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59 Min.
Wie viele Menschen brauchen wir, um nie einsam zu werden? Wie setzen wir all die Longevity-Tipps um? Und wer interessiert sich überhaupt für die Sache mit dem Älterwerden? Viele Fragen, eine Folge – mit Brigitte Huber und Stephan Seiler
Wie viele Freundinnen und Freunde brauchen wir wirklich, um nie einsam zu werden? Zählt die Menge oder die Qualität?
Psyche

Brigitte & Stephan sprechen über diese und andere Fragen rund ums Älterwerden. z.B.
über guten vs. schlechten Stressüber das gefühlte Alter im Alltagüber die Frage, wie man sein soziales Umfeld so auswählt, dass es einen trägt statt auszehrt.
Außerdem: Premieren, Neugier und ein TV-Moment, der das Thema Einsamkeit groß machte.
Was Du aus Episode #3 mitnehmen kannst:
Veränderung beginnt bei uns, sonst bleibt alles beim Alten (ja, auch beim Älterwerden).60–70 % unseres Älterwerdens können wir selbst beeinflussen (Lifestyle, Mindset, Umgang mit Stress).„Guter“ Stress existiert. Entscheidend ist Bewertung; Akzeptanz hilft bei Unveränderbarem.Neugier ist ein Schlüssel fürs Gelassen-Älterwerden. Premieren halten wach und lebendig.Einsamkeit betrifft nicht nur Hochaltrige; Großstadt-Umzüge & Lebensumbrüche sind Risikophasen.Gegen Einsamkeit zählt nicht nur „der innere Kern“ - auch „lockere“ Kontakte (Verein, Kurs, Hobby) stabilisieren.Qualität > Quantität: Freundeskreis bewusst „casten“ und Energieräuber erkennen. Abgrenzen ist erlaubt.Generationenmix wirkt: Gespräche über Altersgrenzen erden und erweitern.
Kapitelmarken
00:00 Intro: Einsteins Wahnsinn und der Druck, alles richtig zu machen
03:01 Die Bahnhofsbeichte: Wie viel vom Altern wir selbst steuern
07:17 Buchpremiere „Endlich ich“: Um wie viele Jahre gealtert?
11:15 Wer kommt zur Lesung: Wen das Älterwerden wirklich umtreibt
18:51 Das Jugendbad auf dem Festival: Zaubern mit Mitte 40
21:37 Die Raucherecke-Erkenntnis: Warum Gleichaltrige so guttun
27:23 Patente ab 50: Was Erfahrungswissen dem jungen Gehirn voraushat
29:23 Die Premiere: Brigittes Vorsatz, das Handy einen Tag wegzulegen
32:13 Stephans Premiere: Das komische 30-Pflanzen-Ding
35:19 Einsamkeit in der Halbzeitpause: Der Film, der alle erwischte
37:00 Wie einsam warst du? Brigittes Wochenenden ohne eigene Stimme
42:38 Das WM-Finale auf dem Mülleimer: Stephans einsamster Abend
46:23 Energieräuber: Zählt die Zahl der Freunde oder die Auswahl?
52:40 Schlussmachen mit Freunden: Gespräch oder polnischer Abgang
55:17 Nächste Woche: Dr. Yael Adler über Haut, Darm und Hypochonder
Transkript zur Folge
Stephan Seiler 0:00
Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. Was hältst du davon, Brigitte?
Brigitte Huber 0:10
Klingt total schlau, hätte von mir sein können.
Stephan Seiler 0:12
Ist aber von Albert Einstein.
Brigitte Huber 0:14
Ach nein, ich nehme es zurück. Das ist mir dann doch ein bisschen zu doll.
Stephan Seiler 0:17
Der nach dir wahrscheinlich zweitschlauste Mensch des 20. Jahrhunderts.
Brigitte Huber 0:20
Stephan, so kann die Woche nur besser werden noch.
Stephan Seiler 0:24
Nein, was hältst du von diesem Zitat? Ich habe da ja ganz ambivalente Gefühle dazu. Ich weiß nicht, ob ich das gut oder schlecht finden will.
Brigitte Huber 0:29
Ich finde, er hat hundertprozentig recht, aber würdest du es einfach noch mal einmal in aller Ruhe vortragen?
Stephan Seiler 0:36
Natürlich. Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. Von Albert Einstein.
Brigitte Huber 0:47
Gut, wir wissen natürlich, es können sich auch Dinge ändern, wenn Menschen sich kein bisschen ändern. Aber ich unterstreiche dieses Zitat so in Gänze, weil wenn ich etwas ändern kann, möchte und ich gehe jetzt von einem systemischen System aus, muss ich meinen Teil dazu beitragen. Und das heißt, wenn ich etwas ändere, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich etwas ändert, viel größer, als wenn ich da sitze und nur mein Schicksal beklage.
Stephan Seiler 1:13
Total richtig. Da bin ich auch ganz bei dir. Und trotzdem, und da sind wir jetzt gleich auch schon beim Rückblick auf unsere letzten beiden Folgen, habe ich da so einen kleinen Bauchschmerz damit, den ersten beiden Folgen dieses wunderbaren Podcasts. Da habe ich ja zum Beispiel gelernt, dass es darauf ankommt, meine Oberschenkel zu trainieren, möglichst viele Treppen zu steigen, gewisse Dinge zu mir zu nehmen, auch das gefühlte Alter so mir zu vergegenwärtigen, dass ich mich drüber nachdenke, wo ich da einsortieren bin, dass ich mich besser jünger fühlen sollte als älter, weil das hat am Ende auch noch eine Auswirkung auf unsere Lebenserwartung und solche Sachen wie das, was Limrod auch sagte, Professor Limrod, dass es guten und schlechten Stress gibt, dass Stress nicht per se schlecht sein muss, das habe ich total genossen, setze mich aber jetzt quasi unter so einen Zwang. Ich fühle mich so einen Druck, dass ich da performen muss, dass ich jetzt performen muss und jeden Tag nur guten Stress zulasse, weil der schlechte Stress lässt mich ja früher sterben, werde ich schon fast wieder hysterisch. Brigitte, beruhige mich bitte.
Brigitte Huber 2:15
Ich merke das. Ich merke das. Stephan, ganz ruhig einatmen, ausatmen. Das erste, was mir da eingefallen ist, ist, wenn du das erzählst, wir sollten unsere Oberschenkel trainieren und so weiter und so fort. Dann verändern wir etwas und wir tun etwas eigentlich, um uns nicht zu verändern, oder? Wir wollen ja gerade nicht gebrechlich werden, nicht alt werden und so weiter. Das gibt es ja auch noch. Wir versuchen, und du sprichst jetzt den Longevity Trend an, also dass wir möglichst lang gesund bleiben wollen. Wir versuchen einen Ist Zustand möglichst lange beizubehalten, oder?
Stephan Seiler 2:49
Oder noch gesünder zu werden.
Brigitte Huber 2:51
Also vielleicht, du willst aber viel auf einmal. Also ich wäre schon froh, wenn ich so bleiben würde, wie ich bin, aber du willst noch gesünder werden. Ja, okay. Kommt immer auf den Status jetzt an.
Stephan Seiler 3:01
Ja, mein Lebenswandel in den vergangenen 20 Jahren war jetzt auch nicht immer nur von Achtsamkeit und Yoga und gesunder Ernährung geprägt. Also allein mein Ernährungsverhalten ist da, glaube ich, gibt da wahrscheinlich dem einen oder anderen durchaus Anlass zur Sorge. Fast Food hier und da man noch am Bahnhof ist, ist auch am Bahnhof zum Beispiel so, wo gibt es denn am Bahnhof gesundes Essen? Hole ich mir da eine Ditschbrezel und da irgendwie bei Jorma oder wie das heißt, schlimmster Name eines Land, hole ich mir da noch irgendwas, dem Rewe Go. Da gibt es eigentlich auch nur abgepackte Sachen. Also es ist ja gar nicht für.
Brigitte Huber 3:37
Dich jetzt mit Mitte 40 wirklich eine ganz neue Erkenntnis, dass gesunde Ernährung anders aussieht und dass sie sich eventuell auf dein Wohlbefinden auswirken könnte.
Stephan Seiler 3:48
Ja, gewissermaßen schon. Also beziehungsweise ich habe vorher auch gedacht, ich kann das einfach kompensieren, meine ganzen Fast Food Sünden, wenn ich dann eben am nächsten Tag einen Apfel esse und noch mal eine Banane beiße, dass es womöglich noch mehr.
Brigitte Huber 4:00
Das ist der Appler Day.
Stephan Seiler 4:01
Ja, genau. Und damit komme ich ja auch eigentlich relativ gut durch. Aber dass es eben auch noch auf andere Dinge ankommt, das setzt sich jetzt erst so langsam in mir fest. Und dann denke ich manchmal, habe ich vielleicht schon ein paar Jahre verloren.
Brigitte Huber 4:14
Also in Wahrheit ist ja der Mensch sehr regenerationsfähig und ich weiß beispielsweise, wie es beim Rauchen so immer hieß, wenn man zu einem gewissen Alter aufhört, wenn dann fünf oder zehn Jahre vorbei sind und man lebt dann quasi ohne Rauch, ohne Nikotin, dass sich die Werte und auch die Perspektive wieder relativ positiv einpendelt. Also kann ich mir vorstellen, dass auch dein Stoffwechsel mittelfristig mit den ganzen Brezeln und der Kinderschokolade, wir wollen die Wahrheit beim Namen nennen, man ertappt dich ja auch noch bei ganz anderen Sachen, dass dein Stoffwechsel damit durchaus klarkommt. Aber also wo ich schon bei dir bin, ist, also ich habe jetzt allein durch die Recherche für das Buch, das ich zusammen mit Anne Bärbel Köhle geschrieben habe, dieses Endlich ich wahnsinnig viel recherchiert zu dem Thema und die Expertinnen und Experten sind sich schon relativ einig, dass wir einen hohen Einfluss haben. Natürlich gibt es die Genetik, da reicht es auch manchmal, wenn man sich anschaut, wie alt sind die Großeltern geworden und so weiter und so fort. Aber also ich würde mal sagen, im Großen und ganzen sagen, die 60 bis 70 Prozent können wir selber beeinflussen. Und das ist schon eine Menge. Und das ist schon eine Menge. Die Frage ist ja willst du komplett auf die andere Seite wechseln und nur mehr alles nach Vorschrift machen oder willst du so einen, ich sage jetzt mal, gesunden Mix, weil er vielleicht für die Seele gesund ist, finden, wo du okay, das leiste ich mir und dafür mache ich dies oder jenes, was vielleicht nicht so hundertprozentig schön ist oder nicht so ganz in meinen Spaß.
Stephan Seiler 5:54
Top Ten Reservoirfeld, danke für diese wunderbare Überleitung, denn genau darum geht es mir. Mir geht es darum, ein entspanntes Verhältnis zum Älterwerden zu finden. Deshalb machen wir diesen Podcast. Die Sache mit dem Älterwerden. Heute ist Folge 3 dran, das ist eine kürzere Folge nach dem Interview vergangene Woche mit Prof. Limrod und vor dem Interview, vor dem nächsten Interview, was nächste Woche starten soll, möchten wir heute erstmal reflektieren, sacken lassen, was wir gelernt haben in den ersten beiden Folgen darüber sprechen. Ich habe auch noch zwei Themen mitgebracht, über die ich ge mit dir sprechen möchte. Da bin ich fast von überzeugt, dass wir nicht einer Meinung sein werden. Da geht es auch natürlich ums Älterwerden. Einmal das Thema Einsamkeit und auch noch ein anderer Gedanke rund um das Thema gefühltes Alter. Dazu kommen wir gleich. Und dann habe ich auch noch drei kurze Fragen am Start, die Brigitte noch nicht kennt. Zu denen kommen wir auch noch später, vielleicht hast du auch noch was dabei und ich möchte gerne über dein Buch sprechen. Endlich, Ich hatte vergangene Woche Buchpremiere und ich würde sehr gerne wissen, um wie viele Jahre älter geworden du bist, alleine durch diese Erfahrung der vergangenen Woche. Ich bin Stephan Seiler.
Brigitte Huber 7:02
Ich bin Brigitte Huber und das ist unser Podcast, Die Sache mit dem Älterwerden.
Stephan Seiler 7:17
So, Brigitte, dein Buch ist erschienen, Endlich, ich vergangene Woche zusammen mit Anne Bärbel Köhle hast du es rausgebracht. Es wurde ja breit besprochen überall. Es gibt ja kaum ein Magazin, kaum eine Zeitung, die nicht darauf verwiesen hat, die dich nicht interviewt hat. Das stelle ich mir aber auch unfassbar anstrengend vor. Mal kleine Nabelschau, wie war das für dich und um wie viele Jahre bist du in der vergangenen Woche gealtert?
Brigitte Huber 7:40
Also zum einen heißt das Buch Endlich ich, wie wir mit 60 anfangen unser bestes Leben zu leben. Das zeigt schon mal, es ist da um eine magische Zahl gegangen, eben um diese 60 und tatsächlich glaube ich, bin ich letzte Woche gar nicht gealtert, weil es war ein Ereignis, auf das wir fast anderthalb Jahre hingearbeitet haben. Gearbeitet, gefiebert, aber auch tatsächlich viel gearbeitet im Sinne von Recherche, mit vielen Menschen gesprochen, mit Expertinnen. Und wenn dann dieses Produkt auf einmal tatsächlich haptisch vor dir liegt und es dann auch noch so schön ist, dass viele Menschen zu zwei Lesungen kommen, eine war in Berlin und eine in Hamburg und sich auch tatsächlich viele andere Medien dafür interessieren, dann ist das schon ein schönes Gefühl und dann verzichte ich schon auf die eine oder andere Stunde Schlaf ganz gern. Und ich glaube, das ist dann, das kommen wir zu dem Thema, das ist kein negativer Stress, es ist ein positiver Stress. Und das war tatsächlich auch etwas, was uns Professor Limruth wieder ins Gedächtnis geholt hat, weil wir haben ja darüber gesprochen, dass es gewisse Zonen auch gibt, wo die Menschen über 100 werden, die sogenannten Blue Zones und es ging auch darum, inwieweit solche Menschen weniger Stress haben oder keinen Stress. Und er hat gesagt, in Wahrheit gehört Stress natürlich zum Leben und er ist nicht gesund, wenn wir ihn als belastend empfinden, weil er zu Entzündungen und so weiter führt. Aber ob wir ihn als belastend oder als positiv motivierend empfinden, hat natürlich mit Aussenkomponenten zu tun, aber auch mit uns selber, mit unserem Mindset und wie wir die Dinge betrachten. Und das habe ich mir in den letzten Wochen immer wenn ich das Gefühl gehabt habe, boah, ist ganz schön viel hier, habe ich mir das wieder hergeholt und habe Hey, du wolltest es so und es ist jetzt auch schön, dass diese Resonanz kommt und das ist jetzt positiver Stress. Insofern würde ich mal sagen, das war jetzt eher eine kleine Verjüngungskurve für mich, als dass ich in den Alltagsbeschleuniger reingekommen wäre.
Stephan Seiler 9:43
Ah, interessant. Also eine Verjüngungskur.
Brigitte Huber 9:45
Ich hoffe, man sieht es mir an. Nein.
Stephan Seiler 9:48
Wie gelingt es dir dann? Ich finde, du siehst mindestens drei Tage jünger aus als das letzte Mal, als wir uns gesehen haben. Aber wie gehst du denn jetzt tatsächlich damit um, wenn du merkst, da ist negativer Stress im Anflug? Wie münzt du das um? Wie etikettierst du das um? Sagst du einfach, ne, du wirst jetzt guter Stress oder was machst du dann? Das fällt mir nämlich manchmal gar nicht so leicht.
Brigitte Huber 10:06
Es gibt natürlich unbenommen negativen Stress. Sagen wir mal, jemand aus deiner Familie wird krank oder du selber wirst krank oder du hörst irgendwas ganz Schlimmes, auch im Radio, was in der Welt passiert. Da kannst du nicht. Lass uns das mal aus der rosaroten Brillen Perspektive sehen. Das kannst du nicht. Dann ist wieder eher so dieses Radical acceptance. Versuch es zu akzeptieren, weil wir verbrauchen natürlich ich immer wahnsinnig viel Energie, auch damit Dinge anders haben zu wollen. Und da finde ich den schlaueren Gedanken zu okay, that's it. Das ist jetzt nicht schön, das gefällt mir jetzt nicht, diese Situation, aber ich nehme sie an und ich versuche das Beste daraus zu machen, wäre mir zu positiv, weil es gibt eben Dinge, die sind nicht gut, sondern gelassen damit umzugehen und vielleicht da eher versuchen, die Sachen dadurch nicht auch noch schlimmer zu machen. Da gibt es dann tatsächlich, also das ist eine Einstellung. Es ist auch eine Entscheidung, würde ich sagen. Und du kannst sie aber schon auch untermauern, indem du Dinge machst, die deine Psyche entstressen. Ich sage jetzt mal Meditation oder für den anderen ist es Yoga oder ein Spaziergang irgendwo draußen in der Natur.
Stephan Seiler 11:15
Ja, meditieren kann ich sehr empfehlen. Ich weiß, viele Menschen auch in meiner Umgebung sind da neugierig, haben aber dann trotzdem immer wieder so Hemmungen, das dann wirklich mal umzusetzen. Allein schon, wenn man da manchmal ein bisschen blöd aussieht, wenn man da einfach nur so sitzt. Ich mache es mittlerweile auch im Zug und das ist mir relativ egal, ob ich auch da blöd aussehe. Das hat sich schon gebessert. Mit Blick auf deine Buchpremiere letzte Woche. Wer kam denn dahin? Also ich meine, was für Menschen interessiert das Thema älter werden? Dein Buch spricht ja explizit nicht nur oder vor allem Menschen über 60 an oder wer kam dahin? Wer wollte, dass sich das anhören? Männerfrauen, Altersgruppen.
Brigitte Huber 11:53
Meiner Erfahrung nach erfasst das Buch spätestens menschen mit Mitte 50, weil sie sich dann natürlich auch innerlich klarmachen, dass irgendwann diese Sex vor der Tür stehen wird und dass sich unter Umständen nicht nur diese Zahl in ihrem Leben verändert, sondern auch andere Dinge im Hinblick, wie lange möchte ich noch berufstätig sein und so weiter und so fort. Das heißt, unser Publikum, neben ganz lieben Menschen, die wir kennen und die da gekommen sind, vor allem in Hamburg, kennen wir doch viele Leute, weil ich hier seit 25 Jahren, glaube, glaube ich, lebe, sind es Menschen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Es sind auch welche dabei, die okay, ich kenne die Brigitte zumindest vom Sehen aus den Jahren, wo sie Brigitte Chefredakteurin war. Also das habe ich auch ein paar Mal gehört. Also in Wahrheit sind es Menschen, die das Gefühl haben, sie sollten sich jetzt mit diesem Älterwerden auseinandersetzen. Deswegen hast du da auch reingepasst, weil du natürlich dieses Thema auch schon länger mit dir rumträgst. Also wo ich ja überrascht war, als wir das erste Mal darüber gesprochen haben. Also die Sache mit dem Älterwerden und dass es vielleicht schön wäre, einen Podcast zu machen, werde ich nie vergessen, als du gefragt hast, was für ein Thema mich da quasi umtreibt. Und dann habe ich das eben erzählt und dann hast du Wow, das ist genau das Thema, das mich auch so umtreibt. Und ich war dann eher überrascht, wie jemand mit Anfang Mitte 40 schon so tief in der Thematik drin ist.
Stephan Seiler 13:17
Ja, war dir damals durchaus anzumerken, die Überraschung. Aber es ist tatsächlich für mich auch eine Art von Erleichterung, dass ich jetzt endlich mal darüber reden kann. Denn ich habe immer wieder gespiegelt bekommen von meiner Umgebung, von Verwandten. Ich kann mich noch an eine Tante erinnern, Hallo Tante Michi, die mir vor ein paar Jahren attestiert hat, dass ich ständig darüber reden würde, darüber ob das jetzt altersgemäß ist, was ich tue oder nicht, quasi mich immer wieder versucht habe zu verorten und auch alle anderen oder viele andere in meiner Familie gefragt habe nach deren Rezept, um glücklich, gesund, vital, älter zu werden. Und da war auch, steckt auch bei mir eine große Sorge davor. Ich habe mal so einen Satz gehört, den Aufstieg soll man genießen und den Abstieg in Würde verwalten. Und das hat mir ganz schön viel Respekt eingehustet. Und ich frage mich bis heute, wie das gehen soll. Manche sagen ja auch, dass ich so wie ich unterwegs bin, ein bisschen das Klischee eines Berufsjugendlichen erfülle. Andererseits lebe ich sie eigentlich auch. Kleide ich mich so, wie ich mich kleiden will. Das ist dann vielleicht aber nicht so, wie sich andere mit Mitte 40 Benehmen und zeigen draußen. Und diese Art der Reflexion oder dieses, wo bin ich eigentlich, wo ist mein Platz auf dieser Welt, wo ist mein Platz auf dieser Altersskala zwischen 0 und 100? Diese Frage beschäftigt mich tatsächlich schon länger und ganz schön intensiv. Deshalb bin ich froh, dass wir diesen Podcast machen können, aber auch, dass es so Bücher gibt wie das, das du geschrieben hast.
Brigitte Huber 14:37
Ja, ich finde es dann in dem Fall wirklich auch ganz interessant, dass du das Thema quasi überhaupt nicht verdrängst. Das ist ja schon mal sehr, sehr gut. Also abgesehen davon, dass du dir vielleicht in zehn Jahren überhaupt dir keine Gedanken mehr darüber machst, ob du als Berufsjugendlicher gilt oder nicht. Vielleicht ist einem sowas dann wirklich mal egal. Also mir wäre es egal, ob mich die Leute da in irgendeine Ecke schieben, bloß weil ich irgendwas anhabe, was dem Alter nicht angemessen zu sein scheint. Aber ich weiß beispielsweise, bei mir ist es so, dass ich gesagt hätte, lange Zeit, mir macht das mit dem Älterwerden gar kein großes Problem. Wenn man dann aber Leute in meiner Familie fragt, wie mein Sohn, dann sagt, man hätte es mir sowas von angemerkt, schon Monate vorher, vermutlich schon länger, wie mir diese Sex da bevorsteht. Also dann gibt es auch noch mal, wie stark verdränge ich das vor mir selber. Und bei mir war es ja dann tatsächlich so, in dem Moment, wo es passiert ist, konnte ich es auch nicht mehr verdrängen. Und weil ich ja von so vielen Menschen draußen auch immer wieder diese Fragen gehört hab, Mensch, wie geht es jetzt weiter, Was macht ihr denn jetzt und was habt ihr noch für Pläne. Das ist, glaube ich, noch mal anders als vielleicht Anfang Mitte 40, soweit ich mich erinnere, dass sich da vielleicht noch mal neue Freiheiten abzeichnen würden. Und das hat das bei mir dann schon noch mal stark angeregt, darüber nachzudenken? Und ja, jetzt bin ich auch froh, dass ich aus diesem Verdrängungsmechanismus rausgekommen bin, um mich diesen ganzen Dingen stelle, auch mit den ganzen Chancen, die einfach dahinter sind. Insofern kann man nur Chapeau und Gratuliere, dass du jetzt schon dich so damit beschäftigst. Übrigens, wenn ich es noch hinzufügen darf, tatsächlich habe ich schon als Resonanz von vielen Frauen auch in den ERN gehört und auch schon von ein paar Männern wirklich schon in den ERN, die gesagt Wow, es spricht mich so viel an in diesem Buch.
Stephan Seiler 16:30
Ja, schön großartig, kann ich ja nur teilen. Es geht mir genauso. Ich habe schon einiges mitgenommen, was ich auch versuche umzusetzen. Aber wie gesagt, das geht bei mir immer ein bisschen auch Hand in Hand mit so einem kleinen Stressgefühl, Performancedruck und so weiter. Frage an Glaubst du, dass wir durch unseren Podcast mittelfristig schneller altern werden? Glaubst du, dass du durch die Beschäftigung mit dem Thema Alter, dass wir auch dadurch, weil du dich so viel damit beschäftigt hast, mit deiner Co Autorin und wir das auch tun, dass wir am Ende irgendwie oller werden, weil wir uns so sehr damit beschäftigen? Das ist so eine Sorge, die ich habe. Glaubst du das?
Brigitte Huber 17:07
Nee, das glaube ich gar nicht. Also ehrlich, im Gegenteil, Ich würde sagen, wenn man sich den Realitäten stellt und dann herausfindet, was man tun kann, um gewisse Dinge, Gegebenheiten positiv zu beeinflussen, dann ist das ein Beschleuniger im positiven Sinn. Und zwar nicht ein Altersbeschleuniger, sondern ein Entwicklungsbeschleuniger. Insofern würde ich mal sagen, allein was das Kapitel Seele angeht, das mir persönlich sehr, sehr am Herzen liegt, wollen wir uns noch mal verändern? Sind wir wie bei Einstein am Anfang? Können wir uns noch verändern? Wo macht es Sinn, tatsächlich sich noch mal zu verändern? Wie gucken wir nach hinten? Wie gehen wir mit Dingen um? Über wir vielleicht, wo wir hadern? Wie können wir vielleicht anderen verzeihen? Oder, was ich noch wichtiger finde, uns selber verzeihen? Diese Auseinandersetzung mit solchen Themen da sein, Frieden zu machen an der einen oder anderen stelle und dann auch noch zu okay, da will ich noch mal an mir arbeiten und da lasse ich mich so, wie ich bin. Das finde ich extrem wichtig und fand ich auch extrem, wie soll ich sagen, beruhigend. Und es hat eher meine Lebendigkeit unterstützt und meine Neugier, weil das haben wir auch gelernt während der Recherche. Neugier ist so ein wichtiges Momentum, um gut und gelassen älter zu werden und dass man das darf. Also ich weiß noch, als ich junge Frau war oder junge Journalistin, hieß es dann häufig, also bevor ich Journalistin wurde, ehrlicherweise jetzt sei doch nicht so neugierig, wenn mich irgendwas interessiert hat und heute, heute sage sei doch neugierig, schau doch, was hinter dieser Tür ist. Das ist das Leben. Und das hat noch das eine oder andere vielleicht mit dir so vor.
Stephan Seiler 18:51
Ja, das finde ich ja auch ein schöner Antrieb. Wir sind beide ja Journalisten, Journalistinnen und das steckt bei uns natürlich ganz tief in den Knochen. Und ich würde mir wünschen, wenn es anderen Menschen auch so ginge und sie auch neugierig wären, ich würde gerne mit dir über das Thema gefühltes Alter noch mal sprechen. Ich habe nämlich am vergangenen Wochenende eine Erfahrung gemacht. Ich habe mit einigen Freundinnen und Freunden ein privates Festival organisiert, alles ehrenamtlich. Es waren mehr als 100 Menschen da aus. Verschiedenen Altersgruppen und das war total schön. Es waren einige Anfang 20, Mitte 20, es waren sehr viele um die 30, dann kamen einige Mitte 40 und auch über 50 waren noch einige. Und da muss ich sagen, ich habe mich da sehr, sehr jung gefühlt insgesamt und hab dann aber auch wieder mein Kopfkino nicht loswerden können, in dem dann ein Film gezeigt wurde, in meinem Kopfkino, der mir dann nicht immer nur gefallen hat, nämlich die Bespiegelung durch außen. Und ich hatte die Situation, dass ich auf der Bühne stand, dass ich da, ich habe eine kleine Zaubershow gemacht, zum ersten Mal wieder seit meinen Jugendzeiten. Das war total schön, habe ich mich wirklich sehr lebendig, vital und frisch gefühlt. Und so Applaus ist ja auch immer toll. Es war wirklich ein, wie sagt man, was für ein Bad, Ein Jugendbad, ne?
Brigitte Huber 20:08
Also ich bin erst noch total überrascht. Du kannst zaubern, wie toll, Ich kann mich wegzaubern. Ach, du kannst dich wegzaubern und kannst auch Kaninchen herzaubern oder nur dich weg.
Stephan Seiler 20:18
Wenn die richtige Magie im Raum zu spüren ist, dann kann ich Das super. Um das herauszufinden, ob sie überhaupt noch da ist, bin ich dann auch noch auf die Bühne gegangen. Das war total spannend. Also Stichwort erste Male Premieren. Das war quasi jetzt für mich eine erneute Premiere. Ich habe es damals als Teenager mal gemacht und jetzt wieder als Erwachsener. Und es hat mir richtig Spaß gemacht. Da habe ich mich jung gefühlt. Dann aber als ich dann im Keller war, wo dann geraved wurde und getanzt wurde, was ich eigentlich auch ja gerne mache, auch zu elektronischer Musik, die Luft in Scheiben zu schneiden mit meinen Händen und ekstatisch zu tanzen, mag ich total gerne. Aber da merkte ich auch, puh, das ist jetzt schon hier auch eine kleine Kluft, die dazwischen und ist rein altersmäßig. Und vielleicht ist manches, was ich hier von mir gebe, auch in den Gesprächen für die anderen gar nicht so relevant. Und das, was die anderen manchmal gesagt haben, zeugte auch davon, dass sie anderen kulturellen Background haben, dass sie einfach eine andere Generation aufgewachsen sind, teilweise auch andere Begriffe benutzen. Stichwort Jugendsprache verändert sich ja auch und wir sagen noch cool und g*** und für andere ist das einfach nur cringe, wenn wir so was sagen. Und wieder andere ist cringe ein verbotenes Wort auch. Das sind ja alles so Unterscheidungsmerkmale.
Brigitte Huber 21:31
Aber ihr habt euch noch verstanden. Also die Sprache war nicht so unterschiedlich, dass du sie nicht verstanden hast.
Stephan Seiler 21:37
Das schon. Es gibt natürlich hier und da immer wieder so einzelne Begriffe, die ich dann heimlich google, okay, zum Beispiel drauf schaffe, muss ich mal drüber nachdenken, aber da liefere ich nach. Und dann saßen wir auf jeden Fall irgendwann in der Raucherecke so viel zum Thema langes Leben. In der Raucherecke saßen dann so ein paar Leute zusammen, mit denen ich mich dann irgendwie sehr gut unterhalten konnte und die ich auch so altersmäßig irgendwie, keine ahnung, zwischen Mitte 30 und Mitte 50 einsortiert hätte. Am Ende kam raus, die drei, mit denen ich da draußen zusammensaß, die waren alle fast genauso alt wie ich, 44, 45, 46 ungefähr. Und da habe ich gedacht, erstens, warum habe ich mit euch vorher noch nicht so viel geredet? Warum hatte ich offenbar vorher eher den Drang, mit jungen Leuten abzuhängen und warum fühlt es sich so gut an, jetzt quasi in einer Alterskohorte zusammenzusitzen, das Gefühl zu haben, wir verstehen uns irgendwie, auch wenn wir aus anderen Ecken Deutschlands kommen, aber wir haben so einen ähnlichen kulturellen Schatz in uns. Wir haben ähnliche Erfahrungen, wir haben die ER Jahre ähnlich erlebt, können dadurch auch auf ganz andere biografische Erinnerungen zurückgreifen. Als ich es dann vielleicht machen könnte, wenn ich mit einem Anfang Jährigen reden würde, die mich dann vielleicht noch mal erklären müsste, was die Love Praid und Dr. Motte war damals. Also will sagen, ich hatte auch wieder einiges über mich selbst gelernt und kam zu dem Warum will ich so viel Jugendlichkeit um mich herum haben, wenn mir doch die Menschen in meinem Alter vielleicht so viel besser tun. Hast du dazu eine Meinung?
Brigitte Huber 23:11
Ich habe dazu zwei Gedanken. Das eine Ich finde es absolut gut, sich einfach immer wieder mit anderen Generationen an einen Tisch zu setzen oder meinetwegen in einen Rave Room oder whatever. Das bestätigen auch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Es gehört auch zu den absoluten Schlüsselmomenten, um gut und gelassen und langsam älter zu werden, ist der Austausch mit anderen Generationen. Und der geht bei dir eben auch schon in beide Richtungen. Und da sind so junge Leute.
Stephan Seiler 23:43
Ja, Mehrgeneration, Rave.
Brigitte Huber 23:44
Ja, ganz genau, ganz genau. Und ich kann das gut an einem Beispiel auch, was du dann erlebt hast, dieses Wohlfühlen in der, ich sage jetzt mal, altersgemäß entsprechenden Kohorte. Ich hatte das kürzlich bei so einem Frauennetzwerk Treffen, Da waren viele Frauen, die deutlich jünger waren als ich. Und dann sind wir auch mal rausgegangen, Da haben auch eine Raucherpause, auch wenn viele wie ich nicht gerafft haben. Und da ging es um die Perimenopause. Und da hat eine Frau in den ERN gesagt, dass sie schon die ersten Symptome davon hätte. Und mir sagte das schon so ein bisschen, was ich weiß, Es ist die Phase vor der Menopause, also vor den Wechseljahren dann tatsächlich. Und dann haben die mich gefragt, woran ich denn gemerkt hätte, dass ich in die Peri Menopause kommt. Und dann habe ich Als ich soweit war, gab es die Perimenopause noch gar nicht bzw. Es gab zumindest den Begriff nicht. Er war uns nicht geläufig. Und darüber sich danach mit einer Frau im gleichen Alter auszutauschen oder darüber zu lachen und zurückzublicken und zu Was war das noch für Ein Tabu vor 20 Jahren? Und wie ist es jetzt? Und sich in dem Fall sogar darüber zu freuen, dass die Welt sich dann doch manchmal nach vorne dreht. Das gibt auch ein ganz gutes Gefühl. Insofern finde ich, ist einfach beides gut nebeneinander. Und ich weiß jetzt nicht, natürlich fühlt man sich in dem Moment älter ist man ja einfach auch als die, die diese Begriffe jetzt reinbringen oder so selbstverständlich damit umgehen, aber nicht im negativen Sinne. Erfahrungsvorsprung.
Stephan Seiler 25:13
Das verstehe ich. Danke dir, das tröstet mich etwas. Wie geht's? Wie gehst du mit älteren Menschen um? Redest du gerne mit älteren Menschen? Denn manche in meiner Familie sagen zum Beispiel, dass sie die, dass sie den Kontakt mit Älteren eher reduzieren möchten, weil die dann zu oft über Krankheiten reden und zu oft über ihre eigenen Gebrechlichkeiten und so weiter. Und das würde sie alle nur runterzie Wie gehst du damit um?
Brigitte Huber 25:33
Ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass die meisten älteren Menschen sich nur über ihre Gebrechlichkeiten mit mir austauschen wollen. Das habe ich gar nicht. Ich finde es sogar manchmal, wie du jetzt gerade gesagt hast, sehr tröstlich oder auch ermutigend, vor allem wenn es ältere Menschen sind, wo ich wirklich das Gefühl Wow, die leben mir etwas vor, was ich auch mir gut vorstellen kann, weil sie beispielsweise dann in ihren ERN noch irgendwie mit ihren Beruf oder ihrer Berufung ein wenig verbunden sind oder ein neues ganz tolles Projekt noch mal für sich entdeckt haben. Ich denke da aber auch meine Mutter, die ist jetzt 80 und die ist seit 10 Jahren engagiert bei so einer Brückenschule, wo es darum geht, Geflüchtete zu integrieren und so und zu sehen aha, es ist auch in 10, 15, 20 30 Jahren noch einiges möglich, dass gibt mir eher Mut. Und natürlich dürfen wir auf gar keinen Fall negieren. Es gibt natürlich das Momentum der Krankheit. Das Leben endet mit dem Tod und da kann man das Alter auch nie so rosarot färben. Das war auch wirklich im Interview mit Professor Staudinger so, die einfach gesagt Es ist ganz vieles gut inzwischen am Älterwerden.
Stephan Seiler 26:51
Wer wäre Staudinger? Wer ist das?
Brigitte Huber 26:53
Professor Staudinger ist eine sehr bekannte Altersforscherin und die hat eben tatsächlich Ursula Staudinger Wir dürfen einfach eins nicht Das Leben endet mit dem Tod und das schreckt uns vielleicht gar nicht so sehr als die Phase davor. Und deswegen würde ich auch sagen, ich verstehe, ich würde jetzt auch nicht ständig mit älteren Menschen über ihre Gebrechen ausschließlich sprechen wollen. Aber wenn das ein Teil des Gesprächs und des Austauschs ist, dann gehört auch der zum Leben.
Stephan Seiler 27:23
Ich fand es ja total inspirierend, als du bei der Buchvorstellung zusammen mit Anne Bärbel Köhle, mit deiner Co Autorin, darüber gesprochen hast, dass es sehr viele Patente gibt in unserem Land der Patente. Wir sind immer, glaube ich, noch Weltmeister oder Zweiter unter den Patentanmeldungen mit Deutschland, dass sehr, sehr viele Patente von Menschen über 50 angemeldet werden, jedes zweite, jedes dritte. Und das fand ich total inspirierend, hätte ich mir gar nicht vorgestellt. Das finde ich toll. Aber ich glaube, es mangelt irgendwie auch in der medialen Berichterstattung an Geschichten über ältere Menschen, die was rocken und was schaffen, ohne dass das dann gleich so klischeehaft kitschig daherkommt. Weißt du, was ich meine?
Brigitte Huber 28:01
Ja, worauf du anspielst, das ist eine Untersuchung, die von der Leuphana Universität gemacht wurde und da geht es um eine spezielle Rubrik von Patenten. Und da müsste ich wirklich noch mein Buch auch nachschauen. Es kann auch durchaus sein, dass die nicht nur auf Deutschland bezogen war, aber das müsste ich noch mal nachgucken.
Stephan Seiler 28:18
Ja, macht er nicht.
Brigitte Huber 28:19
In Wahrheit ist es das so, dass dass jedes dritte tatsächlich in dieser Kategorie, von der wir dann sprechen, von Menschen über 50 gemacht wurde. Und das ist jetzt auch gar nicht so unwahrscheinlich, weil wir natürlich quasi das Erfahrungswissen angehen in jedem Jahr und in jedem Jahrzehnt zulegen. Selbstverständlich ist der Erwerb neuer Fähigkeiten, das fällt uns leichter, wenn wir jung sind. Da ist das Gehirn einfach im optimalen Zustand, um verändert Dinge zu verarbeiten und weiter nach vorne zu bringen. Aber die sogenannte kristalline Intelligenz, die führt einfach dann dazu, dass wir durch Erfahrungen lernen. Und das hat auch Professor Jürgen Deller, heißt der von der Leuphana Universität gesagt. Das ist auch vollkommen logisch, dass ich für gewisse Erkenntnisse oder eben dann auch Erfindungen eine basis der letzten 30 40 Jahre brauche, um auch die nötigen Abkürzungen zu finden, um auch die Lösung zu sehen und nicht noch mal zu denken, ich könnte noch hier und nach da rumgehen.
Stephan Seiler 29:23
Vielleicht ein guter Punkt, um jetzt unsere Rubrik anzuführen, die Sache mit der Premiere. Wir haben noch keinen richtigen Jingle dazu, wir haben noch nicht mal den richtigen Rubrikennamen, aber wir wissen ungefähr, was wir wollen, nämlich Premieren Power, Premierenpower. Okay, wir überlegen noch mal weiter. Kleine Premieren, große Premieren, wie auch immer wir sie nennen wollen. Aber darum geht es jetzt, ehe wir uns dann gleich noch mal dem anderen Thema Einsamkeit zuwenden müssen aus aktuellem Anlass. Aber erstmal das so, Brigitte, welche Premiere, welches Patent meldest du jetzt dieses Jahr noch an? Welche Premiere mutest du dir jetzt gerade zu? Was hast du vor?
Brigitte Huber 30:05
Also zum einen finde ich ja, durch diesen Podcast allein habe ich schon so viele Premieren, auch viele Premieren, die ich gar nicht bräuchte, weil man macht sich ja vorher nicht klar, was da alles an Tonausfällen, schwierigen Mikroproblemen, irgendwelchen nicht zusammenkommenden Verbindungen alles passieren kann. Also da möchte ich nicht vom Zauber des Neuanfangs, sondern eher ehrlicherweise dann vom Negativstress des Neuanfangs sprechen. Nur das ist auch ganz genau der Punkt. Danach ist es etwas Tolles, was passiert ist. Also das ist auf jeden Fall eine ganz, ganz schöne Premiere. Ich habe aber auch gleichzeitig gemerkt, und da geht es ja auch bei dem einen oder anderen Thema, das wir auch in unserem Buch behandeln, zum Beispiel bei dem Umgang mit der Zeit, wie einem die Zeit auch manchmal da wegflutscht, weil man eben auch wir in unserem Alter, es hat auch mit unserem Beruf ein bisschen zu tun, wahnsinnig viel am Handy ist und so weiter und so fort. Jetzt habe ich seit ein paar Tagen den verwegenen Gedanken. Das ist ein Phänomen, das ganz, ganz häufig schon durch die Medien gegangen ist, aber ich bin jetzt darauf gekommen, dass ich vielleicht mal einen Tag versuchen werde, mein Handy komplett wegzulegen.
Stephan Seiler 31:14
Das glaube ich nicht, dass du erscheinen kannst.
Brigitte Huber 31:16
Ja, das weiß ich jetzt auch noch nicht, weil wir haben jetzt gerade wieder vorher das Thema gehabt, dass es mir schon schwerfällt, mein Handy für so eine Aufnahme in den Flugmodus zu verorten. Aber in Wahrheit, ich habe es jetzt ein paar Mal gemerkt, ich bin zum Beispiel eine leidenschaftliche Leserin, ich lese sehr gerne, wenn ich jetzt aber auch mal runtergehe an die Elbe, wenn das Wetter noch so einigermaßen im Spätherbst gut ist und ein Buch mitnehme, habe ich selbstverständlich mein Handy dabei. Und reflexhaft greife ich auch immer wieder danach. Und dann denke ich, warum? Ich habe ja vor 30 40 Jahren wenn ich gelesen habe, auch das gut geschafft, ohne dass ein Telefon oder irgendwas anderes in der Nähe war. Und da habe ich mich dann schon noch mal hinterfragt und habe mir gedacht, also man hat ja in der letzten Zeit auch viel gehört über Handysucht und was das alles mit uns macht. Das wäre, glaube ich, eine Premiere, auf die ich mich nicht freuen würde, aber der ich mich sehr, sehr gerne aussetzen würde. Und hast du Premieren Pläne?
Stephan Seiler 32:13
Ja, also erstmal habe ich jetzt ja eine schon gemacht, wie eben gesagt. Ich habe gezaubert auf der Bühne vor ungefähr 100 Leuten. Es war wirklich toll, hat sich gelohnt, obwohl ich vorher eine Stunde vorher habe ich noch drüber nachgedacht, mir eine Ausrede einfallen zu lassen, um es abzusagen. Aber so dankbar, dass ich es durchgezogen habe. Ich kann jeden und jede nur ermutigen, wenn ihr mal sowas machen möchtet, traut euch danach. Ihr werdet schon von der Liebe der Menschen getragen. Und auch wenn nicht alles gelingt auf der Bühne, das hat sich wirklich gelohnt. Also da kann ich sagen, da habe ich auch mal eine Premiere jetzt erledigt. Das hat mich sehr, sehr gefreut. Und wenn du mich nach meiner nächsten Premiere fragst, dann möchte ich gerne anführen, dass ich gerade im Begriff bin, dieses komische 30 Pflanzen Ding auszuprobieren. Vielleicht hast du davon gehört. Mikrobiom ist ja so ein Thema, man sollte das Mikrobiom, ich weiß gar nicht, was es ist, aber irgendwas im Darm soll man ja irgendwie, weißt du besser. Vielleicht kannst du es erklären.
Brigitte Huber 33:07
Es geht darum, dass unser Darm in einem optimalen Klima sich befindet, die Nährstoffe, die da drin sind und so weiter und so for. Aber das lassen wir uns lieber mal eine gute Expertin erklären. Aber es ist, wie wir alle wissen, ein großer Trend. Auch das, was du gerade erzählst mit den Pflanzen, mit den 30 Pflanzen.
Stephan Seiler 33:26
Dreiig Pflanzen versuche ich jetzt pro Woche zu mir zu nehmen. Dreiig verschiedene. Dazu zählen natürlich Obstsorten, Gemüsesorten, Pilze gehören auch dazu, auch wenn die ja, glaube ich, weder Gemüse noch Obst sind. Und auch so was wie Körner, Leinsamen, Sonnenkerne, Sesam, all das, alles, was so wächst. Aber auch Kaffee, auch Kaffee, auch Tee, auch so Minztee. Wenn ich mir Minztee mache, ist das auch.
Brigitte Huber 33:51
Ja, also das glaube ich auch. Kaffee auf jeden Fall. Das habe ich mir sofort gemerkt, als ich zum ersten Mal von diesem Trend gelesen habe und dann gedacht oh ja, okay. Ich meine, wir haben ja immer noch 29 andere Stoffe, die noch dazukommen, aber das zählt auch.
Stephan Seiler 34:05
Ja, das will ich jetzt mal machen. Ich habe ein bisschen Angst vor dem Toilettengang danach. Ich weiß nicht, was das mit dem Darm anrichtet. Jetzt verlieren wir wahrscheinlich an dieser Stelle ungefähr 50 Prozent, Prozent unserer Hörerinnen und Hörer, wenn es darum geht. Aber da habe ich ein bisschen Respekt davor. Ich werde das jetzt nicht weiter vertiefen. Mal schauen, wie es mir geht. Darüber können wir dann ja in der nächsten Folge oder in der übernächsten kleinen Folge dann sprechen. 30 Pflanzen und ich.
Brigitte Huber 34:28
Genau, das ist ja immer so. Du bist dann auch die Frage, wo wir wieder am Anfang sind unserer jetzigen Folge. Ist das denn ein Hype, den jetzt einfach ganz viele Leute mitmachen? Genau. Und was steckt dahinter? Hat der eine solide wissenschaftliche Grundlage? Macht es wirklich viel Sinn? Ich meine, man kann sich ja auch vorstellen, es gab ja auch mal die Zeiten, an die erinnerst du dich vielleicht auch noch so wie Trennkost, wo es auch darum ging, dass man eben nicht viel Sachen durcheinander isst. Hatte eine andere Philosophie dahinter, das ist mir schon klar. Aber das ist das, was wir uns dann schon auch immer wieder Was ist da tatsächlich dran an so einem Hype? Aber ich glaube, so wie ich schon in die Bücher reingeschaut habe und mich ein bisschen schon beschäftigt habe mit einer unserer zukünftigen Interviewpartnerin, ist da einiges dran.
Stephan Seiler 35:19
Können wir gleich lüften am Ende der Folge, wen wir nächste Woche hier im Studio haben werden und passt vielleicht auch ganz gut zu diesem Pflanzen Ding. Wir werden sehen. So, das waren unsere Premieren der Woche für dieses Mal. Ich bin gespannt, was die nächsten ersten Male sein werden. Jetzt möchte ich mit dir noch mal über ein Thema reden, was in den letzten Tagen wirklich medial überall anzutreffen war und das ist das Thema Einsamkeit. Die ARD hat vergangene Woche in der Halbzeitpause eines Länderspiels einen, ich glaube, sieben, achtminütigen Film gezeigt, in dem das Thema Einsamkeit behandelt wurde. Lukas Podolski hat das Intro gemacht, dann kam Carolin Kebekus und hat uns alle ermahnt, doch bitte nicht so einsam zu sein bzw. Uns gegenseitig aus der Einsamkeit herauszuhelfen. Angeblich hat jeder zweite oder sogar mehr als jeder zweite Erfahrungen mit dem Thema Einsamkeit. Und erschreckenderweise eben jetzt nicht nur die Menschen, an die man da häufig denkt, so Menschen über 80, die trifft es natürlich auch ganz besonders, sondern auch viele jüngere Menschen, gerade aus der Generation Z, also aus der Generation Z, die vielleicht durch die Pandemie und durch die ganzen sozialen Medien noch mal ganz andere Einsamkeitserlebnisse haben. Aber Carolin Kebekus hat mich auch tatsächlich gerührt. Ich hatte ein, zwei Mal Tränen im Auge, als ich das gesehen habe, als sie berichtet hat von ihr, ihrer Einsamkeit wären im Wochenbett ist Wochenbett vor der Niederkunft oder nach der Niederkunft. Das weißt du besser nach, dass sie sich da ziemlich einsam gefühlt hat.
Brigitte Huber 36:54
Das gab es auch schon früher Wochenbett, bevor die Perimenopause ins Spiel kam.
Stephan Seiler 37:00
Ja, und das hat mich irgendwie jetzt ganz schön übermannt. Das Thema taucht ja immer mal wieder auf. Aber dieser Film hat mich umgehauen, dass so viele Menschen einsam sind und sich einsam fühlen. Und ich habe dann auch in mich selbst Wie einsam war oder bin ich? Hast du das auch mal für dich beantwortet? Wie einsam warst du in deinem Leben?
Brigitte Huber 37:18
Also wir haben uns in dem Buch auch mit dem Thema Einsamkeit auseinandergesetzt. Das ist ein Kapitel, das meine Co Autorin Anne Bärbel Köhle geschrieben hat. Deswegen habe ich auch gerade noch mal nachgeguckt. Es gibt da ganz, ganz viele große Studien. Und was ich schon auch spannend finde, also die haben zum Beispiel Studiendaten von mehr als Menschen weltweit im Alter von 16 bis 99 Jahren in insgesamt 237 Ländern ausgewertet. Und was vielleicht nicht überraschend ist, aber in individualistisch geprägten Weltgegenden fühlen sich die Menschen einsamer als in Ländern, wo es noch Großfamilie und so was gibt. Ich glaube, das können wir alle total gut nachvollziehen. Was ich auch interessant Männer fühlen sich tendenziell einsamer als Frauen. Und da sind die Zahlen damals nicht ganz so hoch gewesen. Vom Statistischen Bundesamt hieß es, dass sich hierzulande jede und jede Dritte im Alter zwischen 18 und 53 teilweise mindestens teilweise einsam fühlt. Und das kann ja auch stimmen. Also das widerspricht ja nicht dem, was da letzte Woche da in der Halbzeitpause gezündet wurde. Wenn 60 Prozent Erfahrung mit Einsamkeit gemacht haben, kann es ja auch sein, dass das die Einsamkeit eines anderen ist, mit der ich stark konfrontiert werde. Ich selber habe mir auch immer wieder überlegt, ob ich solche einsamen Phasen kenne. Eine weiß ich ganz klar, Da war ich Ende 30, Anfang 40, als ich nach Hamburg gezogen bin mit meinem damals kleineren Sohn. Der Große blieb schon in München, er war schon erwachsen. Und dann ist die Familie damals zerbrochen, also die Ehe. Und wir hatten auch eine Aufteilung, dass mein Sohn nur jedes zweite Wochenende bei mir war. Und ich kannte in Hamburg damals fast niemanden außerhalb meiner Arbeitswelt. Ich habe schon da war, dann habe ich schon gearbeitet, auch hier, also am Anfang noch frei, aber dann festangestellt. Und dann bedeutete das, dass ich oft am Freitag spätnachmittags aus der Redaktion bin und dann gehst du ins Fitnessstudio, gehst mal einkaufen und sowas. Aber dann habe ich dann teilweise gemerkt, dass ich meine eigene Stimme beispielsweise nur gehört hab, wenn ich jemanden in einem Supermarkt, also an der Kasse begrüßt hat oder wenn ich eben ins Fitnessstudio reingegangen bin. Und ich weiß, dass es mir da eigentlich nicht schlecht damit ging und ich dachte auch, mir geht es ganz gut. Ich erinnere mich aber noch, dass ich manchmal am Sonntagnachmittag, wenn dann irgend so ein sehr rührseliges oder trauriges Lied im Radio lief, dass mir die Tränen kamen und da habe ich mir oha, irgendwas macht das mit dir. Ich habe natürlich telefoniert mit meiner Familie in Bayern und mit Freundinnen und so weiter und so fort. Aber es war tatsächlich so, dass es einfach da manchmal Wochenenden gab, wo ich keinen Außenkontakt. Das hat sich erst mit der Zeit entwickelt. Eine Freundin, die ich tatsächlich aus Hamburg, also die aus Hamburg war, die hat dann unglücklicherweise auch noch dieses Jahr irgendwie im Ausland verbracht. Also es hat auch schon alles richtig so gar nicht, gar nicht gepasst. Und deswegen kann ich das schon so im Ansatz ein bisschen fühlen. Und dann glaube ich, das kennt man auch, die Einsamkeit, wenn etwas Schlimmes passiert im Leben, ein schwerer Verlust ist. Und das kenne ich auch. Natürlich ist Trauer etwas, was einen verbinden kann, aber man ist schon mit diesen Themen auch manchmal ganz allein und das kriegt man auch manchmal mit. Ich habe letztes Mal erst wieder eine ganz anrührende Geschichte gehört. Da ging es sogar darum, dass ein Kind gestorben ist und Das hat die Ehe nicht überlebt. Das passiert gar nicht selten, weil Trauerprozesse auch so unterschiedlich ablaufen. Und das ist dann schon auch Einsamkeit, die da mit reinspielt, denke ich.
Stephan Seiler 41:04
Kurze Nachfrage auch wenn in einer Partnerschaft beide eine ähnliche traumatische Erfahrung erleben oder Trauer haben, dann verbindet das nicht zusammen, sondern beide fühlen sich nebeneinander mit ihren Gefühlen einsam.
Brigitte Huber 41:17
Das fand ich ganz interessant. Also das ist überhaupt nicht pauschal zu beurteilen. Aber ich weiß, ich habe schon als junge Journalistin mal eine Reportage gemacht über den plötzlichen Kindstod und da geht es ja darum, dass einfach ein Kind meistens im ersten Lebensjahr ja vollkommen aus dem Off stirb. Und da bin ich bei der Recherche auch drauf gestoßen, wie viele Partnerschaften das extrem, wirklich ganz extrem auf die Probe stellt. Und da gab es dann eben auch ein Paar, das nicht zusammen bewältigen konnte. Und da hat auch die Psychologin damals Ja, das ist leider gar nicht so selten, weil Trauer, die Trauerprozesse sind so unterschiedlich. Der eine geht immer gern auf den Friedhof und möchte darüber sprechen, die andere Person möchte nicht darüber sprechen und so weiter und so fort. Es kann auch sein, dass irgendwo Schuldgefühle auftauchen, hätte ich noch mal geguckt oder hätte andere. Also wirklich, das ist, da bin ich jetzt auch wirklich nicht Expertin genug, letztlich das zu sagen. Aber Trauer ist nicht unbedingt nur etwas, was verbindet. Nichtsdestotrotz, um wieder ein bisschen in die fröhlichere Atmosphäre zu kommen, zeigt es ja auch bei den Ländern, in denen es mehr Großfamilien gibt, dass Einsamkeit, Einsamkeit da tatsächlich seltener anzutreffen ist als in unserer doch sehr individualistisch angelegten Welt. Kennst du Einsamkeit?
Stephan Seiler 42:38
Ja, kenne ich. Ich habe sie auch erlebt, als ich nach Hamburg gezogen bin damals, bin von Stuttgart nach Hamburg gezogen. Das war damals während der Fußball-WM 2006 und in Stuttgart. Hatte ich wahnsinnig viele Freunde und war eigentlich nie weder allein noch einsam. Und dann wurde ich in Hamburg so angespült und meine Freunde, die ich da hatte, die ein, zwei, die waren nicht da. Es war aber Fußball WM und ich glaube, drei, vier Tage nach meinem Einzug in der Wohnung in Hamburg, die auch noch spärlich eingerichtet war, fand dann das WM Finale statt und ich hatte niemanden, mit dem ich das angucken konnte und ich wollte mich ja auch nicht alleine irgendwie auf dieses Public Viewing Event, ich glaube auf dem Heiligen Geistfeld oder wo das war, stellen und dann da mit mir fremden Menschen feiern. So, ich halte das schon aus, ich gehe einfach und druck das einfach auf dem Laptop in meinem noch nicht eingerichteten Wohnung und drapierte dann den Laptop auf so einem umgedrehten Mülleimer und habe das dann angeguckt und habe mich dann selten so einsam gefühlt wie in der Situation. Ich dachte, ich bin wirklich völlig verlassen vor allem. Und wenn man es noch nicht mal hinbekommt, das Fußball WM Finale mit anderen Menschen zu verbringen, was heißt das denn? Über mich kommt da auch Einsamkeit, oft gepaart mit Scham, dass man überhaupt so eine Einsamkeit spürt. Und das ging danach dann ein paar Tage später auch wieder vorbei, logischerweise. Aber es dauert gerade in Großstädten oder wenn man in Städte zieht, dauert es eine Weile, bis man einen Freundeskreis oder Freundinnenkreis aufgebaut hat. Ich habe viele Bekannte auch, die nach Berlin gezogen sind oder gerade Berlin, Hamburg, Frankfurt auch da höre ich das immer wieder, dass sie da hingezogen sind und dann aber kaum ihren Kiez verlassen, kaum Leute treffen, das Gefühl haben, es interessiert sich sowieso keiner so richtig für mich, wenn sie auch noch sehen, Singles sind. Also gerade ich denke an einige hetero Männer in meinem Bekanntenkreis, denen es so gegangen ist. Und das glaube ich, wird oftmals unterschätzt, dass das auch jüngere Menschen so hart treffen kann. Und für manchen hilft dann am Ende wirklich nur noch der Wegzug oder der Rückzug in andere Gefilde. Süddeutschland soll ja da etwas herzenswärmer sein, höre ich immer wieder. Oder aufs Land zu ziehen.
Brigitte Huber 44:49
Ja, ich habe das schon in Hamburg so empfunden. Ich schätze Hamburg sehr, ich mag das sehr, aber es ist tatsächlich im ersten Moment oder in der ersten Zeit etwas distanzierter. Tatsächlich lernst du in Berlin oder in München, das war meine Erfahrung, einfacher Menschen kennen, aber dafür sind die Hamburger wahnsinnig verlässlich. Also ich mag das wahnsinnig gern, wenn man die mal kennt.
Stephan Seiler 45:10
Dauert halt nur Zeit.
Brigitte Huber 45:12
Ja, aber das ist eben auch so der Punkt. Du kannst ja so ein paar Sachen auch wirklich selber tun. Da sind jetzt wieder beim Verändern. Da hilft es natürlich, wenn du in einen Sportverein gehst, wenn du vielleicht in irgendeine Gruppe rund um Theater, Bücher lesen, Buchclub und was es alles gibt. Es gibt auch Initiativen in den Städten, wo sich solche Leute, die einfach Lust haben, jenseits der Altersgrenzen zu so Walks verabreden. Und ich glaube, sowas einfach auch tatsächlich dann zu probieren, ist schon ganz gut, weil das beschleunigt dies natürlich, weil ich weiß nicht, wie viele Menschen man kennenlernen muss, bis tatsächlich eine Freundschaft aus was wird und wie viele Begegnungen da erstmal stattfinden müssen. Das geht ja nicht von heute auf morgen. Und da gibt es tatsächlich, finde ich, schon das ein oder andere, oder wenn ich mich ehrenamtlich engagiere oder was auch immer. Und das sind so wirklich die Punkte, wo man sagt, man kann selber was tun und umgekehrt. Und das fand ich als die Anregung auch aus diesem kleinen Beitrag da von Kebekus und Co. Gut, dass man sich überlegt, wer könnte denn einsam sein und wen könnte ich denn mal wieder anrufen. Das fand ich vom Impuls her auch durchaus gut und sinnvoll.
Stephan Seiler 46:23
Ja, das Video ging mir total nahe. Es ist noch Peter Maffay aufgetreten, Einsamkeit ist überall, das Lied läuft mir seit dem Kopf rum, gibt es schlimmere Ohrwürmer als das, muss ich mal sagen, auch wenn ich nie der riesen Maffal Fan war, aber da hat er mich dann doch mal gepackt und tolles Video, ganz großartig produziert. Auch ich glaube, von der Bild und Tonfabrik wurde das produziert, die immer mal wieder Aufsehen erregt mit spektakulären Videos, die besonders emotional sind. Also großes Kompliment. Ich habe aber auch gleichzeitig gedacht an Professor Limrod mal wieder, unseren Experten aus der vergangenen Folge. Wir haben heute schon öfter seinen Namen genannt. Er hat dafür geworben, dass wir Kontakt halten sollten zu unserem sozialen Umfeld, Familie, Freunde etc. Damit wir lange gut leben können, gesund bleiben, vital bleiben und alt werden. Aber das habe ich dann auch gehört, als ich kürzlich mit meiner Mutter gesprochen habe, wies mich darauf hin, dass sagte, das ist ja das eine, die Quantität an Leuten. Aber es gibt ja auch so Energy Sucker. Es gibt ja auch so, das ist nicht das Wort meiner Mutter, aber das habe ich jetzt drüber gelegt. Es gibt ja auch Menschen, die rauben einem eher die Energie, wenn man sie trifft. Die brauchen einfach irgendwie eine Art von, mit ihrer Art, so wie sie sind, die brauchen so eine besondere Aufmerksamkeit und da fühlt man sich danach vielleicht leerer oder Es gibt dann immer die immer gleichen Gespräche, wenn sie dann doch nur über Krankheiten sprechen oder andere problembelastete Dinge. Und da fragte ich Ist denn allein die Zahl der Freunde und Freundinnen dann entscheidend, dass ich dann nicht einsam werde im Alter oder kommt es auch auf die richtigen Leute an? Wie caste ich quasi den Kreis der Menschen, der mich später nicht einsam werden lässt?
Brigitte Huber 48:08
Also was du, glaube ich, auf jeden Fall noch lernen musst im Laufe deines Lebens, ist tatsächlich, dich auch abzugrenzen immer wieder. Und ich glaube, das kennt jede, jeder von uns, dass es so Verabred gibt. Da ist man dann letztlich ganz erleichtert, wenn die in letzter Sekunde abgesagt werden. Und das ist dann manchmal schon so ein Indiz. Ui, war das für mich wäre das eher so eine Pflichterfüllung gewesen? Da würde ich schon sagen, ich würde darauf achten, auch was deine Mutter gesagt hat, wenn ich das Gefühl habe, diese Person zieht immer nur und das gibt mir gar nichts, mit der zusammenzukommen. Das würde ich ehrlicherweise auch mal aussprechen. Und ich meine, das ist, glaube ich, die einzig wirklich gute Möglichkeit, außer klammheimlich aus dem Kontakt zu gehen. Und da finde ich ersteres sinnvoller, um auf deine Frage zu gehen. Selbstverständlich ist Freundschaft, Beziehungen, soziale Kontakte keine quantitative Angelegenheit, sondern es geht da schon eher um Qualität. Wobei, fand ich auch interessant, habe ich vor ein paar Monaten noch mal gelesen, das heißt nicht, dass du mindestens 10 beste Freunde haben musst. Es kann auch sein, dass du ein paar sehr gute, solide Freundschaften hast, aber auch diese etwas oberflächlicheren Kontakte, ich sage jetzt mal, die Leute, mit denen du dann vielleicht zum Fußballspiel gehst oder Handball spielst oder auf ein Konzert oder sonst irgendwas, was die haben ganz genauso, ihre nicht ganz genauso, aber sie haben auch eine hohe Qualität. Also es muss nicht immer sein, dass man sich dann auch von A bis Z irgendwie alles Innere nach außen kehrt und alles teilt, sondern es gibt auch diese Verbunde, die mit einem bestimmten Hobby, mit einer Leidenschaft zu tun haben. Und das sind auch Kontakte, die uns gut tun. Also was man sagen kann, das geht schon fast in den Bekanntschaftscharakter. Ja, ich habe zum Beispiel dieses Miteinander etwas Schönes erleben.
Stephan Seiler 49:55
Ja, das machst du mit Bekannten oder mit Freunden oder ist es egal, mit wem man das macht?
Brigitte Huber 49:59
Nein, es geht nur darum, das müssen nicht immer die allerbesten Freundinnen sein, mit denen ich ein ganz besonders tolles Konzert erlebe oder auch in einen Spanischkurs gehe, sondern es können auch daraus Kontakte erwachsen, die mir gut tun, weil sie beispielsweise eine Seite von mir befriedigen, wo vielleicht meine Familie und mein engster Freundeskreis gar keine so große Lust hat drauf. Also das fand ich eben ganz interessant. Interessant. Es heißt nicht immer diese ganz Es müssen nicht nur die tiefgründigen Kontakte sein, es kann auch der gelegentliche Austausch mit einer Nachbarin sein, der da dazugehört. Also der Punkt ist, und das fand ich auch ganz interessant, dass wenn Menschen in den Ruhestand gehen, sie oft und das kann schon ein potenzielles Einsamkeitstor sein. Das hat auch damit zu tun, dass oft eine Hälfte, bei manchen Menschen sogar zwei Drittel der Kontakte weg wegfallen. Das sind aber gar keine Kontakte gewesen, die unter Umständen wirklich in Tiefegrad 10 von 10 gehen, sondern vielleicht wirklich nur Austausch beim Mittagessen in der Kantine oder was man halt so mitkriegt. Und nichtsdestotrotz vermisst du diese Kontakte und das, was eine Lebendigkeit auch in dein Leben reinbringt durch neue Diskussionen oder Geschichten und Erzählungen, die die reinbringen in dein Leben. Verstehst du was ich?
Stephan Seiler 51:16
Ja, das verstehe ich. Also da täuscht man sich ja tatsächlich manchmal. Die Menschen, mit denen man am meisten Zeit verbringt, sind ja oftmals Kolleginnen und Kollegen. Da fragte ich mich immer wieder wenn dann ein Arbeitsverhältnis zu Ende geht oder gegen Wie belastbar sind diese Verhältnisse eigentlich? Und da habe ich auch in der Vergangenheit manche Erfahrungen gehabt, die mich dann wirklich enttäuscht haben im Sinne Wir hatten so viel Kontakt während der Arbeitszeit und warum riss danach dann der Faden so ab? Und warum habe ich ihn vielleicht auch abreißen lassen? Ist ja nicht nur eine Prängschuld.
Brigitte Huber 51:43
Ja, genau. Aber es heißt ja nicht genau, dass du nichtsdestotrotz keine diese Art von oberflächlicheren Kontakten dazu zählen, was Professor Limrod auch ein gutes soziales Umfeld nennt. Das ist dann nicht der innerste Kern, sondern das ist dann vielleicht die Peripherie, aber die kann auch dazugehören. Und wenn du vielleicht nur mit jemandem gern Schach spielst und ihr unterhaltet euch maximal dreieinhalb Sätze, darüber hinaus kann das ein sozialer Kontakt sein, der dein Leben ber und der dich auch jetzt um wieder beim Thema Einsamkeit zu sein, von diesem Einsamkeitsthema wegführt. Insofern, das war mir nur noch mal wichtig zu sagen, es geht auch um verschiedene Nähe gerade.
Stephan Seiler 52:26
Das verstehe ich total und das werde ich auch gerne noch mal in den nächsten Wochen stärker bedenken bei meinen sozialen Kontakten, möchte aber gerne auch noch mal die Frage von meiner Mutter aufwerfen und beantworten.
Brigitte Huber 52:38
Die Energieräuberfrage.
Stephan Seiler 52:40
Genau. Ist es manchmal Energieräuber und Räuber innen? Ist es manchmal rational, sich von Freunden, Freundinnen zu trennen?
Brigitte Huber 52:47
Also wenn ich das Gefühl habe, dass es mich über einen längeren Zeitraum hinweg mehr kostet, als es mir gibt, dann wüsste ich nicht, außer es wäre jetzt großes Mitgefühl mit dieser Person, warum ich diese Verbindung aufrechterhalten sollte.
Stephan Seiler 53:04
Ja, oder Ja gut, dass du sagst, ich war jetzt in den letzten Jahren auch zwei, dreimal in der Situation, dass ich mich dann tatsächlich distanziert habe, aber ich habe eben den polnischen Abend gewählt, wenn man das noch sagen darf, ich weiß gar nicht. Und einfach die Beziehungen, die Freundschaften so ein bisschen auslaufen lassen, nicht mehr viel Mühe gegeben. Und ich glaube aber, vielleicht wäre ein echtes offenes, aufrichtiges Gespräch besser gewesen. Und man macht ja auch mit der Partnerin, mit dem Partner Schluss mit einem Gespräch. Warum dann nicht auch mit ehemals guten Freunden?
Brigitte Huber 53:36
Ja, also ich glaube, da gibt es, also in meinen Augen gibt es keine Faustregel. Wenn mir an der Person etwas liegt und ich merke aber trotzdem, dass sie mir viel Energie raubt, dann würde ich erst mal versuchen, das Gespräch zu suchen. Wenn es einfach so eine Geschichte ist, die in die Jahre gekommen ist und wo vielleicht die Verbindungspunkte, die man mal hat, was du gesagt hast, es gab mal Verbindungspunkte, weil man im Job war zusammen oder weil die Kinder zusammen zur Schule gegangen sind und man lässt solche Dinge einschlafen, weil einem das ohnehin nicht so viel bringt und eher Energie zieht, weil die Person im Eigenmessen irgendwie anstrengend ist oder sonst irgendwas, dann kann man sie auch einschlafen lassen. Meistens. Also relativ häufig beruht es ja auch ein bisschen auf Gegenseitigkeit, außer eben, du wirst an der einen oder anderen Stelle quasi dann missbraucht als Beichtvater oder der sich immer wieder die gleichen heroischen Geschichten anhört und dann immer oh krass, super, wie du das wieder hingekriegt hast. Da musst du dann eigene Rolle dann.
Stephan Seiler 54:39
Hinterfragen Ja, das ist richtig. Ja, das ist auch eine schöne Hausaufgabe für die nächsten Wochen und Monate. Ich merke, wir haben heute wahnsinnig viel geredet und sehr viel, sehr viel besprochen. Ich glaube, wir haben gar keine Zeit mehr Für die drei schnellen Fragen, würde ich sagen, nehme ich mit in die nächste kurze Folge. Die kurze Folge, die jetzt eigentlich genauso lang ist wie eine lange Folge.
Brigitte Huber 55:00
Ich wollte gerade sagen, du sagtest was von kurzen Folgen und jetzt war ich schon so gespannt auf die drei Fragen, aber ich kann auch sehr gut mit solchen kleinen Cliffhangern.
Stephan Seiler 55:10
Ja, machen wir so. Die sind nicht vergessen, die stehen hier und die sind auch in zwei Wochen noch knallerfragen.
Brigitte Huber 55:16
Ja, okay, super.
Stephan Seiler 55:17
Wann wir uns dann wiedersehen. Möchtest du noch was sagen? Möchtest du das Geheimnis lüften, wer in unserer nächsten Folge zu Gast sein wird?
Brigitte Huber 55:25
Ja, sehr gerne. Ich lüfte gerne Geheimnisse dieser Art. Und zwar werden wir mit Dr. Jael Adler sprechen. Viele kennen sie. Sie ist momentan, glaube Ich, gerade wieder Spiegel Bestsellerliste Platz 1 mit Genial ernährt. Sie ist Dermatolog, aber kennt sich eben auch über die Hautgrenzen hinweg in ganz, ganz vielen medizinischen Fachgebieten ganz toll aus. Und sie wird dir sagen können, was da dran ist an deinen 30 Pflanzenstoffen pro Woche und was Sinn macht oder ob es Dinge gibt, die da wirkungsvoller sind.
Stephan Seiler 56:00
Ich bin sehr gespannt, was mir die Ohren langzieht. Ich habe ja auch dann noch ein paar Fragen zu meinem Beauty Ritualen. Ich schmiere mir die diverse Serums, ne, Slab, der Plural ist sehr rar von Serum oder sehr Punkt, Punkt, Punkt.
Brigitte Huber 56:13
Aber wir wissen gar nicht, ob wir die in Zukunft noch brauchen.
Stephan Seiler 56:18
Weil ich schmiere mir Hyaluron und Vitamin C und Ritalin und alles. Ritalin ist was anderes. Retinol. Ich schmier mir Retinol ins Gesicht. Und die Frage ist, ist diese Pflegeroutine sinnvoll? Geht das? Pflege ich anderen Menschen da draußen auch noch? Wie sollten wir unser größtes Organ behandeln? Das ist ja die Haut. Und darüber reden wir mit Jael Adler.
Brigitte Huber 56:41
Ich habe in der Vorbereitung auch schon gelesen, dass ihr eine Gemeinsamkeit habt.
Stephan Seiler 56:46
Ach, was denn?
Brigitte Huber 56:46
Ihr seid beide Hypochonder.
Stephan Seiler 56:49
Oh, oh, wie schön.
Brigitte Huber 56:53
Mal gucken, was wir da für eine Schnittmenge finden und ob sie Tipps hat, wie du das.
Stephan Seiler 56:57
Danke, dass du das jetzt hier öffentlich gemacht hast, dass ich Honda bin. Viel, vielen Dank, Brigitte. Ich muss zum Arzt, das muss ich gleich noch untersuchen lassen.
Brigitte Huber 57:06
Du kannst es herausschneiden, wenn du es noch nicht lüftest.
Stephan Seiler 57:11
Das bleibt jetzt drin. Das möchte ich dann nächste Woche mit Jael Adler sprechen und bin sehr gespannt darauf, was du dazu sagen wird. Wir haben über die Premieren gesprochen, wir haben über Einsamkeit geredet, wir haben über das Thema wie umgehen mit den ganzen Life Hacks, mit den ganzen Tipps, die wir bekommen haben, ohne dass und Stress gesprochen. Wir haben auch über das Thema gefühltes Alter noch mal gesprochen und das war sehr erkenntnisreich heute auch ein bisschen entlastend für mich war ganz gut, dass wir diese Folge gemacht haben, nämlich das reine Faktenwissen, was wir in den Folgen davor generiert haben und eingesammelt haben. Das ist total sinnvoll und wichtig, aber ich brauche da einfach noch mal den Austausch dazu. Und ich glaube, vielleicht geht das ja vielleicht auch dem oder der einen da draußen auch so. Schickt uns gerne Nachrichten, wenn ihr Fragen habt, wenn euch was Spanisch vorkommen sollte. Wir haben jetzt auch eine E Mail Adresse, Brigitte postubaseiler de schreibt uns, das.
Brigitte Huber 58:05
Ist ja richtig leicht, oder?
Stephan Seiler 58:06
Ist ja leicht. Post wie die Post und freuen uns auf eure Nachrichten. Wir haben einen Instagram Kanal, den findet ihr unter huberseiler oder die Sache mit dem Älterwerden. Das Logo ist ein Ä, daran erkennt ihr es. So findet ihr ihr unseren Instagram Kanal. Auf Facebook sind wir auch da könnt ihr uns erreichen. Vielleicht wollt ihr noch eine Sprachnachricht schicken. Lohnt sich, wenn ihr vielleicht selbst mal hier erscheinen möchtet im Podcast, dann können wir das nämlich ganz einfach abspielen. Und das war's, glaube ich, für diese Woche. Hast du noch was zu sagen, Brigitte?
Brigitte Huber 58:37
Ich habe gar nichts mehr zu sagen. Ich finde, wir haben schon ganz schön viel geredet für so eine kurze Folge. Allerdings, ich freue mich schon auf die nächste.
Stephan Seiler 58:46
Genau, ich wünsche dir noch eine schöne Woche und wir sehen uns nächste Woche Mittwoch. Dann erscheint die nächste Folge mit Yankee.
Brigitte Huber 58:52
Super.
Stephan Seiler 58:52
Bis dann.
Brigitte Huber 58:53
Bis dann. Tschüss.
— Ab hier liegt das Transkript hinter dem Ende der veröffentlichten Folge. —
Stephan Seiler 58:56
Das war die Sache mit dem Älterwerden, der Podcast mit Brigitte Huber und Stephan Seiler. Sounddesign und Musik Leo Ebert, Klang Alina Sawalis. Die Sache mit dem Älterwerden erscheint mittwochs auf allen gängigen Podcast Plattformen. Folgt uns, abonniert uns, dann verpasst ihr keine Folge, wenn ihr uns Feedback schickt wollt, egal ob positiv oder negativ oder wenn ihr Themenvorschläge für uns habt, schreibt uns gerne oder schickt uns eine Sprachnachricht, besucht unseren Instagram Kanal oder schickt uns eine E Mail. Alle Infos dazu findet ihr auch in den Shownotes.
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Folge
6
·
59 Min.
Mit
Brigitte & Stephan
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