr, sehr hypothetisch, weil meine Weihnachten einfach in den letzten Jahren weder mit so vielen Menschen so verlaufen sind. Ich wüsste jetzt gar nicht, wie das wäre. Vielleicht würde ich mich mit einer Person, von der ich weiß, dass sie so ähnlich tickt, würde ich sagen, was hältst du davon? Und jeder informiert dann ein paar Leute in der Familie und man versucht da so einen Konsens zu finden. Wie würdest du es machen?
Stephan Seiler 36:25
Ich glaube, ich würde es klar benennen vorab und sagen, hey, eine Bitte, können wir bitte heute nicht darüber darüber reden. Das kann man vielleicht auch noch an einer großen Tafel machen, wenn das Gespräch noch nicht richtig losgegangen ist. Ich glaube, das kann sogar entlastend wirken. Ich werde es einfach mal ausprobieren, denn dann sind alle schon mal vielleicht sogar schon mal beruhigt, dass einmal dieser Elefant im Raum angesprochen wurde, gesagt, okay, wir wissen, das ist eine besondere Situation, es gibt Themen, die würden uns belasten, lasst die uns bitte ausklammern und das sind A, B und C, freuen uns darauf, uns dann wieder ab 27. Dezember darüber streiten zu dürfen. Klingt doch erstmal logisch. Ich habe noch einen Tipp gefunden, den ich wirklich abseitig finde, aber der mir nicht aus dem Kopf geht. Ich bin gespannt, was du dazu sagst. 15 Minuten kontrolliertes Ablä draußen. Sprich, die Emotionen müssen ja irgendwo hin und wenn sie einen sicheren Kanal haben, landen sie seltener am Tisch. Deshalb lohnt es sich angeblich, wie ich gelesen habe, nach dem Essen einen kurzen Spaziergang mit einer vertrauten Person. Nach dem Essen zum Beispiel einen kurzen Spaziergang mit der vertrauten Person, alles rauslassen mit klarer Regel, was wir hier sagen, geht nicht zurück an den Tisch.
Brigitte Huber 37:35
Also das kann vielleicht erleichternd wirken. Man kann nur hoffen, dass die zwei sich nach 15 Minuten nicht so in Rage geredet haben, dass sie zurückkommen und so. Jetzt reicht es aber. Wir haben es gerade noch mal durchgesprochen, das geht so gar nicht. Also ich weiß es nicht. Also es gibt ja auch immer, aber ich meine, es ist halt dann schon ein gewisser Angang, dass man sich so Sachen auch im Vorfeld schon von der Seele schreibt und dann sind sie wenigstens mal auf dem Papier.
Stephan Seiler 38:04
Du meinst, dass man es schon mal aufschreibt für sich selbst im Sinne von lieber, was ich dir dieses Jahr nicht sagen werde, ist folgendes sowas.
Brigitte Huber 38:11
Ja, genau. Ich habe letztes Jahr vor kurzem erst wieder gelesen, wenn man Angst hat oder Schwierigkeiten beim Einschlafen, weil man immer so Grübeleien hat über irgendein Thema, scheint es wahnsinnig effektiv zu sein, wenn man sich diese Grübelgedanken vorm Einschlafen aufschreibt. Anscheinend kapiertes Unterbewusstsein, alles klar, die sind schon mal abgelegt. Vielleicht wäre das auch für Weihnachten eine gute Geschichte. Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber du bist ja unser Weihnachtsversuchskaninchen dieses Jahr. Also insofern, ich werde alles ausprobieren.
Stephan Seiler 38:44
Alles, was wir heute besprochen haben, werde ich alles ausprobieren. Ich werde damit wahrscheinlich meine Familien wahnsinnig machen. Und dann nächstes Jahr, Brigitte, sitze ich bei dir unterm Christbaum, freust du dich drauf, Dann können wir zusammen Weihnachten feiern.
Brigitte Huber 38:57
Ja, absolut.
Stephan Seiler 39:01
Brigitte, du kannst echt nicht lügen. Man sieht dir sofort an, wenn es dir keinen Spaß macht. Es ist okay, ich komme schon alleine.
Brigitte Huber 39:07
Mein Partner sagt an dieser Situation dann immer bloß keine Drohungen, wenn ich sage, ah, wir könnten ja, das wollte ich dir aber jetzt ersparen. Nein, hey, es Sind wie viel? 370 Tage noch dahin und da würde ich mich wahrscheinlich wahnsinnig freuen.
Stephan Seiler 39:26
Okay, ich komme darauf zurück.
Brigitte Huber 39:27
Brigitte, ich glaube, du wärst wahnsinnig enttäuscht, weil mein Weihnachten eigentlich relativ ereignisarm ist.
Stephan Seiler 39:36
Vielleicht ist genau das, was ich so.
Brigitte Huber 39:37
Viel mit verschiedenen, mit Weihnachtsgänsen. Ich bin auch Vegetarierin, falls du davon, also das ist bei uns immer, das war immer ein Thema, wenn du mit zwei bis drei Männern, Jungs, Männern Weihnachten feierst und du bist die Vegetarierin. Sie wollen aber gleichzeitig irgendwie denken sie, du wärst auch die Person, die kochen kann und dann sagst, ja, ich habe mir jetzt mal so einen vegetarischen Festkürbis überlegt und dann sagen, ja, ist Beilage oder wie? Und dann weißt du, okay, Wir müssen mal drüber reden, wie wir das Thema.
Stephan Seiler 40:12
Das finde ich hochspannend, denn da gab es bei uns tatsächlich auch immer wieder Konflikte, als ich Vegetarier wurde und andere Familienmitglieder auf Gluten verzichtet haben oder auf andere Dinge verzichtet haben, da war das Chaos perfekt. Ich glaube, das hat dann wirklich die kochende Person, ich nenne keine Namen, Wochen vorher schon gestresst. Und das ist, glaube ich, auch nicht einfach. Wenn du jahrelang weißt, du machst eine gefüllte Pute und dazu gibt es Rotkohl, Kartoffelpüree, vielleicht noch Kroketten und danach gibt es Eis, dann hast du ja eine Routine und auf einmal soll das aufgebrochen werden. Und das kann ich mir schon vorstellen, dass es Stress ist. Aber kann man doch auch kommunikativ lösen, oder wie habt ihr das dann gemacht?
Brigitte Huber 40:51
Ja, mal besser, mal schlechter, muss man sagen. Also es gab auch wirklich so diese Weihnachten, wo ich mich dann durchgesetzt habe und ich habe dann natürlich schon gesehen, dass die anderen das jetzt nicht so toll fanden. Oder man versucht sowohl als auch, es gibt dann irgendwie so ein bisschen Fleisch, aber was ich da auch gut finde, ist, mein Gott, dann geht man halt am ersten Weihnachtsfeiertag essen, dann kann sich jeder seine Weihnachtsgans bestellen und ich kann irgendwie das essen, wo nach mir ist. Und das ist, finde ich ohnehin sehr entspannend. Das habe ich auch letzte Woche noch mal gehört, so als Tipp. Unterschiedliche Generationen, unterschiedliche Geschmäcker, man sitzt trotzdem entspannt da. Man kann sich auf ein Gespräch konzentrieren, Klammer auf, wenn man die richtigen Themen hat, Klammer zu. Und jeder kann essen und trinken und bestellen, was er oder sie möchte. Und man kann nach zwei Stunden oh, ich möchte jetzt dringend noch, ich weiß es nicht, in die Kirche, mich mit Freunden treffen oder was auch immer. Das finde ich ehrlicherweise auch, ist jetzt nicht sehr originell, aber vielleicht zielführend und konfliktsparend.
Stephan Seiler 41:56
Super, Brigitte, vielen Dank. Jetzt bin ich munitioniert, jetzt sind wir vielleicht alle munitioniert für die kommenden Festtage. Ich habe noch drei kleine Fragen, große Fragen mitgebracht.
Brigitte Huber 42:06
Bereit, OK, ich habe Angst. Kleine Fragen, große Fragen.
Stephan Seiler 42:12
Brigitte, erste Deine oder große Frage, kleiner Groß. Kannst du jetzt entscheiden? Bist du so ein Typ, der jetzt schon über die Feiertage Urlaub plant und bucht? Das machen ja wahnsinnig viele Menschen. Und nutzen gerade jetzt die Weihnachtsfeiertage. Mich hat das immer gestresst jahrelang und ich versuche mich da jetzt neu aufzustellen. Macht das vielleicht doch Sinn? Wie siehst du das?
Brigitte Huber 42:36
Ich bin jemand, der eigentlich sehr gerne Reisen plant und ich weiß, ich habe immer so ein trauriges Gefühl, wenn ich von einer Reise zurückkomme und ich habe noch nichts im Kopf, wo ich als nächstes hinfahren könnte. Und du weißt ja, ich bin auch eher Typ Vorfreude, auch an der Stelle, vor allem bei Reisen, weil ich schon die Beschäftigung mit einem Land und was man da alles sehen und erleben kann, als Teil dieses Fluchtpunktes sehe. Fluchtpunkt klingt jetzt wieder negativ, aber jetzt, wenn ich mir überlege, okay, in diesem Jahr bin ich noch nicht so weit, verreise ganz gern auch mal im Winter und habe es noch nicht. Aber Weihnachten wäre da ein guter Punkt für mich. Ich bin jetzt allerdings niemand, der schon seinen ganzen Jahresurlaub durchtaktet. Das müssen ja viele auch, weil sie da einen Urlaub einreichen müssen. Und dann hat das natürlich auch seinen Sinn. Und da bin ich eigentlich ganz froh, dass ich da ein bisschen mehr im Jetzt und Hier leben kann.
Stephan Seiler 43:32
Also ich bin mittlerweile dabei, dass ich auch die große Reise, die anstehen soll, auswähle im Sinne, da will ich hin. Sei es jetzt Japan oder drei Wochen Namibia oder was auch immer, sind alles fiktive Beispiele. Das mag ich schon gerne. Aber das Buchen an sich ist bei mir so, löst so ein Stress aus. Ich will das nicht in den Feiertagen machen. Da sitzt ja lieber an einem verregneten Freitagabend zu Hause und dann diskutieren wir und legen uns irgendwelche Zeitpläne hin und dann sagen, buchen wir das oder das oder das. Und dann gibt es irgendwann die Buchung und danach kann man sich ja auch mal erfreut zeigen. Aber während der Weihnachtstage dieser Stress. Bitte, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer da draußen, wenn ihr da Erfahrungen gemacht habt, warum man das jetzt tun sollte, lasst es mich wissen. Ich habe es bis heute nicht kapiert.
Brigitte Huber 44:24
Ach so, ja, ich kann es ja sagen. Wie gesagt, ich finde das eben ganz schön, gerade wenn es draußen schlechtes Wetter ist, die Stimmung anscheinend unterm Weihnachtsbaum nicht so toll ist, dann beame ich mich ja in Gedanken schon nach Japan oder Namibia oder wo auch immer hin, blättere irgendwo rum oder surfe auch im Internet. Also in Wahrheit ist das für mich hat es eine größere und eine realistischere Magie als eine Netflix Serie.
Stephan Seiler 44:49
Okay, das lasse ich mal so stehen. Brigitte, wir kommen bestimmt darauf zurück. Das Thema Vorfreude wird uns immer wieder begleiten. Ich bin ja eher Vorfreude avers, wie wir bereits in der vorletzten Folge, glaube ich, besprochen haben. Vorletzten und damit zur nächsten. Wann hast du, Brigitte, zuletzt einen Boomer Spruch gebracht, der dir richtig unangenehm war? Ich habe einen gebracht, ich habe ein Beispiel. Lass dich gleich dran teilhaben, aber vielleicht legst du erst mal los.
Brigitte Huber 45:18
Also ich bin ja immer gar nicht so sicher. Was sind denn diese richtigen Boomer Sprüche? Das ist so eine, ohne Fleiß kein Preis oder?
Stephan Seiler 45:25
Ja, sowas. Oliver Kalkofer hat ja auch ein paar zitiert in unserem Interview vor zwei Wochen, vor einer Woche, so was wie, ich habe sie doch gleich gesagt oder früher war alles besser. Das ist natürlich der große Klassiker oder sowas. Wie muss man das jetzt alles gendern oder man darf ja sowieso nichts mehr sagen. Das sind solche Boomer Sprüche, gelten als solche Boomer Sprüches, aber auch solche Sachen wie, und das soll Musik sein, Weißt du, wann hast du was gesagt?
Brigitte Huber 45:51
Ich überlege gerade. Also ich weiß, dass ich jemand bin, der zu sich selber manchmal so was sagt wie, jetzt reiß dich doch mal zusammen. Und da weiß ich jetzt aber gar nicht, ob das so boomerig ist oder ob sich das nicht generell durch viele Leben zieht, dass man sich immer so ein bisschen mit hinten antreibt. Und da habe ich jetzt versucht, in diesem Jahr mehr als gute Freundin mit mir zu sprechen, weil das habe ich dann so ein bisschen beim Thema Selbstfürsorge mitgekriegt. Man soll mit sich so sprechen, wie eine gute Freundin mit einem sprechen würde. Und wenn eine gute Freundin zu häufig zu mir sagen würde, jetzt reiß dich mal zusammen, dann würde ich sagen, war es das wahrscheinlich mit der guten Freundschaft. Und da höre ich mich manchmal und dann muss ich schon über mich selber lachen und dann denke ich, komm, ne, passt schon.
Stephan Seiler 46:37
Ich glaube, da macht die Dosis das Gift, oder Von einer guten Freundin hätte ich ja schon gerne auch mal einen Arschtritt ab und zu. Das ist schon mal gut so im Sinne, jetzt reiß dich doch mal zusammen, Stephan. Aber du hast genau recht, es sollte nicht die Gewohnheit werden.
Brigitte Huber 46:51
Ja, und ich glaube vor allem ist ja der Punkt so erlebe ich das in meinen Freundschaften? Man ist ja selber eher streng zu sich. Also es ist jetzt selten, dass mir jemand sagen jetzt reiß dich mal zusammen, sondern dass es eher so ist, dass jemand Jetzt geh doch mal vom Gas. Aber es kann natürlich sein, dass es bei dir umgekehrt ist.
Stephan Seiler 47:12
Ich habe einen Boomer Spruch bracht vor kurzem und zwar an Bord von einem Flugzeug Flug von Paris nach Berlin. Und da war eine ganz junge Flugbegleiterin an Bord und bat uns noch um Geduld, weil das ja irgendwie noch länger dauert mit dem Gepäck einladen. Und da habe ich einen Satz gesagt, der war mir so unangenehm. Ich krieg jetzt gleich wirklich körperliche Reaktion, wenn ich ihn nur zitieren muss.
Brigitte Huber 47:34
Ich freue mich drauf.
Stephan Seiler 47:35
Also sie sagte so ja, hier ein bisschen Geduld. Und da sagte Keine Sorge, ich renn schon nicht weg.
Brigitte Huber 47:42
Ja, das habe ich gesagt.
Stephan Seiler 47:43
Ich hab gesagt und ich glaube, drumherum waren auch genug deutsch sprechende Menschen, die das auch gehört haben. Das war mir so unangenehm. Hast du schon mal diesen Satz gesagt? Keine Sorge, bin ja an Bord eines Flugzeugs, ich renn schon nicht weg.
Brigitte Huber 47:56
Ja, das könnte ich mir auch durchaus vorstellen, dass es mir passiert.
Stephan Seiler 48:00
Das ist so unangenehm.
Brigitte Huber 48:01
Ich würde mich wahrscheinlich gar nicht so gräben. Aber schau mal, weil ich bin einfach schon viel mehr wie eine gute Freundin zu mir und sage es doch nicht so schlimm.
Stephan Seiler 48:10
Das ist schön.
Brigitte Huber 48:12
Entspricht ja auch der Tatsache.
Stephan Seiler 48:14
Ja, das ist ja alles. Aber es ist so. Es ist so. Es war mir einfach unangenehm. Also schickt uns gerne eure Boomer Sprüche, die ihr gesagt habt, die euch vielleicht einig waren oder auf die ihr stolz wart. Würde mich sehr interessieren. So, nächste Frage. 3. Was hättest du gerne schon als Kind gewusst, dass dir jetzt als Erwachsene hilft und total nützlich ist? So eine Kleinigkeit, irgendwas, Es muss nichts Großes sein, irgendwas, sowas, wo du denkst, mein Gott, wieso wusste ich das nicht früher? Das hat mein Leben eigentlich total verbessert, wenn ich das auch nur quasi gewusst hätte, vielleicht schon mit, sagen wir mal 12, 15, 18, vielleicht auch schon im jungen Erwachsenenalter, auf jeden Fall viel, viel früher.
Brigitte Huber 48:53
Ich könnte jetzt sagen, wenn ich als Kind gewusst hätte, dass man mit Bayerisch allein nicht durchkommt. Ja, meinst du sowas, was ich damit Anfang 20 mühsam lernen musste.
Stephan Seiler 49:06
Also du hättest quasi früher schon Deutsch gelernt statt Bayerisch.
Brigitte Huber 49:10
Ja, ich sage ja immer, ich bin zweisprachig aufgewachsen, dachte ich zumindest immer, dass ich eben Hochdeutsch, was ich ja perfekt verstanden habe, und Bayerisch, was ich perfekt gesprochen habe, also beides in meinem Wortschatz hatte. Und ich weiß, dass die Lehrer uns häufig aufgefordert Jetzt macht mal die Referate auch richtig auf Hochdeutsch und so weiter. Und so richtig ernst habe ich das, glaube ich, nicht genommen. Auf jeden Fall bist du irgendwann da mit 19 an der Uni und dann habe ich irgend so ein Referat gehalten und dann hat sich hinten jemand gemeldet und hat Kommilitonin Das mag ja ganz interessant sein, aber gibt es das auch auf Deutsch? Und damit hat er mir ganz klar gemacht, dass das, was ich mache, nicht wirklich Deutsch ist. Da habe ich so eine Schamoffensive gehabt. Also das war tatsächlich so, dass ich mir gedacht okay, das möchte mir nicht noch mal passieren. Und vielleicht, wenn ich das als Kind gewusst hätte, hätte ich es früher gemacht. Gleichzeitig brauchte ich vielleicht diese Krise mit um die 20. Verstehe, was fällt dir dazu ein? Aber ich weiß gar nicht, ob ich die Frage richtig beantworte.
Stephan Seiler 50:15
Ja, nur so halb, nur so am Rande. Aber es ist schon okay. Also Botschaft ist ja am Ende dann für alle, die was draus lernen möchten und nur Dialekt können. V******* noch mal Lernt endlich die deutsche Sprache und sei früh genug, jetzt reiß.
Brigitte Huber 50:28
Doch doch mal zusammen.
Stephan Seiler 50:29
Oder wie war der? Ja, ich hab eine Sache gelernt, erst mit Anfang dreiig oder so, die wirklich mein Leben völlig verändert. Und seitdem kann ich das auch gar nicht mehr anders machen. Zwar ist beim Schlafen ein Kissen zwischen die Knie. Das ist so ein Gamechanger. Du schläfst ganz anders. Es ist, wenn du auf der, also vor allem, wenn du auf der Seite schläfst, aber auch auf dem Rücken, unter die Knie, auf dem Rücken. Und wenn du auf der Seite schläfst, ein Kissen zwischen die Knie. Das ist lebensverändernd. Hätte ich das früher gewusst, ich hätte mich so gefreut. Ich hätte es schon quasi ab Geburt gerne schon so gemacht.
Brigitte Huber 51:02
Wahnsinn.
Stephan Seiler 51:03
Kann ich wirklich sehr empfehlen. Probiert es aus. Vor allem, wenn ihr es einmal gemacht habt, ein paar Mal gemacht habt. Ich verspreche euch, ihr werdet es immer machen, wenn ihr die Möglichkeit habt. Es geht, es verliert nicht seinen Charme.
Brigitte Huber 51:14
Okay. Und dann werde ich sehr, sehr traurig sein, dass ich es jetzt erst erfahren habe, so weit später, als ich das schon hätte nutzen können. Okay. Wow.
Stephan Seiler 51:24
Und jetzt Brigitte, noch ganz schnell zu den Premieren. Meine Premiere, Deine Premiere. Ja. Brigitte, wie sah deine Premiere aus, die du heute umsetzen wolltest? Hausaufgabenkontrolle.
Brigitte Huber 51:39
Ja, ich sag Hörst du es nicht?
Stephan Seiler 51:41
Du hast es also wirklich getan. Ist das, Du merkst es erst jetzt. Hat da wohl jemand eine Sprecherziehung unternommen?
Brigitte Huber 51:51
Erziehung würde ich es nicht nennen, eine Umerziehung. Aber ich glaube, ich war bei einer Stimmtrainerin. Ja. Und es war sehr interessant, weil ich dachte, es geht eher darum, ruhiger zu atmen, solche Dinge. Aber es ging ja vor allem darum, wenn ich Texte vorlese, also jetzt bei einer Lesung, dass ich das einfach schon mal viel langsamer machen soll, jedes Wort viel stärker betonen. Das heißt nicht alle gleich, aber tatsächlich die Sätze dann auch bis zu Ende zu führen, die nicht nach unten abrauschen zu lassen. Ich glaube, du bist froh, wenn ich es jetzt hier nicht so durchziehe. Ja, tatsächlich. Ich freue mich schon bei der nächsten Lesung, dass ich das ausprobieren werde, weil ich auch wieder mal gemerkt habe, dass das auch mit dem Frausein immer wieder zu tun hat. Sie hat gesagt, generell sprechen Frauen oft sehr viel schneller, auch weil sie nicht so viel Raum einnehmen wollen, weil sie wieder schneller die Bühne verlassen wollen, was auch immer. Und es geht also wirklich auch darum, langsamer zu sprechen, akzentuierter. Und da fielen so Worte wirklich wie mutiger da zu sein an der Stelle ruhig. Auch das Wort fand ich schwierig, aber ich habe es mir notiert, auch narzisstischer, sich mal kurz in den Mittelpunkt zu stellen, zumindest wenn es darum geht, einen Text, den man selber geschrieben hat, wirklich gut zu präsentieren. Und ich merke, das hat tatsächlich was mit mir gemacht. Und ich habe das auch ein paar Mal geübt und es fällt einem nicht leicht am Anfang. Aber ich glaube, es ist ein guter Weg.
Stephan Seiler 53:26
JULIA ROTHERBL Habt ihr da auch solche Tricks gelernt, so wie Zungenbrecher vorher aufzusagen oder Atemübungen zu machen? Von einer Podcast habe ich mal gelernt, am Anfang immer so was zu machen, so wie so ein Pferd zu schnaufen, da würde man auch schon besser sprechen. Oder aber bevor man es geht, auch am Familientisch, auch am Weihnachten am Abend, wenn man dann noch klarer artikulieren möchte, klarer schimpfen möchte, dann lohnt es sich vorher Dinge so abzuzählen, so was zu sagen, so wie ein Glas, zwei Gläser, drei Gläser, vier Gläser. Solche kleinen Tricks habe ich auch noch gelernt in der Sprecherziehung für alle, die besser pöbeln wollen an Weihnachten, können das auch so machen.
Brigitte Huber 54:06
Wie war deine Premiere?
Stephan Seiler 54:08
Meine Premiere, ja, meine Premiere war es, mich zu entschuldigen, um Entschuldigung zu bitten. Bei der einen oder anderen Person sind auch noch einige auf der Liste, zu denen ich noch nicht gekommen bin. Aber eine Entschuldigung habe ich vorgebracht beim Treffen mit Freunden. Alte Freunde von mir aus Hamburg haben quasi unser großes Jahresabschluss Treffen gehabt. Da haben wir uns auch Bilder des Jahres gezeigt und darüber geredet, was wir alles dieses Jahr so erlebt haben. Und dabei habe ich dann auch die Gunst der Stunde genutzt und mich bei einer Person entschuldigt für was, was schon einige Jahre zurückliegt, weil ich noch weiß, dass wir während der Corona Zeit damals teilweise richtig emotional miteinander diskutiert haben. Die Position möchte ich jetzt gar nicht so eins zu eins wiedergeben, aber es war so, dass wir einfach nicht einer Meinung darüber waren, wie streng oder locker die Freiheitsrechte eingeschränkt werden sollten. Und ich war da eher Team Vorsicht, um es mal so zu sagen, um diesen alten Satz von Herrn Söder zu zitieren. Und weiß auch, dass ich damals rhetorisch etwas zu weit gegangen bin. Und das war, glaube ich, eine Situation, die für mein Gegenüber auch nicht so angenehm war. Das wollte ich jetzt einmal aus der Welt schaffen. Das hat sich richtig gut angefühlt. Und ich habe auch danach dann noch mal eine Botschaft, eine Nachricht bekommen von meinem Kumpel, der dafür gedankt hat, der sich richtig gefreut hat. Und ich glaube, das hat uns näher gebracht. So eine Worte, Entschuldigung baut Brücken, das ist schön, war da wieder zu spüren. Und ich möchte das gerne fortführen, dieses Projekt. Vielleicht auch beim Familienfest an Weihnachten gibt noch die eine oder andere Situation. Brigitte, wir haben ja vielleicht auch noch einen Termin, vielleicht kann ich da ja auch noch mal Abbitte leisten.
Brigitte Huber 55:54
Ja, du nur zu, sage ich mal.
Stephan Seiler 55:57
Halt dich nicht zurück, das machen wir dann entre nous.
Brigitte Huber 56:01
Ja, da wird nicht darüber gesprochen.
Stephan Seiler 56:03
Richtig in diesem Sinne, ich kann jedem nur frohe Weihnachten wünschen. Entschuldigt euch, reitet euch nicht, freut euch, soweit es geht. Bucht eure Reisen und seid lieb zueinander.
Brigitte Huber 56:16
Brigitte und von mir das ganz Gleiche. Und wir verraten Stephan jetzt nicht, dass er vergessen hat, dass wir uns ja eine neue Premiere vornehmen müssen.
Stephan Seiler 56:26
Ach ja, stimmt.
Brigitte Huber 56:27
Sondern wir sagen, wir schenken uns mal ein Weihnachten, wo wir auf Premieren Suche gehen und zwar auf positive. Wir gucken ab jetzt, was ist zum ersten Mal neu passiert an der einen oder anderen Stelle, was uns freut.
Stephan Seiler 56:45
Richtig.
Brigitte Huber 56:45
Was hältst du davon?
Stephan Seiler 56:47
Finde ich super. Wir reflektieren darüber, was wir noch einsammeln können, was wir ausprobieren könnten. Vielleicht kommen uns gute Ideen fürs nächste Jahr. Wir werden dann ja auch in zwei Wochen an Silvester aufs neue Jahr blicken. Bin mal gespannt, mit welcher Stimmung wir das dann machen werden, was wir uns da vornehmen können. Uns wird bestimmt bis dahin jede Menge.
Brigitte Huber 57:05
Einfallen und wollen wir schon nach vorne gucken zu unserer nächsten Folge.
Stephan Seiler 57:09
Unbedingt. Nächstes Mal haben wir auch ein Weihnachtsgeschenk für euch. Ein besonderes in die nächste Folge. Eine richtig große Bescherung erscheint ja am 24. Am kommenden Mittwoch, 24.12. Ist ein richtig dickes Ding. Brigitte, magst du es auspacken?
Brigitte Huber 57:23
Ja, wir haben gedacht, wir legen euch mal einen DJ und dann Weihnachtsbaum und zwar DJ Hell. Ich kenne DJ Hell schon sehr lang in meiner Aufzucht und hege war es der Geier Heli, also Helmut Geyer. Und in Bayern nennt man ja immer gern den Nachnamen zuerst. Und Heli und ich sind fünf Kilometer voneinander entfernt aufgewachsen und waren natürlich in den ein, zwei, drei Clubs, die da gab. Und deswegen kennen wir uns schon sehr, sehr lange. Und er hat sich ja doch international, muss man sagen, einen guten und sehr großen Namen gemacht als DJ. Und mit dem haben wir gesprochen über das eine oder andere.
Stephan Seiler 58:01
Richtig. Diese Folge bringen wir an Weihnachten raus. DJ Hell ist für mich auch einer der riesen Stars gewesen in den er Jahren und Nullerjahren. Techno Firmament Deutschland war ja immer ganz weit vorne. Darüber reden wir, wie es ist, jenseits der 60 in einer Jugendkultur sich zu bewegen und zu behaupten. Ich hatte sehr viel Freude bei dem Gespräch und hoffe, ihr Werdet es auch.
Brigitte Huber 58:28
Haben nächste Woche und jetzt ein schönes Fest.
Stephan Seiler 58:31
Schönes Fest schon mal frohe Weihnachten. Genießt den vierten Advent und kommt gut durch. Kommt gut durch. Tschüss.
Brigitte Huber 58:39
Tschüss.
Stephan Seiler 58:43
Das war die Sache mit dem Älterwerden, der Podcast mit Brigitte Huber und Stephan Seiler.
Brigitte Huber 58:49
Vielen Dank an Leo Ebert-Glang für die Titelmelodie, das Sounddesign und den Schnitt.
Stephan Seiler 58:54
Und an Alina Sawalis für die Covergestaltung.
Brigitte Huber 58:57
Die Sache mit dem Älterwerden erscheint mittwochs auf allen gängigen Podcast Plattformen.
Stephan Seiler 59:02
Folgt uns, abonniert uns, dann verpasst ihr.
Brigitte Huber 59:05
Keine Folge und empfehlt uns bitte weiter. Das würde uns sehr freuen.
Stephan Seiler 59:11
Wenn ihr uns Feedback schicken möchtet, egal ob positiv oder negativ oder wenn ihr Themenvorschläge für uns habt, schreibt uns eine E Mail, eine Textnachricht oder Sprachnachricht auf unserem Instagram oder Facebook Kanal.
Brigitte Huber 59:23
Alle Infos findet ihr auch schriftlich zu dieser Folge in der Zusammenfassung in eurem Podcast Player.
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Folge
15
·
70 Min.
Mit
Dorothea Behrmann
Gehen oder bleiben? Warum trennen sich immer mehr Menschen in der zweiten Lebenshälfte?
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