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40

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75 Min.

Warum ist Stand-up-Sockenanziehen die ultimative Fitnessprüfung? Wieso ist es besser, nicht zu wissen, wie viele Sommer uns noch bleiben? Wann setzen wir endlich um, was wir schon wissen? Die Blick-zurück-Blick-nach-vorne-Folge

Zeit für den dreimonatigen Kassensturz: Welche Tipps der vielen Gäste in den vergangenen Wochen sind wirklich hängengeblieben und was ist krachend gescheitert? In dieser großen Recap-Folge reflektieren Brigitte und Stephan ihre ganz persönlichen Ups and Downs.

Sinn

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Überall, wo es Podcasts gibt:

Außerdem in dieser Folge:

Brigitte berichtet von kulinarischen Abenteuern mit Erbsenmilch und Haferreis.

Stephan führt eine polygame Beziehung mit verschiedenen KI-Modellen.

Beide besprechen, warum die Rückkehr der echten Knöpfe im Auto mehr als ein Sieg der Haptik ist. Und ob es schlau ist, darüber nachzudenken, wie viele Sommer einem noch bleiben.

Plus: Das Sommer-Special von Entweder/Oder!

Kapitelmarken

  • 00:00 Einmal bilanzieren, bitte!

  • 06:03 Das Sommer-Motto: Abzählen oder Vorfreude auf das Beste?

  • 09:46 Reise-Premieren: Amalfi-Küste und die neue Lust an der Natur

  • 11:56 Die Umzugsfrage: Freunde schleppen lassen oder Firma beauftragen?

  • 17:18 Warum unser Gehirn weiterhin Premieren braucht

  • 19:27 Brigitte im Ernährungs-Check: Haferreis-Liebe und Erbsenmilch-Frust

  • 27:08 Sieg der Haptik: Warum Knöpfe im Auto die bessere Technologie sind

  • 28:50 Sichtbarkeit ab 50: Ines Imdahl und die ignorante Werbewelt

  • 37:50 KI als Assistent: Stephans offene Beziehung mit Chat-GPT

  • 45:15 „Choose your Battles“ nach Micky Beisenherz

  • 49:54 Stärken stärken: Tina Müllers Rat

  • 50:27 Perfektionismus vs. „Gut genug“: Ildikó von Kürthy im Diskurs

  • 59:47 Sommer-Special: Entweder/Oder

  • 1:07:32 Biohacking & Vorsorge: Was wir über unsere Blutwerte wissen wollen

  • 1:11:57 Ausblick: Ahnenforschung, Schlaf und Zähne

Transkript zur Folge

Stephan Seiler 0:00
Brigitte, Der Sommer ist da. Es ist wieder so viel Zeit vergangen, fast schon ein Jahr, seitdem wir gestartet haben mit diesem Podcast, die Sache mit dem Älterwerden und schon wieder ein Quartal ist rum seit unserem letzten Rückblick auf das, was wir gelernt haben. Irre, oder Brigitte?

Brigitte Huber 0:14
Ja, Wahnsinn. Die Zeit verfliegt und im Sommer erst echt, finde ich.

Stephan Seiler 0:18
Ja definitiv älter werden wollen, ohne sich alt zu fühlen. Darum geht es ja hier bei Huber und Seiler, die Sache mit dem Älterwerden. Ich bin für alle, die es noch nicht wussten, Mitte 40, benehme mich aber manchmal noch so, als wäre ich Mitte 20, Mitte 30, was auch immer. Und gemeinsam mit Brigitte und unseren Gästen stelle ich mir hier jede Woche Fragen, die früher oder später wohl viele Menschen beschä Was wird besser? Was wird schlechter? Wie bleibe ich im Kopf und im Körper einigermaßen fit? Wann ist man eigentlich wirklich zu alt für etwas Und wie bleibe ich gelassen? Wie kann ich gesund älter werden, ohne manisch zu werden und ständig irgendwelche neuen Nahrungsergänzungsmittel in mich reinzuwerfen?

Brigitte Huber 0:58
Ja, bei mir ist es so, ich habe immer das Gefühl gehabt, dass mich das Thema älter werden gar nicht so umtreibt. Allerdings gibt es Menschen in meinem Umfeld, die sagen, das wäre für mich immer schon ein größeres Thema gewesen. Aber tatsächlich so richtig groß wurde es dann so mit Ende 50, als dann noch dazu kam, dass ich aus meinem sehr geliebten Job Hamsterrad ausgestiegen bin. Ich war ja viele Jahre Chefredakteurin bei Gruner Jahr, unter anderem von der Brigitte, aber auch vielen anderen tollen Magazinen. Und jetzt einfach vor der Frage Mensch, was fange ich jetzt an? Was fange ich mit dem Rest meines Lebens an? Wie geht das jetzt weiter? Und das hat mich ja so nachhaltig beschäftigt, dass ich sogar eine sehr gute Freundin und Kollegin, Anne Bärbel Köhler, überredet habe, mit mir zusammen ein Buch darüber zu schreiben, also über das nun kommende nächste Drittel unseres Lebens. Also das Buch heißt Endlich ich, wie wir mit 60 anfangen, unser bestes Leben zu leben. Und diese Recherche für dieses Buch hat mich ja schon immer eigentlich sehr beruhigt, weil man dann auch gesehen Klar, es gibt Dinge, die werden schlechter mit dem Älterwerden, aber es gibt auch eine ganze Reihe, die wird besser und wir können auch einiges dazu tun, dass es gut wird oder besser wird. Deswegen macht es Sinn, dass wir hier jede Woche sitzen.

Stephan Seiler 2:21
Total. Und deswegen stärkt mich das ja auch meine Annahme, dass älter werden wie so eine Reise ist, auf die ich mich begeben habe, seitdem ich mir dessen bewusst geworden bin, dass es wirklich, dass ich so eine Art Weggabelung stehe, in der ich mir überlegen sollte, wie mein Leben weitergeht, ob das Rumstibums Leben der ersten 40 Jahre so weitergehen kann, indem ich eher impulsgetrieben gehandelt habe und auch gar nicht so reflektiert habe. Vieles, was ich zu mir nehme, wie ich mich ernähre, welchen Sport ich treibe und welchen nicht. Und das ist jetzt ein bisschen anders geworden, auch durch diesen Podcast. Ich bin ja genauso Journalist wie du, habe aber über das Thema Älter werden in den vergangenen Jahren immer eher über Stellvertreter berichtet, also über Menschen, die selbst in solchen Situationen waren. Und jetzt bin ich selbst drin, Mitte 40 und überlege, was kommt als nächstes, woran soll ich arbeiten, was kann ich mir aber auch gelassen sparen? Sehe das ein oder andere Mittelchen.

Brigitte Huber 3:18
Also ich erinnere mich da gleich, weil es geht ja auch darum, dass wir uns an frühere Folgen erinnern. Aber erinnerst du dich noch an Sonja Schiff, Ruhestandscoach Frau, die ganz tolle Österreicherin, die ja auch gesagt In Wahrheit beginnt diese Reise des Älterwerdens mit der Geburt vielleicht sogar hat sie nicht gesagt, vielleicht sogar mit der Zeugung oder sowas, weil das ist halt ein lebenslanger Prozess. Und das fand ich bei ihr auch sehr beruhigend, dass sie gesagt hat, sie hat durchaus auch, und sie erlebt es bei vielen anderen auch, durchaus auch in jüngeren Jahren immer wieder diese Phasen gehabt, wo sie gehadert hat mit dem Älterwerden und dass das eben ein Prozess ist, den man sich immer und immer wieder zuwenden muss, um dann und sie hat ja so ein paar ganz tolle Beispiele gehabt von hochbetagten Menschen, unter Umständen doch ganz gelassen und zufrieden auch mit dem Älterwerden umzugehen.

Stephan Seiler 4:15
Das fand ich auch einen sehr inspirierenden Gedanken, den Sonja Schiff uns damit gegeben hat. Wir werden übrigens, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, alle Hinweise auf bereits erschienene Folgen auch in unsere Folgenbeschreibung packen, die sogenannten Show Notes. Also schaut da mal rein. Ihr findet alle Folgen wie gehabt, wie auch diese Jahr kostenlos auf allen Plattformen. Wir haben in den vergangenen Wochen, du hast schon gesagt, Brigitte, jede Menge inspirierende Gespräche geführt zum Thema Älter werden. Mit Expertinnen und Experten, die sich damit auskennen, mit dem Älterwerden, aber auch mit prominenten Menschen, mit Edico von Kürti, der Buchautorin, mit Micky Beisenherz, dem Podcaster, Moderator, mit vielen, vielen anderen, Jan Hofer zum Beispiel auch, der ehemalige Tagesschau Sprecher. Wie gehen Sie mit dem Älterwerden um? Was kann man von Ihnen lernen? Was ist für Sie ein Gewinn? Wir haben da sehr, sehr viel erfahren. Heute wird es Zeit, liebe Brigitte, das in Ruhe sacken zu lassen und zu reflektieren. Was ist uns schwergefallen? Was kann weg? Womit haben wir Probleme? Da kann ich auch einiges zum Besten geben, was noch schwer fällt. Aber auch, wo stehen wir, was gelingt uns, worauf können wir vielleicht auch stolz sein und auch vielleicht für alle da draußen, die es uns gleichtun und auch vielleicht vieles ausprobieren, was man hier hört. Schreibt uns gerne auch über eure Ups and Downs. Was gelingt euch, was gelingt noch nicht so gut und was nehmen wir uns vor für die nächsten Monate, gerade jetzt diesen Sommer, Da kann man ja einiges machen oder auch einiges lassen. Auf jeden Fall, glaube ich, lohnt es sich kurz innezuhalten. Brigitte, bist du bereit? Ich bin bereit, Sehr gut. Ich bin Stephan Seiler, ich bin Brigitte

Brigitte Huber 5:51
Huber und das ist die Sache mit dem Älterwerden.

Stephan Seiler 6:03
Brigitte, bevor wir jetzt zurückblicken und nach vorne blicken und alles nochmal abwiegen, welche Tipps was taugen und welche nicht. Magst du mir eine Frage vorab beantworten? Vielleicht welches Motto? Sommermotto ist dir lieber wieder ein Sommer weniger. Die besten Sommer liegen noch vor uns. Welches Motto ist für dich? Trifft eher so dein Gemüt.

Brigitte Huber 6:26
Natürlich orientiere ich mich lieber an dem zweiten Motto, nicht wissend, ob die besten Sommer noch vor. Aber da wir ja viel in unserer Hand haben, würde ich sagen, ich möchte schon, dass einige meiner besten Sommer noch vor mir liegen.

Stephan Seiler 6:40
Das ist so schön.

Brigitte Huber 6:40
Und das andere, dieses Abzählen, dieses Abzählen, das finde ich ja eher ein bisschen deprimierend. Ja, also zu dieser Fraktion möchte ich mich nicht zählen.

Stephan Seiler 6:49
Hast du das nie gemacht?

Brigitte Huber 6:50
Nö, ich finde, ich finde, also ich weiß nicht, du kennst ja auch diese Filme, wo die Menschen wissen, sie leben jetzt genau noch 3 Jahre und 12 Minuten oder irgend sowas. Ja, und dann denke ich mir, das finde ich mit das Grauenvollste. Oder auch letztes Mal, ich verstehe das schon, dass man, wenn man nur mehr einen Monat hat, was macht man da mit der Zeit, dass man anders priorisiert oder so. Aber in Wahrheit finde ich es eine Gnade, nicht zu wissen, wie viele Sommer wir noch vor uns haben. Mich würde das, glaube ich, eher belasten. Ich verstehe den anderen Blick. Die Kostbarkeit verstehe ich. Also das geht mir auch so. Mir ist vollkommen klar, dass ich die meisten Sommer, wenn alles normal läuft, habe ich längst schon hinter mir und vermutlich zwei Drittel oder so. Aber jetzt genau zu wissen, wie viel es noch sind, nee, ich wüsste jetzt nicht, was ich davon habe.

Stephan Seiler 7:40
Ich hätte gerne diese Haltung, denn ich bin jetzt schon ein bisschen wehmütig. Wir nehmen diese Folge ja im Juni auf. Meine Sommerfreude hält auch genauso lange an, meistens So bis zum 21. Juni, wenn die Tage länger werden. Und wenn die Tage wieder kürzer werden, dann beschleicht mich so eine kleine Traurigkeit bei alter Sommerfreude, weil ich dann denke, das ist ja wirklich so. Es ist dann wirklich dann, wenn diese warmen Monate vorbei sind, dann ist halt einer weniger auf der Liste, in dem man das machen kann, was wir so gerne tun, nämlich draußen in der Sonne sein und Vitamin D tanken, was man sich sonst irgendwie anders reinwerfen muss und anderes.

Brigitte Huber 8:18
Ich kann das verstehen. Also ich weiß zum Beispiel, bei mir ist es so, ich mag den Mai immer besonders gern, weil zum einen liegt der Sommer da noch so vor einem und zum anderen hat man aber schon ein paar ganz gute Tage oder vielleicht auch mehr. Und ich kenne diese Wehmut schon, dass Man sagt, okay, 1. Juni, jetzt ist eigentlich schon ernsthaft Sommer. Uiuiui, dann beginnen doch die verschiedenen Sommerpausen. Ich sage jetzt mal von irgendwelchen Comedy Leuten oder sowas, dann weißt du schon, oder der Tatort wird für drei Monate nicht aus. Dann sagst du, okay, jetzt ist diese kurze Zeit und du weißt jetzt schon, du kannst die Uhr danach stellen, der 1. September wird garantiert kommen. Das kenne ich. Und auch, dass das vielleicht schon mal so eine leichte Wehmut ist. Aber da versuche ich schon hart daran zu arbeiten an mir, dass ich sage im Hier und Jetzt, jetzt ist es mal gut. Oder sich auch vielleicht für den Winter irgendwas vorzunehmen schon, wo man ja, vielleicht kann ich es mir erlauben, mal für zwei Wochen in die Sonne zu fliehen oder sonst irgendwas. Das ist etwas, was ich tatsächlich in den letzten 20 Jahren häufiger mal gemacht hat. Und mir dann da auch ein bisschen hilft. Das hat natürlich was muss man sich dann leisten können und wollen? Also früher war es dann auch immer so von den sechs Wochen Jahresurlaub, die man hat, wenn man dann schon im Februar zwei genommen hat, dann muss man natürlich haushalten. Aber ja, solche kleinen Möglichkeiten.

Stephan Seiler 9:46
Wirst du diesen Sommer verreisen oder wirst du den Sommer genießen in deiner Heimatstadt?

Brigitte Huber 9:51
Also ich bin schon jetzt Ende Mai, Anfang Juni verreist und ich fand das sehr schön und ich finde ehrlicherweise Hamburg, ich lebe jetzt in Hamburg im Sommer wirklich schön und ich brauche es jetzt auch nicht noch heißer. Das ist jetzt zum Beispiel bei mir schon so was. Ich finde es unter 30 Grad inzwischen schöner als über 30 Grad und deswegen zieht es mich jetzt auch nicht wirklich da in den Süden oder so. Das heißt, kurze Frage, lange Antworten, ich werde nicht viel verreisen im Sommer, vielleicht mal ein paar Tage irgendwohin.

Stephan Seiler 10:22
Magst du Zeit mit uns sein, wo du warst am Anfang?

Brigitte Huber 10:24
Ja, ich war eine Premiere. Ich wollte schon immer mal an die Amalfiküste. Ich komme ja aus Bayern und Italien ist da ja gar nicht weit weg, aber das beschränkt sich dann eher so, dass man mal nach südtirolisches Vorland kommt. Ja genau, Südtirol, Gardasee, auch mal Toskana oder sowas. Aber bis zur Amalfiküste bin ich nie gekommen und dann hört man natürlich auch, oh Gott, die ist ja auch total überlaufen und so. Aber jetzt habe ich mich vorher schon ganz gut informiert, wo man hinfahren kann, dass nicht ganz so viel los ist und das hat auch alles ganz toll funktioniert. Es war wunderschön, Wir waren da so ein bisschen außerhalb und hat mir wahnsinnig gut gefallen und das war zwar keine Premiere, aber das mag ich auch gern. Wie nennen wir es, Wiederaufnahmen? Also ich habe es schon mal gemacht, aber es ist 20 oder 30 Jahre her. Ich bin seit 20 Jahren, glaube ich, wieder zum ersten Mal dann die zweite Woche in der Toskana gewesen und fand das auch wahnsinnig schön. Also irgendwie, das merke ich schon mit dem Älterwerden, dass ich so Natur und irgendwie Dolce Vita in dem Fall in Italien noch viel mehr und bewusster genießen kann, als ich das jetzt mit 20 oder 30 gemacht hätte. Und dann auch noch einen Cappuccino in einem wunderhübschen Bergdorf für 1,70 zu trinken. Also Das fand ich schon einfach. Ja, und ich fand dann auch in

Stephan Seiler 11:47
Hamburg, wo du wohnst, kriegt man dafür

Brigitte Huber 11:49
wahrscheinlich eher so drei bis viermal und dann ist er unter Umständen nicht so lecker, muss man auch ganz ehrlich sagen.

Stephan Seiler 11:56
Nee, das fand ich wahnsinnig schönes erstes Mal. Ja, glaube ich dir. Ich werde diesen Sommer nicht groß verreisen, sondern werde umziehen. Das wird auch eine interessante Erfahrung sein, die ich auch vielleicht dann noch mal hier therapeutisch mit euch da draußen und mit dir, Brigitte, besprechen möchte. Wie zieht man um mit dem 40? Das sind die großen Fragen, weil wir auch quasi von zwei verschiedenen Orten in eine Wohnung ziehen. Ziehen wir um mit der Hilfe?

Brigitte Huber 12:20
Also ihr zieht zusammen als Paar?

Stephan Seiler 12:22
Richtig, Wir ziehen zusammen. Das ist natürlich eine, Das ist auch quasi ein erstes Mal. Ist natürlich auch aufregend. Da wird man ja auch mit vielen Gewohnheiten und Macken des anderen jeweils konfrontiert. Vor allem mein Partner mit meinen. Und das ist, glaube ich, das ist,

Brigitte Huber 12:36
Stephan, kann man sich kaum vorstellen.

Stephan Seiler 12:38
Brigitte glaube ich auch nicht, oder? Also ist dir was aufgefallen jetzt in der Zeit, in der wir uns kennen? Ich kann mir das nicht vorstellen, aber manche meinen ja, es wäre so. Und das Thema umziehen, das stellt uns auch vor eine Herausforderung. Da würde es mich auch mal interessieren, was ihr da draußen davon haltet und bringt, was du denkst. Zieht man mit mitte 40 um mit hilfe von Freunden und Freundinnen? Darf man die noch fragen, ob man jetzt gemeinsam schleppt? Bestellt man sich dann, für, wie mir Freunde erzählt haben, ein Unternehmen, das dann alles einpackt? Komplett? Ja, ich habe gehört von Freunden, die von München nach Berlin umgezogen sind, Das hat Euro gekostet, dafür kann ich eigentlich ein Auto kaufen oder wahrscheinlich auch nicht mehr das alles selbst machen oder aber mache ich es einfach meiner eigenen Muskelkraft, weil ich einfach noch mal der Welt und auch mir beweisen will, Ich kann das ja, ich bin ja stark genug. Das sind jetzt so die drei Modelle, die ich diskutiere. Hast du da schon eine Präferenz?

Brigitte Huber 13:32
Also ich bin in meinem Leben 13 mal umgezogen tatsächlich schon. Das habe ich mal ausgerechnet.

Stephan Seiler 13:37
13 mal.

Brigitte Huber 13:38
Ja, jetzt eigentlich. Also jetzt abgesehen von der Zeit, wo ich Kind und Teenager war, die ersten 18, 19 Jahre bin ich nicht umgezogen, aber ansonsten ist es die längste Zeit, die ich jetzt in einer Wohnung bin. Und Das waren jetzt 13 Jahre. Ansonsten bin ich München, Hamburg, in München umgezogen mit Familie und so weiter, WG und so weiter, wirklich viel. Und ich habe schon immer so eine Mischung gemacht. Es gab schon Gott sei Dank Umzugsunterstützung zum einen professioneller Art, also Menschen, die am Vormittag oder am Morgen kommen und dir helfen, auch diese Kisten runterzuschleppen, aber auch mit Freunden, Freundinnen, Familie, die dir dann auch wieder auszupacken.

Stephan Seiler 14:24
Also lässt nicht alles vom Unternehmen machen, sondern machst sogar eine Profitlösung.

Brigitte Huber 14:30
Beim letzten Mal, das war auch sehr süß. Da kam dann auch mein großer Sohn aus München und am Vorabend und ich habe da noch Vollstoff gearbeitet vorher und dann kam er in die Wohnung und dann guckt er sich so um und wann soll der Umzug sein? Dann sage ich morgen früh, dann hat er oha. Und dann hat er halt gemerkt, dass da noch vieles nicht eingepackt ist. Dann mussten wir erst noch irgendwie nachts bis 2 Uhr irgendwie Kisten packen und am nächsten Tag um 7 kamen dann die Möbelpacker. Ja, also da weiß man dann auch ein paar Tage später, was man gemacht hat. Aber ich finde, es ist auch immer wieder was Tolles. Also ich fand es jedes Mal dann am Ende eines Umzugs, dass ich mir denke, das war hoffentlich mein letzter. Hoffe ich aber natürlich, dass es nicht mein letzter ist dann, weil ich finde umziehen ja so verkehrt nicht. Aber es hat schon was Wunderbares, weil du bist einfach wie so ein weißes Blatt halt heute. Du kannst noch mal neu überlegen, was soll hier passieren in dieser Wohnung, was soll sich wiederholen, was soll sich nicht mehr wiederholen? Aber natürlich auch, welches Bild hänge ich noch auf und welches lasse ich jetzt tatsächlich mal weg oder im Keller oder gleich zum Entrümpeln. Also Umzug ist schon, finde ich eine tolle Sache.

Stephan Seiler 15:41
Ja, ich bin gespannt, wie lange die Freude anhält, weil ich denke, hätte ich doch nur ein paar Euro mehr ausgegeben. Wir werden sehen. Ich bin noch nicht ganz entschlossen. Schreibt mir gerne, was ihr davon haltet,

Brigitte Huber 15:53
wofür mehr Euro ausgegeben?

Stephan Seiler 15:55
Also für den Umzug am Ende, so packe ich jetzt wirklich jedes Glas selbst ein, mache ich alles. Also was mache ich selbst, wo lasse ich mich unterstützen? Das ist, ich habe den Eindruck, in meinem Alter ist es wirklich auch fast eine Persönlichkeitsfrage, weil ich habe Freunde, die erwarten das auch noch. Das wird ihnen dann helfen. Also im Sinne von die machen alles selbst und haben auch den Anspruch, dass dann die Freunde noch anpacken. Ich habe mal früher in einem Artikel in der Zeitschrift gelesen, ab dreiig sollte man eigentlich niemand mehr fragen. Ja, ich glaube auch so geht das noch. Ich bin da so hin und her gegangen.

Brigitte Huber 16:27
Ich fand es immer total schön. Also ich bin einmal umgezogen und da war ich in Hamburg und dann kamen meine engsten Freundinnen aus München, also da, wo ich herkomme, kamen zur Unterstützung. Und das war sowohl eine emotionale Unterstützung, weil das war auch eine Lebensveränderung. Also man ist aus einer Wohnung mit jemandem ausgezogen und allein in eine andere Wohnung eingezogen. Und dann ist es finde ich aber schon schön, da geht es jetzt weniger ums Schleppen, sondern dass du Wo würdest du denn jetzt die Couch hinstellen oder sonst irgendwas. Und das fand ich schon schön, das mit Freundinnen und Freunden zu teilen. Aber jetzt zu Pass mal auf, spar dir doch einfach mal drei Wochen Bodypump im Fitnessstudio und komm doch. Ich wohnte auch wirklich manchmal so wirklich dritter Stock, Altbau ohne Lift. Also das finde ich, kann man dann ab 30 Leuten auch nicht mehr wirklich zumuten, oder?

Stephan Seiler 17:18
Ja, das ist auch mein Verdacht. Ich bin noch nicht ganz entschieden. Ihr werdet es erleben. Ich werde wahrscheinlich mehr darüber reden in den nächsten Wochen, als euch lieb ist. Für alle, die da draußen müssen wir eigentlich noch draußen immer wieder erzählen, was wir meinen mit den Premieren, warum wir die Premieren so abfeiern?

Brigitte Huber 17:34
Ja, erzähl doch.

Stephan Seiler 17:36
Also in deinem Buch habe ich ja gelesen und auch durch die Interviews hier in den letzten Monaten habe ich gehört, dass es wichtig ist für unser Gehirn. Hannah Monier hat das ja auch gesagt, die Gedächtnisforscherin immer wieder was Neues lernen. Sie lernt irgendwie ständig beim Fahrradfahren neue Gedichte auswendig und ich ziehe halt mal um.

Brigitte Huber 17:56
Genau, Premieren hat ja auch noch mal, ich sage der Wehmut, Wehmut hast du ja vorher gesagt, Dass manchmal mit dem Älterwerden einhergeht, hat auch ein bisschen auch damit zu tun, wenn du jung bist, erlebst du ja wahnsinnig viele Dinge zum ersten Mal. Das hinterlässt natürlich in unserem Gehirn und letztlich auch in unserem Herzen eine stärkere Spur, als wenn du irgendwas zum 150. Mal machst. Das macht ja auch komplett Sinn. Und deswegen ist es aber auch sinnvoll, Also es macht auch Sinn, dass du Routine entwickelst, weil viele Dinge, die man exzellent und kompetent macht, sind nur deswegen so, weil wir sie einfach mal gemacht haben. Und da ist immer unser Lieblingsbeispiel niemand vielleicht, niemand ist vielleicht übertrieben. Man möchte sich nicht von einer Chirurgin operieren lassen, die oh, das mache ich jetzt zum allerersten Mal. Also da möchte man schon, dass zumindest eine Professorin daneben steht und ihr auf die Finger guckt. Also heiß, das hat viel Gutes und gleichzeitig werden die Premieren in der Regel im Laufe des Lebens weniger. Und das heißt, uns flutscht die Zeit auch so davon. Es ist dann wieder dieser typische Silvestereffekt, Wo ist die Zeit nur hin? Ich erinnere mich an gar nichts. Ich sage jetzt mal, sage ich Jetzt bewusst, der 10. Toskanaurlaub unterscheidet sich jetzt vom dritten dann auch nicht mehr so viel. Da kann schön gewesen sein, aber ich kriege das gar nicht mehr so auseinander. Und deswegen macht es Sinn, gezielt sich auch wieder neue Dinge ins Leben zu holen. Die bereichern uns schon emotional genauso wie kognitiv immer wieder.

Stephan Seiler 19:27
Und jetzt mal Hand aufs Herz, Brigitte, in den letzten Monaten, Blick aufs letzte Quartal quasi machen wir Quartalsbericht heute. Wie viele neue Premieren hast du dir da gegönnt? Hast eine kleine Premierenpause gemacht? Wo stehst du da?

Brigitte Huber 19:41
Also zum einen ist tatsächlich, finde ich, unser Podcast ist schon immer wieder so ein Füllhorn mit neuen Premieren. Ich stand vor kurzem im Reformhaus und hab Haferreis gesucht. Als aufmerksamer Zuhörer unserer Folgen hast du auch die, die ich allein aufgenommen habe, mit Susanne Liedtke, der Menopausenexpertin, die sich eben ganz stark damit auseinandersetzt, wie uns Ernährung gut durch die Wechseljahre, und da bin ich ja jetzt schon einen Ticken drüber auch darüber hinaus begleitet, bin ich darauf gestoßen, dass es zum Beispiel für einen guten Schlaf Sinn machen kann, dass man abends eben Dinge isst, die nicht dann irgendwie nachts den Blutzucker negativ verändern. Und während wir jetzt, Italien war ein schlechtes Beispiel, es gab sehr viel Pasta und Pizza und so weiter. Und das sind ja eher so Dinge, die für den Blutzucker, also eher in ein bisschen Achterbahn fahren lassen. Und dann hat sie uns doch geraten, es mal mit Haferreis zu probieren. Und in dem ersten Supermarkt habe ich den gar nicht gefunden. Und dann habe ich mich erinnert, ich glaube sie hat doch irgendwas gesagt, vielleicht Reformhaus und da habe ich den gekauft und das sind dann so kleine Premieren und denke ich mir, kaum Bist du Anfang 60, kaufst du zum ersten Mal in deinem Leben Haferreis. Ich habe auch, aber das erzählen wir jetzt nicht weiter, ich habe auch Erbsenmilch gekauft, weil sie auch gesagt hat, das wäre viel besser noch als Hafermilch.

Stephan Seiler 21:07
Und ja, wie schmeckt die?

Brigitte Huber 21:10
Ich werde da kein Freund, keine Freundin davon. Also ich schmeiße ja ungern Sachen weg, Also aber ich habe gleich beim ersten Latte Macchiato festgestellt, dann brauche ich das gar nicht trinken, das schmeckt mir dann einfach nicht. Dann weiß ich, ich müsste es jetzt ungefähr 20 mal trinken, um meinen Geschmack werfen und so weiter. Aber da denke ich mir, dafür bin ich jetzt auch zu alt um meinen Geschmack, so mit Krampf und so auf was umzustellen, was der eigentlich mit normaler Milch oder auch Hafermilch lieber hat. Dann habe ich das halt, Hafermilch schmeckt

Stephan Seiler 21:43
dir, weil bei Hafermilch ist für mich auch echt eine Herausforderung. Also da muss ich mich, da brauche ich schon ganz viel Wille, um das gut zu finden.

Brigitte Huber 21:49
Und ich sag's dir, das ist tatsächlich so, das sagen dir ja auch alle Forscher und Forscherinnen, du brauchst, um Gewohnheiten aufzunehmen, heißt das habe ich letztes Mal wieder gelesen, irgendwie so 66 Tage. Aber auch unsere Geschmacksnerven sind Gewohnheitstiere, sage ich. Und dann kannst du natürlich da auch was dran ändern. Und das war bei mir bei Hafermilch schon so. Also ich habe mich da dann auch hin entwickelt und jetzt schmeckt es mir auch ganz gut. Jetzt ist Hafermilch ja auch ein bisschen süßer als normale Milch, das kommt mir dann auch noch entgegen. Ich mag es ja ganz gern, wenn es auch mal süß schmeckt. Aber da war es dann so, dass ich nach dem ersten Tasting gesagt hat, nee, ich glaube, das ist es nicht. Und ich habe dann diese Erbsenmilch so ein bisschen in mein Müsli reingebritschelt, so jedes Mal so Pritscheln ist bayerisch, glaube ich, kannst du dir vorstellen, immer so ein Schluck dazu, aber da werden wir nicht warm. Also Das sind so kleine Premieren, aber so was mache ich immer sehr, sehr gerne, dass ich irgendwie ein neues Lebensmittel oder irgendwie eine neue Übung oder sowas reinhole. Dann habe ich viele Dinge jetzt wieder neu gemacht, die ich länger nicht machen konnte. Also das sind so halbe Premieren. Ich hatte ja so eine Schultergeschichte und konnte auch wirklich so 14, 15 Monate nicht ins Fitnessstudio gehen. Und das kann ich jetzt wieder seit 1. Mai und das macht dann schon auch Spaß. Du tastest dich wieder ganz langsam ran. Und ich habe eine Sache gemacht, die habe ich 20 Jahre nicht mehr gemacht. Ich habe früher manchmal Zumba gemacht. Das ist so mit südamerikanischen Rhythmen und es ist so eine Bewegungsausdauer Geschichte. Und das habe ich tatsächlich nach 20 Jahren wieder gemacht. Ich war natürlich nicht so richtig gut im Takt wie die anderen, aber es hat trotzdem viel Spaß gemacht. Also solche kleinen Premieren, das macht mir schon Freude. Ansonsten finde ich, habe ich oft mehr Premieren, als mir lieb ist. Allein mit diesem ganzen technischen Stuff, mit dem wir, wir wollen euch nicht langweilen, ihr lieben Zuhörerinnen und Zuhörer, heute eine

Stephan Seiler 23:47
Stunde haben wir es, Versuch eine Stunde

Brigitte Huber 23:49
heute gedauert, weil Riverside, das ist die Software, mit der wir diesen Podcast aufnehmen, hat ein Update gemacht. Und ja, und es war dann danach nicht so einfach für uns beide, vor allem zuerst für mich, aber dann auch für dich, da wieder reinzukommen. Und das sind so Premieren, tja, die brauche ich gar nicht so sehr, aber

Stephan Seiler 24:08
auch als ihr das ein bisschen entspannter, bisschen herausfordernder, weil ich denke, es muss ja irgendwie gehen und irgendwie lerne ich dann auch mal was dazu. Und ich fühle mich manchmal so ein bisschen ertappt, wie damals, als wir beide im Verlag gearbeitet haben, kennen ja auch viele da draußen, da gibt es ja auch so eine IT Stelle, so eine technische Unterstützung. Bei uns war das die Nummer vier mal die vier, rief man viermal die vier an. Da hatte man an der Leitung irgendwie bis kurz vor Mitternacht und hat einem dann technische Probleme gelöst und kann sich noch daran erinnern, das Gefühl, wenn er sagt, haben sie es mal mit einem Neustart versucht und dann macht man Neustart und es funktioniert alles wieder. Das habe ich so oft gehabt. Und das war, wo ich dachte, da bin ich wirklich vor Scham fast gestorben am Telefon, dachte, das kann doch nicht wahr sein, dass mir das nicht selbst aufgefallen ist. Und deshalb habe ich so einen kleinen fast fast diebische Freude, wenn es mir gelingt, dann ein technisches Problem zu lösen, obwohl ich ja jetzt auch nicht so begabt bin.

Brigitte Huber 24:57
Nein, da bin ich so ein bisschen, wie gesagt, ich war ja da in der Toskana und Wir haben uns E-Bikes ausgeliehen und dann konnte man die auf einmal nicht abstellen. Also sie haben sich einfach nicht abstellen lassen.

Stephan Seiler 25:09
Also absperren hat nicht reagiert.

Brigitte Huber 25:12
Genau, Absperren, genau. Und dann stehst du da, ich mache die Kurzfassung, weil es war wirklich extrem. Und zum Schluss war es so, auch kein Neustart. Der App hat geholfen, du musstest das Handy ausschalten und wieder einschalten. Dann natürlich weiß man, dass das helfen kann und natürlich ist man danach auch einen Ticken erleichtert, aber ich bin davon dann auch ein bisschen ermüdet. Und da komme ich nämlich auf ein anderes Thema, und zwar Gabriel Joran, den wir hier zu Besuch hatten, Philosoph, Unternehmer und eben auch Autor, Bestsellerautor eines Buches, Die Verkrempelung der Welt, wo es einfach darum geht, dass die Wirtschaft uns mit technischen Neuerungen, sage ich mal in Anführungsstrichen, immer versorgt, die hinten und vorn nicht wirklich nützlich sind oder gut funktionieren. Und da ging es ja auch darum, um diese Elektroherde, die man nicht mehr bedienen kann. Das hatte ich da in so Ferienwohnungen, so Airbnbs oder so was im Urlaub dann auch, wo du denkst, meine Güte, inzwischen sind wir versiert genug und können dann über die KI hey, vor mir steht gerade so eine störrisch Geschirrspülmaschine, die lässt sich nicht starten und dann kann die KI ja, musst du dir mal anhören, Da muss man 3 Sekunden auf das Startfeld drücken, da kommst du noch nicht drauf. Verstehst du, dass du einfach noch mal drei Sekunden so Tuchfühlung mit ihr aufnimmst. Und da muss ich sagen, da hat mir unser Podcast letztlich auch geholfen, weil ich da mit einem neuen Selbstbewusstsein in diese Sachen reingehe. Ich denke mir, oh Gott, ich bin halt jetzt schon digital nicht mehr so hundertprozentig fit Und wenn ich 20 wäre, könnte ich das alles, sondern ich sage, nee, die Dinge sind einfach manchmal schlecht entwickelt und es ist Kein Zufall. Ich habe letztes Mal eine Werbung gehört für ein Elektrogerät und die sagen jetzt mit Knöpfen wieder.

Stephan Seiler 27:08
Ich habe auch diese Woche genau das auch gelesen, war eine Spiegelmeldung. In der Automobilindustrie kehren die Knöpfe zurück. Moderne Technik in Alltag und Auto. Gib mir meine Knöpfe zurück, Artikel vor sieben Tagen, auch vor ein paar Tagen in der Süddeutschen Zeitung erschienen. Touchscreen Müdigkeit, schreibt die Welt, warum wir uns nach echter Haptik sehen. Also Brigitte, wir reiten nach echten Zeitgeist. Die haben wahrscheinlich alle unseren Podcast gehört und deshalb schreiben die das jetzt.

Brigitte Huber 27:34
Ja, selbstverständlich. Aber es ist auch so wirklich, dass man klingt immer so blöd, aber es wurde versucht uns 10 Jahre lang vorzugaukeln, dass wir anscheinend nicht umstellungsbereit oder sonst was sind und wir müssen nur lang genug durchhalten. Und ich weiß noch, nach dem Interview mit dem Gabriel habe ich mir gedacht, ja, ich lasse mir jetzt auch nicht mehr einreden von irgendeinem schlecht entwickelten Tool, dass ich jetzt nicht, keine Ahnung, digital fit genug bin, sondern es ist einfach schlecht gemacht oder gar unnütz. Richtig, unter Umständen sogar vielleicht gefährlich, weil du versuchst ein Autoradio zu starten, findest keinen Knopf und machst dann so lang hier rum, dass du zwischendrin an den Baum fährst.

Stephan Seiler 28:17
Ja, das war wirklich entlastend für mich, Dieses Gespräch mit Gabriel Joram, das war glaube ich Folge 32 Können alle mal nachgucken, anhört sich an. Das war so entlastend. Seitdem sehe ich Knöpfe ganz anders. Also es ist nicht mehr als Relikt aus einer alten Zeit, sondern als überlegene Technologie. Danke dafür ist ja auch unsere Reise hier durchs Älterwerden gut und unseren Podcast gut, dass wir auch manchmal entlastet werden von zu viel Gehirn, Kirmes und kleinen Selbstvorwürfen, das finde ich schön.

Brigitte Huber 28:50
Absolut. Und dann auch noch zu dem Thema Selbstbewusstsein. Also das ist da noch mal gewachsen bei mir und auch in dem Gespräch mit Ines Imdahl zum Thema Marktforschung

Stephan Seiler 29:03
vom

Brigitte Huber 29:05
Rheingold Salon, die erstmal sagt, okay, die Jährigen werden mit den Jährigen in eine Box geworfen, da werden keine Unterschiede mehr gemacht. Und dieses Bild, das da gezeichnet wird zum Teil von diesen, ich sage jetzt mal, biederen, braven Best Agern, wie hat sie gesagt, die oben nicht mehr ganz dicht sind und unten nicht mehr ganz dicht. So wird die Werbung ja, aber gleichzeitig sind wir die Generation 50 plus, da kommst du auch bald rein. Also irgendwann die nächsten Jahre sind die, die die meiste Kohle haben und die Wirtschaft und die Werbung sollte sich eher an uns orientieren und nicht Sagen, ja bis 59 geht das und danach interessiert er uns nicht mehr. Und das fand ich schon auch ganz gut. Und auch eben, was diese Generation dann tatsächlich schon auch nach vorne gebracht hat und erreicht hat. Jetzt sage ich auch schon die Generation, es sind Generationen, unterschiedliche Generationen, die ganz schön viel nach vorne gebracht haben in den letzten Jahrzehnten.

Stephan Seiler 30:10
Ines Imdahl hat er auch bei mir einige Dominosteine, einen Dominostein umgestoßen, der eine ganze Kette ausgelöst hat. So, so stimmt das Bild hoffentlich. Und seitdem muss ich aber wirklich sagen, registriere ich unfassbar an sehr, sehr vielen Stellen, wie missverstanden oder auch wie unsichtbar Menschen ab einem gewissen Alter werden. Ich war vor ein paar Wochen bei dem Deutschen Podcast Award, eine große Veranstaltung, wo Podcasts ausgezeichnet worden sind und viele Produzentinnen und Produzenten waren da. Man kommt, ist ja auch eine nette, tolle Welt, die Podcast Welt sehr zuvorkommend. Liebe Grüße an alle da draußen. Das ist wirklich ganz, ganz toll. Ganz anders eigentlich als früher im Zeitungsgeschäft, wo es ja viel mehr Ellbogen gab. Beim Podcast ist irgendwie netter, das ist toll. Beim Podcast Award gab es aber auch etwas, was mir nicht so gut gefallen hat und das zahlt eigentlich auch ein bisschen darauf ein, was Ines Imdal gesagt hat, Denn von den ganzen Kategorien, ich glaube, es gab mehr als vier, es gab 24 Auszeichnungen. Da gab es so gut wie kein Format, das sich an Ältere gerichtet hat, das überhaupt nominiert war. Es gab natürlich ein paar politische Dinge, die so völlig alterslos dabei waren. Apokalypse und Filtercafé von unserem Freund Micky Beisenherz wurde ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch noch mal dazu und Lotti hat einen Preis gewonnen, auch herzlichen Glückwunsch, das gönne ich allen. Aber man hat schon gemerkt, dass sehr viele Podcasts, die allermeisten eigentlich junge Formate waren. Es gab auch noch nicht mal eine Kategorie, die irgendwie sich an die Älteren gerichtet hätte oder die allein das Thema Gesundheit behandelt hätte. Gesundheit ist ja auch ein wichtiges Thema, gerade wenn man ein bisschen älter wird. Gesundheit wurde subsumiert, wurde eingebaut in die Kategorie Wellbeing und Sport. Ach schön, kannst du dir das vorstellen? Es gab noch nicht mal die Kategorie Gesundheit, sondern das Wort Gesundheit wird auch nicht behält oder so Wellbeing und ich weiß gar nicht mehr, wer am Ende gewonnen hatte. Ich glaube, es war ein Sport Podcast, was doch absurd ist, oder? Also warum packt man diesen großen Markt, nenne ich es jetzt mal, aber auch dieses große Interessensgebiet, auch das große Angebot. Es gibt ja außer uns noch viele andere Podcasts, die sich immer wieder mit dem Älterwerden beschäftigen. Warum ist das so unsichtbar? Warum werden die Kategorien werden ja von den Jüngeren wahrscheinlich gemacht und die haben wahrscheinlich gar nicht dran gedacht, dass es auch so einen Bedarf gibt.

Brigitte Huber 32:26
Also das hat ja Ines Imdahl auch gesagt. Also habe mich so ein bisschen erinnert, als ich bei dem Verlag Ronan Java, der unter anderem wie Brigitte macht, haben wir auch unterschiedliche Line Extensions heißt also Hefte, die unter der Marke differenziert noch mal ausgespielt werden. Genau. Dann gab es schon Brigitte Woman und Brigitte Woman. Brigitte Mahm. Brigitte Woman war für die Frau ab 40 und dann gab es den Vorschlag von einer Kollegin, etwas zu machen für Frauen ab 60. Da war ich vielleicht puh, in deinem Alter einen Ticken älter und hab mir dann ehrlicherweise noch Wieso braucht man da jetzt extra noch ein Heft? Also man merkt dann, wie man als jüngerer Mensch dann denkt, ich soll nicht Brigitte Woman lesen oder so. Und dann haben wir aber so eine Runde gemacht mit Kolleginnen, die schon älter waren oder die nicht mehr dabei waren, weil sie schon im Ruhestand waren. Und wenn du denen eine Stunde oder zwei zugehört hast, hast du Ach so, klar, das ist ja noch mal ganz was anderes. Also brauchen wir wahrscheinlich jetzt unseren Zuhörenden nicht erklären. Denen war es klar, mir war es nicht so klar. Die sind halt dann wirklich aus diesem Hamsterrad dann draußen und der Slogan war dann auch von der Wir haben mehr Zeit, aber die Zeit ist kostbarer geworden. Also das erschließt sich dann, weil allmählich Kinder sind aus dem Haus. Also nicht bei allen, aber bei vielen sind die Kinder dann mit 60 allmählich aus dem Haus, wenn man überhaupt welche hat. Und im Job geht es vielleicht auch allmählich bei Hannover noch nicht. Nee, nee, nee, es gibt Leute, die da ein lebenslanges Projekt draus machen. Ist ja auch jedem freigestellt. Und nichtsdestotrotz ist mir das da so klar geworden, wie anders das dann letztlich ist und wie anders diese Empfindlichkeiten sind. Und ich habe mich da auch dann rausgehalten und folgen lassen. Und was Ines Imdaleben erzählt hat, ist aber, dass trotzdem diese verunglückte Werbung an manchen Stellen daherkommt, weil Jährige Werbung machen für eine Zielgruppe 60 oder 70 plus und deswegen kommt das oft so klischeehaft und unbedarft rum und dann sind die entweder wahnsinnig wieder und fahren dann schon fröhlich im Treppenlicht hin oder her oder sie sind so superathletisch und irgendwas dazwischen gibt es gar nicht. Und das fand ich schon ganz krass, weil ich finde, jeder kann sich ja, natürlich kann eine Jährige auch sich in einen jährigen Menschen reinversetzen, aber da muss sie halt relativ mehr recherchieren und ein jähriger Mensch versetzt sich unter Umständen noch leichter in einen Jährigen.

Stephan Seiler 34:59
Ines Imdahl hat mich ja total gecatcht mit der mit der Aussage, sie war wenigstens schon mal jung und kann sich noch daran erinnern, wie das war. Aber die Jüngeren können sich ja gar nicht rein, also können sich kaum richtig reinversetzen in das, wie es sich anfühlt und wie ist, Mitte 40 zu sein, Anfang 60 zu sein, wie du oder 75 wie Jan Hofer oder wie Sonja Schiff und Frau Sick, die auch bei uns war, die ja noch älter ist. Auch wenn man es liest und hört, gibt es einem ja auch quasi nur so eine Art von Anmutung. Das hat mir gefallen.

Brigitte Huber 35:31
Also ich glaube auch, ich bin überzeugt davon, da wird sich in den nächsten Jahren was ändern. Wie immer für meinen Geschmack nicht schnell genug, weil tatsächlich, wir haben ja auch in der Folge drüber gesprochen, das war ja eine rein willkürliche Entscheidung auch Bei der Werbung, Folge 34 übrigens bei der Werbung zu sagen, bei 59 Jahren machen wir Schluss quasi. Es ist nur die werberelevanten Zielgruppen gehen bis 59, also früher waren es sogar nur bis 49. 49, also das heißt ja, es ist und gleichzeitig, wie gesagt, mehr als die Hälfte aller Konsumkosten werden von 50 plus Menschen ausgegeben.

Stephan Seiler 36:06
Also warum das so ist mit dieser Werberelevanz, Zielgruppe, das können auch alle noch mal nachhören in der Folge. Hab geguckt, 34 war das genau.

Brigitte Huber 36:15
Und da glaube ich, wird sich tatsächlich noch einiges ändern, weil ja natürlich auch diese Generation immer stärker wird, also größer, also demografisch stärker.

Stephan Seiler 36:25
Man sieht es ja auch schon ein bisschen an der Politik, Da merkt man es schon in der Politik, wenn du diese kleine Abzweigung erlaubst, die großen Reformen, bald kommt eine Rentenreform. Ich bin mal gespannt, wie stark sie die Jungen belasten wird und sie die Älteren belasten wird. CDU und SPD werden ja mutmaßlich ihre Kernklientel, ihre Kernwählerschaft. Das sind ja Menschen über 60 womöglich eher verschont. Das ist jetzt meine Vermutung.

Brigitte Huber 36:49
Mal gucken, was, das ist ja auch eine extrem herausfordernde Situation. Also ich möchte auch nicht, dass wir die Generation der Jungen das zahlen lassen quasi. Das ist ja auch ein schwer zu lösendes Problem, wenn du einfach demografisch ganz viele ältere Leute hast. Und wir freuen uns ja darüber, dass unsere Lebenserwartung so wirklich so viel größer geworden ist innerhalb von wenigen Jahrzehnten. Und im Vergleich zu vor 150 Jahren. Wir werden doppelt so alt als vor 150 Jahren. Und es gibt aber deutlich, muss man

Stephan Seiler 37:23
sich einfach vorstellen, muss man sich mal vorstellen. Also Damals waren es 50 Jahre ungefähr, die man alt wurde und jetzt sind es um die 80. Oder ist das richtig?

Brigitte Huber 37:31
Genau. Also Frauen, bisschen Dälter und Männer, Männer leider nein. Also doch, aber Frauen sind da ein bisschen vorne. Und insofern, ja, das ist auf jeden Fall ein gesellschaftlicher Spagat, also wo man wirklich gucken muss, dass es für alle gut ausgeht. Also für alle ist schwierig.

Stephan Seiler 37:50
Hat sich denn noch etwas bei uns entspannt in den letzten Monaten, wenn ich durch diesen Podcast natürlich nicht nur mein Verhältnis zu KI, zu künstlicher Intelligenz hat sich etwas entspannt durch das Gespräch mit Andreas Olof, der vor ein paar Wochen bei uns zu Gast war. Das war die Videofolge, haben wir sogar ein Video rausgebracht, 26. Mai war das Folge 35. Und er hat uns ja aufgefordert, unser Verhältnis zu überdenken, dass es eben nicht diese finstere, düstere Macht ist die künstliche Intelligenz, die eine künstliche Intelligenz, die dieses oder jenes will und uns immer wieder mit falschen Antworten verrückt macht, sondern dass man sie anders betrachten sollte. Ich sehe sie tatsächlich seit dem Gespräch viel mehr als einen Assistenten als ein Partner. Ich führe quasi eine offene Beziehung mit dem mit ChatGPT, habe dann noch ein paar Nebenbuhler mit Claude und Notebook LM und noch ein paar anderen KI Modellen. Ich bin quasi jetzt polygam und arbeite mal mit der einen, mal mit der anderen künstlichen Intelligenz zusammen. Ich mische das auch und ich benutze sie viel selbstbewusster, viel weniger verstohlen als früher. Ich weiß, dass ich sie bediene, also steuere. Das heißt, ich sitze am Steuerrad. Ich entscheide genau, was am Ende dabei rauskommt. Und zwar, indem ich die richtigen Fragen stelle, immer wieder auffordere, wahrheitsgemäß zu antworten oder auch mir Fragen zu stellen, die dem KI Modell helfen, die Aufgabe, die ich ja gesagt habe, noch besser zu lösen, also immer wieder herauszufolgen, in Dialog zu gehen. Und das hat mich tatsächlich entlastet in der inneren Einstellung. Ich habe jetzt einen leichteren Umgang.

Brigitte Huber 39:28
Wie war es für dich, Stephan? Ist es für dich so, dass dir hundertprozentig klar immer ist, dass das, ich sage jetzt mal, Technik ist, also nichts Menschliches?

Stephan Seiler 39:39
Ja, ach so, ja, ich weiß, dass

Brigitte Huber 39:43
mir ist folgendes bei mir aufgefallen. Er hat ja auch gesagt, wir lachen da häufig drüber, wenn man jetzt die KI, man darf ja nicht die KI sagen, also wenn man eines dieser sprach KI gestützten Modelle oder wie auch immer befragt, dann ist es doch dann ganz häufig so, dass die sagt, oh ja, das ist ein spannender Gedanke oder einen erstmal lobt und er hat doch gesagt, dass er sich da schon lang, also dass er schon lange gesagt hat, lass das KI und ich will nur so die nüchterne Geschichte danach habe ich mir auch, ja, aber ich will nicht so unhöflich sein der KI gegenüber. Dann denkt man, naja, du kannst ja einem technischen Konstrukt gegenüber nicht unhöflich sein. Wenn ich, keine Ahnung, irgendwie ein Tresor aufmachen würde oder die Geschirrspülmaschine starte, dann denke ich ja auch nicht, bin ich höflich oder unhöflich. Das heißt aber, mir ist dann klar geworden, irgendwie, weil ich mit der ja spreche quasi und auch das, was ich sage, auch dann quasi wirklich wie ein Dialog wird, dass ich es nicht ganz abschalten kann, dass das doch mehr ist als nur jetzt, wenn ich was gegoogelt habe früher. Und da bin ich momentan gerade dran. Also ich belächle mich dann selber und natürlich letztes Mal, als es dann um diese Erbsenmilch ging und was denn jetzt an der so gut ist und dann sagt diese KI zum Schluss, ja, ich soll doch auch ganz entspannt sein. Wenn ich mal ein Glas Milch am Tag trinke, sollte ich mir das doch gönnen vom Cappuccino mit einer normalen Milch. Und dann habe ich mir, da war ich dann aber so, ey ne, du musst mich jetzt nicht entspannen, das kann ich schon selber. Und ich war dann versucht zu schreiben, ja, das entlastet mich sehr, aber ich trinke ja und hätte dann irgend so eine Wahnsinnszeit. Ich trinke ja 15 Cappuccino am Tag, um rauszufinden, was sie dann macht. Habe ich aber nicht gemacht, weil ich wollte auch dann das System nicht.

Stephan Seiler 41:35
Dann sollten wir einen Podcast aufnehmen direkt danach. Das wäre eine Folge.

Brigitte Huber 41:38
Ja, absolut. Mit ja. Aber auf jeden Fall ist mir dann klar geworden, dass dieses, wenn ein Gerät so tut, als würde es mit mir sprechen wie ein Mensch, dass das bei mir doch tatsächlich andere Spuren hinterlässt als früher, wenn ich irgendwas bei Google eingegeben habe. Und dann hat es mir einfach zehn Vorschläge gemacht und Studien und so weiter. Da wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, dass ich freundlich sein muss oder dass ich mir irgendwelche Floskeln reinziehen lassen muss. Und da merke ich, aha. Aber war nämlich auch noch mal spannend. Also Andreas hat ja gesagt, er verzichtet da völlig drauf.

Stephan Seiler 42:13
Genau, wir müssen gar nicht freundlich sein offenbar.

Brigitte Huber 42:15
Wir müssen nicht freundlich sein.

Stephan Seiler 42:16
Du warst ja auch mal Chefredakteurin. Ich war auch mal Chefredakteur und Führungsposition. Also vielleicht, weiß nicht, ob man das verstehen kann, aber ich fühle mich manchmal mit der KI so, als hätte ich immer noch ganz viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um mich rum.

Brigitte Huber 42:31
Echt? Okay.

Stephan Seiler 42:32
Und das ist dann so, wie es klingt echt unsympathisch. Vielleicht schalten jetzt auch alle ab und so, sorry, bitte, ich bin eigentlich viel netter als das, aber irgendwie ist es ein geiles Gefühl, dass ich dann doch jemanden habe, der Ich bin nicht allein. Weißt du, gerade auch als Selbstständiger, als Freiberufler ist man ja immer wieder auf sich selbst zurückgeworfen. Kennen vielleicht auch einige, die angestellt sind und aber nicht so viele Leute haben, mit denen sie darüber reden können, im Homeoffice arbeiten. Da habe ich immer wieder quasi so eine Art von Austausch und einen Gedankenanstoß, den ich dann weiterdenken kann. Kennst du das auch?

Brigitte Huber 43:04
Ja, also ich muss ja sagen, als ich damals weggegangen bin von dem Verlag, habe ich mir wirklich ernsthafte Gedanken gemacht, weil wir hatten eine ganz exzellente Pressedokumentation Und wenn du dich jetzt beispielsweise auf ein Interview vorbereitet hast, wie jetzt mit Angela Merkel oder wem auch immer, was wir da hatten, mit Brigitte live, dann hast du, was weiß ich, vier Wochen vorher, die DOC hieß es, dann gefragt, könnt ihr mir alle relevanten Sachen zu dem und dem raussuchen und gern auch noch ausgedruckt, weil ich ja dann gern auch noch irgendwie mit Marker die Sachen schreibe und so weiter. Und dann habe ich mir gedacht, oh Gott, wie wird das werden, wenn ich das nicht mehr habe? Und zeitgleich eigentlich, weil das ist jetzt zweieinhalb Jahre her, zeitgleich kam KI, kann man dann KI sagen, wenn man nicht

Stephan Seiler 43:53
die KI sagen darf, kamen verschiedene KI Modelle.

Brigitte Huber 43:56
Kamen verschiedene Modelle.

Stephan Seiler 43:58
Das war ja ChatGPT, glaube ich.

Brigitte Huber 43:59
Ja, genau. Und dann habe ich gemerkt, ah, das ist durchaus eine Hilfe, wenn du Dinge recherchierst, Menschen recherchierst, Studien und so weiter. Und insofern war ich sehr, sehr froh. Das kam für mich gerade zur rechten Zeit, das muss man ganz ehrlich sagen. Und wir haben natürlich, weil wir sind ja als Journalistinnen untereinander auch da im Austausch, hast du auch schnell gemerkt, du kannst da nicht allem glauben und trauen, was da kommt. Aber das hat man ja auch dann relativ schnell rausgefunden, wie man das überprüft und so weiter und so fort. Also insofern war es mir zum Beispiel auch für die Buchrecherche ein großer, großer Vorteil. Nur einmal, ich weiß nicht, ob ich glaube, ich habe erzählt, wenn du da im Austausch bist und wenn dann auf einmal die KI sagt, wenn du magst, kann ich auch mal ein Probekapitel schreiben. Das war der Moment, wo ich dann da stand und mir gedacht, was du glaubst, du kannst meinen Job machen. Ne, wirklich nicht. Da habe ich einfach gar nicht geantwortet.

Stephan Seiler 44:53
Ja, das ist schön, das ist angenehm. Man kann das Gespräch ja auch mit den Modellen jederzeit abbrechen. Und im Gegensatz zu Mitarbeitenden braucht man dann ja auch kein schlechtes Gewissen zu haben, sondern es ist ja eine Maschine. Also das ist ja dann auch okay.

Brigitte Huber 45:07
Ja, also gut, da hätte ich jetzt schon noch einen größeren Unterschied gesehen, Meine Kolleginnen, mit denen ich früher gearbeitet habe.

Stephan Seiler 45:15
Es gibt auch mehr Unterschiede, natürlich ohne Frage, nicht nur das, aber ich sammle heute ein paar Negativpunkte. Vielleicht wollen wir mal gucken auf die Sachen, die wir umgesetzt haben, erfolgreich umgesetzt haben. Brigitte, darf ich vielleicht mit einer Sache gleich beginnen und zwar choose your battles. Micky Beisenherz hat es gesagt. Micky Beisenherz hat ja gesagt, choose your battles. Nicht mehr sich über alles aufregen, nicht mehr in jeden Kampf reingehen. Und das ist mir wirklich ins Mark gefallen, weil das war durchaus ein Thema für mich. Ich neige auch manchmal dazu, mich emotional mehrmals am Tag zu engagieren, um es mal so zu sagen. Und das reduziere ich jetzt tatsächlich ein Stück weit. Welcher Kampf lohnt sich? Folge 27 Für alle, die es nachhören möchten. Das hat mir tatsächlich geholfen. Und Ärzte und Arztbesuche ernster nehmen, hat Apasu, Jonathan Apasu in den Folgen zur Männergesundheit, zum Älterwerden für Männer deutlich gemacht. Vorsorgeuntersuchungen ernst nehmen. Ich habe da auch die ein oder andere in den letzten Wochen absolviert. War alles okay, hat gar nicht wehgetan, war total schön. Naja, schönes überzeugt, aber es ist auf jeden Fall eine Sache, vor der man keinen Schiss haben muss. Und ich kriege es immer noch hin, Treppen zu steigen, bin ich ganz stolz drauf, esse meistens 30 Pflanzen pro Woche nach wie vor. Ich esse meistens eine Handvoll Nüsse am Tag. Hier ist jetzt auch eine Schüssel gerade vor mir, die knabber ich dann so weg über den Vormittag. Das sind ja Dinge noch aus den ersten Folgen unseres Podcasts, die ich sehr genieße. Und ich treibe auch wieder mehr Sport in den letzten Wochen. Also dieser Podcast hat tatsächlich da eine positive Wirkung auf mich gehabt. Wie ist es bei dir?

Brigitte Huber 47:00
Ich finde, dass auch tatsächlich, da wir uns ja mit diesen Studien immer auch wieder auseinandersetzen und es gab ja jetzt vor zwei, drei Monaten auch diese große Studie noch mal, die belegt hat, dass auch ab 65 sich tatsächlich noch vieles zum Positiven verändern kann, wenn wir uns entweder körperlich oder kognitiv dahinter hängen. Also das war schon, finde ich, eine extrem positive und bestärkende Geschichte. Jeden Tag lese ich irgendwas. Gestern ging es darum, dass Immunsystem einfach wahnsinnig darauf angewiesen ist, dass wir Sport machen, dass wir uns gesund ernähren. Dann was Parkinson, Demenz und so, haben wir auch geredet, drüber angeht. Der stärkste Hebel, habe ich vorgestern erst wieder gelesen, den es momentan noch gibt, ist nicht die Medizin, sondern das ist Sport und dann auch die Ernährung und das ist schon immer wieder was, was mich dann auch motiviert zu Komm, stell dir den Wecker, dann stehst du halt. Bräuchte ich jetzt gar Nicht mehr um 7 unbedingt aufstehen, aber vielleicht gehe ich noch eine halbe Stunde laufen. Ich mache das nicht so häufig, mache das vielleicht. Was heißt häufig? Ich bin schon dreimal die Woche. Aber es ist etwas, was mir hilft, in der Disziplin da zu bleiben. Absolut. Und es macht einfach auch Sinn.

Stephan Seiler 48:19
Was mich beim Sportthema noch ein Stück weit Fragen zurücklässt, ist die Balance zwischen den drei großen Sportformen Beweglichkeit, Ausdauer und Muskel, also Stärke. Da hört man ja immer wieder anderes, was wichtiger ist. Jonathan Apaso hat in den Folgen zur Männergesundheit gesagt, dass es eigentlich alle drei braucht. Bald haben wir auch noch mal einen sehr prominenten Mann bei uns zu Gast, der sich mit Sport und Älterwerden auskennt. Wir wollen den Namen noch nicht verraten, aber bald ist es soweit. Den werde ich, glaube ich, löchern mit all diesen Fragen.

Brigitte Huber 48:52
Ich glaube, das ist der Stand, den wir momentan haben. Muskeltraining ist sehr wichtig, Cardio ist auf jeden Fall auch wichtig und die Beweglichkeit ist auch wichtig. Und dann lernt man dann immer wieder so Sachen, dass man sich dann doch irgendwie die Socken im Stehen anziehen soll.

Stephan Seiler 49:06
Ja, ja, ich muss dir sagen, als

Brigitte Huber 49:09
ich das gehört habe, auf den Badewannenrand zu setzen oder aufs Bett oder so, aber das sind so Kleinigkeiten, die man dann irgendwie mitnimmt.

Stephan Seiler 49:18
Ich habe mich aber so ertappt gefühlt, als wir das besprochen haben. Entschuldigung. Ich habe es als großen zivilisatorischen Fortschritt in meinem Leben gesehen, dass es doch toll ist, im Flur und überall eine Sitzgelegenheit zu haben. Denn falls ich mal Socken oder Schuhe an und ausziehen will, dann kann ich mich ja immer hinsetzen. Habe ich mir damit selbst ein Ei gelegt. Ich denke mir, ich habe, glaube ich, seit 15 Jahren nicht keine Socken, keine Schuhe mehr im Stehen angezogen. Ich glaube, ich würde es auch umfallen. Kann ich das noch mal?

Brigitte Huber 49:45
Aber es ist nie zu spät, jünger zu werden, oder wie heißt das so in etwa?

Stephan Seiler 49:50
Ist das so, glaube ich, anderer Meinung, aber lassen wir das.

Brigitte Huber 49:54
Nein, das glaube ich, war auch ein Buch, an dem Tina Müller mitgeschrieben hat. Mit Tina haben wir ja auch gesprochen.

Stephan Seiler 50:01
Ja, stimmt. Die Weleda Chefin ehemals zur Opel Chefin, ja, die Unternehmerin.

Brigitte Huber 50:07
Und ich finde, dass sie da eben auch einen sehr gelassenen, aber auch konstruktiv und guten Blick hat auf das Ganze. Und da ging es ja dann auch wirklich, wie wir im Job auch gut älter werden und was sich da nach vorne entwickelt. Also da habe ich auch einiges stärken,

Stephan Seiler 50:24
Stärken und Schwächen einfach ignorieren, habe ich mir gemerkt.

Brigitte Huber 50:27
Ja, also schon ein Stück weit, weil der Tag ist einfach zu kurz, um einerseits immer zu versuchen, deine Schwächen irgendwie auszubügeln und weil wir ja dann im Job zum Beispiel ja doch häufig für Dinge geholt werden, für die wir stark sind. Und das war der Punkt, auf den sie ganz, ganz stark gegangen ist. Und ja, und gleichzeitig bei Schwächen, da sind wir, finde ich, auch gleich bei dem Thema gut genug. Das fand ich war auch ja schon wieder. Nein, aber das fand ich war in der Folge mit Illiko Iliko Bestsellerautorin. Wir kennen sie beide lang. Ich kenne sie, weil sie lange Jahre Brigitte Kolumnistin war und ja, früher Folge

Stephan Seiler 51:08
31 übrigens, Folge 31, Folge 31 und

Brigitte Huber 51:12
sie gesagt hat, sie hat so genug von dem gut genug Und in Wahrheit hätten wir doch alle noch die Luft nach oben und es wäre irgendwie so eine Ausrede, sich nicht weiterzuentwickeln. Und ich weiß genau, was sie meint und ich habe da auch ein paar Leute vor meinem inneren Auge und nicht nach Amerika zu dem Präsidenten gucken und da kannst du dich noch entwickeln. Da ist, glaube ich Hopfen und verloren in der Richtung. Aber selbstverständlich wissen wir das auch. Das gibt es. Nichtsdestotrotz ist mir dieses Gut genug Mantra trotzdem ein ganz, ganz wichtiges Anliegen. Das habe ich da wieder gemerkt, weil ich einfach vor allem jetzt bei Frauen, die ich so kenne, die in der Lebensmitte sind, die strugglen mit so viel verschiedenen Bällen, die sie in der Luft haben, zu versuchen, das dann alles noch so gut wie möglich zu machen. Und ich habe letzte Woche beispielsweise erst mit einer Kollegin gesprochen und die hat gesagt, sie hätte dann für ihren Chef eine Präsentation vorbereitet und zuerst hat er gesagt, es muss auch nur so ganz, soll einfach mal die zahlen und alles so aufbereiten. Und das hat sie dann gemacht. Und dann hat sie aber gemerkt, dass er am Wochenende das noch mal alles überarbeitet hat, damit die noch ein bisschen First Class kommt. Und dann hat sie sich geschämt und gedacht, hier doch noch mehr und so weiter und sich dann zu Ne, also das war jetzt gut genug und wenn der Kollege oder der Chef oder die Chefin das noch mal schöner haben will und in anderen Farben, dann kann er das gerne machen. Aber das heißt nicht, dass man selber bei jedem aus der Komfortzone raus muss und so weiter. Und ich bin absolut überzeugt davon, dass Perfektionismus in uns Frauen und es kann durchaus sein, dass sich das in der neuen Generation auch ändert, vor allem aber in uns Frauen so tief verwurzelt ist, dass man gar nicht häufig gut genug sagen kann.

Stephan Seiler 52:59
Ja, ich gebe dir da auch recht auf dieser Ebene. Vielleicht ist es auch eine Frage des Maßes und der Extreme, denn ich hab vielleicht bin ich mit so vielen extremen Menschen umgeben, die über 60 sind. Also abgesehen, du bist nicht gemeint damit, sondern anderen reisen, die also teilweise Familie, Verwandtschaft und so weiter. Da gibt es echt ganz schön viele Sturköpfe, die sich sagen ach so, ja, und auch uns sagen so im Sinne von ich komme du erst mal in mein Alter, ich lasse mir von dir nichts sagen, du weißt doch gar nicht, wie das ist und ich muss ich muss gar nichts mehr verändern. Und das habe ich auch in den letzten Monaten in einigen Unterhaltungen da erfahren und das ist dann wirklich so ein Gesprächskiller. Also das ist so im Sinne Werdet ihr erst mal so alt wie ich, kann ich jetzt halt nicht, lass uns doch trotzdem reden. Das heißt doch nicht, dass wir alles perfekt machen, nur weil wir ein Alter erreicht haben.

Brigitte Huber 53:49
Nein, also das finde ich auch absolut. Also hundertprozentig bin ich da deiner Ansicht. Ich denke ja da jetzt bei den Frauen, an die ich denke tatsächlich auch schon in früheren Jahren, also wenn die wirklich auch in so einem Hamsterrad dann auch drin sind oder auch noch viel jünger sind und meinen, sie müssen dies oder jenes. Also das ist ja so ein Klassiker, dass Frauen sich nicht reif fühlen für die nächste Beförderungsstufe, weil sie erst 80 oder 90 Prozent in ihren Augen eines Jobprofils ausnutzen, während Männer boah, den Rest, den kriege ich schon hin, den kriege ich schon hin. Und wie gesagt, ich bin da auch ganz vorsichtig, weil ich gar nicht so sehr glaube, dass das so ein Mann Frau Thema ist, sondern dass das schon eine Sozialisations und Erziehungsgeschichte ist. Und ich bin durchaus hoffe zumindest, dass sich das jetzt bei jüngeren Generationen verändert. Also ich finde, da merkte man ja auch, also wir haben vorher über Jan Hofer kurz gesprochen, dass einfach ein Mann da mit Mitte 70 ganz klar von sich Nein, er teilt seine Probleme oder Zweifel oder sowas maximal mit seiner Frau, aber ansonsten vor allem mit sich selber und dass wir auch mit ihm also einig waren, dass die jüngeren Generationen da zum Glück völlig anders drauf sind, also

Stephan Seiler 55:14
wirklich ganz anders drüber reden. Und da gibt es auch viel, also wirklich egal ob hetero oder homosexuell, gibt es auch manchmal so klischeehaft, dass quasi hetero Männer damit Krisenprobleme haben in 1 zu 1 Unterhaltung. Wenn ich das mal, wenn ich mal über Sorgen und Probleme rede, dann öffnet sich fast jeder in meiner Altersgruppe so Mitte 40 und das, also Jan Hofer ist so ein Beispiel, er hat ja bei uns im Gespräch so ein bisschen Blick in sein Inneres gewehrt, aber ich habe mich da echt gewundert, warum das Männern, die quasi so in den er Er Jahren sozialisiert worden sind, warum die, warum es ihnen so schwer fällt, über ihre Emotionen zu sprechen, über ihre Sorgen, über ihre Schwächen, warum sie an so einem Rollenmodell festhalten, weil es bricht doch niemandem ein Zacken aus der Krone, wenn er Sorry, ich fühle mich gerade einfach mal mies, ich habe einfach einen schlechten Tag und ich brauche vielleicht auch mal Hilfe, liebe Freunde, liebes Umfeld, liebes was auch immer, Heute geht es mir mal nicht gut, why not?

Brigitte Huber 56:10
Ja, aber ich glaube, es ist eben, dass dieses Denken zum einen, ich möchte niemanden zur Last fallen, das ist schon so ein typisches Männerbild, muss ja funktionieren, Familie funktionieren und wenn jetzt das Familienoberhaupt oder wer auch immer Schwäche zeigt, dann geht alles den Bach runter. Also ich glaube, das ist tatsächlich ein sehr lange tief verankertes Rollenbild, mit dem wir es zu tun haben. Und dann, das erinnert mich ganz stark, wenn ich mir vorstelle mit den Gesprächen auch mit dem Hamburger Psychologen Oskar Holzberg, wie wahnsinnig schwer sich Männer tun jetzt

Stephan Seiler 56:44
so war nicht in diesem Podcast.

Brigitte Huber 56:46
Nicht in diesem Podcast, genau. Sorry, im Gespräch für das Buch zum Beispiel. Er war ja ist ja viele Jahre Kolumnist bei der Brigitte gewesen, sich zu öffnen und zum Beispiel mit dem Wort Angst umzugehen. Also das werde ich nicht vergessen, als Oscar gesagt hat, er braucht normalerweise bei einem mann um die 60 oder älter nicht. Zu Haben sie Angst vor der und der Situation. Allein das Wort löst bei ihm irgendwas aus, was er nicht unbedingt möchte.

Stephan Seiler 57:11
Angst macht Angst.

Brigitte Huber 57:12
Respekt, Respekt kann man dann vielleicht sagen oder so. Und da sind in der Generation Männer und Frauen doch noch sehr, sehr unterschiedlich erzogen worden und sozialisiert worden. Und da bin ich aber sehr guter Hoffnung, dass das einfach für die nachfolgenden Generationen anders läuft. Aber ich glaube, es ist so der Punkt, man möchte sich nicht zumuten, man spricht nicht über Schwäche, über Gefühle und man macht Dinge mit sich selber aus. Das ist halt ein sehr stark verankertes, altes, ich nenne es jetzt mal alt, althergebrachtes Männerbild.

Stephan Seiler 57:46
Apropos alte Männer. Putin will auch 150 Jahre alt werden, vielleicht mehr Putin 150 Jahre alt werden. Ist offenbar jetzt auch ein großer Longevity älter werden. Langlebigkeitspost gewonnen, ging durch die Nachrichten für alle, die es verpasst haben, lohnt sich nochmal die Artikel zu lesen. Betreibt offenbar auch große Forschung in Russland. Stell dir mal vor, den hätten wir jetzt, hätte gerade erstmal, ist auch so Anfang 70 oder würde es noch mal doppelt so alt werden. Brigitte Ein weiteres Thema, das wir heute gar nicht so tief behandeln wollen, ist das Thema Ahnenforschung. In den vergangenen Wochen haben ja Spiegel und Zeit auf ihren Online Seiten Ahnenforschung angeboten. Dann könnte man Namen von Verwandten eingeben und gucken, ob die eine Nazivergangenheit hatten. Ist unfassbar erfolgreich gelaufen. Weiß nicht, ob du auch Gelegenheit hattest, da mal drauf zu gucken, aber sollten wir uns in den nächsten Wochen dann auch noch mal genauer anschauen. Ich glaube, lohnt sich auch mal. Ich kann nur für mich sprechen, in meine Familiengeschichte reinzugucken. So dünkt mir

Brigitte Huber 58:45
auch diese Diskussion, transgenerationale Weitergabe, was schleppen wir die Trauma und so weiter, diese Geschichte, da sollten wir uns mal eine richtig gute Expertin, einen guten Experten einladen.

Stephan Seiler 58:59
Die ganzen Traumata, die man quasi quag Geburt so mitbekommt von früheren Generationen, so im Unterbewusstsein.

Brigitte Huber 59:05
Und du denkst dir ganz, also ich weiß es wirklich aus dem Umfeld auch, du denkst, wirst groß mit der Überzeugung, dass dein Opa oder so im Krieg gestorben ist. Das stimmte aber gar nicht. Die Ehe ist nur nach dem Krieg kaputt gegangen und der wurde totgeschwiegen. Also alles und poppt dann irgendwann mal wieder auf und so weiter und so fort und wie das tatsächlich dann auch das Leben von Menschen prägt, weil sie natürlich irgendwie fühlen, ohne dass sie es jemals besprechen können oder dass sie auch wissen können, woher das kommt, dass sie auf eine Art und Weise geprägt sind und vielleicht Ängste haben, die sie gar nicht verstehen. Also es ist schon ein sehr, sehr spannendes Thema.

Stephan Seiler 59:47
Definitiv. Das werden wir uns auch noch mal vornehmen. Würde uns auch sehr interessieren, wie ihr das seht. Habt ihr das schon mitgemacht auf den Webseiten von Spiegel DE Zeit, Da gibt es ja auch wahrscheinlich andere Anbieter. Würde uns sehr interessieren, was ihr herausgefunden habt und wie ihr euch dabei gefühlt habt. Liebe Brigitte, zum Schluss der Folge würde ich gerne noch ein kleines sommerliches Entweder oder mit dir spielen.

Brigitte Huber 60:08
Oh, da bin ich ja gespannt. Oder muss ich Angst?

Stephan Seiler 60:12
Ich glaube nicht. Und danach können wir uns auch noch mal angucken, was wir in den nächsten Wochen machen wollen.

Brigitte Huber 60:16
Ja, OK, komm.

Stephan Seiler 60:17
Bist du bereit? Entweder oder Kurzur beim Wandern anmachen oder bewusst vergessen?

Brigitte Huber 60:24
Mal so, mal so im Urlaub den

Stephan Seiler 60:26
richtigen Moment fotografieren oder den Moment erleben,

Brigitte Huber 60:29
auch im Vergleich zu früheren Reisen ehrlicherweise schon auch fotografieren.

Stephan Seiler 60:33
Sylt oder Bayern. Wo fühlst du dich jünger?

Brigitte Huber 60:36
Jünger? Ja, in Bayern, weil ich da eher, weil ich da einfach Kind war und weil dann die Kindheit da natürlich in dem Moment auch wieder sehr viel gegenwärtiger ist. Und ich fühle mich dann, glaube ich,

Stephan Seiler 60:52
eher jünger im Urlaub mit dem Partner jeden Tag zusammen oder gezielt getrennte Aktivitäten auch getrennt. Nachmittagsnickerchen oder durchmachen bis zum Sonnenuntergang.

Brigitte Huber 61:06
Ich bin überhaupt nicht der Typ Nachmittagsnickerchen. Gar nicht, nicht.

Stephan Seiler 61:10
Ich hab irgendwann vor kurzem in einem Podcast in der Fernsehsendung gehört, dass man Schlaf ja nachholen kann und Nickerchen auch total gut helfen, wenn man nachts so wenig geschlafen hat. Versuche ich jetzt ab und zu mal.

Brigitte Huber 61:20
Nein, und es ist auch tatsächlich so, wenn man sich das mal anschaut, wir Europäer, also die Studie, die man da vor Augen ist, die haben die Deutschen nicht mit involviert gehabt, aber eben zum Beispiel Franzosen. Wir Europäer schlafen am meisten in der Welt nachts, also gut acht Stunden. Die Japaner schlafen nur gut sechs Stunden, haben aber eine deutlich höhere Lebenserwartung.

Stephan Seiler 61:44
Ja, wie kann das sein? Wie geht das?

Brigitte Huber 61:46
Weil der Japaner nicht, weil das weiß ich nicht, ob es daran liegt, aber der Japaner liebt und die Japanerin das Nickerchen gern schon in den Transportwegen zur Arbeit. Aber stimmt, das habe ich beobachtet, Ist es dort auch vollkommen in Ordnung, wenn man mal in einem Meeting kurz mal so wegnickert. Also was ich dazu sagen will, bei uns gibt es ja diese zwei Schulen, aber man soll aber entweder oder nicht viel sagen, oder war das so, heute können wir mehr. Also heute ist ja anders. Genau, Also diese eine Schule, die heißt, es ist ganz wichtig, Schlafdruck aufzubauen, damit du nachts gut schläfst. Also besser dann kein Nickerchen. Aber wenn man sich das dann wieder anschaut aus Japan, dann muss man, naja, vielleicht ist das Ganze, man schläft nur nachts sechs Stunden, aber man gönnt sich ab und zu zwischendrin so eine kleine Atempause auch. Richtig. Also was würden wir beide raten? Ausprobieren, was einem besser tut, würde ich mal sagen. Früher wäre es jetzt nicht möglich gewesen, dass ich ein Nickerchen mache, aber jetzt auch, wo es, ich bin nicht so der Typ.

Stephan Seiler 62:51
Ja, ich kann mittlerweile, habe ich mich durch einen Ex Partner angeeignet. Ich kann wirklich mittlerweile überall schlafen, in U Bahn, in Flugzeugen, überall, zumindest schon für ein paar Minuten.

Brigitte Huber 63:00
Vielleicht ist das mein Neid auch ich kann das gar nicht. Und es hat sich schon rausgestellt, als ich mit 16, 17 mit meinem damaligen Freund Interrail gemacht habe. Weißt du, das ist da, wo du glaubst, gibt es immer noch. Du fährst halt mit so einem Ticket für alles durch Europa. Auf jeden Fall ist mir da aufgefallen, auch wenn ich nachts gar nicht schlafen konnte, kann ich nicht im Zug im Sitzen wie mein Freund das ohne Probleme konnte ein Nickerchen machen. Ich musste wenn dann mich hinlegen irgendwo, was im Zug dann auch wieder doof war oder so. Also und das hat sich echt durchgezogen. Also es ist für mich auch so fliegen und dann, weißt du, du hast noch Nachtflug, Das ist für mich nicht ohne, aber das finde ich eher ein bisschen schade, dass ich da nicht so eine kleine Japanerin in mir drin hab.

Stephan Seiler 63:50
Okay, dann machen wir weiter. Wir haben da zwei, drei Fragen hätte ich noch für dich im Biergarten, für dich als Bayerin. Weißwein oder Weizenbier?

Brigitte Huber 64:00
Ich fürchte Weizenbier gar nicht, ne?

Stephan Seiler 64:04
Weißweinschorle, Radler oder Alster, wie man in Hamburg sagt.

Brigitte Huber 64:08
Also ich war schon lange nicht mehr, da würde ich wahrscheinlich dann vielleicht ein kleines helles trinken.

Stephan Seiler 64:13
Ja, also dann bist du doch der Biertyp.

Brigitte Huber 64:16
Ja, ich bin mit Bier sozialisiert worden. Also ich glaube, ich habe bis zu meinem 30. Lebensjahr kein Wein getrunken. Das kam später und jetzt ist es halt nur mehr Weißweinschorle, weil mir das gut schmeckt und ich aber lieber 2, 3 Weissweinschorlen trinke, aber nicht betrunken werden möchte. Also insofern ist das für mich ein guter Kompromiss.

Stephan Seiler 64:36
Ich ahne, was du jetzt antworten wirst mit Anfang 60 Mountainbike oder E-Bike im Urlaub E-Bike spontan die Pläne ändern oder durchziehen, was verabredet war.

Brigitte Huber 64:46
Was entspricht dem schon auch spontan die Pläne ändern, wenn es Sinn macht, warum

Stephan Seiler 64:50
nicht dein Grundgefühl im Urlaub eher kontrollieren oder eher loslassen?

Brigitte Huber 64:54
Loslassen würden wahrscheinlich Menschen in meiner Umgebung gar nicht so sehen. Aber ich sag's, das kann ich mir

Stephan Seiler 64:59
bei dir auch kaum vorstellen. Bei uns trennt ja auch ein kleiner Altersunterschied. Würdest du eine Sommerreise mit einem 16 Jahre jüngeren Menschen. Machen oder eher Er ist nervig, als würdest du das erst bereichert oder erst nervig?

Brigitte Huber 65:19
Das kommt ganz im Ernst, es kommt vollkommen auf den Menschen an. Ich hab Sommerreisen mit Menschen gemacht. Ich sage jetzt mal, die 30 Jahre jünger sind, zumindest kleinere oder ich verreise auch mal mit meiner Mutter für ein paar Tage und also insofern würde ich sagen, das hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit den Menschen und

Stephan Seiler 65:42
Reisen mit der Mutter machen oder lassen Und wie viele Tage sind das Maximum?

Brigitte Huber 65:46
Ja, ich würde mal sagen vielleicht so eine Woche.

Stephan Seiler 65:49
Das geht OK. Gut. Meine längsten Reisen mit meiner Mutter waren so vier Tage. Ich hätte es mir auch noch länger vorstellen können. Das war jetzt gar nicht, fand es gar nicht so störend. Aber das ist natürlich auch eine sehr persönliche Sache.

Brigitte Huber 66:00
Ja und bei mir war es auch, glaube ich, zuletzt war es dann auch so, dann war auch mein Sohn dabei. Also dann waren wir zu dritt mal eine Woche auf Amrum. Da ist meine Mutter mal früher gern mal auch mit meinem Vater, also an die Nordsee gefahren und so Und das haben wir dann, glaube ich, zu ihrem 70. Oder 75. Vor ein paar Jahren 75. Wird es dann gewesen sein gemacht Und das finde ich schon schön. Absolut. Und ich würde auch mit meinem Sohn mit meinem jüngeren Sohn länger verreisen, aber ich glaube, so viel Zeit muss der jetzt auch nicht mit mir im Urlaub verbringen.

Stephan Seiler 66:33
Ja, vielleicht sieht er das ähnlich womöglich.

Brigitte Huber 66:37
Naja, da fand ich immer tatsächlich so Städtereise. Gut, das haben wir viel gemacht und das sind dann immer so drei Tage mal vier Tage, mal nach Lyon, mal nach Rom oder mal sonst irgendwas. Und das war immer eine gute Schnittmenge von uns beiden.

Stephan Seiler 66:54
Und das Ganze Dann mit Sonnenschutzfaktor 50, Creme, Öl, Ober Sonnenschutz oder großzügig vergessen wegen der Bräune.

Brigitte Huber 67:03
Nee, nee, das mache ich schon. Also dazu war ich lang genug in einer Frauenzeitschriftenredaktion, um zu wissen, wie wichtig Sonnenschutz ist. Und ne, ich bin jetzt, habe ohnehin einen eher unempfindlichen Hauttypen, aber ich Hauttyp ist es wahrscheinlich, oder? Aber ich habe ewig keinen Sonnenbrand mehr gehabt, aber das brauche ich auch nicht.

Stephan Seiler 67:27
Nee, okay, das war entweder oder.

Brigitte Huber 67:30
Sehr schön.

Stephan Seiler 67:32
Brigitte, blicken wir noch kurz auf das, was wir in den nächsten Wochen vorhaben hier im Podcast, aber auch ganz persönlich. Ein Thema, das mir ein bisschen anhängt und auch quasi über diesen ganzen Podcast immer schwebt, ist das immaterielle Preisschild. Ich mache mir momentan sehr, sehr viele Gedanken über alles. Früher war ich mit Leichtigkeit unterwegs bei einem Bier oder vielleicht auch mal, wenn mir eine Toilette hingehalten wurde, die Ärger genommen und habe nicht drüber nachgedacht, dass es wirklich unfassbar schlimmen Schaden anrichten kann. Das ist jetzt so ein bisschen anders geworden. Ich habe jetzt das Gefühl, ich mache mir viel, viel mehr Gedanken, aber ein Bereich bleibt noch weitgehend unerschlossen, nämlich der Bereich des Biohackings bzw. Der Analyse. Was steckt alles in mir drin? Es gibt ja ganz viele Analysen und das wundert mich auch wirklich, warum unser Gesundheitssystem das nicht viel mehr fördert, dass man Blutbilder machen kann, dass man anderes machen kann, Laboruntersuchungen machen kann. Es gibt ja solche privaten Kliniken, die bieten das dann an für bis zu, nur damit man am Ende herausfindet, ach ja, ich habe ja wirklich Lungenkrebs und das Gesundheitssystem, das staatliche, das gesetzliche wird es mir wahrscheinlich erst in zehn Jahren vermittelt. Also es geht nicht um mich, nur hypothetischer Fall. Aber das bereitet mir immer mehr Gedanken und ich überlege wirklich, ob ich mal Geld in die Hand nehme und so eine irgendwie geartete Untersuchung mache. Jonathan Apaso hat ja zumindest geraten, dass man 30 40 bezahlt, um den Testosteronwert ermitteln zu lassen. Damit gehe ich momentan schwanger, wie man so sagt. Und das ist für mich eine Sache, die ich in den nächsten Monaten gerne irgendwie beantwortet haben möchte. Entweder mache ich es oder ich mache es nicht, Aber ich möchte dann eine Haltung zu haben. Kannst du das nachvollziehen oder wie geht es dir?

Brigitte Huber 69:14
Also ja, ich glaube, das hat man vorher schon bei den Wie viel Sommer haben wir noch oder so rausgehört. Ich halte es da ganz klar auch mit dem, was Tina Müller auch gesagt hat. Selbstverständlich möchte ich gut untersucht sein, aber ich möchte jetzt nicht mein hundertprozentiges Alzheimer Risiko im dritten Quadranten wissen. Ich wüsste jetzt nicht, was ich mit diesem Wissen richtig anfangen würde. Klar, das würde ich wahrscheinlich anders sehen, wenn ich eine sehr, sehr schwierige Erbkrankheit in der Familie hätte oder so was. Aber ja, also wie gesagt, ich möchte gerne, Also ich mach Vorsorgeuntersuchungen selbstverständlich. Ich lasse meinen Hormonstatus auch immer wieder prüfen.

Stephan Seiler 69:53
Aber ich Bezahlst du dafür?

Brigitte Huber 69:55
Ja, dafür bezahlt man, weil das ist,

Stephan Seiler 69:58
was kostet sowas, wenn ich fragen?

Brigitte Huber 69:59
Da müsste ich jetzt wieder gucken, weil es ist schon wieder der letzte zehn Monate her, aber eher so ein Uni, oder?

Stephan Seiler 70:06
Ja, eher so ein Uni, eher so 100 ungefähr. Okay.

Brigitte Huber 70:10
Ja, also wie auch immer, so was leiste ich mir schon. Und das hat aber auch damit zu tun, dass ich seit ich in den Wechseljahren in den Wechseljahren gekommen bin, eben Hormone nehme, naturidentische und dann ist das natürlich auch wichtig, dass du weißt, wie dein Status jeweils ist. Und das wird dann immer wieder gecheckt. Ja, ne, das schon. Also das ist es mir auf jeden Fall wert. Und auch klar, Brustkrebs, all diese Routineuntersuchungen mache ich selbstverständlich. Aber wie gesagt, diese genauen Risiken, das glaube ich brauche ich nicht.

Stephan Seiler 70:46
Nein, man kann ja auch Alzheimer alles Mögliche analysieren, testen lassen. Und als Journalist war ich ja immer auch der Überzeugung, ich will lieber mehr wissen, als zu wenig wissen ist ja.

Brigitte Huber 70:57
Aber da ist es bei mir wieder wie mein Opa väterlicherseits hatte Alzheimer, der war noch stark wie ein Baum, aber ich sage trotzdem hat der mindestens fünf bis zehn Jahre richtig damit zu tun. Gehabt. Und wenn ich dann eben wieder lese, dass die Medizin gegen Alzheimer heute noch gar kein Mittel gefunden hatte, aber der Sport, die, egal ob es Parkinson ist, Demenz oder auch dann Schlaganfälle um 60 Prozent positiv beeinflussen. Kann, dann muss ich halt sagen, okay, dann muss ich das genaue Risiko nicht wissen, sondern ich mache einfach ein bisschen Sport.

Stephan Seiler 71:35
Ja, das ist schön, dass du das sagst. Ich fühle mich richtig motiviert, sofort die Lauftour anzuziehen, im Stehen wohlgemerkt und loszujoggen. Das ist wirklich eine schöne Motivation jetzt zum Ende der Folge. Brigitte ich glaube, wir sind durch, oder Hast du noch was auf dem Zettel?

Brigitte Huber 71:50
Ne, gar nicht. Also ich freue mich auf den Sommer und alles, was da kommen mag. Eigentlich sind wir schon mittendrin, muss man sagen.

Stephan Seiler 71:57
Auf jeden Fall. Wir haben heute, glaube ich, auch schon einiges angesprochen, worüber wir auch noch mal in den nächsten Wochen hier im Podcast sprechen wollen. Thema Schlafen wird noch mal eine Rolle spielen, Thema Sport und vieles andere. Die Zähne, die Zähne, stimmt. Also die werden wir uns auch angucken und mit dem einen oder anderen, mit der einen oder anderen prominenten Stimme werden wir hier auch sprechen. Das war's also für heute. Vielen, vielen Dank da draußen fürs Zuhören. Toll, dass ihr dabei seid, dabei wart, uns auch in den vergangenen Monaten treu geblieben seid. Wir haben heute ja schon ganz viele Verweise auf frühere Folgen gegeben. Wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert uns, schreibt uns, liked uns, kommentiert uns. Brigitte wir lesen ja wirklich alles selbst. Und wo machen wir das? Auf welchen Kanälen? Auf welchen Kanälen kann man uns erreichen?

Brigitte Huber 72:39
Brigitte Ach so, ja, auf Instagram und Facebook, selbstverständlich.

Stephan Seiler 72:44
Und wir lesen alles. Wir lesen wirklich alles selbst, gucken uns das an und antworten auch immer mal wieder. Also schreibt uns sehr, sehr gerne darauf

Brigitte Huber 72:53
an, dass du mir antwortest als ich. Das war jetzt aber ein sehr durchsichtiges Manöver, mein Lieber. Ja, ja.

Stephan Seiler 73:00
Also wenn ihr Kontakt haben möchtet, ich bin offen.

Brigitte Huber 73:03
Ja, und wer mich direkt anspricht, dem antworte ich natürlich auch.

Stephan Seiler 73:07
Genau, das geht natürlich auch auf Brigitte eigenen Kanälen. Du bist ja vor allem auf LinkedIn. Ich bin ja mehr auf Instagram, du bist mehr auf LinkedIn.

Brigitte Huber 73:13
Aber wie gesagt, auch wenn es an unseren gemeinsamen Account geht, fühle ich mich dann natürlich genauso angesprochen.

Stephan Seiler 73:19
In diesem Sinne großer Dank an alle, die diese Folge möglich gemacht haben, an

Brigitte Huber 73:24
Beispielsweise Bennett Polenz, der unser Social Media Mann ist, unser Sounddesigner Leo Ebert Klang und Alina Savalis, die die wunderhübsche Podcast Kachel für uns gebastelt hat.

Stephan Seiler 73:38
Vielen Dank. Und euch da draußen natürlich für eure Treue. Ihr macht uns jede Woche sehr glücklich, dass ihr da seid, dass wir gemeinsam älter werden können. Die nächste Folge gibt es kommende Woche Mittwoch. Wir hören uns dann wieder. Bis dahin, mach's gut, alles Liebe und fröhliches Älterwerden.

Brigitte Huber 73:55
Tschüss.

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Folge

10

·

60 Min.

Mit

Brigitte & Stephan

Warum gilt die Vorfreude als schönste Freude? Welche Kraft steckt wirklich in ihr?

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Die Wehmut kennt Brigitte Huber auch, der 1. September kommt schließlich garantiert. Dagegen arbeitet sie bewusst an: im Hier und Jetzt bleiben und sich für den Winter etwas vornehmen, zum Beispiel eine Reise in die Sonne.

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