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47 Min.
Können wir unser Hirn mit 60 noch einmal neu programmieren, Hannah Monyer? Wie gehen wir mutig mit der Angst vor Demenz um? Und hilft Mountainbiking tatsächlich gegen das Vergessen?
Vergisst Du ständig Namen oder suchst verzweifelt nach dem richtigen Wort?
Gesundheit

Keine Sorge, Du bist nicht allein – und meistens ist es völlig normal! In dieser Folge tauchen wir mit der renommierten Gedächtnisforscherin Prof. Hannah Monyer noch tiefer in die Geheimnisse unseres Gehirns ein. Warum Routine tödlich für unsere Entwicklung ist und wieso Dein Gehirn „erste Male“ braucht, um jung zu bleiben. Wir sprechen darüber, weshalb das Alter um die 60 eine riesige Chance für radikale Veränderungen bietet, warum Multitasking eine Lüge ist und wie man den Mut findet, öfter „Nein“ zu sagen.
Eine Folge voller Inspiration für alle, die nicht nur älter, sondern dabei auch klüger werden wollen.
Bei dieser Folge handelt es sich um Teil des Interviews mit Hannah Monyer.
Teil 1 des Gesprächs findest Du in Folge 21.
Kapitelmarken
00:00 Willkommen zu Teil 2: Wann wird Vergessen zum Problem?
03:14 Der Alphabet-Trick: Was tun, wenn Namen fehlen?
07:52 Demenz in der Familie: Persönliche Einblicke und Strategien
13:30 Die Macht der „Premieren“: Wie Neues das Gehirn rettet
24:06 Mythos Multitasking: Warum Konzentration der Schlüssel ist
38:42 Die Chance der 60er: Mut zur Selbstbestimmung
40:54 Entweder Oder: Von Palinka, Cello und großen Zitaten
Transkript zur Folge
Hannah Monyer 0:00
In unserer Gesellschaft, es gibt auch nicht die Demenz, ja, sondern es gibt viele Formen von Demenzen. Wir kennen die Ursachen nur zum Teil. Ich bin auch sicher, dass die nächsten Jahrzehnte uns Informationen geben werden, ganz, ganz viele Informationen, was alles zu Demenz führt.
Brigitte Huber 0:20
Herzlich willkommen zu Teil 2 unseres Interviews mit der Gedächtnispäpstin Professor Hannah Monnier. Die erste Folge, das ganze Interview war so reichhaltig, dass wir das tatsächlich in diesem Fall in zwei Teile geteilt haben. Lieber Stephan, was hast du denn mitgenommen noch mal aus diesem Teil?
Stephan Seiler 0:39
Im zweiten Teil habe ich einiges gelernt, unter anderem, wann Vergessen wirklich problematisch wird, worauf man achten muss, welche Indikatoren es da gibt und wie ich mein Gehirn fit halten kann, kommt zur Sprache. Hannah Monnier hat uns so einige Tipps und Tricks verraten. Schließlich habe ich aber auch mitgenommen, wann es manchmal besser ist zu verdrängen, statt sich alles noch mal immer und immer wieder vor Augen zu führen. Brigitte, wie ging es dir? Was hast du mitgenommen?
Brigitte Huber 1:06
Ich weiß jetzt, was mir helfen kann, wenn mir ein Name nicht einfällt, was schon mal vorkommt und warum das aber auch völlig normal ist. Ich habe erfahren, zu meiner großen Freude, warum 60 noch mal eine riesige Chance zur Veränderung bietet und dass es keine gute Idee ist, uns von unseren Kindern den digitalen Kram erledigen zu lassen. Ich bin Brigitte Huber.
Stephan Seiler 1:31
Ich bin Stephan Seiler. Und das ist Die Sache mit dem Älterwerden. Kommuni— Fast jeder, fast jeder kennt das ab einem gewissen Alter. Namen werden vergessen. Die Wortfindungsstörungen häufen sich. Wie viel ist normal? Wann sollte man sich Sorgen machen? Auch für mich als 45-Jährigen.
Hannah Monyer 2:00
Hat das schon begonnen?
Stephan Seiler 2:01
Ja, das weiß ich halt nicht. Aber die Frage ist eben, woran merke ich im Alltag, ob ich normal nachlasse oder ob es schon ein erstes Symptom ist?
Hannah Monyer 2:11
Ja, es ist interessant. Ich habe viele Freunde, die mich jetzt auch fragen: Du, der fällt mir nicht mehr ein. Also ich glaube, ich werde dement. Also Namen sich nicht zu erinnern fängt schon früh an mit 50 und vielleicht Vielleicht auch da bei einigen noch früher. Da würde ich mir keine Sorgen machen.
Stephan Seiler 2:27
40 vielleicht?
Hannah Monyer 2:28
Auch bei 40. Ich würde mir da keine Sorgen machen, weil, weil wenn Sie, wir kennen ja alle diesen Trick, denk an etwas anderes und es kommt vielleicht wieder. Gerade Vornamen, die sind, wie soll ich sagen, Sie brauchen sie nicht. Es ist genau das Gleiche, das Gehirn, also ja, dass der jetzt Hans heißt oder Fritz, ist doch vollkommen egal. Finde ich. Also der Punkt ist, also Ihre Frau würde ich jetzt nicht mit einem anderen Namen ansprechen, das kommt nicht so gut rüber. Aber normalerweise erinnern wir, erinnern wir schon die wichtigen Namen, die erinnern wir und die, die wir nicht erinnern, zum Beispiel Namen von Schauspielern, mir fiel unlängst auch ein Name nicht ein, dann gehe ich die Buchstabenliste durch und dann kommt es. Also sehr interessant.
Stephan Seiler 3:14
Ja, Buchstabenliste von A bis Z.
Hannah Monyer 3:16
Ja, man hat Tricks, also Sie können das Alphabet durchgehen und wenn Sie den Namen nicht erinnern und dann Und dann können Sie sich, aber das ist sehr, sehr häufig. Wir haben eine Struktur im Gehirn, das ist jetzt sehr neurobiologisch, aber diese Struktur, die macht so etwas, das nennen wir Pattern Separation. Pattern Separation ist, dass Muster, die sehr ähnlich sind, dennoch getrennt gespeichert werden. Und das ist eine Fähigkeit, die mit dem Alter sehr stark abnimmt, dass man etwas, was ähnlich ist, dann verwechselt. Und Namen fallen genau in diese Kategorie. Sie kennen ganz bestimmt mehrere Personen, die Hans heißen, und dann kommt es so zu einer leichten Konfusion. Aber mir passiert es auch mit dem Namen von einem Großneffen, der einen ganz außergewöhnlichen Namen hat, den ich noch nie gehört hatte, den nur er hat. Da habe ich gesagt: Oh Gott, wie nennen die Eltern das Kind? Aber Namen, das ist sehr, sehr häufig. Also da würde ich mir keine Sorgen machen. Und was das auch zeigt, also das passiert Ihnen häufig, ganz bestimmt, wenn Sie müde sind, wenn Sie, also wenn das Gehirn irgendwie mit etwas nicht, also Müdigkeit ist also bei mir, wenn ich mich beobachte, ein ganz großer Faktor, dass mir bestimmte Sachen nicht einfallen.
Stephan Seiler 4:34
Ja, bei mir auch.
Hannah Monyer 4:35
In unserem Gespräch fiel mir plötzlich, dachte ich an die infantile Amnesie und es fiel mir nicht sofort ein. Ja, und es kam dann später, es kam dann später. Also das ist, also ich denke noch nicht, dass ich dement werde oder bin, aber das kenne ich sehr, sehr gut. Und dass Sachen, die einem auch sehr vertraut sind, plötzlich in dem Kontext nicht da sind. Im Gehirn haben wir sehr, sehr viel gespeichert und es ist absolut in der Situation nicht so leicht aufrufbar. Green with envy. Wenn man jetzt den Weg in der Stadt, in der man wohnt, nicht mehr nach Hause findet, also das ist dann schon bedenklich. Also es gibt, aber das ist hochinteressant, dass Menschen in bekannten Umgebungen noch ganz, ganz lange klarkommen. Mich hat letzte Woche jemand gefragt: Ach, in unserem Dorf gab es viele alte Menschen und der Mensch ist etwas unserer Zeit. Nein, nein, nein, der Mensch ist etwas unserer Zeit insofern, als wir in unserer Gesellschaft halt älter werden. In einem Dorf gab es das nicht so. Also meine Großeltern lebten auch auf dem Land. Und da gab es diese Alten, die den ganzen Tag vor dem Haus auf der Bank saßen. Da blieben alle stehen. Da lebten 3 Generationen, die sich um diese alten Menschen kümmerten und da fiel es auch nicht so auf, verstehen Sie. In einer bekannten Umgebung kommt der Betreffende noch ganz, ganz, ganz, ganz lange zurecht, ja. Und Sie nehmen ihn aus dieser, aus dieser Situation heraus, und dann merken Sie, dann merken Sie, wie vieles er oder sie nicht kann. Also in unserer Gesellschaft, es gibt auch nicht die Demenz, ja, sondern es gibt viele Formen von Demenzen. Wir kennen die Ursachen nur zum Teil. Ich bin auch sicher, dass die nächsten Jahrzehnte uns Informationen gegeben werden, ganz, ganz viele Informationen, was alles zu Demenz führt. Ich bin auch ganz sicher, da gibt es nicht eine Ursache, sondern multiple Ursachen. Und das wird dann in der Demenz manifest, dass das Gehirn wirklich pathologisch verändert ist. Und ja, und da passieren dann genau diese Sachen, dass das Kurzzeitgedächtnis— also wenn das Kurzzeitgedächtnis, wenn Sie nicht mehr wissen, was Sie gestern gemacht haben, aber wissen, was vor 10 Jahren war, vor allen Dingen was in Kindheit— das ist in der Demenz typisch, dass man den Weg nicht mehr nach Hause findet, dass man Kategorienfehler macht. Ja, das Kategorienfehler würde heißen, also ich habe das selbst gemerkt, ja, dass jemand eine Mütze mit einem Anorak verwechselt. Verstehen Sie? Also verwechselt im Sinne, dass das Wort, also wenn Sie sagen Wortfindungsstörungen, beides ist ein Kleidungsstück, oder dass jemand versucht, mit einem Löffel die Salami vom Teller zu nehmen. Ja, es ist beides ein Werkzeug, mit dem man— also diese Kategorienfehler, die passieren auch sehr leicht. Und das, wenn man ja, wenn Ihnen Namen nicht einfallen, das ist ein— ja, das ist normal im Alter. Und genau, braucht man auch nicht.
Brigitte Huber 8:22
Sie haben das ja auch bei Ihrem Vater miterlebt.
Hannah Monyer 8:24
Genau, diese Beispiele, die ich nannte, die stammen von meinem Vater. Und ich muss sagen, obgleich ich Ärztin bin, ich habe es lange nicht gemerkt. Ich dachte, mein Vater würde nicht gut hören. Und ich brachte ihn zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Aber es war eine Aufmerksamkeitsstörung. Ja, und ich merkte es nicht, weil er in seiner normalen Umgebung noch ganz gut klarkam. Aber er hatte auch, als ich dann diese Aufmerksamkeitsstörung also richtig einschätzen konnte, fragte ich ihn direkt: Hast du, womit hast du Schwierigkeiten? Und da sagte er manchmal, das Lesen würde ihm schwerfallen und manchmal könnte er nicht mal seinen Namen schreiben. Und was auch interessant ist, obwohl wir eine sehr, sehr nahe Beziehung haben, dass Menschen, die dies an sich bemerken, dass sie es auch verstecken. Also mein Vater hat es mir nicht gesagt. Ja, und aus welchem Grund auch immer. Ja, und ja, das ist— und ich habe es wirklich nicht wahrgenommen. Ich habe es nicht wahrgenommen.
Brigitte Huber 9:29
Haben Sie selbst Angst, so ein ähnliches Schicksal zu erleben?
Hannah Monyer 9:34
Ja, ich habe keine Angst, weil die Demenzen, die sind ja nicht vererbbar. Wir wissen nicht. Also ich habe vor wenigen Wochen den Bruder meines Vaters besucht. Der ist 90 oder knapp 90, hat ein sehr ähnliches Leben geführt und der ist nicht dement. Ja, und mein Vater, der wurde dement. Nein, ich habe keine Angst davor, weil Man merkt es schon, was man hat. Ja, also das stimmt nicht, was Sie in den Büchern lesen, dass die Demenz von dem Betreffenden nicht wahrgenommen wird. In den ersten Stadien, und das geht ja über Jahre, merken Sie das natürlich. Und da gibt es ja schon Auswege. Also es gibt.
Brigitte Huber 10:13
Und was wäre ein Ausweg?
Hannah Monyer 10:15
Den Ausweg habe ich bei meiner Mutter erlebt. Also meine Mutter, die war nicht dement und irgendwann fand sie, dass sie genug gelebt hatte, mit knapp 90 und hat aufgehört zu essen und zu trinken und sagte: Sie war eine sehr starke Frau und sie sagte: Ich habe genug gehabt. Und in 2 Wochen— aber sie ist jeden Tag noch spazieren gegangen. Ich bin mit ihr gegangen, ich blieb bei ihr und sie hat beschlossen, dass das reicht. Und also man kann auch aus diesem Leben gehen. Und also mein Vater hat es nicht gekonnt, aber das können einige. Ich weiß auch von der Mutter einer Freundin, die ist zweimal nacheinander gestürzt, die war mental noch— Sie sagte: Nein, nein, also ich möchte das nicht. Ich möchte das nicht. Ich bin 90 oder sogar über 90. Also es hat mir, der Tod meiner Mutter hat mir sehr viel Trost gebracht, weil er war passend zu ihr und er hat mir gezeigt, dass man das auch nicht so hinnehmen muss.
Brigitte Huber 11:13
Ein sehr selbstbestimmtes Ende. Ich habe das auch immer so empfunden.
Hannah Monyer 11:16
So ist es.
Brigitte Huber 11:17
Das finde ich auch absolut. Er hat was Tröstendes.
Hannah Monyer 11:19
Es muss nicht dramatisch sein, was dann den Hinterbliebenen, Hinterbliebenen Geliebenen dann auch Kummer und auch wirklich schreckliche Szenen dann sie vorfinden lässt. Und dann, ich bin mit meiner Mutter jeden Tag noch spazieren gegangen und dann irgendwann, wenn du nicht trinkst und nicht isst, es war für mich auch abzusehen, wie lange das geht. Und ich hatte eine Patientenverfügung. Ich wusste von meinen Eltern, dass sie nichts wollten und das, also man muss da nicht mehr tun als das. Und das ist ihr auch gar nicht schwergefallen. Also ich habe jeden Tag gekocht, da sagt der, komm Mami, sie wollte nichts mehr, also sie wollte nichts mehr.
Brigitte Huber 11:59
Wir haben jetzt auch schon sehr viel darüber gesprochen, was man tun kann, um diesen Muskel im Gehirn zu trainieren. Ist da noch irgendwas, was ganz wichtig ist? Wir waren schon bei Sport, bei Sprachenlernen. Soziale Kontakte, glaube ich, sind wichtig.
Hannah Monyer 12:14
Soziale Kontakte.
Brigitte Huber 12:15
Wenn wir gut schlafen.
Hannah Monyer 12:17
Ja, es ist sicher, es sind multiple Faktoren. Und wie ich bereits sagte, wir wissen wirklich nicht, was in unserer Umwelt eventuell doch schädlich ist. Es ist wie eine Kombination von vielen Faktoren. Ich glaube nicht, ich glaube, ich weiß, es gibt nicht ein Rezept, was man jemandem sagen kann, das ist gut. Ich glaube, was wichtig ist, dass wir unser Leben halt auch gerade wenn man dieses Alter hat, auch sehr, sehr bewusst leben. Ja, ich erinnere, ich habe mit 15 habe ich zu meiner Mutter gesagt, Mami, wenn ich morgen sterbe, ich habe alles erlebt. Ja, also ich will damit nicht sagen, it's more of the same. Ja, also ich freue mich noch ganz, ganz viel mit meinem Leben. Ich will auch jetzt noch nicht sterben, aber auch sich vor Augen zu führen, was für ein reiches Leben man schon gehabt hat. Also ich bin dann so dankbar und denke, ja, also es war doch ein großes Leben. Und also auch da bewusst diese Angst auch, das heißt nicht, dass nicht Wahrnehmen diesen Absterbungsprozessen falsch Prozess, ja. Aber das Beste daraus zu machen, es ist für mich etwas ganz Wichtiges, eine Herausforderung. Aber das gilt ja für jede Lebensphase. Ich glaube, das Altern, und jetzt so beschäftigt ist, weil wir in dieser Älterwerden-Gesellschaft leben, aber das Richtige zu tun im Leben, das gilt ja für Eltern mit ihren Kindern, das gilt für Kinder, das gilt für Erzieher, das gilt für unsere ganze Gesellschaft, das gilt also, das Richtige zu tun zur richtigen Zeit, Das ist absolut wichtig. Und ja, also in diesem Alter, in meinem Alter, bestimmte Sachen, die gehen einfach nicht mehr. Aber dafür gehen andere, und dafür gehen andere beinahe besser.
Brigitte Huber 14:00
Ja, und es gehen Dinge neu, weil das vielleicht auch, vielleicht, weil wir so gerne noch über unser Thema Premieren auch kurz mit Ihnen sprechen wollen. Ja, ja, ja, erste Male, weil Sie sind da ja auch ganz weit vorne. Also die Menschen, die uns häufiger zuhören, die wissen, eins von Stephans und meinem Lieblingsfeldern sind erste Male. Wir erleben am Anfang unseres Lebens ja ganz viel zum ersten Mal. Deswegen bleibt es uns auch häufiger in Erinnerung. Unser Gedächtnis hat mehr Lust auf erste Male als auf Wiederholungen. Und normalerweise nehmen die ja im Leben ab. Es werden weniger erste Male oder die ersten Male werden schwieriger. Ich sage mal so. Bandscheibenvorfälle oder Scheidungen oder was auch immer. Ist denn die zweite Lebenshälfte ein guter Moment, um wieder Premieren reinzuholen ins Leben?
Hannah Monyer 14:52
Absolut. Da gibt es auch sehr, sehr viele Faktoren, die man nicht nennen möchte. Aber Sie haben jetzt einen ganz wichtigen auch genannt. Also in der Neurobiologie bezeichnen wir das Novelty. Alles, was neu ist, auch das sehen Sie im Tierreich, was neu ist. Die Maus interessiert ein neuer Legostein viel mehr als der alte Legostein. Eine Maus interessiert eine neue Maus mehr als eine alte. Also eine neu in dem Sinne, eine, die man noch nicht kennt. Und uns Menschen, also was wirklich tödlich ist für unsere Entwicklung und auch ist die Routine, die Routine. Und da muss man wirklich dem auch entgegenwirken. In meinem Beruf erlebe ich sehr wenig Routine, weil wir machen neue Versuche. Also ich werde, deshalb hält mich dieser Beruf auch jung. Erstens habe ich mit jungen Menschen zu tun, die aus verschiedensten Ländern kommen. Jeder ist anders und mir ist natürlich bewusst, dass es ein besonderes Privileg ist. Es gibt andere Berufe, die jetzt das nicht mit sich bringen. Aber da endet ja dann der Berufsalltag auch nach 8 Stunden. Da kann man eine neue Sprache lernen. Es gibt kein Rezept, aber es gibt Sachen, die Sie aus vorher Gelerntem übertragen können. Und dann ist es wirklich ein erstes Mal. Also Für mich ist dieses Fahrradfahren insofern ein erstes Mal gewesen. Ich bin mein ganzes Leben lang Fahrrad gefahren, aber diese Herausforderung, den Berg hochzufahren, das habe ich erst, das mache ich erst seit 4 Jahren. Und da, da wollte ich auf den Kilimandscharo gehen und habe ich gedacht, na ja, mit dem Yoga, was ich mache, und ein bisschen Bodyfit im Studio, da werde, da komme ich nicht auf diese knappe 6000 Meter hoch. Also habe ich mir ein Mountainbike gekauft. Ein Freund hat eins für mich ausgesucht und Also das ist toll, dass du über dich Sachen entdeckst, die du nicht einmal gewusst hast, dass du sie hast. Ja, nun ist dieses Mountainbiken nicht etwas wahnsinnig Diffiziles, aber es gibt mir so viel Kraft. Ich hätte nicht einmal gedacht, dass mir das so viel Spaß macht. Ja, und dass mir das so viel Freude macht. Es ist zu einem Bedürfnis geworden. Es ist zu einem, ja wirklich, so, es fehlt mir, wenn ich, wenn ich reise. Also inzwischen nehme ich Einladungen auch ungerne an, weil ich dann mein Fahrrad nicht dabei habe. Aber ich habe es letztes Jahr sogar nach nach Italien genommen. Ich habe mir ein Fahrrad-Rack ausgeliehen und habe das in die Toskana genommen, bin jeden Morgen um 6 also dort auf den toskanischen Hügeln gefahren. Also ich brauche das. Es ist so eine Obsession geworden nahezu. Also das hätte ich von mir gar nicht gedacht. Und auch Freunde von mir sagen, das kennen wir gar nicht an dir. Weil ich gelte als jemand, der viel liest, der gerne in Konzerte geht. Und dann habe ich noch etwas Neues begonnen. Ich habe angefangen, Klarinette zu spielen. Ich spiele, seitdem ich 6 bin, Klavier. Als mein Vater starb, ging es mir so schlecht, da ging es mir so schlecht, dass ich in eine schwere Depression gefallen bin. Und da habe ich gedacht, und da habe ich das gemacht, was ich vorher gesagt hätte. Ich habe gedacht, ich muss etwas ganz anderes machen, etwas ganz anderes, was ich noch nie gemacht habe. Und ich habe mir ein Cello ausgeliehen und nahm meine ersten Cello-Stunden. Ich erinnere mich an diese erste Cello-Stunde. Es ist ein so sinnliches Instrument, es ist Du spürst diese Schwingungen in deinem Körper. Auch das ist zu einer Obsession geworden. Ich fahre jetzt zu Cellokursen im Sommer und mache intensive Cellokurse. Und dann wollte ich aber auch diese Klarinette ausprobieren. Und mein Klarinettenlehrer, mein Klarinettenlehrer sagt, er hätte noch nie jemanden gehabt, der so schnell lernt wie ich. Und was ich glaube, na ja, ich glaube gar nicht, dass ich so begabt bin. 100%ig nicht. Was in diesem Alter dazukommt, das ein Kind nicht hat, ist dieses Wollen, ist dieses Wissen darum, also auch Strategien entwickeln. Ja, ich weiß, dass es mir nicht hilft, einmal in der Woche zu üben, sondern ich muss jeden Tag eine halbe Stunde üben, mindestens, oder eine Stunde ist noch besser. Zu mehr schaffe ich es nicht mit diesen drei Instrumenten.
Stephan Seiler 18:55
Jetzt ist es ja nicht jedem geschenkt, den Kilimandscharo besteigen zu können. Ist auch eine finanzielle Frage. Oder vielleicht auch Cello oder so was zu lernen. Bei mir stellt sich immer wieder beim Thema Premieren die Frage, wie niedrigschwellig diese sein dürfen. Muss so ein erstes Mal unangenehm sein im Sinne von, dass ich die Komfortzone verlassen muss? Oder reicht eigentlich auch neu und freudig? Also reicht es, einfach einen anderen Weg zu nehmen zur Arbeit? Oder muss das dann schon mehr sein?
Hannah Monyer 19:25
Wenn ich was Neues lerne, das mir Spaß macht, ist das zu bequem oder genau richtig, weil ich dranbleiben Ja, das ist eine sehr wichtige Frage, denn das, was sie mit niederschwellig bezeichnet, ich glaube, genau das ist es, dass daran scheitern viele Menschen, dass dieses, ja, dass diese Schwelle das Hindernis ist. Ja, und die Frage ist auch für Kinder, die unterschiedliche Veranlagungen haben, wie macht man ihnen das leicht, diese Schwelle? Und dazu sind auch gute Lehrer da, dass sie es ja doch können. Und da sind wir jetzt wieder bei dem Thema Belohnung. Was belohnt dich? Und ich sehe das bei Kindern, wenn es zu leicht ist. Du hast eine Instanz in dir, die genau sagt, das kann jeder. Und es muss, es muss noch machbar sein, ja. Und, und da finden gute Lehrer heraus, oder in meinem Alter weiß ich das über mich, weil ich mich kenne, Ich weiß ganz genau, ich kann jetzt auf der Klarinette nicht das Mozart-Konzert spielen. Ich muss erst mal das nächste und das nächste und das nächste. Und das Gleiche gilt, das Gleiche gilt mit dem Besteigen des Kilimandscharos. Mir war so klar, dass das schwer sein wird in dem Alter, dass ich ohne ein vorhergehendes Training das nicht schaffe. Ein Kind kann das nicht einschätzen und dazu brauchst du Schritte, wie du die heranführst. Also ich mache mit einem kleinen Jungen im Moment Deutsch, das ist der Junge eines Mitarbeiters von mir, ein ausländischer Junge, und er weiß, er ist 10 Jahre alt, er weiß ganz, ganz genau, wofür er lobt sich und wie viel er leisten muss, dass ich ihn lobe. Und einmal hatte ich ihn für etwas gelobt, das trivial, sagte er, ja, das weiß aber jeder. Ja, da hat er Unverlässigkeit. Und das ist der Punkt, das ist genau der Punkt. Du, du musst, du musst diese Leistung bei Kindern so anpassen, dass sie machbar ist, dass dieses Ziel, dass diese Zwischenziele erreichbar sind. Ja, und, und was halt, was ein großes Thema ist, ist, was ist die Ausdauer? Und da diese Frage haben sie mir nicht gestellt, aber das stellt sich mir permanent, denn wir leben in einer Gesellschaft, Wo die jungen Menschen genau das nicht können. Ja, und das ist durch diese vielen Social Media und Unterbrechungen. Ausdauer ist etwas Essentielles. Wenn sich bei mir Leute vorstellen für eine Doktorarbeit, die Leistungssport gemacht haben oder ihr Instrument seit Jahrzehnten spielen, nehme ich sie, auch wenn sie nichts können, weil ich weiß, die wissen, was Ausdauer ist und die wissen, die können auf ein Ziel hinarbeiten. Und das müssen wir versuchen zu kultivieren. Dass man bei einer Sache auch bleibt, den Punkt in Sinan, denn die Schwelle richtig zu setzen, das müssen die richtigen Lehrer. Aber wir müssen Kindern auch lehren, dass man etwas, dass man das auch aushalten muss, 10 Minuten zu sitzen und über eine Sache nachzudenken. Ja, und als ich diesen kleinen Jungen fragte, wie viel musst du am Tag lesen, der ist 10 Jahre alt, sagte er 10 Minuten, sagt die Lehrerin. Aber für dich lese ich auch 30, sagt er. Ja, also das fand ich ganz, ganz interessant, ja, also dass du jemanden dazu bringst, einen Schritt weiterzugehen, und dann wird er ja erfahren, was dieses Weitergehen bedeutet. Und dafür kriegt er ein Lob, das nicht jeder kriegt. Und genau, also diese ist diesen Prozess, ja, wie steigere ich mich? Und dieses sich Steigern, das ist toll, das ist die Belohnung, dass du den nächsten Schritt schaffst, ja. Und das müssen, da müssen einen die Lehrer hinführen, da müssen die Eltern dahinführen. Und da haben Sie natürlich recht. Tun wir das in unserer Gesellschaft? Ja, da sind einige sehr im Vorteil, wenn die Eltern merken, dass das Kind nicht kann und ihm Nachhilfe geben und so weiter. Ja, und eigentlich müsste es funktionieren, auch ohne dieses Dazutun. Ja klar.
Brigitte Huber 23:35
Und wenn ich älter bin, dann habe ich ja keine Lehrer und Lehrerinnen mehr unter Umständen. Und wenn ich mich auf Premieren und neue Dinge einlassen muss, Da muss ich selber dafür sorgen, dass ich mir ein Ziel suche, das spannend genug ist und trotzdem erreichbar, oder?
Hannah Monyer 23:50
Absolut. Also wenn ich jetzt das Sportstudio sehe, das ich gehe, da haben sie Rücken, da haben sie Bodyfit, da haben sie Yoga, da haben sie Spinning und ich weiß ja, und da kann einem ein guter Trainer sagen, also wenn du jetzt schon seit, wenn du noch nie Sport gemacht hast, dann fängst du ganz bestimmt nicht mit Spinning an, da fängst du auch Fange nicht mit fortgeschrittenem Yoga an, aber du kannst eine Rückengymnastik machen, wo du schon dreimal danach merkst, wie viel besser es dir geht, und dann kannst du dich steigern. Also. Former Ireland internationals Darren Randolph and Alan Judge.
Stephan Seiler 25:01
Ich höre immer wieder, Männer können kein Multitasking, Frauen aber schon. Gleichzeitig habe ich auch bei Ihnen gelesen, Menschen können überhaupt gar kein Multitasking. Was stimmt?
Hannah Monyer 25:10
Ja, also man kann generell sagen, es gibt Studien, die zeigen, wie wir— ich selbst arbeite nicht daran, wir machen das mit Mäusen nicht— aber wie bei allen Fähigkeiten gibt es bestimmte Personen, die etwas besser können als andere. Aber generell, wenn Sie die Effizienz messen, mit der jemand etwas macht, ist die am größten, wenn man eine Sache macht. Also wenn Sie zum Beispiel eine Matheaufgabe lösen und wenn Sie Musik im Hintergrund hören, sind Sie nicht so gut. Also das ist also, das ist, das hat man gezeigt, das ist, das ist, das ist klar. Nun kann es durchaus sein, dass also Frauen auch wiederum durch die Evolution können auf ein Kind aufpassen und gleichzeitig in der Küche etwas machen. Das sagt ja niemand, dass das nicht machbar ist. Aber Podcast hören oder Podcast. Aber ich mache es nie. Ich mache es. Da geht einem irgendetwas verloren. Eine kleine Information. Natürlich habe ich, habe gestern eine Sendung über Jeanne d'Arc gehört, aber ich habe gleichzeitig, ich mache das sehr, sehr selten, aber ich musste unbedingt etwas, etwas noch, noch schnell per Mail erledigen. Und dann hörte ich immer, wenn etwas über sie gesagt wurde, habe ich beides versucht zu machen. Ich bin ganz sicher. Ich mache das einmal im Jahr. Aber gestern Abend wollte ich ganz bestimmt das hören. Und es ist nicht gut. Es ist einfach nicht gut. Ich merke sogar, wenn ich, wenn ich in einer Soße rühre und spreche, dass ich langsamer rühre. Verstehen Sie? Weil ich, wenn ich etwas richtig sage, wenn ich etwas mit, mit Passion sage, mit Enthusiasmus sage. Und das ist natürlich, haben Frauen bei ihren traditionellen Arbeiten, haben die mehr Sachen gemacht, die aber auch weniger, sagen wir mal, mentale Prozesse involviert sind. Ja, aber wenn sie einen mentalen Prozess meinen und Männer, die dann in einem Büro arbeiten und bei einer anderen Aufgabe, dann ist es ja, da musst du dich auf diese Sache konzentrieren. Also diese Konzentration auf eine Sache ist absolut wichtig. Das ist das Nächste, was in unserer Gesellschaft ein ganz großes Problem bereitet. Mich stört diese Musik in den Kaufhäusern. Mich stört aber auch, weil ich weiß, dass es nicht gut ist. Es ist einfach Ein, ein, es geht nicht um den Geschmack dessen, das ist noch ein anderes Thema, sondern einfach bei einer Sache bleiben, einen Prozess verfolgen, ihn lang genug verfolgen, ist etwas, was absolut notwendig ist, um auf Lösungen zu stoßen. Ja, ich sage meinen Doktoranden immer, die wollten auch Musik hier im Labor, das ist bei mir im Labor verboten. Also ich will niemanden mit diesen Knöpfen im Ohr hören. Und ich sehe es auch bei den Joggern oder bei den Fahrradfahrern. Es ist nicht meine Haltung. Ich möchte die Vögel hören.
Brigitte Huber 27:55
Das wäre meine Zwischenfrage, Frau Mahri. Ich jogge immer und höre Musik, weil ich jogge nicht so gern. Also für mich ist das ablenkend.
Hannah Monyer 28:04
Dann darf ich? Ja, ja, ich weiß genau, was Sie meinen. Vieles, was mit Sport verbunden ist, hatte ich auch gesagt, wenn Sie einen bestimmten Rhythmus haben, wenn man sich da motivieren muss, das machen Sie deswegen. Und dann haben Sie eine Legitimation, dass Sie ja, dass Sie das machen. Persönlich, wenn ich fahre, brauche ich diese Legitimation nicht. Und dann höre ich gerne die Vögel. Ich schaue mir an, was es da gibt. Ja, also ich sage nicht, dass das falsch ist. Ich sage, Ihnen geht etwas anderes verloren dadurch, aber Sie gewinnen dafür diese körperliche Übung. Und das ist ja Ihr Ziel, verstehen Sie? Also so funktioniert es schlicht und einfach. Und beim Joggen, ich bin nie gerne gejoggt, ich habe es auch gemacht. Ist das sicher. Wenn ich zu Hause BodyFit mache und nicht ins Studio gehe, mache ich es auch auf Musik. Aber ich mache es mit so einem Film, weil wir diese— wir bleiben eher dabei im Rhythmus, denn sonst tendiert man dazu, langsamer zu laufen oder diese Übungen, sagen wir mal, nicht so intensiv zu machen. Und dort ist das, das finde ich in Ordnung.
Brigitte Huber 29:10
Genau. Aber wenn ich etwas wirklich gut machen möchte, wenn ich irgendwo richtig Fortschritte machen möchte, dann ist es einfach sinnvoll, dass ich auf eine Sache zu konzentrieren. Weil wir zwei Dinge niemals gleichzeitig ebenso gut schaffen können.
Hannah Monyer 29:22
Und auch wenn ich jetzt Musik höre, ich würde auch nie Zeitung lesen, Musik. Ja, wenn ich mich auf diese Musik konzentriere, die enthält ja so viel und jedes Mal, selbst wenn ich sie kenne, höre ich etwas anderes. Also für mich ist es ein No-Go.
Brigitte Huber 29:36
Genau. Wir haben vorher über die Lust auf Neues gesprochen und die Mäuse, die dann lieber zu den neuen Legosteinen gehen. Und bei der Recherche für das Buch, über das wir vorher auch gesprochen haben, wo ich Sie auch kennengelernt habe, also für das Buch, das ich mit meiner Kollegin geschrieben habe, haben unisono alle Expertinnen und Experten gesagt, eine Schlüsseleigenschaft, um gut älter zu werden, ist Neugierde. Jetzt habe ich das Gefühl, oder nein, das würde ich jetzt mal sagen, dass es sind Kinder neugieriger als Erwachsene, oder lässt das nach? Und wie kann ich mich da wieder neugieriger kitzeln?
Hannah Monyer 30:12
Na ja, also ja, Sie sehen, Sie sehen es bei Kindern, die sind unterschiedlich und die einen wollen eine Lösung finden, die anderen geben ganz schnell entmutigt und geben auf. Also diese Neugier, ich glaube, die Neugier, die ist uns gegeben. Was uns weniger gegeben ist, ist in der Tat Strategien und Ausdauer, wie ich vorhin bereits sagte. Also es gibt keine Kinder, die nicht neugierig sind. Es gibt Kinder, die schüchtern sind. Es gibt Kinder, die leicht entmutigt sind. Und das zu überwinden scheint mir ganz wichtig. Und dann wissen Sie, es gibt auch Menschen, die ja in ihrem Leben irgendwie zufrieden sind mit dem, was sie erreicht haben. Ich war das nie, muss ich sagen. Also das ist auch eine gewisse Veranlagung. Also wie soll ich sagen, das ist schon so. Es ist ja schon gegeben, das würde ich schon sagen. Wenn man sich umschaut in diesem Lebensalter, hat man ja auch schon viel erlebt. Und die einen, ja, die sind halt zufriedener, auch mit dem, was sie haben vielleicht. Aber sie sind ja dann auch, wenn man zufrieden ist, ja, ist ja auch nichts falsch dabei. Ja, also denen würde man einfach nur sagen, versuch dennoch Sport zu machen, dich viel zu bewegen. Genug zu schlafen. Also wissen Sie, so wie Sie ein Rezept schreiben, ja. Für die, die unzufrieden sind, die haben sicher einerseits ein bunteres Leben, aber ja, es ist wirklich eine Gratwanderung, denn permanent unzufrieden zu sein und auf etwas anderes hin, zu etwas anderen hinschreiben, ist ja auch nichts Tolles, ja. Also es ist wirklich etwas, du musst dann auch das, was du erreicht hast, ganz kurz genießen Und bei mir sind diese Phasen, ich betrachte es schon als relativ selbstverständlich, den nächsten Schritt zu versuchen. Ja, und da sage ich dann wieder ein Rilke-Gedicht. Ja, ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich um die Dinge ziehen. Ich werde den letzten nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn.
Stephan Seiler 32:31
Ja, schön.
Hannah Monyer 32:32
Sehr gut.
Stephan Seiler 32:33
Ich erlebe diese Haltung auch immer wieder, wenn es um technische Fragen geht, und zwar gerade mit Blick auf ältere Familienangehörige. Wie kann ich sie dabei unterstützen, dass sie sich diesen neuen Technologien stellen, dass sie sie nutzen und auch wagen, sie mal selbst zu erkunden? Ich habe es gerade an Weihnachten wieder erlebt, mein Vater, der wollte seine Lieblings-Fußballsendung auf YouTube angucken und ich habe es versucht, kurz zu erklären. Dachte, vielleicht findest du es einfach selbst raus, frag notfalls die KI, dann lernst du vielleicht am Ende noch die KI kennen und hast einen doppelten Erkenntnisgewinn. Ist natürlich auch ein bisschen leicht gesagt von mir, aber ich weiß genau, was du meinst. Welches fördert die Neugier am meisten? Wie soll ich da vorgehen?
Hannah Monyer 33:13
Also auch das ist etwas, was evolutionär bestimmt ist. Sie sehen es bei Tieren genauso. Wenn eine Maus in eine neue Umgebung kommt, läuft sie nur am Rand dieses Käfigs. Sie getraut sich nichts. Ja, also das ist selektioniert worden, evolutionär, schlicht und einfach, weil zu etwas Neuem hinzugehen, das ist eine Gefahr. Also das ist auch eine Veranlagung, die wir haben. Und dann gibt es die, Sie sehen es selbst bei Inzuchtmäusen, dann gibt es die, die schon beim dritten Mal laufen sie direkt auf das Neue zu, auf die Mitte zu. Und das ist unterschiedlich. Das Alte, das gibt einem Sicherheit, da fühlt man sich geborgen, das kennt man. Wir sehen die Umstellung auf ein neues Auto, Wir sehen die Umstellung. Was war neulich bei mir? Ah ja, genau. Die Deutsche Bank hat ihr elendes Onlinebanking verändert und ich muss jetzt mit diesem neuen Onlinebanking. Ich kam noch nicht einmal richtig. Also ich kam schon rein, aber dann dachte ich: Oh v******* noch mal, was muss man das jetzt alle, alle naselang? Muss ich wieder Zeit damit verbringen? Also mir ist es lästig. Also ich denke, bei alten Menschen muss man nur versuchen. Also es gibt die, die richtig neugierig sind. Und die damit, also die, die vorher damit gut umgegangen sind, ja, die finden ganz schnell einen Weg dazu. Es gibt diese Technikfreaks, die können das besser. Ja, ich sehe das auch in meinem Labor. Es gibt die, die sehr gut programmieren können, die, die, die. Es ist wirklich. Ich habe eine junge Frau hier, die hat das nie gelernt, das Programmieren. Ja, das hat ihr jemand ein bisschen gezeigt und die schreibt tolle Programme, die wir brauchen. Also da gibt es auch unterschiedliche Fähigkeiten. Und mit alten Menschen können sie eigentlich nur sagen, du musst dabei bleiben, weil sonst wirst du abgehängt, weil sich unsere Gesellschaft, es wird also schlicht und einfach das Utilitaristische in den Vordergrund kehren und sagen, jemand, der noch gut bei Verstand ist, du, du, dies, das, das, ja, zur Bank gehen und dort Überweisung zu machen, das wird bald nicht mehr möglich sein, ja. Und du musst mit deinem Handy umgehen, du musst mit deinem Computer umgehen, Du musst nicht alles selbst können. Es wird Stellen geben, wo du dann, wenn du dir einen neuen Computer kaufst, wo dir jemand die Programme drauflädt. Aber man muss den Älteren sagen, dass in unserer Gesellschaft solche Veränderungen kommen werden, wenn sie nicht dabei bleiben, dass sie sich einfach nicht zurechtfinden werden. Und ich sehe das ganz einfach bei der Bank. Also jedes Mal bin ich bestürzt. Ich bin erschrocken darüber, wie viele alte Menschen da stehen und sich erklären lassen. Und da steht dann eine lange Schlange, Ja, weil es sind sowieso kaum mehr Angestellte da und das ist ein ganz großes Problem. Oder bei einem Ticketautomaten, der in Heidelberg sieht bei der Deutschen Bahn ja anders aus als der in Darmstadt oder in Frankfurt. Also wenn jemand unterwegs ist, das ist echt ein Problem. Also, aber wenn du mal das Prinzip begriffen hast, dann wirst du irgendwann auch anderswo damit klarkommen. Und das muss man den Menschen irgendwie versuchen klarzumachen, denn sonst werden sie abgehängt sein.
Brigitte Huber 36:22
Ja, vielen Dank, Frau Monnier, an der Stelle. Wir kommen jetzt zu unseren Rubriken.
Stephan Seiler 36:29
Meine Premiere.
Brigitte Huber 36:30
Deine Premiere. Ja, es geht in unseren Rubriken zum einen um Premieren. Da waren wir ja schon voll im Thema drin und ich würde gern von Ihnen wissen, was war Ihre letzte große Premiere, an die Sie sich wahnsinnig gerne erinnern? Und planen Sie noch eine neue?
Hannah Monyer 36:48
Es war eigentlich der Gang über die Alpen nach dem Tod meines Vaters. Da ging es mir sehr, sehr schlecht und da konnte ich mir helfen, weil ich weiß, dass man das Gehirn aus dem Zustand rausbringen kann durch eine Aktivität, die sehr anstrengend ist. Und ich bin mit einer Gruppe zu Fuß über die Alpen gegangen und diese Anstrengung muss gerade groß genug sein, dass du an nichts anderes denken kannst. Ja, und das hat mir, das hat mir sehr, sehr, sehr geholfen. Und seither habe ich mehrere, mehrere Bergtouren dann auch gemacht. Und ja, das ist etwas jetzt in diesem höheren Alter. Also das war vor 4 Jahren. This summer, get everything you need at Tesco with our amazing Clubcard prices. Bring the family together with 3 for 2 and over 50 selected finest and firepit barbecue meats. Choose from extra crispy smash burgers and delicious made-for-sharing hoisin chicken kebabs from our firepit range, or juicy and flavorful Irish Angus quarter pounder burgers 4-pack and sweet and smoky Irish lamb kebabs from our finest range. Shop in store or online. Tesco. Every little helps. Available in most stores. Prices vary in Express.
Brigitte Huber 38:07
Und planen Sie noch was ganz Neues in Ihrem Leben?
Hannah Monyer 38:11
Natürlich, in der Arbeit plane ich immer etwas Neues. Das Neue ist natürlich auch mit einer gewissen Angst immer besetzt, dass man das nicht schafft. Aber das, und da sind wir ja wieder bei dem Thema älter werden, das Tolle an diesem Alter ist, dass man diese Angst weniger und weniger hat. Man hat schon so viel gemacht und ich habe keine Versagensangst. Ich weiß, dass bestimmte Sachen nicht machbar sind. Ich stelle mir realistische Ziele und ich habe mir ein Ziel in der Arbeit gestellt. Ich habe auch das Geld dafür gekriegt. Ich will ein Projekt machen über die Demenzen, das sehr, sehr riskant ist. Aber ich bin ganz sicher, dass es mir etwas Neues zeigen wird. Also ich gehe da über etwas hinaus, was ich bislang gemacht habe. Es kann sein, dass ich das Also ich werde es nicht in den Sand setzen. In der Forschung kommt immer etwas raus und es kommt oft auch etwas raus, was man gar nicht erwartet hat. Also ja.
Brigitte Huber 39:12
Aber das meinen Sie mit riskant? Also es ist schwer abzusehen.
Hannah Monyer 39:15
High risk. Es ist also in der Forschung, bezeichnen Sie, wir machen oft Forschung, die auf Altes, was wir gemacht haben, basiert. Aber dieses ist jetzt wirklich High risk, High gain. Je höher das Risiko, umso größer der Gain. Ja, also so ist es halt auch bei der Forschung.
Stephan Seiler 39:30
Wir gewinnen.
Hannah Monyer 39:30
Der gewinnt gern. Danke.
Brigitte Huber 39:32
Genau.
Hannah Monyer 39:33
Ja, aber wenn Sie jetzt meinen, weil wenn Sie meinen.
Brigitte Huber 39:37
Tolles, das ist eine tolle Premiere. Vielen Dank. Also ich hätte noch eine Frage. Und zwar ist auch in Ihrem Buch zu lesen über das geniale Gedächtnis, dass gerade das Alter um die 60 noch mal eine ganz, ganz tolle Chance sein kann, eine große Veränderung mitzumachen, sie vielleicht sogar anzuschieben. Also tatsächlich noch mal richtig etwas loszulegen. Können Sie dazu ein bisschen was sagen und vielleicht auch ein Beispiel geben?
Hannah Monyer 40:05
Ja, man wird mutiger. Man wird mutiger, ja zu sagen und man wird mutiger, nein zu sagen. Also in diesem Alter weiß ich ganz genau, mit wem ich gerne zusammen sein möchte. Und ich weiß auch Situationen, in denen ich sage: Nein, das möchte ich nicht wiederholen. Ich kann auch eher nein sagen. Ich war früher keine gute Neinsagerin. Also Ich kann, ich habe echt das Gefühl, dass ich noch nicht so, noch nie in meinem Leben so stark selbstbestimmt habe. Es ist sicher auch eine Illusion. Wir bestimmen viel weniger selbst, als wir denken. Vieles wird durch die Umstände bestimmt, in denen wir leben. Aber ich habe leichter eine Wahl. Ich war schon immer relativ schnell entschlossen, wenn ich ging, mir ein Kleid anprobierte. Ich weiß, in in einer halben Minute, ob ich das will oder nicht. Weil ich weiß, was ich brauche, ich weiß, was ich nicht brauche, ich weiß, was mir gut tut, ich weiß, was mir nicht gut tut. Ich schlag ein Menü auf, ich muss da nicht 10 Minuten lesen, was es da gibt. Ich weiß ganz genau, ob ich heute Fisch will oder Fleisch und dann zack, zack. Und ich weiß auch, welchen Wein. Also dann, wenn ich diese Leute sehe, die Menü eine Stunde lang herumlesen, dann kriege ich schon die Krise. Ich bin sehr ungeduldig. Ich glaube, das ist eine meiner schlechtesten Eigenschaften, die Ungeduld, und die wird schlimmer mit dem Alter. Zum einen, weil ich glaube, dass diese Eigenschaften stärker werden, die man eh schon hat, aber auch, weil du spürst, dass die Zeit ein ganz großes Geschenk ist und du willst es nicht, du willst diese Zeit nicht verplempern. Und da bin ich relativ kategorisch geworden in meinen Jas und Neins. Und es ist dieser Mut zu sagen, das will ich und das will ich nicht.
Brigitte Huber 41:49
Super. Also so mutig mit bisschen Blick auf die Uhr. Genau. Also das ist Das ist eigentlich unser Motto auch für jetzt, oder, Stephan?
Stephan Seiler 41:57
Ja.
Brigitte Huber 41:59
Entweder oder.
Stephan Seiler 42:00
Entweder oder, oder?
Brigitte Huber 42:02
Entweder oder.
Hannah Monyer 42:02
Ist das ein Spiel?
Brigitte Huber 42:04
Das ist ein ganz kurzes, niedrigschwelliges Spiel. Sie dürfen immer wählen zwischen zwei Begriffen, müssen das aber überhaupt nicht erläutern.
Hannah Monyer 42:12
Ja, alles klar.
Brigitte Huber 42:12
Und wir werden auch versuchen, nicht nachzubohren. Wir fangen ganz einfach an. Cello spielen oder Spanisch lernen?
Hannah Monyer 42:19
Kellerspielen.
Stephan Seiler 42:21
Verdrängen oder verarbeiten?
Hannah Monyer 42:25
Oh, das ist schwierig. Verdrängen kann auch ganz gut sein, aber also da muss ich wirklich wählen. Also das ist situationsabhängig. Manchmal ist Verdrängen für den Moment ganz, ganz richtig. Wir haben dieses Thema nicht gehabt und Sie holen es wieder hoch, dann wenn Sie es verarbeiten können. Das ist eine Strategie von mir. Wenn Sie es immer verarbeiten, dann Dann sind Sie— dazu muss ich wirklich mehr sagen, weil das echt komplex ist. Ja, wenn Sie immer verarbeiten, dann bleiben Sie manchmal so stecken, dass Sie da gar nicht mehr rauskommen. Und da ist eine, da ist eine Einstellung: Ich kann das im Moment nicht lösen, weg damit, ich hole es in einem Jahr hoch, und dann ist es richtig. Aber ja, darf ich das denn auch? Ja, weil sonst, sonst das ist erlaubt. Ja, okay, danke. Ich versuche es aber nicht oft zu machen. Okay.
Brigitte Huber 43:14
Ist vielleicht jetzt aber auch beim Nächsten schwierig. Erinnern oder vergessen?
Hannah Monyer 43:18
Ja, erinnern würde ich schon. Ja, ja.
Stephan Seiler 43:21
Kopf oder Bauch?
Hannah Monyer 43:23
Das ist so schwierig. Ich bin ein Kopfmensch, aber ich bin stark bestimmt durch meine Gefühle. Ja, Kopf. Ja, also wenn ich jetzt wählen muss, ist es Kopf. Nein, es ist nicht. An dem müssen wir das wirklich machen. Ich bin selbst in meiner Forschung, bin ich durch mein Gefühl getrieben und durch den Instinkt und, und.
Brigitte Huber 43:43
Okay, ich sehe schon, Sie entscheiden sich dafür. Beim nächsten Bergauf oder bergab gehen oder fahren? Bergauf.
Stephan Seiler 43:51
Vergangenheit oder Zukunft?
Hannah Monyer 43:53
Zukunft.
Brigitte Huber 43:55
Und jetzt kommt Kräutertee oder Palinka. Spreche ich das richtig aus?
Hannah Monyer 44:00
Ja, Palinka natürlich. Oh Gott, natürlich. Natürlich.
Brigitte Huber 44:03
Wir müssen vielleicht erklären, das ist ein rumänischer Schnaps.
Hannah Monyer 44:07
Palinka ist das.
Brigitte Huber 44:08
Genau.
Hannah Monyer 44:09
Palinka.
Stephan Seiler 44:10
Mit Eva bin ich wunderbare Erinnerungen an eine Hochzeit in Rumänien vor 15 Jahren. Und da wurde so viel Palinka gereicht, schon vor der Hauptspeise, dass ein Drittel der Gesellschaft abreisen musste. Weil sie den Hauptgang nicht mehr miterlebt hat.
Hannah Monyer 44:27
Ich habe das meinen deutschen Freundinnen erklärt, also auch bei Begräbnissen, ja, da wird ja alles weg. Aber das macht es so leicht. Ja, also Aber auch wenn sie Schmerzen hat, dann sagt meine Großmutter: Trinke ein Glas Schnaps. Also das ist alles. Palinka ist gut für alles, gegen alles.
Brigitte Huber 44:45
Letztes Entweder-oder.
Stephan Seiler 44:47
Soll ich beginnen?
Brigitte Huber 44:48
Ja, nein, das Letzte haben wir doch gerade.
Stephan Seiler 44:51
Ach so, ich habe ja gerade Palinka gemacht.
Brigitte Huber 44:55
Sorry.
Hannah Monyer 44:55
Die Konzentration lässt nach. Ja, genau, Habituation, an Gewöhntsein. Ich genau.
Stephan Seiler 45:02
Sie wäre so gut durch die 2 Stunden gerauscht und dann: „Per Hau ist am Ende." Sich treu bleiben oder sich neu erfinden?
Hannah Monyer 45:10
Sich neu erfinden.
Brigitte Huber 45:12
Sehr schön. Und jetzt haben wir nur mehr 2 Zitate berühmter Persönlichkeiten und Sie sagen, welches Sie mehr anspricht. Das eine: „Das Gedächtnis sagt: Ich habe das getan. Der Stolz sagt: Das kann ich nicht getan haben. Schließlich Gibt das Gedächtnis nach. Friedrich Nietzsche. Stephan?
Stephan Seiler 45:35
Ich kann mit einem Zitat von Jean-Paul aufwarten, das lautet: Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
Hannah Monyer 45:44
Ich kenne sie beide. Ich kenne sie beide. Das ist sehr, sehr schwer, weil das Nietzsche-Zitat ist ein Zitat, das mich intellektuell anspricht. Und es bringt natürlich sehr viel von dem, was die Gedächtniswelt— Jean-Paul ist aber etwas, was mich emotional anspricht und Ich glaube, ich würde das Jean-Paul-Zitat wählen.
Brigitte Huber 46:06
Schönes Zitat.
Hannah Monyer 46:07
Das Nietzsche-Zitat sagt uns, das ist ein intellektuelles, es sagt uns wirklich, wie unser Gehirn funktioniert. Aber das weiß ich. Und ja, ja, ja. Zum Abschluss. Ich weiß es.
Brigitte Huber 46:19
Nein, das sollte erst mal sein.
Hannah Monyer 46:23
Aber auch das sehen Sie, wenn Sie etwas länger dabei bleiben, denn das Jean-Paul-Zitat, Also für mich gibt einem natürlich gerade diese positive Erinnerung, ich habe auch von den Großeltern ganz viele positive Erinnerungen, das gibt einem Kraft, ja, dieses Emotional, und das gibt einem auch in schweren Stunden wirklich Ausdauer und zeigt einem, dass so ein Zustand ja erreichbar ist, und daher ist es schon Ja, doch, wir lassen es so.
— Ab hier liegt das Transkript hinter dem Ende der veröffentlichten Folge. —
Brigitte Huber 46:59
Liebe Frau Munyé, Sie haben uns wahnsinnig, wirklich wahnsinnig viel inspirierende Dinge erklärt, erzählt, uns auf Spuren gebracht, auf denen wir noch nicht waren. Wir hätten tatsächlich auch noch etliche Fragen gehabt, aber wir werden uns einfach neu verabreden, würde ich mal sagen.
Stephan Seiler 47:14
Frau Munyé, vielen, vielen Dank.
Hannah Monyer 47:16
Gerne, gerne.
Brigitte Huber 47:17
Vielen Dank auch von meiner Seite. Ja, war wie gesagt sehr erhellend in vielfacher Hinsicht.
Hannah Monyer 47:24
Ich danke Ihnen für das Interesse und ja.
Stephan Seiler 47:27
Danke, bis zum nächsten Mal. Tschüss. Das war Die Sache mit dem Älterwerden, der Podcast mit Brigitte Huber und Stephan Seiler.
Brigitte Huber 47:35
Vielen Dank an Leo Ebert-Glang für die Titelmelodie, das Sounddesign und den Schnitt und an Alina Zawalesch für die Covergestaltung. Die Sache mit dem Älterwerden erscheint mittwochs auf allen gängigen Podcast-Plattformen.
Stephan Seiler 47:49
Folgt uns, abonniert uns, dann verpasst ihr keine Folge und empfehlt uns bitte weiter.
Brigitte Huber 47:55
Das würde uns sehr freuen.
Stephan Seiler 47:57
Wenn ihr uns Feedback schicken möchtet, egal ob positiv oder negativ, oder wenn ihr Themenvorschläge für uns habt, schreibt uns eine E-Mail, eine Textnachricht oder Sprachnachricht auf unserem Instagram- oder Facebook-Kanal.
Brigitte Huber 48:10
Alle Infos findet ihr auch schriftlich zu dieser Folge in der Zusammenfassung in eurem Podcastplayer.
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24
·
71 Min.
Mit
Bas Kast
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